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Nordkurier: Jugend bringt Licht in dunkle Vergangenheit

04.07.2008: Das Programm "Zeitensprünge" erfreut sich in Mecklenburg-Vorpommern großer Beliebtheit. Erstmals forschen dieses Jahr auch Häftlinge aus Neustrelitz mit.

Neustrelitz. Der Name ist Programm: "Gefangen in ost-westdeutscher Realität" hat Schulsozialarbeiter Frank Selig das Projekt betitelt, das er mit sechs Gefangenen der Jugendanstalt Neustrelitz durchführt. Im Rahmen des "Zeitensprünge"-Programms und unterstützt vom Neubrandenburger Stadtarchiv haben die jungen Forscher Zeitzeugen ausfindig gemacht, die in der DDR Ausreiseanträge gestellt haben - und so in das Netz der Stasi-Bespitzelung gerieten. "Aber natürlich können sich die Jugendlichen unter diesem Titel auch ein bisschen selbst wiederfinden", sagt Frank Selig.
Von der Birthler-Behörde haben die Häftlinge im Einvernehmen mit den Betroffenen zudem die entsprechenden Akten zur Einsicht bekommen, um sich auf den Kern des Projekts vorzubereiten: "Ab August werden wir die Zeitzeugen zu Interview-Terminen treffen", erklärt Peter P*. Anschließend wollen die Nachwuchsforscher die Aussagen mit den Akten vergleichen. "Wir hoffen, Aufschluss über den tatsächlichen Sachverhalt und über Methoden der Stasi zu erhalten", sagt Peter P.

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