Abwanderungsproblem wird ernst genommen
07.12.2005: Im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD wird dem Problem der Abwanderung junger Menschen aus den neuen Bundesländern und der demografischen Entwicklung große Bedeutung beigemessen.
Auszüge aus dem Koalitionsvertrag:
A Präambel
"Deutschland steht vor großen Herausforderungen: Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, demographischer Wandel und der Veränderungsdruck der Globalisierung verlangen große politische Anstrengungen, um heutigen und künftigen Generationen ein Leben in Wohlstand zu sichern. CDU, CSU und SPD stellen sich diesen Aufgaben."
III Aufbau Ost voran bringen
"Die Bundesregierung wird die Regionen in Ostdeutschland dabei unterstützen, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten. Das Spektrum reicht von der Förderung junger Menschen und Familien bis hin zu innovativen Anpassungsstrategien in der öffentlichen Daseinsvorsorge.
Die Bundesregierung fördert dazu Modellprojekte in den neuen Ländern, um dem Wegzug von jungen Menschen entgegenzuwirken und die Rückkehr in ihre Heimatregionen zu unterstützen. Ein Katalog von geeigneten Maßnahmen soll aus diesen Modellvorhaben entwickelt werden.
Die Bundesregierung setzt auf soziale Standortfaktoren, um junge Menschen in den Regionen zu halten. Ein Schwerpunkt wird die Förderung der Bildung sein, beginnend mit den Kindern im vorschulischen Bereich. Die in Ostdeutschland erarbeiteten Lösungen werden Modellcharakter für ein modernes und familienfreundliches Deutschland haben.
VI Familienfreundliche Gesellschaft
"[…] Die Förderung aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes wollen wir daraufhin prüfen, ob sie der besonderen Situation der Jugendlichen in Ostdeutschland entspricht. Wir wollen zu verbesserten Voraussetzungen beitragen, unter denen Jugendlichen ein Verbleib in ihrer Heimatregion in Ausbildung und bei Berufsaufnahme möglich ist. […]"
Hier finden Sie den Koalitionsvertrag "Gemeinsam für Deutschland - mit Mut und Menschlichkeit" als pdf-Dokument zum Lesen und Herunterladen:


