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Thüringer Allgemeine: "Sollte ich gefallen sein . . ."

30.07.2008: Der Kaiser hat befohlen - mit diesen Worten beginnen die Aufzeichnungen eines Thüringer Unteroffiziers im Ersten Weltkrieg.

SCHKÖLEN. Im Rahmen der Projektreihe "Zeitensprünge" in Thüringen beschäftigte sich vor zwei Jahren ein vierköpfiges Schülerteam der Regelschule Schkölen unter Leitung der Lehrerin Ines Schulz mit dem Kriegstagebuch des Unteroffiziers Riebel. "Als die Schüler die vergilbten und abgegriffenen Seiten, die beim Umblättern fast zerfielen, erstmals begutachteten, da war schon ein bisschen Ehrfurcht zu spüren", erinnert sich Ines Schulz. Besonders berührte die Jugendlichen die Bemerkung des Unteroffiziers: "Sollte ich gefallen sein, so bitte zu senden an Frau Minna Riebel in Schkölen (Thür.), Zeitz, Camburger Bahn". Worte, die gleich auf der ersten Umschlagseite vermerkt sind. Die jungen Männer sind damals tatsächlich mit Vaterlandsliebe in den Krieg gegangen. Es war die Einstellung der Zeit.

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