Junge Leute forschen zu Ostkunst in Potsdam
14.05.2007: Eins von drei "Zeitensprünge"-Projekten in der Stadt
Einige Fundstücke ihrer Suche scheinen ein wenig obskur. Weiblich, unbekleidet, Kunstfiguren aus Metall. Und einmal fanden die Jugendlichen auch in Stein gehauene, abstrakte Erinnerungen an Menschen wie Rosa Luxemburg oder Karl Liebknecht. Einmal in der Woche trifft sich die Gruppe im S13-Jugendclub des Spartacus in der Schlossstrasse. Ihr Ziel ist es, solche Kunstobjekte in der Stadt zu finden und zu fotografieren, die in DDR-Zeiten entstanden sind: Wie die nackten Frauen-Skulpturen, die auf der Freundschaftsinsel stehen. Oder die zwei Mosaikmauern hinter dem Lustgarten, an denen sich groß und verfremdet die Gesichter von frühen Ikonen der kommunistischen Bewegung befinden. Mit den Fotografien von solchen Orten wollen die Jugendlichen einen Kalender gestalten, der auch Informationen zu Künstlern und zur Entstehungsgeschichte der Kunstobjekte enthalten soll. Offenbar keine einfache Aufgabe. Zumindest eine aus der Gruppe, sie heißt Joana, bekennt: "Ich wusste vorher rein gar nichts über Ostkunst."
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