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Jugend Computer Club

22.11.2005: "Jugend Computer Club" - das Gemeinschaftsprojekt der Bundesinitiative Jugend ans Netz mit Fujitsu Siemens Computers für Jugendeinrichtungen in Deutschland

  

Glaubt man der Fernsehwerbung, sind die Kids in Deutschland alle online. In Wahrheit aber sind Computer und Internet längst keine Selbstverständlichkeit, und die virtuelle Welt ist für viele Jugendliche immer noch unerreichbar. Das soll sich jetzt ändern mit dem Jugend Computer Club, einem Public-Private-Partnership-Projekt der Bundesinitiative "Jugend ans Netz" mit Fujitsu Siemens Computers. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend getragene Initiative will Jugendeinrichtungen im ganzen Land mit Internetcafés ausstatten und damit endlich die digitale Chancengleichheit für benachteiligte Jugendliche schaffen. Bereits ab 99,50 EUR / Monat wird das Basispaket "Jugend Computer Club" mit drei Internetarbeitsplätzen, einem Verwaltungsrechner, Software und Support angeboten.

Von der Idee, allen Jugendlichen einen Internetzugang zu bieten, bis zur Präsentation des "Jugend Computer Club"-Konzepts war es ein langer Weg. Vor allem die Frage der Finanzierung war von Anfang an das größte Problem. Zwar gibt es in Deutschland über 50.000 Jugendeinrichtungen und -gruppen und damit ideale Voraussetzungen für ein flächendeckendes Angebot. Doch kaum ein Jugendclub kann die Investitionskosten für ein Internetcafé aufbringen. Gemeinsam mit Fujitsu Siemens Computers erarbeitete die Bundesinitiative "Jugend ans Netz" daher ein Konzept für ein Internetcafé zum Taschengeldtarif. Enthalten sein sollten neben einem Verwaltungsrechner und drei Arbeitsstationen ein umfassendes Softwarepaket mit Verwaltungsprogramm und Support. Als Obergrenze für die monatlichen Raten wurden 100,- Euro festgesetzt, so dass eine Refinanzierung über einen geringen Clubbeitrag oder ein Nutzungsentgelt möglich wäre.

Das jetzt vorliegende Basispaket für 99,50 Euro/Monat kann sich sehen lassen: Mit vier Fujitsu Siemens Computer SCALEO L mit DVD Brenner, 17" Monitor, Windows XP Home, Blue Image Internetcafe-Verwaltungssoftware 2004, Antivirus, Firewall und Freeware Pool für Office-Anwendungen, Bildung und Wissen, Multimedia und Player, Grafik und Design sowie Internet und Kommunikation ist der Jugend Computer Club gut ausgestattet, und die Bundesinitiative betont, dass das öffentlich geförderte Modell viele Vorteile gegenüber einer "normalen" Beschaffung bietet.

Jugendschutz
Optional gibt es die Jugendschutzsoftware Webblock, die einen altersdifferenzierten Internetzugang gewährleistet. Damit kann sich der "Jugend Computer Club" von kommerziellen Internetcafés und der Problematik, dass diese wegen der angebotenen Spiele als Spielhallen eingestuft werden, abgrenzen. Eine wichtige Komponente, denn was nützt schon ein Internetcafé für Jugendliche mit Eintritt ab 18 Jahren.

Betriebssicherheit und Innovationsschutz
Auch zum Thema "Betriebssicherheit und Innovationsschutz" haben sich die Macher des "Jugend Computer Club" etwas einfallen lassen: Im Leasingpaket ist der Support mit Empirum Supportsoftware über Telefonhotline und Fernwartung enthalten, so dass die Jugendclubs sich vollständig darauf verlassen können, dass die Systeme durchgängig laufen und jeweils nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf Wunsch erneuert werden.

Refinanzierung zum Taschengeldtarif
Wichtig ist den Initiatoren, dass die Jugendclubs selbst keinen Cent für die Finanzierung des "Jugend Computer Club" aufbringen müssen. Es gibt zwei Refinanzierungsansätze: Entweder erhebt der Club einen Beitrag und kann so bereits von 20 Mitgliedern mit 5,- Euro monatlich getragen werden oder es wird ein Nutzungsentgelt erhoben, wobei 29 Cent/Stunde bei halbtäglicher Öffnungszeit reichen. Als dritte Variante kommt auch ein Sponsorenmodell in Frage, bei dem zum Beispiel 10 Sponsoren aus der direkten Nachbarschaft jeweils 10,- Euro monatlich spenden. Alle drei Modelle haben aber eins gemeinsam: Die Budgets der Jugendarbeit werden nicht belastet, und den Jugendlichen steht ein Internetzugang zum Taschengeldtarif zur Verfügung.

Flächendeckendes Angebot
Damit das Angebot nicht nur in Städten und Stadtteilzentren angenommen wird, hat "Jugend ans Netz" jetzt alle Verantwortlichen in der Jugendarbeit angeschrieben. Vor allem in ländlichen Regionen erhofft man sich eine gute Resonanz von Seiten der kirchlichen Jugendclubs, Pfadfindern und den Jugendfeuerwehren, da sie auf Bundesebene bereits über Online-Strukturen verfügen.

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen www.jugendcomputerclub.de und www.ausstattungsoffensive.de

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