Startseite  |  Kontakt  |  Sitemap  |  Impressum  |  Suchen

Stiftung

Satzung

Gremien

MitarbeiterInnen

Förderung

Perspektiven

Jugendinitiativen

Heimatverbundenheit

kompetent. für Demokratie

Coaching Lokaler Aktionspläne

respectABel Berlin

jugendnetz-berlin.de

InfoService

Datenbanken

Internetportale

Fachmagazine

Praxisideen

Infopool

Nachrichten-Archiv

Termin-Archiv

Linksammlung

Pressespiegel

Zahl der Woche

Kitt für die Demokratie

05.06.2009: Potsdamer Konferenz "Engagement in Ostdeutschland"

Am gestrigen Donnerstag fand in Potsdam die Konferenz "Engagement in Ostdeutschland - Traditionen und Perspektiven der Zivilgesellschaft" statt. Das Datum gab Anlass zu Gedenken und einem Nachdenken über die Bedeutung von freiwilligem Engagement für die Demokratie - der 4. Juni ist der Jahrestag des Massakers von Tian'anmen und damit der Niederschlagung der Demokratiebewegung in China, gleichzeitig aber auch der Tag, an dem die Solidarnosc in Polen als Sieger aus den ersten halbfreiden Parlamentswahlen hervorging.

Bundesminister Wolfgang Tiefensee erklärte: "Eine funktionierende Demokratie drückt sich nicht nur im Gang zur Wahlurne aus, sondern vor allem in gelebter Solidarität, im Einsatz für andere Menschen. Das ehrenamtliche Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält."

Die Konferenz bot zum 20. Jahrestag von Friedlicher Revolution und Mauerfall die Gelegenheit, ostdeutsche Geschichte und Traditionen des bürgerschaftlichen Engagements einschließlich ihrer Brüche zu beleuchten und zu diskutieren.

"Mit seinem persönlichen Engagement kann jeder heute Einfluss auf gesellschaftliche Zustände und Prozesse nehmen. So sind antidemokratische und ausgrenzende Aktivitäten von Rechtsextremisten eine Gefahr für unsere Zivilgesellschaft. Hier brauchen wir aktive Auseinandersetzung", sagte Tiefensee.

Johannes Zerger, Geschäftsführer der Stiftung Demokratische Jugend wies auf die Traditionslinien des Engagements in Ostdeutschland hin: "Die Tagung hat einmal mehr gezeigt, welche Bedeutung zivilgesellschaftliches Engagement für eine gelebte Demokratie hat. Ohne den vielfältigen, kritischen und mutige Einsatz der Menschen, die sich über viele Jahre in den Umwelt- und Friedensgruppen in der DDR engagiert haben, wäre der historische Umbruch von 1989 nicht denkbar gewesen."

Die 1990 vom damaligen Runden Tisch der Jugend initiierte Stiftung Demokratische Jugend fördert Projekte, die Jugendliche in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin zu gesellschaftlichem Engagement ermutigt. Wie bei der Tagung anhand der Ergebnisse des Freiwilligensurveys deutlich wurde, fehlt es im Osten Deutschlands nicht an Engagementbereitschaft. Besonders in den ländlichen Regionen mangelt es vielmehr an Strukturen, tatsächlich bürgerschaftlich aktiv zu werden. Hier ist die Politik gefordert, mehr Mittel als bisher zur Verfügung zu stellen, sodass diese Strukturen geschaffen werden können.

Weitere Informationen zur Potsdamer Konferenz finden Sie hier: www.bmvbs.de.

Informationen zur Fördertätigkeit der Stiftung Demokratische Jugend finden Sie hier: www.jugendstiftung.org.

Seitenbeginn |  Druckversion |  Artikel versenden