Gründung des Verbundes Rück- und Zuwanderung
18.09.2006: Stiftung Demokratische Jugend engagiert sich verstärkt für ostdeutsche Rückkehrinitiativen!
(Text/Fotos: Kerstin Müller)
Als am 14. September die Vertreter/innen ostdeutscher Rückkehrinitiativen in Schwerin in den Räumen der Agentur mv4you an einem Tisch saßen, war es das dritte Treffen der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Rückkehrinitiativen. Als sie am Abend gemeinsam an den Feierlichkeiten zum 5-jährigen Jubiläum von mv4you teilnahmen, waren sie der Verbund Rück- und Zuwanderung. Insgesamt ein Tag, an dem der Einsatz für die Rückgewinnung von Abgewanderten besonders gewürdigt wurde.
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Die Initiativen des Verbundes feiern am Abend das Jubiläum von mv4you |
Mehr Öffentlichkeit für Rückkehrinitiativen
Hinter der - nach außen hin rein formalen - Namensänderung der Arbeitsgemeinschaft steckt ein klares Interesse der teilnehmenden Initiativen: Geschlossenheit nach außen und Handlungsfähigkeit als Trägerverein sollen das Thema Abwanderung, Fachkräftemangel und Rückkehragenturen weiter in die Öffentlichkeit transportieren. Teilnehmende und beratende Initiativen des Verbundes Rück- und Zuwanderung sind bisher
- Stiftung Demokratische Jugend / Berlin
- Agentur mv4you / Mecklenburg-Vorpommern
- nexus Institut / Berlin
- LASA Brandenburg GmbH
- Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit
- "Menschen für Ostdeutschland", Hochschule Magdeburg-Stendal / Sachsen-Anhalt
- JuKam / Sachsen-Anhalt
- "revenio - zurückkommen lohnt"/ Sachsen-Anhalt
- Universität Leipzig, Sachsen
Der Verbund Rück- und Zuwanderung steht weiteren, interessierten Initiativen offen.
Geschlossenheit nach außen
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Sabine Ohse, Projektleiterin von mv4you |
In Zukunft wird der Verbund neben drei jährlichen Treffen auch die Veranstaltung von Fachkonferenzen als Aufgabe sehen. Weiterhin sind gemeinsame Forschungsvorhaben geplant. Ein Internetauftritt soll schon bald die Geschlossenheit nach außen demonstrieren.
Als Sprecherin des Verbundes Rück- und Zuwanderung wurde einstimmig Heidemarie Rubart von der Stiftung Demokratische Jugend gewählt. Die Koordination des Verbundes liegt damit zunächst bei der Koordinierungsstelle "Perspektiven für junge Menschen - gemeinsam gegen Abwanderung". Stellvertretende Sprecherin ist Sabine Ohse, Projektleiterin von mv4you.
Ein Knotenpunkt in Mecklenburg
Für Sabine Ohse war es ein ganz besonders feierlicher Tag. Am Abend konnte sie auf der Jubiläumsfeier ihrer Agentur mv4you nicht nur zahlreiche Glückwünsche und Danksagungen für die bereits geleistete Arbeit entgegennehmen, sondern sich auch darüber freuen, dass es den Verbund für Rück- und Zuwanderung nun gibt.
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Minister Holter formuliert seinen Wunsch an mv4you: Gutes Tun für positives Rückkehr-Image |
Besonderes Lob bekam das mv4you - Team von Helmut Holter, dem amtierenden Minister für Arbeit, Bau und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. "mv4you hat ein Stück Image von Mecklenburg-Vorpommern in die Welt getragen. Diese Arbeit, die Rückkehragenturen wie mv4you leisten, soll eine sein, für die wir uns weiterhin engagieren wollen. Wir müssen auch in Zukunft deutlich machen, dass wir Fachkräfte brauchen." Dass Rückkehragenturen zu einer zunehmend wichtigen Anlaufstelle in der Region werden, betonte der Landessuperintendent Dr. Karl-Matthias Siegert. "mv4you ist zu einem Knotenpunkt geworden, der Verbindungen schafft, Kontakte hält und Netzwerke bildet." mv4you wird vom Ministerium für Arbeit, Bau und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Der Projektträger ist die Stiftung Evangelische Jugend.
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Heidemarie Rubart, Sprecherin des Verbundes Rück- und Zuwanderung |
Die neue Sprecherin des Verbund Rück- und Zuwanderung, Heidemarie Rubart, betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung der Zurückkehrenden für eine Region. "Jeder Zurückgekehrte stärkt mit seinen Kompetenzen die Region. Wer weg geht und zurückkommt, ist reich an Erfahrungen und Kenntnissen und kann in der Heimat wichtige Impulse setzen." Sie ermutigte alle Engagierten, der Arbeit von Rückkehrinitiativen Zeit einzuräumen und nicht nur nach schnellen Erfolgen zu rufen. Gerade mit Blick auf die Zukunft und den zu erwartenden Fachkräftemangel sei es wichtig, sich auf die Vermittlung von Abgewanderten zurück in ihre Heimat zu konzentrieren.
Die Stiftung Demokratische Jugend setzt mit der Koordinierungsstelle "Perspektiven für junge Menschen - gemeinsam gegen Abwanderung" einen besonderen inhaltlichen Fokus auf die Förderung von Heimatverbundenheit und Rückkehrinitiativen. Gemeinsam mit dem Verbund Rück- und Zuwanderung wird sie auch zukünftig Aktivitäten in diesem Bereich unterstützen.
HIER geht es direkt zur Koordinierungsstelle "Perspektiven für junge Menschen"
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