Schweriner Volkszeitung: Auf Spurensuche am Fiek’n-Brunnen
18.03.2008: HAGENOW - "Vom Brunnen, der 99 Jahre verschwunden war" - mit diesem Projekt beteiligt sich die Europaschule am landesweiten Programm "Zeitensprünge". Schüler aus der 8. Klasse wollen Zeitzeugen zur Stadtgeschichte befragen und eine Ausstellung vorbereiten.
"Entdecken, erforschen, dokumentieren und bekannt machen". Auf diese Formel bringt Schulsozialarbeiterin Corinna Wolf die Arbeit für das Projekt "Zeitensprünge". Erstmals beteiligt sich die Europaschule an dem landesweiten Schüler-Programm zur Heimatgeschichte. "Hier kann man prima Sozialarbeit und Schule kombinieren", sagt Corinna Wolf. "Die Jugendlichen lernen nicht nur Geschichte, sondern kommen mit Zeitzeugen ins Gespräch und dokumentieren ihre Ergebnisse in einer Ausstellung." Als Thema haben sich die Jugendlichen Hagenows neues Wahrzeichen ausgesucht - den Fiek’n-Brunnen. "Er ist ja schnell zum Anziehungspunkt geworden", sagt Corinna Wolf. "Aber kaum ein Kind oder Jugendlicher kennt den historischen Hintergrund und die kulturgeschichtliche Bedeutung dieses Kunstwerkes und des Marktplatzes."
Unterstützung für ihre Forschung bekommen die Schüler vom Museum der Stadt, von der Stadtverwaltung und vom Ortschronisten Kuno Karls. Er kann helfen, Antworten auf die Fragen zu finden: "Bis wann wurde der Brunnen als Stadtbrunnen genutzt? Wie lebten die Hagenower zur damaligen Zeit? Warum und wohin verschwand der Brunnen? Wer hatte die Idee, ihn als Kunstwerk 2007 wieder auferstehen zu lassen?"



