Märkische Allgemeine: Der Städtebahn auf der Spur
12.06.2008: Eine Gruppe des Jugendklubs PreJu erforscht die Geschichte der über 100 Jahre alten Linie
PREMNITZ - Nachdem junge Leute des Jugendklubs PreJu vor zwei Jahren die Geschichte des Premnitzer Sees untersucht hatten, der einst aus einer Tongrube entstand, hat sich der Klub nun ein neues Thema gewählt. Sechs Jugendliche widmen sich dem Wachsen und Werden der Brandenburgischen Städtebahn, die 1904 den Betrieb aufnahm, in ihren besten Zeiten von Treuenbrietzen bis nach Neustadt/Dosse verkehrte und dabei unter anderem die Orte Brandenburg, Rathenow, Premnitz und Rhinow miteinander verband.
"In den letzten Jahren ist die Autobahnanbindung der Region Rathenow/Premnitz und deren Bedeutung für die weitere Entwicklung der Region stark diskutiert worden", erklärt Jugendbetreuer Siegfried Wendland. Diese Situation sei vergleichbar mit der Lage vor gut 100 Jahren, erinnert er: "Damals wurde die Brandenburgische Städtebahn geplant und gebaut, um die Chancen der in unserer Region im Entstehen begriffenen Industrie zu verbessern." Auch zu dieser Zeit sei beileibe nicht jeder in Premnitz und Umgebung von der neuen Verkehrsanbindung begeistert gewesen.
Genauso wie bei ihrem See-Projekt ist es den Premnitzern auch diesmal wieder gelungen, sich eine Förderung der "Stiftung Demokratische Jugend" zu sichern. Bis Ende November laufen alle im Rahmen der Initiative "Zeitsprünge" finanzierten Projekte, dann müssen der Stiftung die Forschungsergebnisse vorgestellt werden.
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