Lokale Aktionspläne
Kompetenzen nutzen - Lokale Netzwerke stärken
In insgesamt 17 Regionen in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin werden ab Sommer dieses Jahres Netzwerkstellen die Koordinierungsstelle eines Lokalen Aktionsplans im Rahmen des Bundesprogramms "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" übernehmen. Acht der 17 Stellen arbeiten seit rund zweieinhalb Jahren als Partner der Koordinierungsstelle "Perspektiven für junge Menschen - gemeinsam gegen Abwanderung".
Unter dem Schwerpunkt "Lokale Netzwerke" stellten die "Perspektive-Netzwerkstellen" seit 2005 einen zentralen Schwerpunkt der Stiftungsarbeit dar. Neue Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Lokalen Koordinierungsstellen ist nun die Organisation und Moderation der Entwicklung und Umsetzung einer "Integrierten Lokalen Strategie" als deren Umsetzungsinstrument der Lokale Aktionsplan verstanden wird. Gemeinsam mit lokalen zivilgesellschaftlichen Partnern aus Vereinen, Verbänden und Initiativen werden Verantwortliche in kommunalen Behörden und Landkreisverwaltungen Handlungskonzepte erarbeiten, die langfristig demokratische Strukturen und Beteiligung in den Regionen stärken und Kompetenzentwicklung im Umgang mit Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit fördern.
Netzwerkstellen - Knotenpunkte zivilgesellschaftlichen Engagements
Bereits im Frühjahr 2002 unterstützte die Stiftung Demokratische Jugend im Rahmen des Bundesprogramms CIVITAS die Einrichtung des Programmschwerpunktes "Vernetzung des zivilgesellschaftlichen Engagements im Gemeinwesen" in allen ostdeutschen Bundesländern und Berlin. Zunächst 25 Projekte mit jeweils einer Personalstelle konnten so gefördert werden - nur drei haben ihre Arbeit im Laufe in der vergangenen fünf Jahren eingestellt. Ziel der Netzwerkprojekte war es, regionale Bündnisse und Engagementstrukturen für eine demokratische Kultur vor Ort aufzubauen. Am Ende des Förderzeitraums sind in vielen Regionen feste Kooperationsverbünde regionaler Partner entstanden. Aufbauend auf den Erfahrungen der ersten drei Jahre Netzwerkarbeit gingen im April 2005 weitere 13 Netzwerkstellen an den Start. Über das direkte Engagement gegen Rechtsextremismus hinaus, sollte es zukünftig darum gehen, demokratische Strukturen erlebbar zu machen und gerade Jugendlichen Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume im Gemeinwesen zu eröffnen. Aus Mitteln der Stiftung Demokratische Jugend und Fördergeldern aus dem Bundesprogramm CIVITAS unterstützt und in enger Kooperation mit der Koordinierungsstelle "Perspektiven für junge Menschen" entwickeln die Perspektive-Netzwerkstellen seitdem gemeinsam mit lokalen und regionalen Partnern vor Ort Strategien, die ein Leben in der Region vor allem für junge Menschen attraktiver machen könnten. Ob Zukunftswerkstätten, Gemeindekonferenzen oder Projektberatung - Netzwerkstellen haben zusammen mit Engagierten aus Initiativen und Verbänden, Jugendarbeit, Schule, Kommunalpolitik, Wirtschaft und Kirche vielfältige Projekte entwickelt und Ideen gesponnen, die gerade im strukturschwachen, ländlichen Raum Potentiale für ein lebendiges Gemeinwesen aufzeigen.
Lokale Aktionspläne - strategisch, systematisch, kreativ
Mit der Koordination von Lokalen Aktionsplänen im Rahmen des neuen Bundesprogramms "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" entwickelt sich die begonnene Netzwerkarbeit nun noch einen Schritt weiter. Neben der reinen Vernetzungsarbeit engagierter Partner vor Ort geht es nun vor allem auch um die Moderation der Zusammenarbeit von Verwaltung und Zivilgesellschaft. Die Kontakte, die die Netzwerkstellen-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter im Rahmen ihrer bisherigen Tätigkeit gewonnen haben, kommen ihnen bei der neuen Aufgabe ebenso zu Gute wie die umfassenden Qualifizierungsanbote, die die Stiftung Demokratische Jugend in den letzen beiden Jahren organisiert hat. Schließlich gilt es, Vertreter und Vertreterinnen aus Behörden und Verwaltung mit Engagierten aus Initiativen und Verbänden ins Gespräch zu bringen, Begleitausschüsse zu moderieren, Projektträger kompetent zu beraten und zu begleiten sowie die Inhalte des Lokalen Aktionsplans gemeinsam mit den Partnern vor Ort stetig weiter zu entwickeln.
Für die Stiftung Demokratische Jugend ist so ein dauerhaftes Netzwerk von Partnern entstanden, die auch in Zukunft den Ausbau von Netzwerkstrukturen professionell unterstützen und demokratisches Engagement in zahlreichen Regionen Ostdeutschlands stärken.
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Coaching LAP Im Rahmen des Programms "Jugend für Vielfalt, Demokratie und Toleranz" unterstützt die Stiftung Demokratische Jugend 50 Kommunen und Landkreise bei der Entwicklung und Implementierung integrierter lokaler Strategien zur Bekämpfung von Rechtestextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Hierfür werden in kommunaler Verantwortung Lokale Aktionspläne als Umsetzungsinstrument entwickelt. ... hier mehr erfahren!
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