Schweriner Volkszeitung: Schüler machen "Zeitensprünge"
07.03.2008: Das landesweite Jugendprogramm "Zeitensprünge" geht in die fünfte Runde.
Rostock: Gestern trafen sich die Betreuer der 35 Projektgruppen. Über 450 Jugendliche werden auch in diesem Jahr rund um das Thema Heimatgeschichte forschen. "Wichtig ist dabei, dass die Teilnehmer mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen", erklärt Koordinator Dirk Siebernik. Geschichte des 20.Jahrhunderts sei somit der Schwerpunkt.
"Wir wollen, dass die Generationen miteinander in Kontakt treten", sagt Heike Thomas von der Stiftung Demokratische Jugend, die das Programm initiierte. Vor allem die Heimatbindung der jungen Forscher solle gestärkt werden. "Die Abwanderung aus den neuen Bundesländern ist nach wie vor hoch", so Thomas. Auch wenn dies nicht zu verhindern sei, wolle das Projekt den jungen Leuten zumindest ein positives Image von der Heimat mitgeben.
Auch Pastor Ralf Schlenker von der Bernogemeinde in Schwerin ist in diesem Jahr wieder mit dabei. Mit seiner Forschertruppe will er zum Thema "Schweriner Kirchen im Sozialismus" recherchieren. Swantje Neumann (17) ist schon gespannt, worauf sie dabei stoßen werden. "Es. gab inoffizielle Mitarbeiter der Stasi, die in den Kirchen tätig waren", so die Schülerin.
Höhepunkt des Forscherjahres wird der Jugendgeschichtstag am 11. November sein. Dann stellen die Projektgruppen ihre Ergebnisse im Schweriner Schloss vor, bevor die Ausstellung auf Wanderung geht.


