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18.11.2008: Zeitenspringer eröffnen Ausstellung mit Magdeburger Zeitzeugenberichten zum 16. Januar 1945 - "Die Schicksale der Bombennacht"

Große Teile Magdeburgs wurden am 16. Januar 1945 während eines Bombenangriff der Alliierten auf Nazi-Deutschlands zerstört. Die Folgen sind bis heute sichtbar. Über die Schicksale und das Leid dahinter, aber genauso die Ursachen berichten jetzt Jugendliche aus dem Kannenstieg in einer Ausstellung und einer Broschüre. Kannenstieg. In teils sehr persönlichen Berichten schilderten 17 Zeitzeugen den Jugendlichen aus dem Freizeittreff im Bürgerhaus Kannenstieg die Ereignisse vor, während und nach dem 16. Januar 1945. Der Schüler Steven Zander gehörte zum Projektteam: "Wir haben gemerkt, wie schwer es den Zeitzeugen teilweise fiel, darüber zu sprechen. Immerhin hat mancher damals Familienangehörige oder Freunde verloren", erzählt der junge Magdeburger. "Unsere Jugendlichen waren emotional sehr berührt", sagt Christine Pfeil, die Leiterin des Jugendfreizeitbereichs im Bürgerhaus. Und: "Sie haben nun eine andere Sicht auf diese Zeit, haben erfahren, was die Menschen damals erleiden mussten - und dass so etwas nie wieder passieren darf." Die Betreuer im Jugendtreff sind überzeugt, dass dieses Projekt ihre Jugendlichen bestärken wird, sich in ihrem Umfeld wenn nötig entschlossen gegen die Parolen von Rechtsradikalen zu stellen. Mit diesem Anliegen hatten sich die Bürgerhaus-Mitarbeiter überhaupt zu diesem Projekt entschlossen: "Unser Gedanke war, dass heute noch eine Reihe von Zeitzeugen leben, die sich gut an die Ereignisse erinnern können. Diese Chance wollten wir nutzen." In der Stiftung Demokratische Jugend und dem Sozialministerium des Landes fanden sich Förderer und auch Geldgeber. Auch ein Aufruf in der Volksstimme trug zum Erfolg bei, da sich viele Magdeburger auf den Artikel hin meldeten.

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