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Zeitensprünge-Projekte im Überblick

Förder-
entscheidung
Projektträger Projekttitel und Kurzbeschreibung
03/24 Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. (mRZ)
Bautzner Str. 140
03050 Cottbus
Friedliche Revolution in Cottbus
Die Friedliche Revolution 1989/90 wird vor allem mit den Massendemonstrationen in Städten wie Plauen, Dresden und Leipzig in Verbindung gebracht. Die Zeitensprünge-Gruppe aus Cottbus sucht nach lokalen Spuren und Zeitzeug_innen der Bürgerrechtsbewegung gegen die SED-Herrschaft. Initialzündung für das Projekt war eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Ereignisse von 1989/90 vor der Cottbuser Oberkirche, die das Interesse der Jugendgruppe vom Menschenrechtszentrum Cottbus am Thema geweckt und zu Literatur-, Archiv- und In-ternetrecherchen angeregt hat. Die Forschungsergebnisse werden per Text, Foto und Video dokumentiert und dienen als Grundlage für eine interaktive Stadtrallye, die Schulklassen und Jugendgruppen an geschichtsträchtige Orte führt.

Ort: Cottbus | Träger: Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.

03/14 Amt Brieskow-Finkenheerd
Gemeinde Wiesenau
Dorfstr. 25
15295 Wiesenau
Jugendclubs in Wiesenau
Bereits 1965 wurde der erste Jugendclub in Wiesenau eröffnet. Seither mussten trotz Bestre-ben, die Jugendarbeit im Dorf dauerhaft zu gewährleisten, viele Einrichtungen schließen und neue Treffpunkte geschaffen werden. Dem im Jahr 2000 eröffneten Jugendtreff von Wiesenau steht nunmehr das 15-jährige Jubiläum bevor. Aus diesem Anlass erforschen Jugendliche der Einrichtung, die auch an der Ortschronik mitwirken, die Geschichte der Jugendarbeit im Dorf. Welche Erinnerungen haben Menschen aus Wiesenau an ihre Jugend? Welche Jugendangebote gab es und wie wurden sie wahrgenommen? Welche Rolle spielte die Erziehung zum Sozialismus in der DDR? Im Projekt entsteht ein Heft mit Fotostrecken, Erinnerungsberichten und Hintergrundinformationen zur Jugendarbeit in Wiesenau.

Ort: Wiesenau | Träger: Jugendtreff Wiesenau

03/14 Fachwerkkirche Tuchen e.V.
Kirchstr. 12
16230 Breydin
"Breydiner Reisigfeger"
Traditionelle Handwerksberufe und -techniken gehören zum kulturellen Erbe der Gemeinde Breydin, geraten jedoch zunehmend in Vergessenheit. Eine Dokumentation über den heute 77-jährigen Besenbinder aus Breydin, seine Geschichte und die historische Besenproduktion, soll dieses Wissen bewahren. Durch Interviews und Recherchen sammeln Jugendliche Infor-mationen über das alte Handwerk. Die Ergebnisse werden in Form von Texten und Bildern festgehalten. Zudem wird ein bereits geschaffener Infopfad über die Breydiner Dorfgeschichte thematisch erweitert. Das generationsübergreifende Projekt soll zu Diskussionen über Werte wie Heimat- und Gemeinschaftsgefühl einladen. Das Bewusstsein für lokale Geschichte wird durch weitere Forschungen nach noch erlebbaren Kulturtechniken angeregt.

Ort: Breydin | Träger: Fachwerkkirche Tuchen e.V.

03/14 CVJM im Kirchenkreis Oderbruch e.V.
Kirchstr. 07
15306 Seelow
"Umgekehrt"- Vom Soldaten zum Friedensstifter
Die letzte große Schlacht auf den Seelower Höhen am Ende des Zweiten Weltkriegs forderte laut Schätzungen etwa 100.000 Tote. Fritz Pawelzig kämpfte auf Seiten der Wehrmacht im Schützengraben zwischen Seelow und Letschin gegen die Rote Armee. Als Zeitzeuge warnt der ehemalige Hitlerjunge und Wehrmachtssoldat nachfolgende Generationen vor Krieg und Faschismus. Jugendliche verschiedener Schulen aus der Region und aus Freizeiteinrichtungen in Seelow und Wriezen befragen Fritz Pawelzig zu seinen Kriegserlebnissen und begleiten ihn an historische Orte des Geschehens. Zudem werden Hintergrundinformationen recherchiert, Familiengeschichten erforscht und Videoaufzeichnungen erstellt. Die Erzählungen, Recher-chen und Quellen der Gedenkstätte auf den Seelower Höhen sollen in eine Ausstellung flie-ßen.

Ort: Seelow | Träger: Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) im Kirchenkreis Oderbruch e.V.

03/14 Stiftung SPI NL Brandenburg
Jugend-Team Beeskow
Karl-Liebknecht-Str. 20
15848 Beeskow
(Beeskower) Kellergeschichten
Dort, wo sich heute die Jugendlichen von Beeskow treffen, operierte einst die Stasi. Das Ge-bäude des Jugendtreffs in der Liebknechtstrasse 20 diente dem Ministerium für Staatssicher-heit bis 1990 als örtliche Stelle. Vor allem die Stahltür-, Bunker- und Zellenästhetik im Keller des Hauses wirft Fragen auf über die frühere Nutzung des Gebäudes. Die Zeitensprin-ger_innen suchen nach Geschichten, die sich zwischen 1945 und 1990 im und um das Haus abgespielt haben und befragen Archive und Zeitzeug_innen. Das Ziel der Gruppe ist es, Ge-schichten ans Licht zu bringen und in einer die Erarbeitung einer Ausstellung oder Zeittafel zum Haus, die von Interessierten in den Kellerräumen des Jugendtreffs besichtigt werden kann.

Ort: Beeskow | Träger: Stiftung SPI NL Brandenburg Jugend-Team Beeskow

03/14 Uckermärkischer Geschichtsverein zu Prenzlau e.V.
Friedenskamp 6
17291 Prenzlau
100 Jahre Erster Weltkrieg


03/14 KJV e.V.
Karl-Marx-Str. 14
15745 Wildau
25 Jahre nach dem Fall der Mauer - Wildauer Zeitzeugen berichten
Die Stadt Wildau und die benachbarten Gemeinden liegen fast unmittelbar an der Grenze zu Berlin. Die deutsche Teilung hatte daher unmittelbare Auswirkungen auf das Alltagsleben der Menschen in Wildau und Umgebung. Das Ende des Ost-West-Konflikts und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten gingen wiederum mit einem tiefgreifenden strukturellen Wandel einher. Durch die Befragung von Zeitzeug_innen nach ihren persönlichen Erfahrungen mit der Errichtung und dem Fall der Mauer will die Jugendgruppe erforschen, wie diese historischen Umbrüche das Leben der Eltern- und Großeltern-Generation und, mittelbar, auch ihre eigenen Lebensbedingungen geprägt haben. Die Ergebnisse der Befragungen werden über das Schulradio und als Podcasts auf einer Projekthomepage verbreitet. Zudem sind weitere Veröf-fentlichungen geplant, etwa eine Broschüre als Sonderausgabe der Schulzeitung.

Ort: Wildau | Träger: KJV e.V.

03/14 Stiftung SPI, NL Brandenburg
Rudolf-Breitscheid-Str. 17
01968 Senftenberg
Angst vor Punk
Punk gilt als Inbegriff einer subversiven, provokanten und rebellischen Jugendkultur. Die Medien-AG der Marianne-Seidel-Förderschule beschäftigt sich in einem Videoprojekt mit der Punkszene Senftenbergs, untersucht die Bedeutung und Ursprünge der Subkultur und warum sie nach der politischen Wende 1989/90 auf große Zustimmung traf. Gefragt wird außerdem nach der gesellschaftlichen Akzeptanz von Punks, wie sich die Szene verändert und welche Bedeutung sie gegenwärtig in Senftenberg hat. Die Antworten sollen Interviews, Zeitungsar-tikel sowie Berichte aus Funk und Fernsehen geben. Der Film der Projektgruppe wird in Senf-tenberg gezeigt und als DVD mit Begleitheft nachhaltig zur Verfügung stehen.

Ort: Senftenberg | Träger: Stiftung SPI, NL Brandenburg

03/14 Arbeitsförderverein Lychen e.V.
Beenzer Landstr. 5
17279 Lychen
Arbeitsgemeinschaft "Pinne"
Die Reißzwecke, auch Pinne genannt, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Uhrma-cher Johann Kirsten in Lychen erfunden. Daran erinnern in der Stadt 16 große Pinnen, die zugleich als Informationstafeln auf Sehenswürdigkeiten hinweisen. Die Zeitensprünge-Gruppe vom Freizeittreff Lychen möchte die Aufsteller mit geografischen Koordinaten versehen und so einen Pinnen-Lehrpfad entstehen lassen, der per GPS geortet werden kann. Die Informationen über die historischen Orte, die u.a. gemeinsam mit Heimatforscher_innen und dem Stadtarchiv zusammengetragen werden, können über das Internet abgerufen werden. Damit der Pinnen-Lehrpfad auch ohne moderne Technik nutzbar ist, wird die Route mit Hin-tergrundinformationen auf einem Faltblatt dargestellt. Die Öffentlichkeit wird durch eine PC-Präsentation und Presseberichte über das Projekt und die Arbeit des Freizeittreffs informiert.

Ort: Lychen | Träger: Arbeitsförderverein Lychen e.V.

03/14 Jugendtreff clubmitte
Stiftung SPI
Friedrich-Engels-Str. 22
14473 Potsdam
Das Archiv
Vor etwa 20 Jahren gründete sich Das Archiv e.V. als unabhängiges Potsdamer Kulturzentrum in einem besetzten Haus in der Leipziger-Straße 60. Während sich viele alternative Kul-tureinrichtungen über die Jahre verändert haben, kommerzialisiert oder verdrängt wurden, befindet sich das Archiv noch am gleichen Standort und bietet Jugendlichen einen selbstver-walteten Freiraum. Im Rahmen des Zeitensprünge-Programms untersuchen die heutigen Nut-zer_innen die Geschichte des Hauses. Hierzu werden Internetquellen, Zeitungsartikel und Archivalien ausgewertet sowie Zeitzeug_innen befragt. Die Ergebnisse werden in einer Bro-schüre dokumentiert.

Ort: Potsdam | Träger: Jugendtreff clubMitte Stiftung SPI

03/14 Soziale Stadt Potsdam e.V.
Milanhorst 9
14478 Potsdam
Das digitale ich, wir und sie
Der digitale Wandel prägt unsere gesellschaftlichen Strukturen und verändert unseren Alltag in nahezu allen Lebensbereichen. Welchen konkreten Einfluss die Digitalisierung auf das In-dividuum, seine Identität, Privatsphäre und zwischenmenschlichen Beziehungen hat, untersu-chen die Zeitenspringer_innen aus den Potsdamer Begegnungszentren in Drewitz und Schlaatz. Hierzu befragen die Jugendlichen, die als „Digital Natives“ mit Computer, Internet und Neuen Medien aufgewachsen sind, Erwachsene, die sich diesen Technologien erst annä-hern oder kaum Zugang zur digitalen Welt haben, zu ihren Biographien, Freundschaften und Kommunikationsformen. Das Projekt wird im Internet sowie in Zusammenarbeit mit dem Kiezradio „schlaatz fm“ durch Radiobeiträge dokumentiert.

Ort: Potsdam | Träger: Soziale Stadt Potsdam e.V.

03/14 Paulinenauer Kulturverein e.V.
Goethestr. 38
14641 Nauen
Der Paulinenauer Waldbär
August Kaster lebte in den Nachkriegsjahren allein in einer Hütte am Rand von Paulinenaue. Während seine Geschichte den Jüngeren schon nicht mehr bekannt ist, gibt es ältere Leute im Dorf, die noch persönliche Erinnerungen haben. Dem Mythos nach war Kaster ein riesenhaf-ter, eigenartiger und nicht ungefährlicher Mensch, den man auf den Namen „Waldbär“ taufte. Möglicherweise haben diese Zuschreibungen mit der realen Person wenig zu tun. Klärung bringen sollen Ortsbegehungen von Jugendlichen mit Zeitzeug_innen sowie Recherchen im Gemeindearchiv und im Brandenburgischen Landeshauptarchiv. Die Nachforschungen wer-den durch Berichte, Fotos und Videos dokumentiert und im Internet, der Lokalzeitung und auf einer Veranstaltung des Kulturvereins der Öffentlichkeit präsentiert. Daneben soll am ehemaligen Wohnplatz von August Kaster, direkt am heutigen Havellandradweg, eine Informationstafel entstehen, die auf den Waldbären-Mythos hinweist.

Ort: Paulinenaue | Träger: Paulienauer Kulturverein e.V.

03/14 Mikado e.V. Nauen
Ketziner Str. 1
14641 Nauen
Der Sound (m)einer Generation
Jede Generation hat ihre eigene Musik, die von verschiedenen Einflüssen geprägt ist. Welche Musik hat Jugendliche früher beeinflusst? Wie unterscheiden sich die Musikgenres und Hör-gewohnheiten von damals und heute? Welche geschichtlichen Hintergründe spielen dabei eine Rolle? Die Projektteilnehmenden befragen Künstler_innen aus Nauen, die seit vielen Jahren das örtliche Kulturleben mitgestalten, zu ihren musikalischen Werdegängen. Zur Sprache kommen sollen neben der Musik auch geschichtliche und kulturelle Hintergründe. Die Gruppe dokumentiert den Projektverlauf mit der Kamera und erarbeitet eine Broschüre zur lokalen Musikszene. Außerdem entsteht eine CD mit Hörproben der vorgestellten Künstler_innen.

Ort: Nauen | Träger: Mikado e.V. Nauen

03/14 Jugendgemeinschaft Ferch
Burgstr. 1 a
14548 Schwielowsee
Die Bewegung der Halbstarken
Die „Bewegung der Halbstarken“ handelt vom Alltagsleben Jugendlicher in der Gemeinde Schwielowsee von 1940 bis zur Gegenwart und dem gesellschaftlichen Wandel in dieser Zeit. Die Recherchen über prägende Erlebnisse, besondere Interessen und beliebte Freizeitaktivitä-ten junger Menschen der Gemeinde Schwielowsee stützen sich auf Gemeindechroniken, Bild- und Filmmaterialien sowie Befragungen, in die der Heimatverein, die Feuerwehr sowie Kitas, Schulen und Vereine einbezogen werden. Präsentiert werden die Ergebnisse durch einen Kurzfilm, eine PC-Präsentation und ein Fotostory-Buch.

Ort: Schwielowsee | Träger: Jugendgemeinschaft Ferch

03/14 Altstadt e.V. Perleberg
Heilig-Geist-Str. 11
19348 Perleberg
Entwurzelt und zurückgekehrt: Zwangsumgesiedelte berichten über Heimatsuche
Im Zuge der Aktion „Ungeziefer“ wurden 1952 in der DDR Bürger_innen, die an der inner-deutschen Grenze lebten und als „politisch unzuverlässig“ galten, in das Landesinnere ver-trieben. Dutzende Prignitzer_innen in den Grenzdörfern entlang der Elbe waren betroffen, einige durften bleiben und lebten angepasst oder schwiegen. Die Zeitensprünge-Gruppe sucht das Gespräch sowohl mit Menschen, die umgesiedelt wurden und an ihre früheren Wohnorte zurückgekommen sind, als auch mit jenen, die nicht unmittelbar betroffen waren, um ver-schiedene Perspektiven zu erhalten und die Folgen der deutschen Teilung auf die Region zu untersuchen. Die Projektgruppe erstellt Fotos und Plakate und will sich für die Schaffung von Erinnerungszeichen einsetzen.

Ort: Wittenberge | Träger: Altstadt e.V. Perleberg

03/14 Stadt Perleberg
Sachgebiet Kultur, Jugend,Sport und Tourismus
Großer Markt
19348 Perleberg
Frauenlebenswege
Das Projekt „Frauenlebenswege“ soll zum Dialog zwischen den Generationen anregen, ge-genseitiges Interesse wecken und Wertschätzung entwickeln. Als Impuls für das Zeitensprün-ge-Projekt dienen historische Hochzeitsfotografien aus einer Privatsammlung. Die Gruppe macht sich mit Interviewmethoden vertraut und begibt sich auf die Suche nach einer Seniorin als Gespächspartnerin, um ausgehend von ihrer Hochzeit den Lebensweg nachzuzeichnen. In vertrauensvollen Gesprächen geht es vorrangig um Träume und Realität in der Nachkriegszeit. Zum Projektabschluss soll eine Ausstellung entstehen. Die biografischen Informationen gehen in die kulturwissenschaftliche Sammlung des perleberger Stadt- und Regionalmuseums ein.

Ort: Perleberg | Träger: Stadt Perleberg, Sachgebiet Kultur, Jugend, Sport und Tourismus in Kooperation mit dem Gottfried Arnold Gymnasium Perleberg

03/14 Equus Jugendförderung Barnim e.V.
Nelkenweg 3
16225 Eberswalde
Geschichte vom Umgang mit Menschen mit einer Behinderung
Menschen mit Behinderung sind seit jeher von verschiedenen Formen der Diskriminierung zwischen offener Feindschaft und gut gemeinter Fürsorge betroffen. Um Menschen mit und ohne Behinderung einander näher zubringen, dokumentieren Jugendliche der Märkischen Schule den Umgang mit Behinderungen in Geschichte und Gegenwart in Eberswalde. Von besonderer Bedeutung für die lokalgeschichtliche Spurensuche ist das örtliche ‚Martin Gropi-us Krankenhaus‘ als Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie und frühere „Landesir-renanstalt“. Zudem werden Nachforschungen in Heimatmuseum, Stadt- und Zeitungsarchiv angestellt und Befragungen durchgeführt. Das Projekt soll zu Begegnungen und Kooperatio-nen in Schule, Lehre und Beruf anregen und damit einen Beitrag zu einem Leben ohne Barrie-ren leisten.
Ort: Eberswalde | Träger: Equus Jugendförderung Barnim e.V.

03/14 Amt Schradenland/Gemeinde Gröden
Großenhainer Str. 25
04942 Gröden
Geschichten zwischen den Grenzsteinen
Auf dem Gebiet des Amtes Schradenland und der Gemeinde Röderland finden sich mehr als 20 erhaltene Grenzsteine. Sie markieren die Grenze zwischen den ehemaligen Königreichen Preußen und Sachsen. Um diese stummen und geheimnisvollen Zeugen gesellschaftlicher Umwälzungen ranken spannende Sagen, Geschichten und Geheimnisse, die das Zeitensprün-ge-Projekt zusammenträgt. Erforscht wird dabei auch die Wertigkeit der Grenzsteine in den verschiedenen politischen Systemen. Die Ergebnisse sollen in ein Spiel über die Grenzsteine einfließen, das Schulen und kommunalen Einrichtungen zusammen mit einem Begleitheft zur Verfügung gestellt wird.

Ort: Gröden und Prösen | Träger: Amt Schradenland/Gemeinde Gröden

03/14 Kunstverein Zehdenick e.V.
Mutzer Plan 2
16792 Zehdenick
Großmütter, Mütter, Töchter. Frauen-Porträts aus Zehdenick
Die Jugendgruppe erforscht die Alltagsgeschichte von Zehdenicker Frauen aus drei Generati-onen – Großmütter, Mütter und Töchter. Frauen von der Volkssolidarität, aus der Stadtvertre-tung und aus örtlichen Betrieben werden um Auskunft gebeten über ihr Leben und Wirken sowie persönliche Interessen, Einstellungen und Werteorientierungen. Die Ergebnisse der Befragungen werden vergleichend analysiert, um Aussagen über weibliche Rollenbilder, die Lebenswirklichkeit von Frauen und Fragen der Emanzipation zu treffen. Über die Frauen aus Zehdenick entstehen Porträts aus Texten, Fotos die im Rahmen einer Ausstellung präsentiert werden.

Ort: Zehdenick | Träger: Kunstverein Zehdenick e.V. in Kooperation mit der Lindengrundschule Zehdenick

03/14 Baruth.bleibt.bunt. e.V.
Ernst-Thälmann Platz 4
15837 Baruth
Heimat Baruth
Migration ist ein vielschichtiges, weltweites Phänomen und Teil gesellschaftlicher Realität. Gleichwohl ruft das Thema Zuwanderung oft Abwehrhaltungen hervor oder wird als polari-sierendes Wahlkampfthema missbraucht. Nicht nur von Jugendlichen wird Migration als abs-trakt und unpersönlich wahrgenommen, obwohl es in vielen Familien Migrationserfahrungen gibt. Die Jugendgruppe befragt Menschen aus Baruth nach ihren Familiengeschichten und Lebensstationen nach dem Zweiten Weltkrieg und nach der politischen Wende 1989/90. Ge-meinsam erarbeiten sie eine Broschüre sowie eine Ausstellung, um die Themen Heimatverlust, Migration und Aneignung einer neuen Heimat lebendig und empathisch zu veranschaulichen.

Ort: Baruth | Träger: Baruth.bleibt.bunt. e.V.

03/14 Museum Neuruppin
Artur-Becker-Straße 11
16816 Neuruppin
Heimat Plattenbau
In der DDR fanden Plattenbauten eine starke Verbreitung, um den Wohnungsmangel zu kom-pensieren: In Neuruppin genauso wie in anderen Städten. Noch heute lebt etwa ein Drittel der Bevölkerung Neuruppins in den Wohnkomplexen, darunter viele Kinder und Jugendliche. Einige von ihnen, die der Geschichts-AG der Fontane-Oberschule angehören, erforschen in dem Zeitensprünge-Projekt das Alltagsleben von Jugendlichen in der DDR, die früher in den Plattenbauwohnungen lebten, aber es geht auch um die eigene Wahrnehmung der jugendli-chen Projektteilnehmer_innen, die dort leben Für ihre Spurensuche unternimmt die Gruppe Spaziergänge durch die weitläufigen Siedlungen, führt Interviews mit Zeitzeug_innen und sammelt Sachinformationen in Textquellen, Dokumenten und Archivalien. Im Museum Neu-ruppin werden die von Jugendlichen erstellten Fotografien mit historischen Aufnahmen zu-sammengebracht; die Mitschnitte der Interviews dienen als Material für eine Audiostation. Das Ergebnis wird eine eigene Ausstellung der Schüler_innen sein.

Ort: Neuruppin | Träger: Museum Neuruppin

03/14 Verein des Creativen Zentrums
"Haus am Anger" Falkensee
Falkenhagener Str. 16
14612 Falkensee
Im Geschichtspark Falkensee
Der Geschichtspark Falkensee erinnert seit 1967 an ein Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Bis zu 2.500 Häftlinge waren dort während des Nationalsozialismus unter unmenschlichen Bedingungen untergebracht und mussten Zwangsarbeit im Rüstungsbetrieb der DEMAG (Deutsche Maschinenbau AG) leisten. Die Parkanlage auf dem früheren Lager-gelände wird vor allem im Sommer von vielen Menschen unterschiedlichen Alters besucht. Ein Dokumentarfilm soll den Wandel des historischen Ortes abbilden und Orientierung geben. Kontrastiert werden historische Informationen und Archivbilder mit Sichtweisen von Parkbesucher_innen sowie mit Momentaufnahmen und Zeitzeug_innen-Gesprächen, die Aus-kunft über die heutige Nutzung des Geländes und das Wissen um die Geschichte geben.

Ort: Falkensee | Träger: Verein des Creativen Zentrums "Haus am Anger" Falkensee

03/14 Kindervereinigung e.V. Seelow
Marktgasse 1
15306 Seelow
Junge Menschen in Gusow-Platow
Gusow-Platkow ist ein altes brandenburgisches Dorf im Landkreis Märkisch-Oderland. Die politische Wende 1989/90 hat die Dorfstruktur nachhaltig verändert. Viele Menschen aus Gusow und Platkow, die in der Landwirtschaft tätig waren, müssen nunmehr weite Strecken bis zu ihrem Arbeitsort in Kauf nehmen. Auch die Jugend wurde durch die Wende von Neue-rungen überrascht, die sich positiv oder negativ auf das Leben im ländlichen Raum ausgewirkt haben. Die Zeitensprünge-Gruppe befragt Menschen, die in der Wendezeit ihre Jugend im Dorf erlebten und von neuen Freiheiten und Chancen sowie persönlichen Rückschlägen und Enttäuschungen berichten können. Die Gespräche werden aufgezeichnet und zusammen mit Ergebnissen aus der Arbeit mit historischem Bildmaterial, Zeitungsartikeln und Zeichnungen in einer Projektmappe dokumentiert. Durch die szenische Darstellung von Momenten der Wendezeit soll das Projekt einem breiteren Publikum präsentiert werden.

Ort: Gusow-Platkow | Träger: Kindervereinigung e.V. Seelow

03/14 Jugendbildungszentrum Blossin e.V.
Waldweg 10
15754 Blossin
Lehnschulze trifft Kulturhaus
Im Kulturhaus in Prieros an der Dahme gab es in der DDR ein vielfältiges Veranstaltungsan-gebot. Menschen aller Altersgruppen verbrachten dort einen Teil ihrer Freizeit. Mittlerweile steht das mehrere hundert Jahre alte Gebäude leer, weckt aber eine abenteuerliche Faszination. Es regt zu Fragen über die frühere Nutzung, den gegenwärtigen Verfall und zukünftige Nutzungsmöglichkeiten an. Zur Geschichte des Hauses und einstigen kulturellen Zentrums befragt eine junge Forschungsgruppe ältere Anwohner_innen, die noch persönliche Erinne-rungen an die Einrichtung haben. Die Ergebnisse sollen in geeigneter Form präsentiert werden. Denkbar ist eine Einarbeitung in die Ortschronik und eine Ausstellung im Tourismuszentrum Prieros.

Ort: Heidesee OT Prieros | Träger: Jugendbildungszentrum Blossin e.V.

03/14 SOS LÜBBENAUBRÜCKE (SchülerOrganisationStadtumbau Lübbenaubrücke)
Güterbahnhofstr. 57
03222 Lübbenau
NICO
Christa Päffgen, später bekannt als NICO, war Model, Schauspielerin und Musikerin. Sie war international erfolgreich, umgab sich mit namhaften Künstler_innen wie Andy Warhol, Lou Reed, Marylin Monroe und Alain Delon. Ihre Kindheit verbrachte sie zeitweise in Lübbenau. Während des Zweiten Weltkrieges kam sie mit ihrer Mutter in die brandenburgische Klein-stadt, wo die Familie ein Haus in Bahnhofsnähe bezog. Die Zeitensprünge-Gruppe widmet sich dem Leben und Wirken von Christa Päffgen in Lübbenau und der Welt und stützt sich dabei auf Internetrecherchen, Dokumente und Filmquellen. Stationen ihres Lebens werden zudem durch Exkursionen und Befragungen von Familienangehörigen erkundet. Die Ergeb-nisse werden im Internet und in einer Ausstellung in Lübbenau gezeigt.

Ort: Lübbenau/Spreewald | Träger: SOS LÜBBENAUBRÜCKE (SchülerOrganisationStad-tumbau Lübbenaubrücke)

03/14 Lindenpark, offenes Kinder- und Jugendhaus j.w.d. Stiftung SPI
Stahnsdorferstr. 22
14473 Potsdam
Potsdams Bands
Die Bandlandschaft in Potsdam erfreut sich breiter musikalischer Spektren und vieler aktiver Musiker_innen. Im Mittelpunkt des Zeitensprünge-Projekts steht die lokale Musikszene mit ihren Stilen, Einflüssen und Locations zur Zeit der 1980er Jahre. Von besonderem Interesse sind für die Jugendlichen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der DDR und ihr Ein-fluss auf das Wirken der Musiker_innen. Geforscht wird im Internet sowie in Zeitungs- und Fotoarchiven. Zudem führt die Gruppe Interviews mit relevanten Personen der Potsdamer Musikgeschichte. Die Ergebnisse werden in Form eines Magazins mit beiliegender CD veröf-fentlicht. Zum Abschluss des Projektes ist ein Konzert geplant.

Ort: Potsdam | Träger: Lindenpark, offenes Kinder- und Jugendhaus j.w.d. Stiftung SPI

03/14 "Arche" - Jugendbegegnungszentrum Ev. Kirchengemeinde Lauchhammer-Mitte
Alte Gartenstr. 1
01979 Lauchhammer
Spieglein, Spieglein an der Wand
Lauchhammer im Süden Brandenburgs gilt gemeinhin als "Kunstgußstadt". Die Industriege-schichte des Ortes begann jedoch mit der Spiegelfabrik im Ortsteil Friedrichsthal-Kostebrau, die für August den Starken Spiegel hergestellt haben soll. Über die 200-jährige Firmenge-schichte ist relativ wenig bekannt. Wie kam es zur Entstehung der ersten Glashütte in der Niederlausitz? Was wurde aus der Fabrik im Zweiten Weltkrieg und warum wurde die Pro-duktion in der DDR eingestellt? Die Zeitensprünge-Gruppe trägt in Zusammenarbeit mit Heimatvereinen Informationen über die Glashütte zusammen. Zudem werden Zeitzeug_innen gesucht und historische Gegenstände, Fotos und Dokumente aus der ehemaligen Fabrik kata-logisiert und ausgestellt. Die Projektarbeiten werden per Film oder Broschüre dokumentiert sowie durch eine Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Ort: Lauchhammer | Träger: „Arche“ – Jugendbegegnungszentrum Ev. Kirchengemeinde Lauchhammer-Mitte

03/14 Freizeitzentrum "White House"
Stadtverwaltung Finsterwalde
Schloßstr. 7/8
03238 Finsterwalde
Spurensuche - Die Geschichte unseres Freizeitzentrums
Das „White House“ in Finsterwalde, eine dreigeschossige Stadtvilla mit weißer Fassade, hat eine wechselvolle Geschichte. Über die Jahre diente der Gebäudekomplex als Fabrikantenvil-la, Pionierhaus, Musik- und Tanzklub, ehe er einige Zeit leer stand und 2007 nach umfangrei-chen Baumaßnahmen als Freizeitstätte wiedereröffnet wurde. Kinder und Jugendliche aus Finsterwalde, die sich mit der Einrichtung verbunden fühlen, haben viele Fragen an die Ge-schichte ihres Freizeitzentrums. So sollen etwa der Bau, die Entwicklung und die Nutzung des Hauses durch Befragungen der Anwohnerschaft und die Auswertung von Schriftquellen re-konstruiert werden. Die Informationen werden gesammelt, dokumentiert und bebildert und zum „Tag des offenen Denkmals“ als Ausstellung präsentiert. Zudem soll eine mediengestütz-te Präsentation entstehen, die bei verschiedenen Anlässen gezeigt werden kann.

Ort: Finsterwalde | Träger: Freizeitzentrum „White House“ Stadtverwaltung Finsterwalde

03/14 Förderverein der Jugendkunstschule Neuruppin e.V
Am Alten Gymnasium 1-3
16816 Neuruppin
Theater in Neuruppin
In der Zeit von 1945 bis 1950 gab es in Neuruppin ein großes Theater unter dem Namen „Die neue Bühne" – ein kultureller Mittelpunkt in der Region. Heute gibt es vor Ort noch einige Amateurtheatergruppen und Stadtfeste sind häufig mit einem Theaterspektakel verbunden. Die historischen Orte der Kunst und Kultur sind jedoch kaum bekannt und sollen durch das Zeitensprünge-Projekt wiederentdeckt werden. Hierzu wird im Heimatmuseum das Archiv-material zum „verschollenen Theater“ geborgen und in Neuruppin und anderen Teilen Deutschlands werden Zeitzeug_innen befragt. Durch Rundgänge, Fotoausstellungen und Le-sungen soll an die Neuruppiner Theaterkultur erinnert werden.

Ort: Neuruppin | Träger: Förderverein der Jugendkunstschule Neuruppin e.V.

03/14 Altstadt e.V. Perleberg
Heilig-Geist-Str. 11
19348 Perleberg
Veritas, wo die Nähmaschinen vom Band liefen
Die Produktionsstätten des Nähmaschinenwerkes Wittenberge gehörten in den 1980er Jahren zu den
modernsten der Welt. Nach der politischen Wende 1989/90 wurde das Werk geschlossen. Wo einst junge Menschen in der Herstellung von Nähmaschinen unterwiesen wurden, lernen Ju-gendliche mittlerweile für das Abitur oder Berufe im Wirtschafts- und Sozialwesen am Ober-stufenzentrum Prignitz. Die Zeitensprünge-Gruppe erforscht das Werksgelände, seine Ge-schichte und gesellschaftliche Zusammenhänge. Hierzu werden Archivmaterialien gesichtet sowie Menschen befragt, die im Nähmaschinenwerk lernten oder arbeiteten. Die Teilnehmen-den werden im Zuge des Projektes Fotografien und Plakate anfertigen, um sie der Öffentlich-keit zu präsentieren.

Ort: Wittenberge | Träger: Altstadt e.V. Perleberg

03/14 CVJM Brandenburg an der Havel e.V.
Hauptstr. 66
14776 Brandenburg an der Havel
Wendezeiten-Zeitenwende: Das Jahr 1989 in der Stadt Brandenburg
Der 25. Jahrestag des Mauerfalls im November 2014 ist für die Zeitenspringer_innen aus Brandenburg an der Havel Anlass, die Stadtgeschichte zur Zeit der politischen Wende 1989/90 zu erforschen. Im Mittelpunkt stehen Kirchengemeinden, Kulturschaffende und Staatsbedienstete als Akteure der Zeitenwende sowie Fragen nach lokalen Umständen und Besonderheiten, etwa ob Opposition in Brandenburg eher im Verborgenen stattfand. Befragt werden Menschen, die verschiedentlich in Opposition zur SED-Herrschaft standen oder dem Staatsapparat angehörten. Durch die Befragungen und Archivrecherchen sollen konkrete Ge-schichten und Orte identifiziert werden, die mit dem politischen Umbruch in Verbindung ste-hen. Die Ergebnisse werden durch Videoclips im Internet, in Form von Text und Bild auf Schautafeln sowie auf einer interaktiven Online-Map dokumentiert.

Ort: Brandenburg an der Havel | Träger: CVJM Brandenburg an der Havel e.V.

03/14 Schweriner Jugendring e.V.
Dr.-Külz-Str. 3
19053 Schwerin
Stadtvertretung Schwerins nach der Wende
25 Jahre nach dem Mauerfall wollen die Zeitenspringer erforschen wie es war, als die erste Stadtvertretung im wiedervereinten Deutschland gewählt wurde. Die Kinder und Jugendlichen, die das Projekt durchführen, sind die „Keimzelle“ und Vorbereitungsgruppe für den neu von der Stadtvertretung beschlossenen Kinder- und Jugendrat. Die Jugendlichen interessiert besonders: Wie war es, als sich 1990 alles neu formierte? Wer war damals in Schwerin aktiv? Und welche Schritte waren zu gehen, bis es zu einer ersten Stadtvertretersitzung nach der Wende kam? Als Präsentation der Ergebnisse wird ein redaktioneller Beitrag erarbeitet, der auf der Homepage des Schweriner Jugendring e.V. unter der Rubrik Kinder- und Jugendrat veröffentlicht werden soll. Ergänzend wird eine Präsentation erarbeitet, die im Stadthaus ausgestellt werden soll.

03/14 Latücht - Film & Medien e.V./ Medienwerkstatt
Große Krauthöfer Str. 16
17033 Neubrandenburg
"Erzähle mir dein Leben"
Die junge Generation von heute hat die Zeit der deutschen Teilung und das Leben in der DDR nicht erlebt. Deswegen werden sich die Jugendlichen auf Zeitreise begeben und diesen wichtigen Teil der deutschen Geschichte an Hand von Biografien erforschen. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit soll dem besseren Verständnis der Gegenwart dienen und den Schülerinnen und Schülern helfen, ihrem Handeln in der Zukunft Orientierung zu geben. Auch in der Heimatregion der Zeitenspringer gab es unzählige Menschen, die offen für eine friedliche Wende eintraten. Ihre Geschichten möchten die Jugendlichen für die Zukunft in Portraits festhalten. Die entstandenen Videos werden bei einer öffentlichen Aufführung im kommunalen „Kino Latücht“ der Öffentlichkeit präsentiert und anschließend Schulen zur Verfügung gestellt.

03/14 Ev. Regionalzentrum für kirchliche Dienste des Pommerschen Ev. Kirchenkreises
Karl-Marx-Str. 15
17489 Greifswald
"Mit 100 noch immer topfit, nicht zu überhören und will uns Mahnung sein"
Mit Beginn des 1. Weltkrieges wurde ein Glockenspiel in der Ducherower Kirche eingebaut. Nach dem 2. Weltkrieg verstummte es. Dass das Glockenspiel heute wieder erklingt, ist der Kirchen- und Kommunalgemeinde zu verdanken, die 1997 für neue Glocken Geld sammelte. Die Zeitenspringer werden zum 100-jährigen Geburtstag die Geschichte des Glockenspiels erforschen und u.a. die Gedenktafel auf dem Kirchhof um Wissenswertes ergänzen. Wie funktioniert die Mechanik, warum wurden gerade die Lieder ausgewählt, die erklingen und wie oft muss die Mechanik gewartet werden? Die Zeitenspringer wollen die Ergebnisse in einer Mappe mit CD zusammenstellen, die der Öffentlichkeit im Rahmen einer Präsentationsfeier vorgestellt werden soll. Mit ihrer Projektarbeit leisten die Jugendlichen einen wichtigen Beitrag - auch für den Tourismus im Ort.

03/14 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Auf den Spuren der Hanse von Demmin nach Ueckermünde
Die Barkasse „Grenouille“ liegt im Kahnschifferzentrum in Eggesin und wird für die Jugendarbeit genutzt.
Dazu gehören u.a. die Wissensvermittlung über den Aufbau eines Schiffes, aber auch Fahrten auf den umliegenden Gewässern zur Erkundung der Natur. Mit der Errichtung der Naturparkstation im Jahr 2012 können sich Interessenten über die Naturparkregion informieren. Hier möchten die Zeitenspringer einen wichtigen Beitrag leisten: Die Jugendlichen wollen die Geschichte der Handels- und Verkehrswege sowie der Wasserverkehrsmittel aufarbeiten und ihre Dokumentation dem Besucherinformationszentrum zur Verfügung stellen. Die Projektarbeit stützt sich vor allem auf Recherchen und Gespräche mit Zeitzeugen. Für die Barkasse werden die Jugendlichen als Dokumentation ihrer Arbeit wasserfeste Fotowände anfertigen. Zusätzlich werden die Ergebnisse auf der Internetseite der Barkasse veröffentlicht und der Naturparkstation in Eggesin zur Verfügung gesellt.

03/14 SJD - Die Falken, KV Bad Doberan
Seestr. 13
18209 Bad Doberan
Bad Doberan während der NS-Zeit
Die Zeitenspringer, die ihren Lebensmittelpunkt in Bad Doberan haben, begeben sich auf die Suche nach Spuren aus der NS-Zeit in ihrem eigenen Lebensumfeld. Junge Menschen wissen heute oft nur noch sehr wenig über diesen Teil der Geschichte. Die Jugendlichen sind zwar informiert über aktuelle Nazistrukturen und menschenfeindliche Einstellungen, haben jedoch kaum eine Anbindung zur Geschichte. Deswegen wird zum einen der geschichtliche Aspekt mit Bezug auf Bad Doberan beleuchtet, zum anderen wird der aktuelle gesellschaftliche und politische Umgang mit der NS-Geschichte und mit den damals verfolgten Gruppen betrachtet. Die Rechercheergebnisse wollen die Zeitenspringer in einer kleinen Ausstellung zusammenfassen und präsentieren. Zusätzlich wird die Verlegung von Stolpersteinen als Form der Erinnerung diskutiert und ggf. initiiert.

03/14 Kinder- und Jugendverein Rügen "Die Nordlichter" e.V.
Kurt-Bartel-Str. 2
18528 Bergen auf Rügen
Brand von Gingst
Am 25. August 1950 brach in Gingst ein Großbrand aus. Mehr als ein Drittel der Ortschaft wurde vollständig zerstört, über die Hälfte landwirtschaftlicher, technischer und privater Einrichtungen und Besitztümer vernichtet. Der Großbrand löste damals eine große Hilfsaktion aus. Es wurden Sammlungen organisiert und Helfer unterstützten beim Wiederaufbau der Stadt. Die Zeitenspringer werden ergründen, wie der Wiederaufbau der Ortschaft erfolgte und welche Dokumentationen über das Ereignis noch vorhanden sind. Eine damals unmittelbar betroffene Familie ist noch im Besitz von Material, welches sie den Jugendlichen zur Verfügung stellen möchte. Zusätzlich werden die Jugendlichen Zeitzeugen befragen, in Archiven recherchieren und historisches Filmmaterial sichten und digitalisieren. Im Ergebnis sollen eine kleine Broschüre sowie ein Film entstehen und dem ortsansässigen Museum übergeben werden.

03/14 PferdemarktQuartier e.V.
Pferdemarkt 8
18246 Bützow
Bücher, Bilder, Boahhh! - ein Bibliothek entsteht.
In Bützow entstand die erste Bibliothek für jedermann in Mecklenburg-Vorpommern. Die Jugendlichen wollen die Entstehung und Entwicklung dieser Bibliothek dokumentieren. Die Erforschung der „Mutter aller mecklenburgischen Bibliotheken“ ist aber nur ein Teil des Projektes. Ein weiterer Teil ist die Sichtung und Ordnung des alten Buchbestandes des ehemaligen Heimatvereins für Bützow und Umgebung. Diese Bücher wollen die Zeitenspringer sichten, registrieren, der bestehenden Bützower Bibliothek zuführen und somit als Ergebnis ihrer Projektarbeit der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Jugendlichen wissen: Auch im elektronischen Zeitalter sind Bücher unschätzbare Bildungs- und Wissensvermittler. In ihrem Projekt werden Jugendliche an den Wert der Bücher herangeführt und die historische Bedeutung von Bibliotheken erforschen.

03/14 Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH
Am Kloster
19399 Dobbertin
Das Kloster im Dorf!
Die Zeitenspringer des Diakoniewerks Dobbertin, das heute Lernort für geistig behinderte Schülerinnen und Schüler ist, wollen das Leben im Kloster während des 19. und 20. Jahrhunderts erforschen. Dabei soll recherchiert werden, wie das Leben im Kloster funktionierte und welchen Einfluss dieses auf die Entwicklungen des Dorfes Dobbertin und der Stadt Goldberg hatten. Es sollen vor allem Strukturen im Klosterleben herausgefiltert und dargestellt werden, die heute auch noch prägend für die Gemeindestruktur und die Umgebung sind. Das Projekt wird unter Mitwirkung von vielen Partnern und Einrichtungen, u.a. von Zeitzeugen, der Gemeindepädagogin, der Kirche, der Schule, der Lokalpresse und Archiven umgesetzt. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen u.a. in einer Wanderausstellung präsentiert und auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

03/14 Stadtjugendring Greifswald e.V.
Lange Str. 14
17489 Greifswald
Demokratiebahnhof Anklam
Mit dem Modellvorhaben „Demokratiebahnhof Anklam“ soll der Anklamer Bahnhof neu belebt werden. In einem Teil des Hauses wird ein selbstverwaltetes Jugendzentrum entstehen. Mit dem neuen Konzept verändert das Objekt grundlegend seine einstige Funktion und Nutzung. In ihrem Zeitensprünge-Projekt werden die Jugendlichen den Ort und seine Geschichte(n) zeitübergreifend erforschen und die möglichen Nutzungsvarianten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufzeigen. Das Projekt bietet die Möglichkeit, die Vergangenheit des Gebäudes kennen zu lernen und sich mit seinem Wandel im Laufe der Zeit auseinanderzusetzen. In Form einer Dauerausstellung werden die Projektergebnisse in der Bahnhofshalle für die Nutzer und Besucher des Hauses zu sehen sein. Außerdem denken die Jugendlichen über einen Kurzfilm nach, welcher auf der Website des Bahnhofes präsentiert werden soll.

03/14 FV Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin e.V.
Ludwigsluster Str. 2b
19288 Wöbbelin
Der KZ-Zug von Sülstorf
Die Gemeinde möchte die Gedenkstätte in Sülstorf neu gestalten und in die Forschungsarbeit und bei den Entwürfen viele Menschen einbeziehen. Auch die Zeitenspringer wollen an der Neugestaltung und der Erforschung der Gedenkstätte mitwirken. Die Jugendlichen werden in Zeitzeugengesprächen u.a. Hintergründe zur Geschichte der Gedenkstätte erforschen. Sie werden recherchieren, was in den Tagen vom 13. bis 15. April 1945 in Sülstorf passierte, wann die Gedenkstätte entstand und wie sie sich bis 2013 entwickelte. Die Ergebnisse in Form einer Materialsammlung, einer Präsentation und auf Schautafeln, werden u.a. vor Vereinen, am Tag der offenen Tür und bei Veranstaltungen präsentiert. Das Ziel der Zeitenspringer ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten einen Entwurf zur Neugestaltung der Gedenkstätte Sülstorf zu erarbeiten.

03/14 AWO Treffpunkt "Deja vu" AWO Soziale Dienste Westmecklenburg gGmbH
Parchimer Str. 2
19063 Schwerin
Die internationale Platte
Der Dreesch mit seinen 3 Stadtteilen galt einst als „schönstes Neubaugebiet der DDR“. Bis Ende der
1980er Jahre gab es viele Preise, Lob und Anerkennung für das Plattenbaugebiet. Mit der
Wiedervereinigung wurden Plattenbauten „stigmatisiert“, und heute werden sie gar als soziale Brennpunkte behandelt. Die Jugendliche haben nur geringe Kenntnisse über die DDR im Allgemeinen und die Entstehung der Plattenbaugebiete im Besonderen. Der Jugendclub „Deja vu“ liegt mitten in einem solchen Gebiet und die meisten der Zeitenspringer leben hier, wissen aber nur sehr wenig über ihr näheres Lebensumfeld. In ihrem Projekt werden die Zeitenspringer Zeitzeugen befragen und die Entwicklung des Plattenbaugebietes und damit verbundene Geschichte(n) erforschen und festhalten. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen gefilmt und in einer Wanderausstellung dokumentiert werden.

03/14 DRK-Jugendclub Schwaan
Treff Markt 9
18258 Schwaan
Die Wendehits 1989/90
Für ihr Projekt reisen die Zeitenspringer zurück in das Wendejahr 1989. Im Mittelpunkt stehen diejenigen Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Schwaan, die zur Wendezeit zwischen 14 und 20 Jahre alt waren. Es geht um die Träume und Hoffnungen der jungen Generation zu jener Zeit. Welche Musik hat die Jugendlichen geprägt und gibt es eigentlich einen „Wendehit“? Wie hat sich die Musik in der Region unterschieden von dem, was in anderen Teilen der DDR gehört wurde? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, werden die Zeitenspringer in Archiven recherchieren und Zeitzeugen befragen. Die Projektergebnisse sollen auf Ausstellungstafeln und einer Musik-CD zusammengefasst werden. Die Zeitenspringer planen außerdem, zwei oder drei Lieder aus der Wendezeit auf dem Jugendgeschichtstag durch junge Musiker spielen zu lassen.

03/14 Förderverein
Adolph-Diesterweg Schule e.V.
Rudolf-Virchow-Str. 23
18435 Stralsund
FREIHEIT IST
In Gesprächen bemerkt man bei Jugendlichen, besonders in Bezug auf die Geschichte der DDR, oft ein lückenhaftes oder falsches Geschichtsbild. Dies zeigt sich u.a. in zu schnell polarisierenden und
klischeebehafteten Sichtweisen und Äußerungen. Gleichzeitig werden die eigenen Gestaltungsräume und Ausdrucksmöglichkeiten als eingeschränkt und nicht selbstbestimmt wahrgenommen. Die Zeitenspringer werden deshalb Zeitzeugen aus verschiedenen Epochen befragen und sich mit der Frage nach persönlicher Freiheit in verschiedenen politischen Systemen auseinandersetzen. Besonders das Auf- und Heranwachsen in unterschiedlichen politischen Systemen soll in Bezug auf die persönliche Definition und Bedeutung von Freiheit beleuchtet werden. Die Projektergebnisse werden u.a. auf der Website präsentiert und verschiedenen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

03/14 Dokumentationszentrum Prora e.V.
Stiftung NEUE KULTUR / Projekt Prora
Choriner Straße 82
10119 Berlin
Grenzen überwinden
Während der Begegnungswoche werden die Jugendlichen die Gelegenheit nutzen, sich mit dem Thema Zwangsarbeit im Nationalsozialismus zu beschäftigen. Die Zeitenspringer werden ehemalige polnische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die auf der Insel Rügen bis 1945 arbeiten mussten, zusammen mit deutschen Zeitzeugen aus der Gemeinde befragen, um so diesen Teil der regionalen Geschichte zu erforschen. In einem Vorbereitungsworkshop wollen die Zeitenspringer sich im Dokumentationszentrum Prora in das Thema Zwangsarbeit und in Interviewtechniken einarbeiten. Die Projektarbeit selbst und die Interviews werden filmisch festgehalten und bilden die Grundlage einer Fotodokumentation. In einem Theaterprojekt, das mit einem erfahrenen Pädagogen umgesetzt werden soll, werden Erfahrungen und Erinnerungen verarbeitet.

03/14 All Pütter gGmbH
Am Wirtschaftshof 11a
19386 Greven
Hofball oder Brennnesselsuppe
Aus Anlass des jährlich stattfindenden Hoffestes rings um den ehemaligen Gutshof wollen die Jugendlichen recherchieren, wie zu verschiedenen Epochen in der Region gefeiert wurde. Die Zeitenspringer werden sich u.a. mit regionalen Produkten und traditionellen Gerichten aus unterschiedlichen Zeiten beschäftigen und diese nachkochen. Hierfür werden die Jugendlichen recherchieren, welche Produkte zu welcher Zeit verwendet und wie sie zubereitet wurden. Insgesamt sollen für das Hoffest im September drei Menüs erarbeitet und gekocht werden, die zu passender Tischdekoration serviert werden. Zur Dokumentation der Projektarbeit werden die Zeitenspringer ein thematisches Kochbuch mit Erklärungen zum geschichtlichen und regionalen Kontext, Fotos und Rezepten anfertigen. Das Buch, verbunden mit einem Geschichtsquiz, soll ebenfalls zum Hoffest vorgestellt werden.

03/14 Alte Synagoge Stavenhagen e.V.
c/o Klaus Salewski
Bütt-Soll-Weg 14
17153 Stavenhagen
Jüdische Spuren in Heringsdorf
Das Seebad Heringsdorf wurde über lange Jahre von jüdischen Gästen besucht und geschätzt. Viele Familien hatten hier ihr Sommerdomizil - vor allem Industrielle, Bankiers, Wissenschaftler und Schriftsteller aus berühmten jüdischen Familien. Von der Geschichte der Menschen und ihrer Häuser ist vor allem dann wenig zu erfahren, wenn die Eigentümer Juden waren. Die Zeitenspringer wollen deshalb in ihrem Projekt die Geschichte(n) hinter den Menschen und Gebäuden erforschen und diese festhalten. Archivmaterial ist zwar ausreichend vorhanden, allerdings nur zum Teil erschlossen. Unterstützung bei ihrer Arbeit erhalten die Jugendlichen u.a. durch den Verein der alten Synagoge Stavenhagen und vom Geschichtsvereins Usedom. Als konkretes Projektergebnis ist die (erste) Stolpersteinverlegung für ermordete Juden aus Heringsdorf geplant.

03/14 SHARKS e.V. Neubrandenburg
Bussardstr. 2
17034 Neubrandenburg
Jugendclubs früher und heute
Neubrandenburg war mit fast 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern einst die jüngste Stadt der DDR. Nun ist die Stadt eine der am schnellsten sterbenden. Der demografische Wandel ist besonders im Niedergang der Jugendkultur bemerkbar, insbesondere dem Sterben der Jugendclubs. Im Jahr 1988 gab es davon fast 50, heute sind es nur noch vier. Dass dies auch mit dem Weggang der Jugend zu tun hat liegt auf der Hand. Die Zeitenspringer wollen erforschen, was die Jugend- und Freizeiteinrichtungen früher ausmachte und was sich im Laufe der Zeit verändert hat. Mit ihrer Projektarbeit hoffen die Jugendlichen, einen wertvollen Beitrag zu leisten, um Jugendarbeit effektiver und inhaltsvoller zu gestalten. Eine digitale Chronik und Bilder sollen die Projektergebnisse dokumentieren, die im Rahmen einer Veranstaltung vorgestellt werden.

03/14 SJD - Die Falken KV Rostock e.V.
Dierkower Damm 29
18146 Rostock
Kröpelin-"Leben unterm Hakenkreuz"
Die Zeitenspringer aus Kröpelin wollen im Rahmen ihres Projektes mehr über die Verbindung von Stadt- und Familiengeschichten im Zusammenhang mit der gesamtdeutschen Geschichte herausfinden. Hierbei soll Geschichte an konkreten Einzelschicksalen erforscht und in Zeitzeugengesprächen erfragt werden. Forschungsschwerpunkt wird die Zeit des Nationalsozialismus und die Entwicklung Kröpelins nach dem 2. Weltkrieg bis heute sein. Welche politischen, gesellschaftlichen und strukturellen Veränderungen wurden von der Bevölkerung bemerkt mit dem Beginn, während und mit dem Ende des 2. Weltkrieges und der Nachkriegszeit. Wie hat sich der Alltag der Kröpeliner gewandelt und welche Folgen hatten diese Veränderungen bis heute? Die Reportage, welche die Zeitenspringer zur Dokumentation ihres Projektes anfertigen, soll im Internet der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

03/14 Kunstmuseum Ahrenshoop e.V.
Weg zum Hohen ufer 36
18347 Ahrenshoop
Künstlerkolonie Ahrenshoop
Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist Ahrenshoop als künstlerisch-kulturelles Zentrum nicht nur für Einheimische und Badegäste, sondern auch für Kunstschaffende, ein beliebtes Reiseziel und ein Ort der Erholung und Inspiration. Mit der Eröffnung des Kunstmuseums Ahrenshoop im Jahr 2013 gibt es erstmals ein Haus, das über 140 Bilder aus rund 120 Jahren zeigt. Die Jugendlichen werden nun selbst Künstler und erweitern das Repertoire mit ihren Sichtweisen auf 120 Jahre Kunst und Geschichte in Form selbst entwickelter und gestalteter, interaktiver Spiel- und Informationsmaterialien. Die Forschungsarbeit der Jugendlichen stützt sich auf einen reichen Fundus an Material und auf kompetente Partner, wie z.B. Zeitzeugen. Präsentieren wollen die Jugendlichen ihre Ergebnisse in moderner, junger und „verspielter“ Form - so wie es ihnen selbst Spaß machen würde neue, unbekannte Inhalte kennenzulernen.

03/14 Kreisjugendring Nordwestmecklenburg e.V.
Dankwartstr. 46
23966 Wismar
Kurt-Bürger-Stadion, eine Kultur- und Begegungsstätte (Filmprojekt)
Die Projektidee, die Geschichte des Kurt-Bürger-Stadions zu erforschen, ist entstanden, nachdem die Jugendlichen bereits als Kooperationspartner an einem Zeitensprünge-Projekt mitgewirkt haben. Das Ziel der Zeitenspringer ist es, mit ihrem Projekt das Bewusstsein in der Bevölkerung für diese wichtige Kultur-, Sport-, und Begegnungsstätte im Ort zu stärken und sich dabei selbst mit geschichtlichen Aspekten ihrer Heimat zu beschäftigen. Wichtige Kooperationspartner für die Forschungsarbeit sind die Denkmalschutzbehörde, die Architektenkammer und örtliche Archive, bei denen Material zusammengetragen werden soll. In Zeitzeugengesprächen werden weitere wichtige Informationen und Geschichten zum Stadion erfragt und festgehalten. Die Projektergebnisse sollen der Öffentlichkeit im Lokalfernsehen, beim „Tag der Architektur“ und auf dem Jugendgeschichtstag vorgestellt werden.

03/14 Sundhagener Jugend- und Freizeit e.V.
Schulstraße 18
18510 Sundhagen
Löschen und Retten- damals und heute
In jeder Region unseres Landes gibt es seit über 100 Jahren freiwillige Feuerwehren, so auch in der heutigen Gemeinde Sundhagen. Viele haben eine lange Geschichte und Tradition. Auch unsere Region hat eine Feuerwehr, die für die Sicherheit und Abwendung von Katastrophen verantwortlich ist. Über ihre Entstehung und gar das Gründungsjahr ist jedoch wenig bekannt. Wir wollen dies ändern und die Geschichte der Sundhagener Feuerwehr aufarbeiten. Hierzu gehört die technische Entwicklung, Großbrände - Katastrophen und natürlich einzelne Helden der freiwilligen Feuerwehr zu finden. Wir wollen den Wandel der Zeit mit Hilfe der Geschichte dieser Institution darstellen.

03/14 All Pütter gGmbH
Am Wirtschaftshof 11a
19386 Greven
Ludwig Bölkow
Ein wesentliches Betätigungsfeld Ludwig Bölkows war die Entwicklung von Flugzeugen und Hubschraubern. Ludwig Bölkow ist in Schwerin geboren und hat dort seine Kindheit und Jugend verbracht. Er wurde durch die Ehrenbürgerschaft und die Benennung des Hauses der IHK nach seinem Namen geehrt. Es gibt jedoch nur wenig Informationsmaterial über Ludwig Bölkow. Die Jugendlichen wollen deshalb sein Leben und Wirken erforschen und zu einer Broschüre zusammenfassen, die der Stadt zur Verfügung gestellt werden soll. Informationen werden in Archiven, in der Stadtvertretung, der IHK zu Schwerin, der Ludwig- Bölkow-Stiftung und Unternehmen, in denen Ludwig Bölkow gearbeitet hat, zusammengetragen. Zusätzlich wollen die Zeitenspringer Flugzeugmodelle anfertigen, die in einer möglichen Ausstellung präsentiert werden sollen.

03/14 Schulförderverein der bernsteinSchule e.V.
Berliner Str. 13
18311 Ribnitz-Damgarten
Meine Familie während des 1. Weltkrieges
Im Jahr 2014 ist es genau 100 Jahre her, dass der 1. Weltkrieg ausbrach. Aus diesem Anlass wollen sich die Jugendlichen mit Familien- und Nachbarschaftsgeschichte(n) während des Krieges befassen. Da es keine Zeitzeugen mehr gibt, werden Familien interviewt, deren Angehörige während der Zeit des Krieges in der Heimatregion der Zeitenspringer lebten. Vielleicht können diese Interviewpartner den Zeitenspringern auch Material wie Zeitungsartikel, Fotos oder Bücher zur Verfügung stellen. Weitere Informationen werden hauptsächlich im Stadtarchiv Ribnitz-Damgarten recherchiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort werden den Jugendlichen Zugang gewähren und im Umgang mit Archivmaterial schulen. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen zu einer Ausstellung zusammengefasst werden, die im „Rostocker Tor“ zu sehen sein wird. Die Familiengeschichten werden außerdem in der Schule präsentiert.

03/14 Kulturnetzwerk e.V./Radio LOHRO
Friedrichstrasse 23
18057 Rostock
Reriks "Wende"
Die Zeitenspringer wollen die Veränderungen in ihrem Heimatort von 1989 bis heute erforschen und festhalten. Die zentralen Themen der Forschungsarbeit sind Wirtschaft, Soziales, Demografie und die baulichen Veränderungen in Rerik. Die wichtigste Informationsquelle der Jugendlichen sind Zeitzeugen, u.a. aus Politik, Tourismus, Kultur und Kirche, die in Interviews zu verschiedenen gesellschaftlichen Aspekten und der Wende befragt werden sollen. Die Zeitenspringer kennen die Wende und die daraus resultierenden Veränderungen oft nur aus den Medien, in denen regionale Zusammenhänge nur selten Erwähnung finden. Deswegen ist es den Zeitenspringern ein Anliegen, diese wichtige Zeit im regionalen Kontext aufzuarbeiten und zu dokumentieren. Die Projektergebnisse sollen in der Gemeinde, der freien Schule, im Radio Lohro und im Netz der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

03/14 All Pütter gGmbH
Am Wirtschaftshof 11a
19386 Greven
Sie nähern sich dem Grenzgebiet-Sperrzone!!!!!
25 Jahre nach dem Mauerfall wollen die sechs Zeitenspringer die Geschichte des geteilten Deutschlands am Beispiel ihrer Heimatregion erforschen. Die Jugendlichen haben großes Interesse, mehr über die Lebenssituation in einem Ort zu erfahren, durch den einst die innerdeutsche Grenze verlief. Die heutige Generation kann sich kaum vorstellen, „eingesperrt“ zu sein oder Besuch nur auf Antrag zu empfangen. In Zeitzeugengesprächen, bei Vor-Ort-Recherchen in Museen, und Bibliotheken werden die Jugendlichen Material zusammentragen, das auf Ausstellungstafeln dargestellt werden soll. Nach einer Vorlage soll außerdem in der Holzwerkstatt ein Grenzhaus nachgebaut werden. Alle Projektergebnisse werden im Herbst auf dem Jugendgeschichtstag präsentiert.

03/14 Politische Memoriale e.V.
Severinstr. 6
19053 Schwerin
Stadtgeschichtsprojekt Freiheit Schwerin
Die Idee zu ihrem Projekt entstand bei den Jugendlichen aus Anlass des 25. Jahrestages des demokratischen Umbruchs in Ostdeutschland und dem Beschluss der Stadtvertretung, die freiheitlichen Bestrebungen im 19. und 20. Jahrhundert im Rahmen eines schulübergreifenden Projektes zu erforschen und darzustellen. Die Zeitenspringer werden explizit Schweriner lokalhistorische Ereignisse beleuchten und festhalten. In thematischen Arbeitsgruppen werden die Schülerinnen und Schüler in Zeitzeugengesprächen und auf Grundlage von Archivrecherchen relevante Ereignisse erkunden und dokumentieren. Die Projektergebnisse sollen auf Aufstellern festgehalten werden und in den Lehrpfad „Freiheitsbestrebungen in Schwerin“ einfließen. An verschiedenen historischen Orten in der Stadt werden Erinnerungszeichen gesetzt, an denen Informationen mittels QR-Code abgerufen werden können.

03/14 Integral e.V.
Platz des Friedens 1
19249 Lübtheen/Jessenitz-Werk
Truppenübungsplatz Lübtheen
Die Entwicklung des Ortes Lübtheen ist mit der Existenz des Truppenübungsplatzes eng verknüpft. Die Stadt steht nach der Schließung des Platzes im Jahr 2013 gemeinsam mit anderen Anrainergemeinden und potenziellen Nutzern vor der Frage, wie die Flächen von fast 6000 Hektar Wald künftig genutzt werden sollen. Die Jugendlichen werden sich auf Zeitreise begeben und in Zeitzeugengesprächen erfragen, welchen Einfluss die Entstehung des Platzes und sein Betrieb auf den Ort und die Region hatten. Ergänzendes Material aus Archivrecherchen und Fotos, die während der Projektarbeit entstehen, sollen zu einem digitalen Nachschlagewerk zusammengefasst werden. Die Projektergebnisse und Ideen der Jugendlichen sollen bei Planungsveranstaltungen öffentlich vorgestellt werden.

03/14 Verein zur Errichtung eines russisch-deutschen Radiosenders in Deutschland MV e.V.
Henrik-Ibsen-Straße 20 (Zi. 2.26)
18106 Rostock
Upcycling zu Omas Zeiten
Upcycling ist die Möglichkeit, aus alten Dingen neue, nützliche und zum Teil auch qualitativ
hochwertige Sachen herzustellen. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind heutzutage in aller Munde und gerade deswegen ist es wichtig, das Wissen um Upcycling zu bewahren. Über das Thema ihres Projektes wollen die Zeitenspringer mit älteren Menschen ins Gespräch kommen und etwas über deren Alltag erfahren. Warum war es früher üblich Gebrauchtes „aufzutragen“ und wie hängt das mit Upcycling zusammen? Begleitet werden die Zeitenspringer von den Ehrenamtlichen des Upcycling-Ateliers, wo sie sich mit Arbeitstechniken vertraut machen und diese auch selbst ausprobieren können. Die Projektergebnisse sollen u.a. in einer Fotoausstellung festgehalten werden. Auf der Abschlussveranstaltung werden zusätzlich die handwerklich angefertigten Ergebnisse vorgestellt.

03/14 Kolping Begegnungszentrum Lichtenhagen
Eutiner Str. 20
18109 Rostock
Vom Mecklenburger Rippenbraten zum Dönerteller - Essgewohnheiten im Wandel der Zeit
Die Mecklenburgische Küche gilt generell als sehr bodenständig und deftig. Einerseits spiegelte sich in ihr die langjährige Armut der Landstriche Mecklenburgs wider, andererseits auch die lange Ostseeküste und der Reichtum an Binnengewässern. Eine besondere Rolle spielt in der Heimatregion der Jugendlichen seit Generationen die Kartoffel, auch "Tüften" genannt. Traditionelle Gerichte sind heute jedoch kaum noch bekannt. Die Jugendlichen wollen deshalb die ursprüngliche Küche ihrer Heimartregion wieder in Erinnerung rufen, diese erforschen, Rezepte gemeinsam mit Zeitzeugen nachkochen und sie in einem Kochbuch festhalten. Die Projektergebnisse sollen den Schulen im Stadtteil für Ganztagsangebote zur Verfügung gestellt werden.

03/14 Jugend- und Freizeitzentrum Blankensee e.V.
Bahnhof 1
17237 Blankensee
Wo, wann und wie entstand der Schulstandort Blankensee?
Der Schuleinzugsbereich Blankensee umfasst mehr Orte als die zur Gemeinde gehörenden acht Dörfer. Seit ihrem Zeitensprüngeprojekt im Jahr 2011 wissen die Jugendlichen, dass sich der damalige Ortsteil Blankensee-Bahnhof mit dem Zugverkehr und nach Fertigstellung des Bahnhofs 1907 rasant entwickelte. Die Zeitenspringer wollen nun herausfinden, ab wann die Kinder die Möglichkeit hatten, vor Ort eine Schule zu besuchen. Wie lief das Unterrichtsgeschehen früher ab, wie sahen die Stundenpläne aus, und wie kamen die Schüler ohne öffentliche Verkehrsmittel in die Schule? Auch wollen die Zeitenspringer erforschen, wie sich der Schulbetrieb im Laufe der Zeit entwickelt und verändert hat. Neben Archivrecherchen sollen Zeitzeugengespräche Aufschluss über die Entwicklung des Schulbetriebes im Ort bringen. Aus Fotos und Aufzeichnungen sollen u.a. eine Broschüre und eine Informationstafel entstehen.

03/14 Club Europa Schwerin e. V.
Marienplatz 1-2
19053 Schwerin
Zeitensprünge durch Schwerin
Die Zeitenspringer wollen sich mit dem Jugendleben verschiedener Generationen beschäftigen und vor allem die Menschen mit ihren individuellen Lebensgeschichten dahinter kennenlernen. In Gesprächen mit Zeitzeugen aus der Stadt und aus dem Familien- und Bekanntenkreis sollen interessante Geschichten erfragt und festgehalten werden. Die Jugendlichen werden in verschiedene Zeitepochen eintauchen, sie kennenlernen und mit ihrer Jugendzeit heute vergleichen. Den verschiedenen Themenbereichen - z.B. Mode, Musik, Jugendsprache, Kultur oder auch Normen und Werte - werden sich die Zeitenspringer mittels Archiv- und Internetrecherchen nähern. Zur Dokumentation der Zeitzeugengespräche ist die Entwicklung einer Choreografie für ein Tanztheater geplant. Die Ergebnisse möchten die Jugendlichen auf dem Jugendgeschichtstag und bei anderen Gelegenheiten der Öffentlichkeit präsentieren.

03/14 Regionale Schule Neukloster
August-Bebel-Alle 6
23992 Neukloster
Zeitzeugen befragen
Im Fokus der Forschungsarbeit dieses Projektes stehen Biografien von Zeitzeugen, die die 1980er Jahre in der DDR erlebt und mit ihrem Engagement zu einer friedlichen Wende beigetragen haben. Die Schülerinnen und Schüler werden in Archiven recherchieren und Material zur Geschichte der DDR in den 1980er Jahren zusammentragen. Darüber hinaus sind Zeitzeugengespräche die wichtigste Informationsquelle für die Jugendlichen. Die Zeitenspringer wollen bei ihren Gesprächspartnern, z.B. engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, mehr über ihr Engagement, ihre Motivation für eine friedliche Wende einzutreten und ihre Eindrücke während der Wendezeit erfragen. Auch kulturelle Aspekte aus Literatur und Musik sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Projektergebnisse werden in einer Ausstellung zusammengefasst und der Öffentlichkeit im Rathaus vorgestellt.

03/14 Sozialwerk des dfb e.V. Begegnungszentrum Zöblitz
Am Marktplatz 23
09496 Zöblitz
'Heimarbeit- Mehr als nur arbeiten zu Hause"
In der Heimatregion der Zeitenspringer gab es viele Frauen, die während der DDR-Zeit mit Heimarbeit ihr Geld verdient und damit zum Lebensunterhalt der Familie beigetragen haben. Die meisten Frauen arbeiteten zwar in großen Betrieben, meist sogar im Schichtbetrieb. Doch wenn Kinder auf die Welt kamen und deren Betreuung nicht sichergestellt werden konnte, musste eine Alternative zur „normalen“ Arbeit gefunden werden. Die Zeitenspringer wollen mit Frauen ins Gespräch kommen, die Heimarbeit gemacht haben und herausfinden, welche Arbeiten es gab, wie die Abläufe waren und wie bezahlt wurde. Auch möchten die Jugendlichen herausfinden, wie sich der Tagesablauf in den Familien gestaltete. Als Projektergebnis soll ein kleiner Film entstehen, in dem verschiedene Heimarbeiten vorgeführt werden.

03/14 Hillersche Villa gGmbH
kunstWERK im Kronenkino
Klinebergerplatz 1
02763 Zittau
(Alt-)Stoffsammlung
Mehrere Jahrhunderte war die Oberlausitz klassisches „Textilland“. Ihre wirtschaftliche Stärke zog die Region vorwiegend aus der Produktion und Verarbeitung von Stoffen. Die gesellschaftlichen Veränderungen nach 1990 ließen die textile Tradition leider Geschichte werden und die wirtschaftlichen Folgen des Zusammenbrechens der Industrie waren verheerend: Mit ihrer Arbeit verloren die Menschen auch mehr und mehr ihre kulturelle Identität. Die Textilindustrie ist nahezu tot, das textile Handwerk und Kunsthandwerk in der Oberlausitz kämpfen ums Überleben. Die Zeitenspringer möchten einen Beitrag zur Erforschung textiler Traditionen in der Oberlausitz leisten und Fragen nachgehen, welche Rolle Stoffe in der Vergangenheit und Gegenwart in Industrie, Handwerk und Kunst spielten. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden als Broschüre und im Rahmen einer kleinen Ausstellung präsentiert.

03/14 Muldentaler Jugendhäuser e.V.
Markt 1
09306 Rochlitz
1914 bis 2014 --- "100 Jahre starke Frauen in Rochlitz"
Mit Elisabeth von Rochlitz lebte und wirkte eine der einflussreichsten Frauen der Reformationszeit auf dem Schloss Rochlitz. Dieser und anderen starken Frauen während der Reformation ist ab Mai 2014 eine Ausstellung gewidmet. Aber auch in den letzten 100 Jahren haben zahlreiche Frauen das Leben und die Geschichte der Stadt geprägt. Die Zeitenspringer werden erforschen, welche starken Frauen es in den letzten 100 Jahren in Rochlitz gab und deren Biografien näher beleuchten. Großes Interesse haben die Jugendlichen u.a. an der Lebensgeschichte der Holocaustüberlebenden Agnes Geva, die im letzten Jahr als ehemalige Zwangsarbeiterin die Stadt besuchte. Die Projektergebnisse sollen in einem Stadtrundgang an die Wirkungsstätten der Frauen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zusätzlich ist eine Broschüre und eine kleine Ausstellung geplant, die eventuell sogar auf dem Schloss gezeigt werden könnte.

03/14 querdurch e.V.
August-Bebel-Str. 3a
01877 Demnitz-Thumitz
Auf den Spuren der Wolfskinder des 2. Weltkrieges
Ausgangspunkt der Reise ist ein Interview mit dem Ultra-Marathonläufer Hartmut Kohn, der zusammen mit seinem Vater auf der Suche nach dessen Bruder, einem „Wolfskind“, ist. Wolfskinder sind Kinder, die in den Wirren des 2. Weltkrieges ihre Familie aufgrund von Tod oder Flucht verloren haben. Auf ihrer Reise nach Kaliningrad werden die Zeitenspringer die Suche unterstützen und wollen mögliche Hinweise für das Verbleiben des Vermissten finden. Die Tour wird am 19. Juli in Görlitz beginnen und am 3. August in Zgorcelec enden. Von Anfang bis Ende der Reise werden die Jugendlichen Erlebnisse und Erfahrungen auf ihrer Website dokumentieren. Als Nachbereitung des Themas soll im November 2014 eine Fotoausstellung für die Öffentlichkeit entstehen. Unterstützt werden die Jugendlichen u.a. vom Wolfskinder Geschichtsverein e.V. aus Berlin, der ihnen mit Rat und Zeitzeugenbeiträgen zur Seite steht.

03/14 Station Junger Naturforscher und Techniker e.V.
Prof.-Wagenfeld-Ring 130
02943 Weißwasser
Bewahrung alter Obstsorten
Weißwasser und die umliegenden Gemeinden entstanden als sorbische Heidedörfer und waren bis ca. 1900 noch fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägt. Die Menschen versorgten sich weitgehend selbst, auf Streuobstwiesen wurden gegendtypische Obstsorten für den Verbrauch angebaut. In den letzten Jahrzehnten wurden traditionelle Obstsorten durch neu gezüchtete Sorten, aber auch durch die Verringerung von gärtnerisch genutzten Flächen weitgehend verdrängt. Das Zeitenspringerteam geht den Fragen nach: Welche alten Obstsorten wurden einst von den Einheimischen in den umliegenden Heidedörfern angebaut? Sind noch Bäume auf verlassenen Grundstücken zu finden? Auf Exkursionen, z.B. zu vorhandenen Streuobstwiesen und zur „Apfelschmiede“, werden sich die Zeitenspringer mit dem Thema vertraut machen. Als Projektdokumentation sollen Schautafeln und eine Internetseite entstehen.

03/14 Gewerkschaftl. Verein für Kultur, Bildung und Entwicklung
Chemnitz e.V.
Markersdorfer Str. 139
09123 Chemnitz
Biographie des Auschwitzüberlebenden Justin Sonder
Mit ihrem Projekt wollen die Zeitenspringer ihre 2013 begonnene Arbeit fortsetzen und beenden. Im Fokus der Forschung steht das Leben von Justin Sonder. Er wuchs in Chemnitz als Sohn jüdischer Eltern auf und verlebte seine Kindheit und Jugend in der Stadt bis er 1943 nach Auschwitz deportiert wurde. Im Jahr 2013 hat er den Jugendlichen ausführlich von seiner Kindheit während der Jahre 1931 bis 1936 berichtet und sich bereit erklärt, den Zeitenspringern auch in diesem Jahr Fragen zu beantworten. Nun wollen die Jugendlichen die Deportation, die zwei Jahre im KZ Auschwitz und die Befreiung 1945 durch die US-amerikanischen Streitkräfte aufzeichnen. Das Ergebnis der Recherchen wird als weiterer Teil der Biografie in die Broschüre aufgenommen und soll in der Schule als ergänzendes Unterrichtsmaterial angeboten werden.

03/14 Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Stadtgeschichtliches Museum leipzig

Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig
DENK MAL MIT!
Zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution planen die Stadt Leipzig, Land und Bund die Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals. Diese Planungen gaben den Anstoß für das Forschungsprojekt, im Rahmen dessen sich die Zeitenspringer auf die Spuren erhaltener und verschwundener Denkmale in Leipzig vom Kaiserreich bis heute begeben werden. Die Jugendlichen wählen interessante Erinnerungsorte aus und erforschen deren Entstehungs- und Nutzungsgeschichte. Als Informationsquelle dienen den jungen Forschern hauptsächlich Zeitzeugen, die sich an Erlebnisse mit Denkmalen erinnern und über deren Geschichte(n) zu berichten wissen. Ergebnis des Projekts soll ein Film sein, der im Rahmen der Sonderausstellung „Freiheit! Einheit! Denkmal! Leipzig und seine politischen Denkmale“ ab 24. September 2014 gezeigt werden soll.

03/14 Jugendkunstschule Dresden
Bautzner Str. 130
01099 Dresden
Der Sternengucker


03/14 Kinder- und Jugendhaus RIEMIX
der OUTLAW gGmbH
Klötzerstr.29c
01587 Riesa
Die drei ??? Und das Geheimnis des Hauses
Täglich besuchen ca. 25 Kinder- und Jugendliche das Kinder- und Jugendhaus RIEMIX im Zentrum der Stadt Riesa. Von einigen Jugendlichen weiß man, dass bereits ihre Eltern hier früher in der Wochenkrippe untergebracht waren. Darüber hinaus scheint die Geschichte des Hauses weit in die 1920er- Jahre zurückzugehen, als hier ein Sanatorium untergebracht war. Die Zeitenspringer wollen nun erforschen, welche Geschichte sich hinter dem Gebäude des jetzigen Kinder- und Jugendhauses mit seinem parkähnlichen Außengelände verbirgt. Mit Hilfe des örtlichen Stadtarchives, des Stadtmuseums und Zeitzeugen begeben sich die Kinder und Jugendlichen in die Vergangenheit sammeln Informationen, die in einem Film aufbereitet werden sollen. Dieser soll zum Ende des Projektes einer breiten Öffentlichkeit im Jugendhaus und evtl. auch im örtlichen Stadtmuseum vorgestellt werden.

03/14 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Briesnitz
Alte Meißner Landstr. 30-32
01157 Dresden
Die Geschichte des Zschonergrundes
Der Zschonergrund ist ein beliebtes Ausflugsgebiet im Westen der Stadt Dresden. Neben dem Tourismus ist das Landschaftsschutzgebiet auch für Heimat- und Naturschützer von großem Interesse. 1902 veröffentlichte der Lehrer und Heimatforscher Alwin Bergmann „Die Geschichte des Zschonergrundes“. Das Buch ist ein vergriffener Klassiker lokaler Geschichtsschreibung und sein Autor ist biografisch noch nicht eingehend gewürdigt worden. Die Zeitenspringer möchten sein Werk der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen und einem breiten Publikum präsentieren. Als wichtigste Informationsquelle dienen den Jugendlichen das Buch Alwin Bergmanns und Personen, die direkt mit dem Landschaftsschutzgebiet verbunden sind und hier leben und arbeiten. Die Zeitenspringer werden zur Dokumentation ihrer Arbeit ein Buch veröffentlichen und eine Ausstellung zu Alwin Bergmann und dem Zschonergrund konzipieren.

03/14 Ev.-Luth. Sophienkirchgemeinde Leipzig
Rittergutstr. 2
04159 Leipzig
Drachen, Heilige und eine Krone - der Lützschenaer Marienaltar
Der Lützschenaer Marienaltar, ein 500 Jahre altes Objekt, kehrt nach 158 Jahren Ortsabwesenheit zurück in seine Heimatkirche, die Schlosskirche. Die Jugendlichen wollen in ihrem Projekt Antworten auf folgende Fragen finden: Was ist geschehen, dass der Altar so lange verschwunden war? Was ist sein Sinn und wovon handeln die Figuren und die Bilder? Hier sollen Archivrecherchen und Zeitzeugengespräche Aufschluss bringen. Momentan werden verschiedene Lösungen diskutiert, wie der Altar neu in die Kirche integriert werden kann. Auch soll der Altar neu bekannt gemacht werden, da er fast in Vergessenheit geraten ist. Dazu wollen die Jugendlichen einen weiteren wichtigen Beitrag leisten. Projektarbeit und Interviews werden von den Jugendlichen einem Film dokumentiert, der auf einer selbst gestalteten Homepage veröffentlicht werden soll. Zusätzlich soll eine Druckschrift oder ein Kalender erstellt werden.

03/14 goerlitz21 e.V.
Kunnerwitzstraße 7
02826 Görlitz
Entdecke deine Stadt
Vom Erfindergeist der Pioniere der Gründerzeit und den Vorzügen des Lebens in den Gründerzeitquartieren von Görlitz profitieren die Stadt und ihre Einwohner bis heute. Die Jugendlichen gehen in ihrem Projekt auf Spurensuche nach Persönlichkeiten - u.a. aus Kultur und Wirtschaft - und stellen exemplarisch Vertreter verschiedener Epochen vor. Martin Ephraim z.B. schrieb Geschichte in Görlitz als Maschinenbaupionier, als Magistrat und Ehrenbürger. Sein Leben endete 1944 im KZ Theresienstadt. Mit der Beschäftigung über das Wirken von Menschen wollen die Jugendlichen uns zurückführen in das Leben in den Strassen von Görlitz im Wandel der Zeiten. Neben Archivrecherchen bilden Zeitzeugengespräche eine wichtige Informationsgrundlage für die Projektarbeit, welche in einem Film festgehalten werden soll.

03/14 Alter Gasometer e.V.
Kleine Biergasse 3
08056 Zwickau
Fußball in Zwickau- früher und heute
Die Zeitenspringer werden in ihrem Projekt die Entwicklung des Fußballs in ihrer Heimatstadt während der DDR-Zeit und im Kontrast dazu seit der Wende erforschen und dokumentieren. In Gesprächen mit Zeitzeugen, mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern und bei Archivrecherchen wollen die Jugendlichen historisches Material zusammentragen und auswerten. Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt ist hier die Europacup-Saison in den Jahren 1975/76 und die politisch gewollte Vernachlässigung der BSG bis zum Ende der DDR. Auch der Werdegang und der Neustart des Vereins nach der Wende wird untersucht: Vom Aufstieg in die zweite Bundesliga bis hin zum Absturz in die Belanglosigkeit und die schwierigen Bemühungen den Verein wieder in den bezahlten Fußball zu führen. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden auf Video und in einer Fotoausstellung zusammengefasst und der Öffentlichkeit vorgestellt.

03/14 Zukunftswerkstatt Dübener Heide e.V.
Mobile Jugendarbeit
Leipziger Straße 23
04838 Laußig
Generationenaustausch Dübener Heide
Die Jugendlichen wollen auf ihrer Zeitreise erforschen, wie sich das Dorfleben und das Leben der Kinder und Jugendlichen verschiedener Generationen in der Zeitspanne von 1960 bis heute im Dorf Laußig und einigen umliegenden Ortschaften verändert hat. Das Zeitenspringerteam möchte in Gesprächen die Geschichten von Eltern und Großeltern erfragen und sie mit ihren eigenen vergleichen. Besonders von Interesse sind für die Jugendliche Entwicklungen in den Bereichen Mode, Essgewohnheiten, Freizeitbeschäftigung und natürlich im Schulalltag und dem Dorf selbst. Auch das Wirtschaftswachstum und die Zuwanderung im Dorf vor der Wende sowie Wirtschaftsabschwung, Strukturwandel und die Abwanderung nach dem Fall der Mauer sollen erforscht werden. Die Projektergebnisse werden in Bild und Ton festgehalten und im Rahmen einer Abschlussveranstaltung mit Multimediapräsentation vorgestellt.

03/14 AWO Erzgebirge gGmbH
Neue Siedlung 47
08359 Breitenbrunn
Geocaching zum historischen Geschehen "Freie Republik" Schwarzenberg
Die „Freie Republik“ Schwarzenberg war im Jahr 1945 für 42 Tage ein unbesetztes deutsches Gebiet im sächsischen Teil des Erzgebirges. Die Jugendlichen wollen zu diesem Thema Wissenswertes zusammentragen und einen GeoCach erarbeiten. Speziell werden von den Jugendlichen Audiobeiträge produziert, die im Vorfeld der Begehung des GeoCaches im Internet zum Download bereit stehen und in die digitale Schnitzeljagd eingebunden werden sollen. Als Quellen zur inhaltlichen und historisch belegten Aufbereitung werden zum einen Archive genutzt und zum anderen Personen befragt, welche sich mit der Thematik seit vielen Jahren beschäftigen. Zum Ende der Projektarbeit werden die einzelnen Stationen ausgelegt und im Netz mit entsprechenden Daten hinterlegt, um den Cache per GPS oder einer App ablaufen zu können.

03/14 Internationales Kinder- und Jugendparlament "Neiße"
Hochwaldstr. 21 b
02763 Zittau
Glaubenssache(n)
Bei der Arbeit an diesem Projekt geht es den Jugendlichen um eine historische Erinnerung an die wechselvolle Geschichte eines geteilten Grenzdorfes in Religions- und Kirchenfragen, aber auch um deren Auswirkungen und Impulse für die Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft. Die Zeitenspringer werden kuriose und erstaunliche Glaubenssache(n) des ehemaligen Grenzdorfes Ullersdorf/ Oberullersdorf erfragen und damit grenzüberschreitende Heimatgeschichte erforschen. Anlässlich der Europäischen Kirmes in Kopaczow, welche im Oktober 2014 bereits zum 13. Mal stattfindet, werden die Zeitenspringer die Ergebnisse ihres Projektes - Aufsteller und Tafeln zur Glaubens- und Kirchengeschichte des geteilten Grenzdorfes - im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes der katholischen, evangelischen und hussitischen Gemeinde übergeben.

03/14 AWO Erzgebirge gGmbH
Neue Siedlung 47
08359 Breitenbrunn
Jugendliche Perspektiven zum Nationalsozialismus in Grünhain- Beierfeld
Da das Thema „Nationalsozialismus“ zum momentanen Lehrplaninhalt der Zeitenspringer gehört, liegt es Nahe, dieses Thema auch unter regionalgeschichtlichen Aspekten zu erforschen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Perspektiven und die Entwicklungsmöglichkeiten von Jugendlichen während der NS-Zeit im eigenen Heimatort. Jugendliche waren während der Zeit des Nationalsozialismus vielschichtigen gesellschaftlichen Wandlungen und Herausforderungen ausgesetzt, während in der heutigen Zeit der Fokus auf der Individualisierung junger Menschen liegt. Die Jugendlichen werden für ihre Arbeit verschiedene Archive und Kontakte, u.a. zu einer Historikerin und zu Zeitzeugen, nutzen. Bei der Ergebnisgestaltung wird eine Fotografin und Künstlerin die Jugendlichen unterstützen. Die Projektergebnisse sollen u.a. im Rahmen des Beierfelder Kulturherbstes und einer Ausstellung veröffentlicht werden.

03/14 FV Jugend-, Kultur- und Sozialzentrum Aue e. V.
Bürgerhaus
Postplatz 3
08280 Aue
Memory of History
"Da war doch noch was!" Unter diesem Motto werden die Zeitenspringer ein Kartenlegespiel mit historischen Motiven zu Persönlichkeiten und Orten der Großen Kreisstadt Aue erarbeiten.
Das Thema bildet einen direkten Bezug zur lokalen Geschichte der Stadt und trägt somit zur Identifikation der Jugendlichen mit ihrem Lebensumfeld bei. Auf den Karten werden u.a. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, z.B. aus den Bereichen Wissenschaft, Sport und andere interessante Persönlichkeiten zu sehen sein. Das fertige Legespiel wird regionalen pädagogischen Einrichtungen wie z. B. dem Jugendclub, Schulen, Horten sowie Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt. Das Ziel des Projektes liegt vor allem im spielerischen Kennenlernen der regionalen Geschichte und dem Kontakt mit verschiedenen Beteiligten und Institutionen, bei denen das Hintergrundwissen zu Persönlichkeiten und Orten zusammengetragen wird.

03/14 Kinder- und Jugendhaus "Substanz"
Heinrich-Schütz-Str. 47
09130 Chemnitz
Straßennamen
Im Chemnitzer Stadtteil Sonnenberg wurden im Laufe der letzten Jahre Straßennamen, Schulen und Plätze immer wieder neu benannt. Die Zeitenspringer wollen den berühmten Namensgebern nachspüren und erfragen: Wer waren die einzelnen Personen oder Persönlichkeiten, nach denen Straßen, Plätze und öffentliche Orte benannt wurden? Welchen (politischen) Einfluss hatten sie in der Geschichte bzw. Stadtteilgeschichte? Auch werden in Gesprächen mit älteren Menschen immer wieder alte Straßennamen erwähnt, die die Jugendlichen heute nicht mehr kennen. Auch dieser geschichtliche Aspekt soll beleuchtet und festgehalten werden. Die Projektergebnisse, in Form von verschiedenen Stadtplänen, sollen auf jeweils drei Anschauungstafeln aus Leinwand festgehalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

03/14 djo - Deutsche Jugend in Europa LV Sachsen e.V.
Dresdner Str. 162
01705 Freital
Unsichtbare Zuwanderer? - Wölfe in der Oberlausitz
Im Fokus dieses Projektes steht die Erforschung der schwierigen Beziehung zwischen Wolf und Mensch. Die Jugendlichen werden die Geschichte des Wolfes in der Oberlausitz, einer Region mit großer Wolfspopulation, untersuchen. Ihre Zeitreise führt die Jugendlichen zurück bis in das 19. Jahrhundert und der damaligen Ausrottung des Wolfes. Anschließend werden die Jugendlichen die Wiederansiedlung der Tiere seit den 1990er Jahren betrachten. Dabei werden historische und soziale Aspekte beleuchtet, die prägend für die Situation der Wölfe waren. Das Thema bietet interessante Forschungsfelder u.a. zum Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur und zu den soziohistorischen Ursachen des naturräumlichen Wandels. Die Projektergebnisse werden in einem Film dokumentiert, der im lokalen Gemeinwesen, z.B. im Rahmen einer Veranstaltung, präsentiert werden soll.

03/14 Jugendverein Agenda Alternativ e.V.
Untere Schlossstraße 3
08340 Schwarzenberg
Verlegung von Stolpersteinen
Bei der Familie Lewinson handelt es sich um eine Handschuhmacher-Familie, die während der Zeit der Weimarer Republik hohes Ansehen in Johanngeorgenstadt besaß und für die wirtschaftlich schwach ausgeprägte Region ein Garant für Arbeitsplätze war. Heute findet die Familie in der Gedenkkultur der Stadt leider keine Beachtung mehr. Deshalb möchten die Zeitenspringer die Verlegung von Stolpersteinen initiieren, um so das Schicksal der Familie alltäglich ins öffentliche Bewusstsein zu rufen. Für die Verlegung der Stolpersteine ist eine genaue Recherche der Lebens- und Todesumstände der Familie Voraussetzung. Die Jugendlichen setzten sich bereits im Vorfeld des Projektes mit Unterdrückungs- und Ausgrenzungsmechanismen, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus, auseinander und wurden dadurch auch mit dem Projekt „Stolpersteine“ vertraut.

03/14 Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig e.V.
Turnerstr. 1a
04651 Bad Lausick
Wege des Erinnerns II
Das KZ-Außenlager Flößberg existierte zwischen November 1944 und April 1945. Der aktuelle
Zustand des Ortes der Erinnerung wird seiner Bedeutung als Hauptschauplatz von NS-Verbrechen nicht gerecht. Nachdem 2013 bereits die ersten Informationstafeln für den Innenbereich entstanden sind, wollen die Zeitenspringer nun weitere Projektergebnisse in Form von Hinweisschildern veröffentlichen. In Absprache mit der Stadt Frohburg sollen diese direkt vor dem ehemaligen KZ aufgestellt werden. Die Bürger werden auf den geschichtsträchtigen Ort hingewiesen und darüber hinaus mit Informationen versorgt. Die Jugendlichen erarbeiten die Tafel selbstständig und stellen einen Text für einen QR-Code bereit, über den Informationen abgerufen werden können. Die Tafel selbst soll in einem feierlichen Rahmen vorgestellt und übergeben werden.

03/14 Treberhilfe Dresden e.V.
Albertstr. 32
01097 Dresden
Wie feierten unsere Eltern ihren Geburtstag?
Da nicht alle Kinder in ihrem häuslichen Umfeld die Möglichkeit dazu haben, werden Geburtstage oft auf dem Abenteuerspielplatz „Panama“ gefeiert. Um neue kreative Ideen dafür zu entwickeln, wollen die Zeitenspringer Besucherinnen und Besucher des Spielplatzes befragen, wie diese in Kindertagen ihren Geburtstag feierten. Im Fokus stehen dabei folgende Fragen: Wie viele Kinder wurden eingeladen und wo wurde gefeiert? Was wurde gespielt? Was wurde gegessen und was wurde dem Geburtstagskind geschenkt? Die Informationen werden von den Kindern gesammelt und wenn eines von ihnen Geburtstag hat, soll „in alter Form“ gefeiert und gespielt werden. Die Ergebnisse der Arbeit werden per Foto und Spielbeschreibung dokumentiert und in einem Album archiviert, damit die Ideensammlung weiter auf dem Abenteuerspielplatz Panama verwendet werden kann.

03/14 FV der Wilhelm-Adolf-von-Trützschler-Mittelschule Falkenstein e.V.
Pestalozzistr. 31
08223 Falkenstein
Wilhelm Adolph von Trützschler
„Es ist nicht wichtig, was du bist, sondern was du tust.“ Dieses Zitat stammt von Wilhelm Adolph von Trützschler, dem Namensgeber der Schule, welche die Zeitenspringer besuchen. 1848 wurde er in die Frankfurter Nationalversammlung sowie in den Sächsischen Landtag gewählt und trat dort für die Ideale der äußersten Linken ein. Trützschler geriet immer mehr in den Strudel der Revolution von 1848/49, wurde verhaftet und 1849 hingerichtet. Im August 2014 jährt sich sein Todestag zum 165. Mal. Gleichzeitig begehen wir in diesem Jahr den 25. Jahrestag des Mauerfalls. Die Jugendlichen, die Kontakt zu seinen Nachfahren haben, möchten in diesem Zusammenhang das Wirken Trützschlers als Freiheitskämpfer für ihre Stadt und als Namensgeber für ihre Schule würdigen. Die Projektergebnisse werden u.a. in einer Ausstellung, einer Broschüre und in einem Film dokumentiert.

03/13 Flexible Jugendarbeit Frankfurt (Oder) e.V.
Görlitzer Str. 7
15232 Frankfurt (Oder)
35 Jahre Neuberesinchen
Die Zeitenspringer aus Neuberesinchen wohnen in einem Stadtteil, der stark unter der Abwanderung von Einwohnern leidet und massiv zurückgebaut wurde. Ziel der Projektgruppe ist es mit verbliebenen Einwohnern ins Gespräch zu kommen und so eine generationsübergreifende Kommunikation über die Vergangenheit, aber vor allem über zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten zu führen. Gemeinsam mit Künstlern und Künstlerinnen schärfen sie die Wahrnehmung für charakteristische Merkmale ihres Stadtteils. Ihre Spuren halten die Zeitenspringer mit dem Fotoapparat und der (Videokamera) fest. Gespräche mit Zeitzeugen werden sekundär genutzt und in Verbindung mit historischen Fotos ergänzt. Um Impulse für die seit Jahren im Stadtteil lebenden Anwohnern zu schaffen und sich an vergangene Zeiten zu erinnern, werden sie mit Hilfe von Street Art neue Blickwinkel aufzeigen. Ihre Projektarbeit werden die Jugendlichen auf der Stadtteilkonferenz Neuberesinchen vorstellen. Die Forschungs- und Street-Art-Ergebnisse werden zu einer Ausstellung aufgearbeitet und im Ein-kaufszentrum veröffentlicht.

03/13 Jugendbildungszentrum Blossin e.V.
Waldweg 10
15754 Blossin
Abheben vom Flugplatz Friedersdorf
Den Flugplatz, mitten in der Gemeinde Heidesee, kennt jeder in der Stadt. Besonders im Sommer findet hier ein reger Segelflugbetrieb statt. Auch die Jugendlichen der Geschichts-AG der Grundschule Friedersdorf fahren jeden Tag, auf dem Weg zur Schule, daran vorbei. Warum starten und landen hier nur Segelflieger? War das schon immer so? Seit wann gibt es den Flugplatz überhaupt? All diese Fragen möchten die Zeitenspringer_innen beantworten und weitere Details zur Geschichte des Flugplatzes erörtern. Für ihre Recherchen führen sie Zeitzeug_inneninterviews und die Ortschronik forsten die Ortschronik durch. Die Ergebnisse der Forschungsgruppe werden in der Grundschule Friedersdorf, im Gemeindegebäude, dem Tourismuszentrum im Ortsteil Prieros und dem Flugplatzgebäude ausgestellt.

03/13 Angermünder Bildungswerk e.V.
Puschkinallee 12
16278 Angermünde
Alte Brauerei - eine Zeitreise
Bei diesem Projekt begeben sich die Zeitenspringer auf Spurensuche zur Gebäudege-schichte der "Alten Brauerei" und der dort arbeitenden Menschen. Das Gebäude ist vermutlich um 1910 entstanden und wird derzeit teilweise umgebaut. Es handelt sich um ein historisches Industriegebäude in Bahnhofsnähe und hat in seiner Geschichte vielfältige Nutzungen erlebt. Da es bisher nur sehr wenige Informationen und keine Dokumentationen zum Gebäude und dessen Geschichte gibt, wollen die Jugendlichen dem entgegenwirken, da sie selbst einen engen Bezug zu diesem Gebäude haben. Es steht ihnen als Jugendtreff zur Verfügung. Gerade während der Umbauten tauchten immer wieder Fragen nach der Geschichte des Gebäudes auf, die die Jugendlichen versuchen wollen, zu beantworten. Auf ihrer Spurensuche werden sie den Heimatverein besuchen und in verschiedenen Archiven nach Informationen stöbern. Alle Materialien werden gesammelt und für eine Dokumentation aufbereitet. So werden z.B. Interviews aufgezeichnet und für eine Präsentation nachbearbeitet. Die Projektergebnisse wollen die jungen Historiker in einer Ausstellung in der Stadt Angermünde an verschiedenen
Orten und besonders in der "Alten Brauerei" oder auch in Form einer DVD präsentieren.

03/13 Babelsberger Filmgymnasium
Großbeerenstr. 189
14482 Potsdam
Babelsberg - zwischen Flucht und Zensur
Die Potsdamer Zeitenspringer widmen sich bei ihrem Projekt der Geschichte des Potsda-mer Stadtteils Babelsberg während der DDR. Babelsberg: "rotes" Potsdam, „ Künst-leruniversum" DEFA und Grenzort. Die Jugendlichen wollen herausfinden, wie man sich im Spannungsfeld zwischen Zensur, Anpassung und Selbstbestimmung eigentlich "frei" bewegen konnte. Dabei erkunden sie die Geschichte des Ortes an drei exemplarischen Beispielen, die noch heute, wenn auch in anderer Form, existieren (Bahnhof Medienstadt, Studio Babelsberg und Jugend- und Familienzentrum Lindenpark). Eingebunden werden dabei auch die Einwohner und (ehemaligen) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Einrichtungen. Während der Projektarbeit werden Zeitzeugen interviewt, die Einrichtungen erkundet und in Archiven (z.B. Rundfunkar-chiv, DEFA-Stiftung) gestöbert werden. Ihre Projektergebnisse werden die Zeitensprin-ger zu einer Ausstellung zusammenstellen und in verschiedenen Einrichtungen der Öffentlichkeit sowie auf der Homepage des Filmgymnasiums präsentieren.

03/13 Kath. Pfarrei St. Antonius
Plantagenstr. 23/24
14482 Potsdam-Babelsberg
Babelsberger Katholiken in der DDR
Das Interesse der Projektgruppe liegt in der Erforschung des kirchlichen Engagements und seinen Auswirkungen auf die Familie, Beruf und Karriere in der DDR. Anhand von zur Verfügung stehenden Quellen kann die Gemeindestruktur und die Biographie von Christen vor dem Mauerfall recherchiert werden. Gemeinsame Begehungen der Babelsberger Friedhöfe mit Zeitzeugen geben Einblick in das kirchliche Engagement der Gemeindemitglieder. Ergebnisse aus der Befragung von Zeitzeugen , der Friedhofsbegehungen und Recherche werden in einer Broschüre veröffentlicht.

03/13 Offenes Kinder- u. Jugendhaus j.w.d., Stiftung SPI
Stahnsdorfer Str. 76-78
14482 Potsdam
Band In
Welche Bands gab es früher in Potsdam? Woher kamen die vielen Bands der 90er Jahre? Was machen die Künstler und Künstlerinnen von damals heute? Spielt Musik immer noch eine Rolle in ihrem Leben? Welche Rolle spielte dabei der Lindenpark? Welche Locations baten ähnliche Freiräume? Wie können es junge Bands heute schaffen berühmt zu werden ohne sich dem Mainstream zu opfern? Anand von Interviews mit Musikern und Musikerinnen und der Recherche in den Archiven der ehemaligen musikalischen Hochburgen ergründen die Jugendlichen die musikalische Entwicklung und die Entstehung/ Etablierung der verschiedenen musikalischen Stile in Potsdam. Diese präsentieren sie in einer Fotoausstellung, durch Hörbeispiele und einer Broschüre.

03/13 Fachwerkkirche Tuchen e.V.
Kirchstr. 12
16230 Breydin
Breydiner Dorfgeschichte(n)
Die Jugendlichen aus Breydin bieten durch den Einsatz von QR-Codes auf unterschiedlichen Objekten in ihrer Heimatstadt einen schnellen Zugriff auf die Informationen der historischen Orte und Bauwerke. Dazu werden binäre Codes mit Hilfe der Kamera eines Smartphones eingescannt. Sie ermöglichen so einen Zugriff auf die entsprechenden Informationen aus dem Internet. Die Zeitenspringer entwickeln einen mit Smartphones lesbaren Infopfad, der historische Bauten begehbar und interessante Geschichten erlebbar macht. Zum Sammeln von Informationen befragt das Projektteam Augenzeugen, besucht themenspezifische Fachvorträge und veranstaltet einen Diskussionsabend.

03/13 JOB e.V.
Boberstr. 1
14513 Teltow
Das kleine Haus im Wald
Die Geschichte eines kleinen verlassenen Wohnhauses im Wald steht im Zentrum des Forschungsinteresses der Fichtenwalder Zeitensprüngregruppe. Das Haus wurde Ende der 80er Jahre überstürzt verlassen. Es ist noch komplett möbliert. Die Zeitenspringer wollen herausfinden, warum die ehemaligen Bewohner alles stehen und liegen ließen und offenbar so plötzlich die Gemeinde verließen. Warum kümmert sich bis heute keiner um dieses Haus, obwohl Grundstücke in der Gemeinde sehr begehrt sind? Hat die DDR-Geschichte damit etwas zu tun? Die Jugendlichen wollen die derzeitigen Hausbesitzer ausfindig machen und die Besitzrechte klären. Zudem wollen sie die Geschichte und Biographie der ehemaligen Bewohner und Bewohnerinnen mit Hilfe von Zeitzeugeninterviews nachzeichnen. Dokumentiert wird die Projektarbeit über neue und klassische Medien. So ist ein Webblog angedacht. Der Blog wird neben Textinhalten auch Fotos zeigen, die den aktuellen Recherchestand aufzeigen. Außerdem sollen regelmäßig Videos zum Thema entstehen und gezeigt werden. Abschließend plant das Team eine Fotoausstellung in der Stadt.

03/13 Mikado e.V. Nauen
Ketziner Str. 1
14641 Nauen
Das KZ Börnicke
Die Existenz eines Konzentrationslagers in Börnicke während des Nationalsozialismus ist im heutigen Havelland ist nur sehr wenigen Menschen bekannt. Mit dem Projekt untersuchen die Nauener die Historie des ehemaligen KZs genauer. Das im Havelland gelegene ehemalige KZ Börnicke existierte als eigenständiges Lager nur für wenige Wochen, von Mitte Mai 1933 bis Ende Juli 1933. In einer stillgelegten Zementfabrik errichtete die örtliche SA-Gruppe auf eigene Initiative ein Konzentrationslager. Die ersten Häftlinge wurden am 17. Mai 1933 eingeliefert.Warum wurde durch die SA-Ortsgruppe das KZ errichtet? Welche Gründe gab es für eine „Nutzungsdauer“ von nur wenigen Wochen? Was geschah mit den Häftlingen nach der Schließung der Anlage? Die Jugendlichen werden auf ihrer Spurensuche in Archiven recherchieren, Zeitzeugen suchen und evtl. interviewen sowie die geschichtlichen Hintergründe erforschen.

03/13 Gemeinde Röderland
Am Markt 1
04932 Röderland
Der Freundschaftsbaum
Eine Nuss aus Prösen und der damit verbundene sogenannte Freundschaftsbaum weckte die Neugier der Zeitensprünge-Gruppe, die im Jahr 2012 an einer Ferienreizeit in Hünfelden (Hessen) teilgenommen hat. Der Baum steht für die Partnerschaft zwischen Prösen und Hünfelden. Worin besteht eine offizielle Partnerschaft zwischen zwei Orten? Wer hat sie initieriert? Wann, warum und aus welchem Anlass? Wie kam es dazu? Wie wurde die Partnerschaft gelebt und wie wird sie derzeit gelebt?
Ziel der Projektgruppe ist es, dazu beizutragen, die Partnerschaft wieder aktiver zu leben und die Rechercheergebnisse in beiden Orten zu präsentieren.

03/13 Stiftung Kunstgussmuseum Lauchhammer
Freifrau-von-Löwendal-Str. 3
01979 Lauchhammer
Einsiedels Arbeiter
Aufbauend auf den Ergebnissen des Zeitensprüngeprojektes 2012 werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in diesem Jahr die Arbeitssituationen in den traditionsreichen Produktionsstätten Lauchhammers in unterschiedlichen Epochen untersuchen. Ausgangspunkt ist die Zeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Die Jugendlichen haben sich für ihre Spurensuche drei Produktionsstätten in Lauchhammer-Ost (Kunstgießerei, Badewannengießerei und Maschinenbau) ausgewählt, an deren Anfang der Unternehmergeist des Grafen Detlev Carl von Einsiedel steht. Materialien zur Erforschung des Themengebiets erhofft sich das Projektteam durch eigene Anschauung in den Betrieben und mittels Zeitzeugenbefragungen zu finden. Zu den Ar-beitsbedingungen der vergangenen Epochen stehen in erster Linie die Bibliothek und das Archiv des Kunstgussmuseums sowie Firmenarchive zur Verfügung. Um die Ergebnisse zu präsentieren, werden sie Theaterszenen entwickeln. Die Zeitenspringer wollen so konkrete Arbeitssituationen nachstellen. Die Umsetzung in die Theaterform ist die zweite große Aufgabenstellung an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Als Requisiten können in einigen Fällen Objekte aus dem Museum zur Verfügung gestellt werden. Die Holzwerkstatt des Sozialwerks "Horizont" steht als Kooperationspartner für den Kulissenbau zur Verfügung.

03/13 Luftfahrtmuseum Finowfurt e.V.
Museumsstr. 1
16244 Schorfheide
Flugzeug-Wracksuche
Am Ende des 2. Weltkrieges stürzten über der Schorfheide zahlreiche Flugzeuge fast aller kriegsführenden Nationen ab. Die Überbleibsel davon finden sich noch heute verteilt über einen ganzen Landstrich. Die Jugendgruppe erforscht die Schicksale der Piloten. In enger Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtmuseum gehen sie auf Spurensuche und versuchen neun Besatzungsschicksale biographisch aufzuarbeiten. 2013 ist auch die Teilbergung eines amerikanischen Bombers B-17 geplant, die den Forschungsschwerpunkt der Projektgruppe bilden wird. Die Projektergebnisse der B-17-Bergung werden nach Abschluss der Arbeiten dokumentiert und als eigenständiger Teil in die bereits vorhandene Ausstellung anderer Bergungsprojekte eingeordnet werden. Zudem wird ein Flyer für Museumsbesucher gestaltet.

03/13 Haus der Naturpflege e.V.
Dr.-Max-Kienitz-Weg 2
16259 Bad Freienwalde
Gelebter Naturschutz
Anlässlich des 100. Geburtstages von Kurt Kretschmann, Naturschutzpionier in der DDR, entstand die Idee für dieses Zeitensprüngeprojekt. Die Projektgruppe wird Orte erkunden, an denen sich Gebäude und Gärten befinden, welche in ihrer Nutzung und Gestaltung von der Familie Kretschmann nachhaltig geprägt wurden. Durch Gegenüberstellung von Fotos, die den jetzigen Zustand dokumentieren und historischen Fotos aus dem Kretschmann-Archiv, werden die Zeitenspringer die Entwicklung der Region und die Bedeutung der Kretschmanns aufzeigen. Ein Dokumentarfilm, der u.a. auch Zeitzeugeninterviews beinhaltet, wird die menschliche Seite des Naturschützers Kretschmann aufzeigen, seinen Bekanntheitsgrad erweitern und Identifikationsmöglichkeiten zum heutigen Agieren im Natur-und Umweltschutzbereich für Jugendliche ermöglichen. Der Film wird für die Umweltbildungsarbeit im Haus der Naturpflege verwendet und steht nach Abschluss der Arbeit auch Schulen und Bib-liotheken zur Verfügung.

03/13 Kinderring Neuhardenberg e.V.
Karl-Marx-Allee 23
15320 Neuhardenberg
Handel und Wandel - beiderseitig der Oder
Bei diesem Projekt erforschen die Kinder und Jugendlichen die Bedeutung der Stadt Lebus, als wichtigen Handelsplatz am Kreuzungspunkt von europäischen Handelswegen der Vergangenheit über den Fluss Oder. Lebus war einer der wenigen Orte, an dem die Oder gefahrlos überquert werden konnte. Das lag einmal an den geografischen Gegebenheiten und dem Schutzpotenzial der Lebuser Burg. Eine alte Handelsstraße führte seit dem frühen Mittelalter von Flandern über Magdeburg, Brandenburg, Köpenick durch Lebus nach Posen, Kiew und weiter nach Osten. Daraus begründet sich der heutige Ansporn der Stadt Lebus, wieder eine Fähre zu errichten und Völkerverbindungen herzustellen. Anhand von geschichtlichen Fakten wollen die Jugendlichen die Rolle von Handel auf den Wandel und die Entwicklung ihrer Region genauer untersuchen. In enger Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Seniorenverein von Lebus sowie mit regionalen Historiker begeben sich die Zeitenspringer auf Spurensuche. Ihre Recherchen in Archiven und Chroniken werden die Jugendlichen mit Zeitzeugeninterviews ergänzen. Die Projektergebnisse fließen in die Chronik der Ortsge-schichte mit ein und werden in einer Broschüre zusammengestellt.

03/13 Walter-Hoffmann-Axthelm-Stiftung für Perleberger Stadtgeschichte
Großer Markt 15
19348 Perleberg
Hoffmanns Hotel
Das Projektthema der Perleberger Zeitenspringer ist „Hoffmanns Hotel“ Dieses soll nach einem Brand im Jahr 2010 nun abgerissen werden. Im Laufe der Jahrzehnte hatte das Gebäude verschiedene Nutzungen. Darin haben Hotelgäste logiert, es wurde eingekauft und Kinder betreut. Um einen Parkplatz zu schaffen, soll das historische Ensemble abgerissen werden. Viele Bürger und Bürgerinnen und auch das Projektteam sind an einem Wiederaufbau interessiert und möchten dadurch ein Stück kulturelles Erbe der Region erhalten. Die Jugendlichen werden durch die Befragung von Zeitzeugen und den Besuch in Archiven über die Bedeutung des Hauses forschen und eine Ausstellung mit Fotos und Texten in der Walter-Hoffmann-Axthelm-Stiftung und im Arnold-Gymnasium Perleberg präsentieren. Das Ziel der Projektarbeit ist es, für einen respektvollen Umgang mit dem Kulturerbe einzutreten und Widerständen angemessen zu begegnen.

03/13 KiM Kultur in Minnashöh e.V.
Pracherweg 3
16866 Vehlow
Jugend im Gleichschritt
Die Projektgruppe aus Vehlow arbeitet mit dem DDR-Geschichts- und Dokumentationszentrum in Perleberg zusammen, in dem es viele Objekte zu entdecken gilt, Objekte, die vor allem von Menschen aus der Region dem Museum gestiftet wurden. Das Ziel der Gruppe ist es, zunächst einmal eigene Fragen zu entwickeln, Fragen, mit denen sie auf ihre Eltern- und Lehrergeneration zugehen können. Außerdem haben sich die Jugendlichen das Ziel gesetzt auch andere Jugendliche auf DDR-Geschichte neugierig zu machen. Durch einen kleinen Dokumentarfilm soll das Interesse für diesen Teil der Geschichte an Schulen und Jugendeinrichtungen der Region geweckt werden und Workshops durchgeführt werden.

03/13 Kunstverein Zehdenick e.V.
Mutzer Plan 2
16792 Zehdenick
Jugend in 3 Systemen
Das Hauptthema der Zeitenspringer aus Gransee werden die Jugenderlebnisse von Zeitzeugen der 30er, 60er und 90er Jahre sowie die politischen Ereignisse vor und nach der Wende sein. Die Jugendlichen können nach den Gesprächen mit den Zeitzeugen ihre eigene Jugend in direkten Vergleich setzen. Die gesammelten Projekterfahrungen der selbstgesetzten Schwerpunkte Politik, Gesellschaft, Jugendkultur, Medien und Gesellschaft werden in künstlerischer Form als Ausstellung dokumentiert. Es werden Collagen, Musik- und Theaterstücke und Malereien entstehen. In einer Wanderausstellung in den umliegenden Gemeinden werden diese Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

03/13 DRK, KV Oranienburg e.V.
Berliner Str. 104
16515 Oranienburg
Kindheit in Hohen Neuendorf
Das Zeitensprüngeprojekt aus Hohen Neuendorf befasst sich mit der Geschichte des Ortes im 20. Jahrhundert. Die Projektteilnehmenden möchten die Wohnverhältnisse, Schulzeit, Kleidung und viele weitere Dinge der vorherigen Generationen vergleichen. Durch den Aufbau von Kontakten zu älteren Mitbürgern Hohen Neuendorfs werden Lebensläufe und Erfahrungen beleuchtet. Durch die Unterstützung der Dr. Hugo Rosenthal Oberschule ist es denkbar, historische Spielideen nachzubauen oder historische Rezepte in den Räumen der Schule auszuprobieren. Die dokumentierten Projektergebnisse der Zeitenspringer werden in einer Ausstellung im Rathaus präsentiert und im Internet veröffentlicht.

03/13 Amt Schenkenländchen
Kirchstr. 6
15757 Halbe
Kontrast!?
Durch Gespräche mit verschiedenen Generationen erforschen die Zeitenspringer die Ge-schichte ihrer Schule und nähern sich so auch dem Thema „DDR-Diktatur“. Durch Literaturrecherchen in Bibliotheken und Archiven erhoffen sich die Jugendlichen ein erstes Teilergebnis zur Umsetzung des Projektes. Hierbei wird vor allem den Fragen nach dem ehemaligen Namensgeber der Schule, Georgi Dimitroff, sowie der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ auf den Grund gegangen. Durch Zeitzeugeninterviews unter fachlicher Anleitung kommt die Projektgruppe einem weiteren Ziel näher. Antworten auf Fragen nach dem umstrittenen Patentregiment der Schule „Felix Dzierzynski“. Die Arbeit der Gruppe wird mit einer Kamera begleitet. In einem kleinen Film werden so die gewonnenen Informationen festgehalten. Zudem erfolgt die Erarbeitung einer Ausstellung und einer begleitenden Broschüre, die in den umliegenden Gemeinden von Groß Köris verteilt werden sollen. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden bei der 50-Jahrfeier und auf der Homepage der Schule präsentiert und als Wanderausstellung im Amt und in Gemeinden von den Zeitenspringer selbst vorgestellt.

03/13 DGB Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin e.V.
Mobile Jugendarbeit Lindow
Kirschallee 1
16837 Flecken Zechlin
Lindow und seine Bands
Die Lindower Kinder und Jugendlichen untersuchen mit ihrem Projekt ein bisher vernachlässigtes Kapitel der Lindower Geschichte: Das Phänomen zumeist männlicher Gruppenvon Jugendlichen, die sich vor allem in den wirtschaftlichen Krisenzeiten des Beginnenden 20. Jahrhunderts bildeten und bis weit in die 1960er Jahre bestanden. Die Jugendbanden entwickelten ihren eigenen Kodex, eigene Rituale und Regeln. Die Zeitenspringer wollen typische Äußerungen Alteingesessener, wie „Jungen waren nach dem Krieg immer draußen. Mädchen waren immer drinnen und verarbeiteten ihre Beeren", mit diesem Projekt genauer unter die Lupe nehmen und deren Wandel im Laufe der Zeit hinterfragen. Die jungen Historiker werden eine Broschüre erstellen mit historischen Hintergrundinformationen, mit den Texten interviewter Zeitzeugen sowie Fotos von ihnen (damals) und ihren damaligen Treffpunkten. Außerdem möchten sie im Stile eines Radiofeatures eine Reportage zu diesem Thema mit Ausschnitten aus den Interviews, mit zum Thema passenden Geräuschen aus Natur, Stadt und sozialem Ambiente, mit Aussagen von Experten und Expertinnen und mit akustischen Zeitdokumenten anfertigen. Die Ergebnisse werden vielfältig genutzt, in lokalen Medien, vom Ortschronisten, dem Lindower Tourismuspavillon und anderen Interessierten.

03/13 LehnschulzenHofbühne Viesen e.V.
Viesener Dorfstr. 45
14789 Rosenau
Menschen und der Lehnschulzenhof
Der erste Teil der Projektarbeit der Zeitenspringer aus Viesen, die für einen Zeitraum von drei Jahren angelegt ist, soll sich mit dem ehemaligen Lehnschulzenhof und der wechselvollen Geschichte des brandenburgischen Dorfes Viesen und seiner Bewohner der letzten 100 Jahre beschäftigen. Dabei werden aber auch die Probleme der Gegenwart und im Idealfall Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt. Die Aufzeichnungen der von Jugendlichen geführten Gespräche mit älteren Dorfbewohnern werden deren Geschichten und Gefühle, Freude und Ängste für zukünftige Generationen bewahren, bevor dieser „Schatz“ unwiderruflich verloren geht. In sechs Workshops wird sich die Projektgruppe mit den Zeitzeugen auf eine Recherchereise begeben. Die Interviews lassen interessante Erzählungen über Kriegserlebnisse, Geschichten über Vertreibung oder Veränderungen der Gesellschaftsstrukturen zu DDR-Zeiten und in der Wendezeit bis heute erwarten.

03/13 Fanfarengarde Frankfurt a. d. Oder e.V.
R.-Havemann-Str. 5
15236 Frankfurt (Oder)
Musik ist/war Teil meines Lebens!
Viele Kinder und Jugendliche haben ein Teil ihres Lebens neben Schule und Beruf in der Fanfarengarde in Frankfurt(Oder) verbracht, musiziert, Freunde gefunden, mitgestaltet und manche schwierige Situation überwunden. Was waren ihre bleibenden Eindrücke? Die Zeitenspringer aus Frankfurt/Oder wollen die Wurzeln des 1973 gegründeten Fanfarenzuges ergründen: Wie und mit welchem politischen Ziel wurde Kulturarbeit in der DDR gefördert? Welche Veränderungen und Schwierigkeiten gab es in der Wendezeit? Wie wandelte sich das Repertoire? Wie hat sich die Kinder- und Jugendmusik in ihrer Stadt entwickelt? Die Projektgruppe wird die Berichte Erlebnisberichte der Vereinsmitglieder und die Forschungsergebnisse in einem Buch festhalten.

03/13 Mikado e.V. Nauen
Ketziner Str. 1
14641 Nauen
Mystisches Havelland
In Anlehnung an das Jugendgeschichtsprojekt „Endstation Stasigefängnis“ aus dem Jahr 2012 wird es in Nauen nun ein weiteres spannendes Projekt geben, in dem die Zeitenspringer der Gruppe mystische und schaurige Geschichten sowie Legenden von Nauen und Umgebung suchen möchten. Die Projektgruppe wird mithilfe der Heimatfreunde Nauen auch eine Broschüre erstellen. Um die Wahrheit der Legenden ans Licht zu bringen, müssen sich die Jugendlichen auf Informationssuche in Archive begeben und sich auch mit Chronisten aus den kleineren Ortsteilen auseinandersetzen. Durch das Verstecken von Geocaches an den mystischen Stellen, sollen Regionalgeschichte und die Gegenwart miteinander verbunden werden.

03/13 Jugendkultur- u. Familienzentrum Lindenpark, Stiftung SPI
JT clubmitte, Friedrich-Engels-Str. 22
14473 Potsdam
Potsdam - meine Stadt im Wandel
Die Zeitenspringer werden sich mit dem optischen Stadtbild Potsdams vor 1945 und der heutigen baulichen Situation auseinandersetzen. Dadurch werden sie sich einen Zugang für die Hintergründe der Diskussion um die Umgestaltung von Potsdams Mitte entwickeln uns sich selbst aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Eine Auswahl an alten Fotos weckt Interesse den abgebildeten Orten nachzuspüren, und das Alte mit dem Neuen zu vergleichen. Dafür wird es Gespräche mit unterschiedlichen Kontaktpersonen geben. Außerdem werden historische Aufnahmen aus der gleichen Perspektive neu aufgenommen und gegenübergestellt; Fakten rund um den Ort, den Gebäuden, der Straße und den Platz recherchiert. Die Präsentation der Forschungsergebnisse erfolgt in Form eines Fotokalenders sowie einer mobilen Fotoausstellung.

03/13 Kammerphilharmonie Uckermark e.V.
Quillowstr. 47
17291 Nordwestuckermark
Quillo - Jugend trifft Zeitzeugen
Die Jugendlichen der Projektgruppe wollen durch den direkten Kontakt zu den Dorfältesten Falkenhagens mehr über deren Erlebnisse und die Geschichte des Ortes erfahren. Im Vordergrund stehen hierbei das Verständnis von historischen Zusammenhängen sowie das Zusammentreffen zwischen Jung und Alt. Die Zeitenspringer werden die lokalhistorischen Hintergründe erforschen, die weit über den Geschichtsunterricht hinausgehen. Die Projektteilnehmenden werden die Lebensgeschichten der Dorfbewohner und Dorfbewohnerinnen erforschen und in einer filmischen Dokumentation zusammentragen.

03/13 JWP MittenDrin e.V.
Schinkelstr. 15a
16816 Neuruppin
Recherche des antifaschistischen Widerstandes
Die Zeitenspringer aus Neuruppin möchten sich während ihrer Projektarbeit mit der Ge-schichte des antifaschistischen Widerstandes im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zwischen 1920 und 1950 beschäftigen. Vor allem aber möchten die Jugendlichen zu den Menschen aus dieser Zeit Kontakt aufbauen, ihnen ein Gesicht geben und an ihr Wirken erinnern. Der Bezug zur gegenwärtigen Zeit wird verdeutlichen, dass sie immer noch von Diskriminierungen und Rassismus, Hass und Gewalt geprägt ist. Ein großes Ziel der Projektgruppe aus Neuruppin ist die Beschaffung und Erneuerung der Gedenktafeln antifaschistischer Kämpfer, die vielerorts im Zuge der Transformation ab 1989 abgebaut wurden. Durch Suchanzeigen in Zeitungen, sollen Zeitzeugen gefunden werden, die ihre persönlichen Erfahrungen und Informationen an die Zeitensprüngergruppe weitergeben. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden in einer Ausstellung ihren Ausdruck finden. Diese soll zunächst in den Räumlichkeiten des JWP MittenDrin ausgestellt werden, um dann an einem öffentlichen Ort der Stadt Neuruppin weiteres Publikum zu finden. Eine Broschüre und ein Videoclip runden die Projektarbeit ab.

03/13 "Arche" - Jugendbegegnungszentrum Ev. Kirchengemeinde Lauchhammer-Mitte
Alte Gartenstr. 1
01979 Lauchhammer
Römer, Made in Lauchhammer
Der Heimatort der Zeitenspringer aus Lauchhammer war in der DDR ein wichtiger Industriestandort. Nicht nur die Kohle und die Metallverarbeitung spielten eine Rolle. Ein typischer „Frauenarbeitsplatz“ war die Arbeit in der Schuhfabrik Lauchhammer. Die Jugendlichen möchten mit ihrem Projekt die Geschichte dieser Schuhfabrik genauer erkunden. Was war das Besondere daran? Warum trugen die Frauen in Lauchhammer mehr „Westschuhe“ als anderswo? Was haben die Römer mit der Schuhproduktion zu tun? Was ist heute aus der Schuhfabrik und den „Frauenarbeitsplätzen“ geworden? Mit dieser bisher unerforschten Vergangenheit wollen sich die Zeitenspringer beschäftigen und mit Bild, Film und anderen Medien zusammentragen. Über die lokale Presse und Fernsehen werden sie Hinweise und Kontakt zu Zeitzeugen bekommen.

03/13 Jugendklub der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf
Rathausstr. 9
15370 Petershagen/Eggersdorf
Schlagertanz und Dubstepparty
Die Zeitenspringer aus Petershagen/ Eggersdorf wollen die „Jugend der Alten“ untersu-chen. Was haben die Jugendlichen damals in ihrer Jugend in Petershagen und Eggersdorf getrieben? Gibt es Parallelen zu den Aktivitäten und der Freizeitgestaltung heutiger Jugendlicher? In der Projektphase wollen die jungen Historiker Menschen im Alter von 50 bis etwa 90 Jahren befragen, um so einen Querschnitt über die Jugend mehrerer Zeitabschnitte näher zu beleuchten. Zudem werden sie auch im Gemeindearchiv stöbern und versuchen, an Bildmaterial der Vergangenheit heranzukommen. Fragen, die es zu beantworten gilt lauten: Waren Jugendliche damals anders als heutige? Welche Sehnsüchte und Träume hatten sie? Welchen Unsinn haben sie angestellt?

03/13 Stiftung SPI, NL Brandenburg - JFZ Oase Velten
Breite Str. 53a
16727 Velten
Spur der Öfen
Velten, der Heimatort der jungen Historiker, wurde berühmt durch den Handel mit Ka-cheln für Öfen. 1905 befand sich der Ort auf dem Höhepunkt seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Es gab fast 40 Ofenfabriken mit über 2000 Beschäftigten. Trotz des Ofen- und Keramikmuseums besteht für die Zeitenspringer nur ein geringer Bezug zur Geschichte der Stadt. Das wird sich mit dem Erforschen der Geschichte der Ofenherstellung ändern, denn sie entwickeln eine Geocaching-Tour, die neugierig macht und informiert: Aus was werden/ wurden Öfen gebaut? Was war für den Bau des Kachelofens notwendig? Wo kam das Material her? Wo standen die Ofenfabriken in Velten? Wo kamen die Öfen zum Einsatz? Die Tour lädt ein zu einer Zeitreise und der Suche vor Ort nach Resten von Ofenfabriken und dem Besuch des Ofen- und Keramikmuseums. Ein Begleitheft für die Geocaching-Tour vermittelt weitere Informa-tionen und steht für die Nutzung in Schulen, Kinder- und Jugendgruppen, Familien und Touristen zur Verfügung. Außerdem werden die Jugendlichen einen Flyer mit ihren Forschungsergebnissen drucken sowie einen Werbespot drehen.

03/13 Ev. Auferstehungskirchengemeinde Kleinmachnow
Jägerstieg 2
14532 Kleinmachnow
Stille Helden
Das Zeitensprüngeprojekt „Stille Helden“ aus Kleinmachnow steht in Zusammenhang mit der bisherigen Forschungstätigkeit der Jugendlichen zu Opfern des Nationalsozialismus, für die sie in ihrer Stadt bereits Stolpersteine verlegt haben. Durch ihre Zeitensprüngeforschung wird die Gruppe die Geschichte der Helfenden und Überlebenden recherchieren, die wegen ihrer Religion, ihrer politischen Einstellung oder ihrer gesellschaftlicher Tätigkeit deportiert wurden. Dazu führen sie Interviews mit Zeitzeugen durch, arbeiten mit dem Heimatverein zusammen und lesen regionale Geschichtsliteratur sowie Tagebücher. Durch die Konzeption und Durchführung öffentlicher Informationsveranstaltungen und Ausstellungen wird weitere Öffentlichkeit für die Schicksale gewonnen und im Ergebnis ein Stelendenkmal errichtet werden.

03/13 Altstadt e.V. Perleberg
Heilig-Geist-Str. 11
19348 Perleberg
Suche nach Heimat
Im Juni 1952 wurden zahlreiche Familien nahe der damaligen Grenze zur BRD zwangsumgesiedelt. Die Wittenberger Zeitenspringer untersuchen während ihrer Projektarbeit den Elbort Lütkenwisch und die Lebensgeschichten dessen Bewohnern genauer. Dabei interviewen sie den Zeitzeugen Jürgen Ebel sowie heute noch im Dorf lebende Menschen, die bezeugen können, wie sich Lütkenwisch nach der Zwangsumsiedlung und dem Mauerbau verändert hat. Um ihr Forschungsmaterial zu ergänzen, werden die Jugendlichen die Archive im DDR-Geschichts- und Dokumentationszentrum sowie das Archiv in Lenzen besuchen. In ihrem Geschichtsprojekt werden sie lokale Geschichte auf mediale Weise erkunden und festhal-ten. Die Ergebnisse werden auf Plakaten präsentiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Da es noch keine sichtbaren Erinnerungsstätten gibt, wird die Gruppe gemeinsam mit dem Lenzener Bürgermeister über Formen des Angedenkens an die Zwangsumgesiedelten diskutieren und Ideen entwickeln. Denn sie wissen schon jetzt: „Geschichte entsteht durch Menschen“ - auch die Zukunft wird sich durch ihr Wirken verändern.

03/13 Sportverein Adamsdorf e.V.
c/o Anne Freimann
Adamsdorf 3
17237 Klein Vielen
200 Jahre Adamsdorf
2015 begeht Adamsdorf das 200-jährige Jubiläum seiner Namensgebung. Der 200. Todestag seines Namensgebers, Adam Graf von Blumenthal am 07.09.1813, ist für die Jugendlichen Anlass, intensiver die Geschichte ihres Heimatdorfes zu erkunden und zu dokumentieren. Ein Denkmal weist auf die Geschichte der Namensgebung hin, die mit den Napoleonischen Kriegen verbunden ist. Als ehemaliger Verladebahnhof der Sowjetarmee, Umsiedlerdorf und Heimatdorf für Zugezogene hat der Ort viele Geschichten zu erzählen und für die Zeitenspringer gibt es jede Menge Interessantes zu erkunden. Über Zeitzeugengespräche und Recherchen sollen Geschichte(n) und Ereignisse von Adamsdorf recherchiert werden. Die Projektergebnisse werden in die heimatkundlichen Materialien der Gemeinde integriert.

03/13 Vereinigte Bürgerinitiative Toitenwinkel e.V.
Jugendgarten "Alte Schmiede"
Hölderlinweg 10
18147 Rostock
25 Jahre Toitenwinkel
Rostocks jüngster Stadtteil Toitenwinkel wird im Jahr 2013 25 Jahre alt. Aus Anlass dieses besonderen Jubiläums wollen die Zeitenspringer, die fast alle in Toitenwinkel wohnen und hier zur Schule gehen, die Geschichte ihres Stadtteils erforschen. Unter die Lupe genommen werden soll die Entwicklung von 1988 bis heute. Bei den Recherchearbeiten werden die Jugendlichen u.a. vom Ortschronisten, dem Stadtteilmanager und der ehemaligen Gemeindepädagogin unterstützt. In Bibliotheken und bei Gesprächen mit Eltern und Lehrern sollen Material und interessante Geschichten zusammengetragen werden. Als Ergebnispräsentation sind ein Theaterstück und eine Fotomappe geplant.

03/13 LebensRäume e.V.
Bahnhofstr. 64
18510 Zarrendorf
64 - Chronik einer Hausnummer
Eine fast 100-jährige Tradition verbindet die Bahnhofstraße 64 in Zarrendorf mit der Kinder- und Jugendhilfe. Alles begann mit einem evangelischen Stift als Kinderheim. Im Laufe der Zeit hat sich die Form der Hilfe für benachteiligte Kinder und Jugendliche verändert, aber dennoch ist der Standort bis heute fest in der Hand von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen ihres Projektes werden die Zeitenspringer eine Chronik erstellen, welche die bewegte Entwicklung des Hauses und noch verborgene Geschichte(n) und aufzeigt. Eine Skulptur in Form eines übergroßen Bleistiftes, der mit einer Zeitschiene versehen wird, sowie eine Holzbank mit Schrifttafel, auf der die Eckdaten zu den jeweiligen Ereignissen detailliert nachzulesen sind, ist ebenfalls geplant.

03/13 Studenten Theater der Uni Greifswald e.V.
Franz-Mehring-Str. 48
17489 Greifswald
Alltag in den 80er Jahren
Neben den großen Themen, die in Zusammenhang mit der Aufarbeitung mit der DDR-Geschichte schnell assoziativ auftauchen, wie z.B. Staatssicherheit, Mauer, Republikflucht oder Sozialismus, gibt es einige weniger reißerische Themen, wie z.B. die Nachbarschaftlichkeit. Genau dieses Thema wird für die Jugendlichen Ausgangspunkt für eine Beschäftigung mit dem Alltagsleben in der DDR, speziell den 80er Jahren, sein.
Die Zeitenspringer werden Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Greifswald zu diesem Thema führen und diese aufzeichnen. Aus den Aufzeichnungen wird ein Hörbeitrag produziert, der im Rahmen der interkulturellen Woche in Greifswald präsentiert wird.

03/13 Buddenhagener Dorfgemeinschaft e.V.
Am Wald 30
17440 Buddenhagen
Als Fremde gekommen - als Freunde geblieben
2013 feiert der Ortsteil Buddenhagen sein 625-jähriges Bestehen. Im Projektjahr 2010 konnten von den Zeitenspringern leider nicht alle Fragen zur Ortsgeschichte um die Kriegs- und Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges abschließend aufgearbeitet werden. Der Fokus der Forschungen im Projektjahr 2013 liegt deshalb auf der Integration von Vertriebenen, die in Folge des Zweiten Weltkrieges in Buddenhagen ein neues Zuhause gefunden haben und deren Einfluss auf die regionale und kulturelle Entwicklung des Ortes. Die Jugendlichen werden Zeitzeugen befragen und umfangreiche Archivrecherchen betreiben. Die Projektergebnisse werden öffentlich in einer PowerPoint-Präsentation vorgestellt. Im "Haus der Begegnung" wird außerdem eine Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

03/13 PferdemarktQuartier e.V.
Pferdemarkt 8
18246 Bützow
Bützows Fabrikruinen
Bützow war einst eine Stadt mit großer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Stadt verfügte über einen eigenen Hafen, eine Papierfabrik, ein Milchwerk und die Möbelwerke. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands mussten in den 1990er Jahren all diese Betriebe schließen. Ruinen und Resignation blieben zurück. Die Zeitenspringer erforschen die Gründe dafür und fragen nach neuen Perspektiven für ihre Stadt. Mit einem Film wollen die Zeitenspringer dazu beitragen, dass die Identifikation mit der eigenen, wenn auch traurigen wirtschaftlichen Stadtgeschichte, weiter gelingen kann. Die Jugendlichen wollen den Glanz früherer Zeiten aufzeigen und zum Nachdenken über eine gelingende Zukunft anregen. In einem Film sollen die Projektergebnisse zusammengefasst und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

03/13 PferdemarktQuartier e.V.
Pferdemarkt 8
18246 Bützow
Der 17. Juni 1953 in Bützow
Um politischen und wirtschaftlichen Forderungen Nachdruck zu verleihen, kam es in den Tagen um den 17. Juni 1953 in DDR zu Protesten, Streiks und Demonstrationen, die als Aufstand des 17. Juni bezeichnet werden. 2013 jährt sich der Arbeiteraufstand zum 60igsten Mal. Die Zeitenspringer werden die Auswirkungen des Aufstandes in ihrem Heimatort Bützow erforschen und festhalten: Wie verhielt sich die Arbeiterschaft in den örtlichen Betrieben zu den Aufständen in Berlin und anderswo? Das Aufzeigen der Hintergründe und der Notwendigkeit des Arbeiterprotestes kann auch heute die junge Generation sensibilisieren, gegen Unrecht Flagge zu zeigen. Aus Zeitzeugeninterviews und recherchiertem Material wird ein 15-20 minütiger Firm entstehen.

03/13 Schweriner Jugendring e.V.
Dr. Külz-Str. 3
19053 Schwerin
Der Alltag damals in Schwerin
Im Schulunterricht wird das Thema DDR oft nur kurz behandelt und auch der regionalgeschichtliche Aspekt kommt dabei viel zu kurz. Dabei ist es genau das, was die Jugendlichen interessiert. Um mehr über diesen wichtigen Teil der Geschichte zu erfahren, werden die Zeitenspringer sich im Rahmen ihres Projektes mit dem Alltag der Menschen in ihrem Stadtteil zu Zeiten der DDR beschäftigen. Dabei sollen verschiedene politische und gesellschaftliche Aspekte erörtert werden. Die Jugendlichen werden bei Erzählnachmittagen den Dialog zu älteren Generationen suchen und so wichtige Informationen über den Alltag in der DDR und in Schwerin zusammentragen. Die Ergebnisse werden auf großformatige Plakate gedruckt und können später im Schulunterricht Verwendung finden.

03/13 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Die Geschichte der Jugendbarkasse Grenoiulle
Zum 50-jähirgen Jubiläum der Jugendbarkasse „Grenoiulle“ im Jahr 2014 werden die Zeitenspringer die wechselvolle Geschichte des Schiffes erforschen und dokumentieren. Gebaut wurde die Barkasse auf der Yachtwerft in Berlin für den militärischen Einsatz der Volksmarine der DDR. Nach der Beendigung der militärischen Nutzung war die Barkasse als Fahrgastschiff unter dem Namen "Seid bereit" für den Pionierpalast Dresden unterwegs. Die Projektarbeit der Zeitenspringer stützt sich auf vorhandene Dokumente wie Schiffspapiere und persönliche Begegnungen mit ehemaligen Mitarbeitern der Werft in Berlin-Köpenick sowie Historikern der Uni Dresden. Im Ergebnis sollen eine Videodokumentation, eine Fotoausstellung und eine Chronik erstellt werden.

03/13 Evang. Jugend, Sozial-Diakonische Arbeit
Wismarsche Str. 148
19053 Schwerin
Die Geschichte des Paulskirchenkellers
Der Paulskirchenkeller ist ein offener Treff für Jugendliche in Schwerin und Umgebung, der im November 2012 seinen 31. Geburtstag feierte. Schon zur DDR-Zeit spielte der offene Treff eine wichtige politische und gesellschaftliche Rolle in Schwerin. Er war Treffpunkt für systemkritische Menschen und geriet so auch ins Visier der Staatssicherheit. Die Zeitenspringer werden in ihrem Projekt die Geschichte des Jugendtreffs erforschen und besonderes Augenmerk auf die Befragung von ehemaligen Besuchern, staatlichen Vertretern und pädagogischen Mitarbeiten legen. Die Projektergebnisse sollen u.a. als Dokumentarfilm veröffentlicht werden, der im Offenen Kanal ausgestrahlt werden soll.

03/13 Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V., Stadtteiltreff "Heuboden"
Heuweg 11
18437 Stralsund
Ein Hausleben
Der Stadtteiltreff der Jugendlichen hat sein Zuhause am Heuweg Nr.11 und residiert dort über der Kita. Einiges wissen die Zeitenspringer schon über die jüngere Geschichte ihres Hauses, z.B, dass früher hier eine Wochengrippe ansässig war und ein Kinderarzt hier seine Praxis hatte. Aber die Zeitenspringer möchten noch mehr über die Geschichte des Hauses herausfinden: Seit wann steht das Gebäude und was ist über die Jahre hier alles geschehen? Die Jugendlichen werden Informationen und Fotos zusammentragen, Zeitzeugen befragen und Recherchen bündeln. Die Projektergebnisse sollen als Wanderausstellung in der Kita ausgestellt und anschließend auch in anderen Institutionen vorgestellt werden.

03/13 Christophorus-Kirchgemeinde Laage
Pfarrstr. 4
18299 Laage
Ein verlorenes Dorf - Levkendorf
Levkendorf musste zu DDR-Zeiten dem Militärflughafen in Kronskamp weichen. Für die Dorfbevölkerung wurde in Kronskamp ein Neubaublock errichtet. Die Zeitenspringer werden erforschen, wie Menschen, die einst in Levkendorf wohnten und alles aufgeben mussten, diese Situation empfunden haben. Was geschah genau und wie dachen die Menschen darüber? Was ist Heimat und was bedeutet es, sein soziales Umfeld verlassen und seinen Besitz aufgeben zu müssen? Darüber wollen die Jugendlichen mit ehemaligen Dorfbewohnern ins Gespräch kommen und einen Brückenschlag zum Thema Asyl wagen. Neben den Zeitzeugengesprächen stehen Recherchen im Stadtarchiv auf dem Programm. Die Projektergebnisse sollen im Rathaus und in der Schule vorgestellt werden.

03/13 FV Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin e.V.
Ludwigsluster Str. 2b
19288 Wöbbelin
Erinnerungszeichen
Denkmäler, Gedenksteine und -tafeln aus den 1940er und 1950er Jahren erinnern im Landkreis Parchim an die Verbrechen der Nationalsozialisten und an die Befreiung Deutschlands. Nachdem die Zeitenspringer bereits 2012 die Orte des Gedenkens in Parchim erforscht haben, wollen sie sich nun auf Spurensuche im Landkreis begeben. Vor allem die Gedenkorte an der Strecke des Todesmarsches der KZ Sachsenhausen und Ravensbrück sollen erforscht werden. Wie und durch wen wurden die Orte des Gedenkens errichtet? Und wie entwickelten sie sich bis heute? In Gesprächen, beim Besuch von Museen und mittels Archivrecherchen wird Material zusammengetragen, das u.a. auf einer Schautafel der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

03/13 Europ. Akademie Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Am Eldenholz 23
17192 Waren/Müritz
Für die Zukunft zurück in die Vergangenheit
Am südlichen Rand des Landkreises befindet sich die Gedenkstätte "Belower Wald". Hier mussten sich während des Todesmarsches Häftlinge aus Sachsenhausen mehrere Tage im Freien aufhalten. Der Erinnerungsort ist vor allem Jugendlichen weitestgehend unbekannt und das wollen die Zeitenspringer nun ändern. Die Gedenkstätte verfügt über viele Fundstücke und Dokumente, die von den Jugendlichen für die Projektarbeit genutzt werden können. Auch Zeitzeugengespräche mit ehemaligen Häftlingen und Überlebenden aus der Region sind geplant. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalsozialismus soll die Jugendlichen zu einem urteilsbedingten Handeln Pro Zivilcourage und Demokratie führen. Das Projekt wird filmisch begleitet es werden verschiedene Plakate erarbeitet, die für die Arbeit der Schule verwendet werden.

03/13 SJD - Die Falken, KV Rostock e.V.
Dierkower Damm 29
18146 Rostock
Geschichte verstehen
Rassismus und Verfolgung von Minderheiten begleitet die deutsche Geschichte in besonderem Maße. Alltagsrassismus, Gewalt gegenüber vermeintlichen Randgruppen oder aktuelle Entwicklungen, insbesondere im Bereich Asylgesetzgebung, zeigen, dass in Bezug auf die geschichtlichen Ereignisse noch viel Aufklärungs- und Bildungsarbeit notwendig ist. Vor 21 Jahren kam es in Rostock/Lichtenhagen zu gewalttätigen Übergriffen auf Asylbewerber im Sonnenblumenhaus. Ausgehend von den historischen Ereignissen werden die Zeitenspringer dieses Thema bearbeiten, die Folgen von Diskriminierung und Rassismus verdeutlichen und Parallelen zwischen heute, der jüngeren Vergangenheit und weiter zurückliegender Geschichte aufzeigen. Die Ergebnispräsentation soll in Kooperation mit dem Peter-Weiss-Haus in Rostock gezeigt werden.

03/13 Filmklub Güstrow e.V.
Feldstr. 43
18273 Güstrow
Jugend und Freizeit in Güstrow
Die Zeitenspringer werden das Freizeitverhalten von Jugendlichen früherer Generationen mit dem Freizeitverhalten heute unter verschiedenen Aspekten erforschen und vergleichen. Hierzu werden die Jugendlichen Zeitzeugen befragen um individuelle (Lebens-)Geschichten zu erfahren und im Internet recherchieren. Die Jugendlichen wollen erforschen, sich was im Laufe der Zeit in Sachen Mode, Musik, Freizeit, Jugendsprache, Kultur oder auch bei den Wertevorstellungen verändert hat und wie das Jugendleben früher zur Güstrower Kultur beigetragen hat. Die Zeitenspringer werden die Ergebnisse ihrer Arbeit in szenische Sequenzen übertragen, um mit Mitteln des darstellenden Tanzes das Lebensgefühl und das Freizeitverhalten junger Menschen verschiedener Generationen darzustellen.

03/13 Regionalzentrum für kirchliche Dienste im Pommerschen Ev. Kirchenkreis
Karl-Marx-Str. 15
17489 Greifswald
Keiner darf vergessen werden …
In vielen Familien der Jugendlichen gab es Soldaten, die während des Zweiten Weltkrieges auf den Schlachtfeldern umgekommen und mit der Zeit in Vergessenheit geraten sind. Die Jugendlichen möchten in ihrem Projekt die Geschichte der Gefallenen oder vermissten Soldaten sowie die auf der Flucht in Ducherow Verstorbenen aufarbeiten und dokumentieren. Wichtige Informationsquellen sind Hinterbliebene, die Auskunft geben können sowie verschiedene Archive und die Kriegsgräberfürsorge. Die Projektergebnisse werden in einem Gedenkbuch zusammengefasst, das zum öffentlichen Gedenken an die Opfer am Volkstrauertag in Ducherow übergeben werden soll. Das Buch soll dauerhaft einen würdevollen und öffentlichen Platz erhalten, an dem es eingesehen werden kann.

03/13 Ev. Jugend Mecklenburg
Alter Markt 19
18055 Rostock
Kirchen von Unten
Die Kirche spielte vor und während der Zeit der friedlichen Wende in der DDR eine besondere Rolle. Die evangelische Kirche bot den Menschen damals Raum, ihre Meinung offen zu äußern ohne bewertet zu werden. Die Zeitenspringer werden erforschen, welche Bedeutung der "Kirchentag von Unten" 1987 im damaligen Ostberlin und die daraufhin gegründete "Kirche von Unten" für die Oppositionsbewegung hatten. Denn diesem Vorhaben standen auch Kirchenmitarbeiter äußerst kritisch gegenüber. Bei Archivrecherchen und in Zeitzeugenbefragungen sollen wichtige Erkenntnisse und Material zu diesem Thema zusammengetragen werden. Das gesammelte Material und individuelle Lebensgeschichten sollen in einer Ausstellung dokumentiert und in verschiedenen Kirchgemeinden in Mecklenburg präsentiert werden.

03/13 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Konsum und HO
Im Jahr 2012 haben die Zeitenspringer das Thema "Handel im Wandel der Zeiten“, mit dem Schwerpunkt auf privaten Geschäften, erforscht. An ihre Arbeit aus dem Vorjahr wollen die Zeitenspringer 2013 anknüpfen: Im Fokus der Projektarbeit steht in diesem Jahr der Bereich des staatlichen und genossenschaftlichen Handels von den Anfängen bis heute. Bei ihrer Projektarbeit bauen die Jugendlichen auf Materialien des Kreisarchivs auf, die sie zum Teil schon 2012 gefunden haben. Auch viele Zeitzeugen können zu diesem Thema berichten und Material zur Verfügung stellen. Die Ergebnisse, in Form von Infotafeln und Ausstellungsmateria,l werden in einer Ausstellung präsentiert und anschließend der Heimatstube übergeben.

03/13 Sophie Medienwerkstatt e.V.
Pingelshäger Str. 104
19057 Schwerin
Kulturelle Begegnungsstätte der Alten Synagoge Hagenow
Mit der Sanierung der Alten Synagoge ist eine Stätte für Kunst und Kultur entstanden, welche Hagenow und die gesamte Region bereichert. Die Zeitenspringer nutzen die Möglichkeit, durch ein Medienprojekt einen besseren Zugang zur Alten Synagoge zu gewinnen und durch ihre Arbeit auch anderen Jugendlichen diesen Zugang zu ermöglichen. In der Synagoge finden u.a. monatlich Sonderausstellungen und Filmvorführungen mit Diskussionsrunden statt. Die Zeitenspringer werden Filmbeiträge und Blogtexte über Sonderausstellungen anfertigen, die auf der Webseite der Medienwerkstatt veröffentlicht und in den Offenen Kanälen Schwerin und Rostock ausgestrahlt werden sollen. Einige Texte werden im Hagenower Kreisblatt abgedruckt und am Ende des Projektes werden alle Filmbeiträge auf einer DVD veröffentlicht.

03/13 Kinder- und Jugendverein Rügen "Die Nordlichter" e.V.
c/o Dieter Lange
Kurt-Barthel-Str. 2
18528 Bergen auf Rügen
Meine Heimatgeschichte
Gingst war in den vergangenen Jahrhunderten das handwerkliche Zentrum der Insel Rügen. Die „Historischen Handwerksstuben“ im Ort beherbergen seit Jahrzehnten Artikel und Gegenstände, die zum Teil nicht katalogisiert und nachgewiesen sind. Geschichtskenntnisse zur Fertigung der ausgestellten Artikel sind bei Besuchern wie Einheimischen kaum vorhanden. Die Arbeit der Zeitenspringer soll dazu beitragen, Interesse dafür zu entwickeln. Die Jugendlichen planen eine digitale Erfassung der vorhandenen Ausstellungsgegenstände, eine anschaulichere Anordnung derselben und eine besucherfreundlichere Information. Die Projektergebnisse sollen in einem Kurzfilm zum Museum und einem digitalen Nachweis des Inventars zusammengefasst werden. Zusätzlich ist die Erstellung von Schautafeln und Informationsblättern geplant.

03/13 Kinder- und Jugendverein Rügen "Die Nordlichter" e.V.
c/o Dieter Lange
Kurt-Barthel-Str. 2
18528 Bergen auf Rügen
Nazi-Idoelogie und Rechtsradikalismus
Bei der letzten Landtagswahl wählten an einigen Orten Rügens bis zu 30% der Wähler rechts. Aber warum taten sie dies und wie gefährlich ist diese Entwicklung? Für die Jugendlichen ist dies ein wichtiges Thema zum Nachdenken über die Entwicklung des rechten Gedankenguts, einhergehend mit ausländerfeindlichen Bemerkungen und Zunahme von Gewalt gegen Politiker und Parteien. Die Jugendlichen werden zu diesem Thema eine Studie durchführen. Erste Grundlagen bilden Recherchen zum Nationalsozialismus und derzeitige rechts gerichtete politische Strömungen. Im zweiten Schritt sollen Erwachsene und Jugendliche zu diesem Thema befragt werden. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen in einer Broschüre festgehalten werden.

03/13 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Nie wieder Krieg
Vor der Kirche in Lübs stehen drei riesige Findlinge, die zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges als Mahnmal errichtet wurden. Durch Reinigungsarbeiten mit scharfen Sand-Wasserstrahlen wurden die dort eingemeißelten Namen endgültig "ausradiert". Die eingravierten Namen erinnerten an Bürger aus Lübs, die durch die Folgen des Ersten Weltkrieges in den Tod gerissen wurden. Die Zeitenspringer werden recherchieren, wer die Toten waren, und dafür sorgen, dass deren Namen wieder eingemeißelt werden. Zeitzeugengespräche und Archivrecherchen sollen den Jugendlichen dabei helfen. Ziel ist es, die Gedenksteine wiederherzustellen und die Gedenkstätte öffentlich einzuweihen. Die Zeitenspringer werden außerdem die Pflegepatenschaft für das Mahnmal übernehmen.

03/13 Kolping Bildungszentrum Lichtenhagen
Eutiner Str. 20
18109 Rostock
OKJA
Der Jugendtreff in der Eutiner Straße existiert seit 20 Jahren und ist der älteste Jugendtreff in Lichtenhagen. Vielerorts kämpfen Jugendeinrichtungen auf Grund der prekären finanziellen Situation der Kommunen um ihre Existenz – so auch der Jugendtreff in Lichtenhagen. Die Zeitenspringer werden sich auf die Spuren der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in ihrem Stadtteil begeben und diese erforschen. Welche Jugendeinrichtungen gab es früher und welche gibt es heute? Was genau sind die Auswirkungen finanzieller Probleme der Kommune auf die Jugendarbeit? Hierzu sollen Zeitzeugen, wie Bewohner, Sozialarbeiter und Erzieher im Stadtteil befragt werden. Die Projektergebnisse werden u.a. in einer Chronik und auf der Homepage des Jugendtreffs veröffentlicht.

03/13 Caritas Mecklenburg e.V./ Schloss Dreilützow
Am Schlosspark 10
19243 Dreilützow
Portrait der Vergangenheit
Die Grafenfamilie von Bernstorff errichtete vor rund 300 Jahren das Gutshaus in Dreilützow. Am Anfang des 20. Jahrhunderts musste der damalige Graf das Gut verkaufen und seitdem wurde es zu verschiedenen Zwecken, z.B. als Lazarett, Kinderheim und heute als Schullandheim, genutzt. Das Schullandheim hat regional eine sehr wichtige Bedeutung. Die Zeitenspringer wollen sich deshalb auf Forschungsreise begeben und die Entstehung des Gebäudes und die Geschichte der Grafenfamilie erforschen. Neben Archivrecherchen stehen Gespräche mit Zeitzeugen, wie z.B. Nachfahren der Grafenfamilie, auf dem Programm. Die Zeitenspringer wünschen sich, viel gutes Bildmaterial zu finden, um eine Ahnengalerie mit allen Grafen, die einst in Dreilützow lebten, erstellen zu können.

03/13 Schulverein Gerhart-Hauptmann-Gymnasium e.V.
Dahlmannstr. 40
23966 Wismar
Stadtrundgang : Judenverfolgung in Wismar
Die Zeitenspringer haben sich zum Ziel gesetzt, die konkreten Eingriffe in den Lebensalltag der jüdischen Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieges zu erforschen und die Judenverfolgung im Alltag erlebbar zu machen. Welche Auswirkungen hatte die Verfolgung auf die Betroffenen? Wie haben die Wismarer diese Verbrechen als Opfer, Täter oder Zuschauer erlebt? Die Schüler werten Zeitungen der Jahrgänge 1933-1942 aus und prüfen, wann und wie in Berlin erlassene Gesetze und Verordnungen in Wismar wirksam und umgesetzt wurden. Als Projektergebnis soll ein Stadtrundgang erarbeitet werden, der für die Besucher die Einschränkungen für die jüdische Bevölkerung vor öffentlichen Orten, wie z.B. Kinos, dem Theater, oder Banken sicht- und erlebbar macht.

03/13 Jugendhaus "Storchennest" e.V.
Gartenstr. 73a/b
18442 Niepars
Unser Amtsbereich im Wandel der Zeit
Die Zeitenspringer werden sich im Rahmen ihres Projektes mit dem strukturellen Wandel einzelner Dörfer im Amtsbereiches Altenpleen auseinandersetzen. Wie sahen die Dörfer früher aus und wie heute? Welche Betriebe, Institutionen und Gebäude gab es damals und welche gibt es heute? Wie haben sich das Siedlungsverhalten und die Flächennutzungen entwickelt und welche geschichtlichen Gründe gibt es dafür? Durch die Forschungsarbeit soll die Heimatverbundenheit bei den Jugendlichen erhöht und gestärkt werden. Die Projektergebnisse werden in einer kleinen Wanderausstellung u.a. im Amtsgebäude Altenpleen, im Mehrgenerationenhaus und in der Schule zu sehen sein. Zusätzlich werden im regionalen Amtsblatt regelmäßig Artikel über Forschungszwischenstände und Ergebnisse erscheinen.

03/13 Filmbüro MV/Mecklenburg-Vorpommern Film e.V.
Bürgermeister-Haupt-Str. 51-53
23966 Wismar
Wasserversorgung
In Wismar gibt es viele historisch wertvolle und bautechnisch interessante Baudenkmale, welche Zeugnis der historischen Wasserversorgung sind. Viele dieser Objekte stehen im öffentlichen Interesse und befinden sich teilweise auf der Denkmalliste der Hansestadt Wismar: Der Wasserturm mit dem ehemaligen Wasserwerk am Turnplatz, die Wasserkunst auf dem Marktplatz oder der Alte Wasserturm am Lindengarten. Die Zusammenhänge und Bedeutungen dieser Bauten sind der Öffentlichkeit zum Großteil unbekannt. In Kooperation mit dem Stadtarchiv werden die Zeitenspringer die Geschichte, Aufgaben und Bedeutung dieser Bauwerke erforschen und in einem informativen 20-30 minütigen Dokumentationsfilm festhalten.

03/13 Stadt Sassnitz
Hauptstr. 33
18546 Sassnitz
Weißes Gold
Die Entwicklung der Stadt Sassnitz wurde neben der Fischindustrie und dem Tourismus vor allem geprägt durch den Abbau des Naturproduktes Kreide. Genau diesen Industriezweig werden die Zeitenspringer näher erforschen. Wie hat alles angefangen und welche Menschen und historischen Begleitumstände haben dabei eine Rolle gespielt? Wie war die Arbeit im Kreidebruch und welche Bedeutung hatte die Kreide für therapeutische Einrichtungen? Mittels Zeitzeugenbefragungen und bei Archivrecherchen werden die Jugendlichen Geschichte(n) rund um den Kreideabbau in verschiedenen Zeitepochen erforschen und festhalten. Je nach Umfang der zusammenzutragenden Materialien soll die Dokumentation in Form einer gedruckten Sammlung und einer öffentlichen Ausstellung im Mehrgenerationenhaus erfolgen.

03/13 Ev. -Luth. Kirchgemeinde Cammin
An'n Pauhl 3
18195 Cammin
Weitendorf - Dorfgeschichten
Weitendorf ist einer der kleinsten Ortsteile im Landkreis Rostock und weist geschichtliche Merkmale auf, die deutlich machen, wodurch ein Dorf seine Prägung erhält. In Weitendorf existieren alte Familienstrukturen, welche die Landwirtschaft und die Gegend prägten. Einige Familien sind hier schon seit 400 Jahren ansässig. Vier bäuerliche Erbhöfe stehen im Gegensatz zu der Gutsdorfstruktur der weiteren Umgebung. Der kleine Ort hatte für Mecklenburg eine ungewöhnliche Zusammensetzung, die sich bis in die DDR-Geschichte mit ihrer Zwangskollektivierung prägend auswirkte. Die Zeitenspringer wollen die Geschichte(n) dieses Dorfes sammeln und in einer Broschüre zusammenfassen, die bei einer Veranstaltung in Weitendorf vorgestellt werden soll.

03/13 SHARKS e.V. Neubrandenburg
Bussarsstr. 2
17034 Neubrandenburg
Wie war das damals wirklich … und wie ist das heute?
Die Zeitenspringer werden sich in ihrem Projekt mit dem Thema Krieg auseinandersetzen und dieses dokumentarisch aufbereiten. Neubrandenburg wurde in den letzten Kriegstagen 1945 von der Roten Armee befreit. Achtzig Prozent der Innenstadt lag in Schutt und Asche und Hitlers Wunden sieht man noch heute. Die Zeitenspringer möchten herausfinden, was damals genau geschah, Schauplätze besuchen und Zeitzeugen befragen. Auch heute ist das Thema Krieg noch allgegenwärtig, denn auf dem Fliegerhorst Trollenhagen starten Maschinen der Bundeswehr in Richtung Hindukusch. Die Zeitenspringer werden Kriegsrückkehrer aus Afghanistan einladen und aufzeigen, dass Krieg heute so allgegenwärtig ist wie damals und wie wichtig deshalb das Wissen darüber ist.

03/13 Kreisjugendring Nordwestmecklenburg e.V.
Dankwartstr. 46
23966 Wismar
Wismar am 17. Juni 1953
Wie an vielen Orten kam es auch in der Hansestadt Wismar in den Tagen um den 17. Juni 1953 zu Protesten und Streiks in den Betrieben, die auch als Volksaufstand oder Arbeiteraufstand bezeichnet wurden. Die Streiks in den Wismarer Betrieben, z.B. auf der Mathias-Thesen-Werft, dem Press- und Schmiedewerk Hein Fink und im VEB Stahlbau Wismar, in denen jeweils 400-600 Arbeiter beschäftigt waren, werden die Zeitenspringer genauer unter die Lupe nehmen. Die Jugendlichen werden dazu Zeitzeugen befragen und sich mit der damaligen Berichterstattung in den Medien auseinandersetzen. Als Dokumentationsform haben die Jugendlichen eine Präsentation und einen Kurzfilm geplant, der der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

03/13 Pegauer Karneval-Klub e.V.
Leipziger Str. 20
04523 Pegau
50 Jahre Pegauer Karneval-Klub
Gegründet wurde der Pegauer Karneval-Verein im Jahr 1964, einem historisch bedeutsamen Jahr für den Ort. Einige umliegende Dörfer mussten in diesem Jahr dem Braunkohleabbau weichen und so fanden viele Menschen in Pegau eine neue Heimat. Der Karneval-Klub ist für die Bewohner des Ortes schon immer ein wichtiger Bestandteil ihrer Freizeit. Der Klub zählt momentan 250 Mitglieder, davon sind 98 Kinder und Jugendliche. Die Geschichte(n) und die Entwicklung des Vereins wollen einige der Jugendlichen nun erforschen und festhalten. Es werden Zeitzeugen befragt und historisches Foto- und Filmmaterial ausgewertet. Die Projektergebnisse sollen im Heimatmuseum ausgestellt und in einer Chronik zusammengefasst werden.

03/13 Gewerkschaftl. Verein für Kultur, Bildung und Entwicklung
Chemnitz e.V.
Markersdorfer Str. 139
09123 Chemnitz
Biografie eines Auschwitzüberlebenden
Justin Sonder wuchs in Chemnitz als Sohn jüdischer Eltern auf. Mit sieben Jahren erlebte er in seiner Heimatstadt den Machtantritt der Nazis und wurde im Alter von 17 Jahren 1943 nach Auschwitz deportiert. Mit 19 Jahren wurde er, nach verschiedenen Todesmärschen, von der US-amerikanischen Armee befreit. Herr Sonder lebt auch heute noch in Chemnitz und ist bereit, der Gruppe detailliert von seinen Erlebnissen zu erzählen. Die Jugendlichen haben bereits Kontakt mit ihm aufgenommen und wollen im Zeitzeugengespräch möglichst viel über die Zeit von 1933 – 1945 erfahren. Das Ergebnis der Projektarbeit soll in einer Broschüre zusammengefasst und den Schülerinnen und Schülern im Geschichtsunterricht zur Verfügung gestellt werden.

03/13 Station Junger Naturforscher und Techniker e.V.
Prof.-Wagenfeld-Ring 130
02943 Weißwasser
Der historische sorbische Bauernhof
Weißwasser und seine umliegenden Gemeinden entstanden einst als sorbische Heidedörfer. Auch Weißwasser selbst war bis ca.1900 fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägt. In den Umlandgemeinden existieren noch heute einige klassische sorbische Bauernhöfe. Das Zeitenspringerteam wird der Frage nachgehen: Wie lebten die sorbischen bäuerlichen Familien vor ca. 100 Jahren? Mit welchen Materialien und Techniken wurden die Gebäude errichtet? Recherchen in Heimatstuben, Archiven und im Internet sowie Zeitzeugenbefragungen sollen Aufschluss über die Geschichte und Geschichte(n) der Familien bringen. Als Projektdokumentation sind - neben dem Modell eines sorbischen Bauernhofes - Schautafeln und eine Internetseite vorgesehen.

03/13 Selbsthilfe Wohnprojekt Further Straße e.V.
Kinder- und Jugendclub Mikado
Sonnenstr. 24
09130 Chemnitz
Ein Stadtteil zwischen Geschichte und Moderne
Der Sonnenberg ist ein Chemnitzer Stadtteil und benannt nach der gleichnamigen Erhebung, auf dem er sich befindet. Die Geschichte und die Entwicklung des Wohn- und Arbeiterviertels wollen die Jugendlichen näher beleuchten und festhalten. Eine Zusammenarbeit ist u.a. mit Wohnungsbaugesellschaften geplant. Beim Geschichtsverein des Stadtteiles und im Stadtarchiv sollen wichtige Informationen zusammengetragen werden. Außerdem werden Zeitzeugen befragt, die zur Fabrikarbeit nach dem Krieg und den damaligen Aufbau des Stadtteiles und zur Geschichte Aussagen treffen können. Dokumentiert wird die Geschichte vom Stadtteil Sonnenberg in Bildern auf Leinwänden, die in Ausstellungen präsentiert werden sollen.

03/13 Anglerverein weiß/grün 49 Dresden-Neustadt e.V.
Österreicher Str. 84 R
01279 Dresden
Fischwirtschaft
Die Fischwirtschaft prägte die Region um Zschorna in den vergangenen 100 Jahren maßgeblich, jedoch veränderte sich der Wirtschaftszweig nach der Wiedervereinigung Deutschlands enorm: Viele bis dahin existierende Großbetriebe wurden geschlossen und inzwischen hat sich eine ökologisch-nachhaltige Fischzucht mit großer Artenvielfalt etabliert. Dieser interessante Umbruch und die damit einhergehende Umgestaltung des Ökosystems sind so interessant, dass die Zeitenspringer dieses Thema aufarbeiten und dokumentieren wollen. Die Jugendlichen betreuen in ihrem Verein den Brettmühlenteich, ein ehemaliges Fischereigewässer in Zschorna, wo auch die Rechercheergebnisse in einem Schaukasten ausgestellt werden sollen.

03/13 FV der Wilhelm-Adolf-von-Trützschler-Mittelschule Falkenstein e.V.
Pestalozzistr. 31
08223 Falkenstein
Flucht und Vertreibung
2012 führten die Zeitenspringer ihr erstes Projekt zum Thema „Flucht und Vertreibung - angekommen im Vogtland“ durch, an das sie nun anknüpfen möchten. Die Jugendlichen erreichten mit ihrer Projektpräsentation ein breites Publikum und es kamen weitere Zeitzeugen - Flüchtlinge und Heimatvertriebene - auf die Zeitenspringer zu, die ihnen ihre Lebensgeschichten erzählen möchten. Auch eine Ausweitung der Forschung auf Zeitzeugen, die in der DDR zwangsumgesiedelt wurden, ist geplant. Wie im letzten Jahr wird es darum gehen, wie sich „große Geschichte“ auf die „kleinen Leute“ auswirkte. Die vorhandene Wanderausstellung soll erweitert und u.a. um eine Broschüre und Material, das im Unterricht eingesetzt werden kann, ergänzt werden.

03/13 Förderkreis Wittichenauer Pfadfinder e.V.
Am Bahnhof 3
02997 Wittichenau
Flucht vor der Vernichtung
Bereits 2011 haben die Jugendlichen am Jugendprogramm Zeitensprünge teilgenommen und die Geschichte der jüdischen Familie Neufeld erforscht. Für ihre Projektarbeit erhielten sie damals eine Auszeichnung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung. Bei ihren Recherchearbeiten fanden sie außerdem neue jüdische Spuren, u.a. zur Familie Hilsenrath, deren Schicksal nun erforscht werden soll. Die Familie lebte während der NS-Zeit in Wittichenau und floh 1937/38 nach Argentinien. Die Jugendlichen recherchieren, warum die Familie die Flucht ergriff und was es für sie bedeutete, in Argentinien neu anzufangen. Zur Dokumentation der Projektarbeit ist eine Online-Präsentation geplant. Auch wird die bereits vorhandene Ausstellung um einige Tafeln ergänzt.

03/13 Produktionsschule Moritzburg gGmbH
Schlossallee 4
01468 Moritzburg
Fürsorgezöglinge unter der Pickelhaube
Die Geschichte der Jugendhilfe am Standort der Produktionsschule Moritzburg reicht weit zurück und ist sehr wechselhaft. In der Vergangenheit haben die Zeitenspringer der Produktionsschule bereits die Geschichte des Standortes und der Jugendarbeit während der DDR-Zeit untersucht. Das Gelände der Produktionsschule wurde jedoch bereits im Kaiserreich und während der Zeit der Weimarer Republik vom Diakonenhaus für Jugendhilfe genutzt. Genau diese Zeit steht im Projektjahr 2013 im Fokus der Forschungen. Wichtige Recherchequellen sind für die Jugendlichen verschiedene Archive und Gespräche mit Nachkommen von Zeitzeugen aus der zu erforschenden Zeit. In einer Ausstellung werden die Projektergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

03/13 Diakonie Dippoldiswalde e.V.
Kinder- und Jugendheim
Pöbeltalstr. 34
01762 Schmiedeberg
Geschichtliche Straßenansichten
Für Kinder und Jugendliche - ganz besonders für jene in schwierigen Lebenssituationen - ist es wichtig, ein gesundes Selbstbewussten zu entwickeln, um zu starken Persönlichkeiten heranzuwachsen. Biografiearbeit spielt deshalb bei den Jugendlichen der Diakonie Dippoldiswalde eine große Rolle. Im Rahmen ihres Projektes werden die Zeitenspringer die Straßennamen in ihrem Ort erforschen. Wer oder was verbirgt sich hinter den Straßennamen und kennen die Menschen, die dort leben, den Hintergrund? Um dies herauszufinden, suchen die Jugendlichen das Gespräch mit Einwohnern des Ortes und recherchieren in Archiven. Im Ergebnis wird für jede Straße eine Postkarte erstellt, die eine besondere Verbindung schaffen soll zwischen den Menschen, die in der Straße leben und jenen, die die Postkarte bekommen.

03/13 LeISA GmbH - Medienwerkstatt Leipzig
Lessingstr. 7
04109 Leipzig
GPS-Tour
Um Leipzig fand im Jahr 1813 die entscheidende Schlacht zur Befreiung der Vorherrschaft Napoleons in Europa statt - die Völkerschlacht. Zum Gedenken an dieses historische Ereignis wurde in Leipzig das Völkerschlachtdenkmal, eines der größten Denkmäler Europas, errichtet und im Jahr 1913 feierlich eingeweiht. Die zwölf Zeitenspringer gestalten und erarbeiten zum 100-jährigen Jubiläum des Denkmals ein zeitgemäßes „Geburtstagsgeschenk“: Eine thematische, multimediale, interaktive und GPS-basierte Tour für Jugendliche. Sie enthält verborgene Geschichten und Fakten rund um die Erbauung des Wahrzeichens und seiner Historie. An den einzelnen Stationen der Tour werden Bilder, Videos und Tonaufnahmen integriert.

03/13 djo - Deutsche Jugend in Europa, LV Sachsen e.V.
Dresdner Str. 162
01705 Freital
Hin und Weg in Weißwasser
Weißwasser erlebte im 20. Jahrhundert einen raschen Aufschwung in der demografischen Entwicklung der Bevölkerung, aber nach dem Fall der Mauer einen genauso schnellen Rückgang. Diese Entwicklung ist ein typisches Beispiel für viele Städte und Gemeinden in Ostsachsen. Anhand von Interviews mit Weggegangenen, Zugezogenen und Zurückgekehrten soll die Stadtentwicklung nachvollzogen werden. Dabei werden wirtschaftliche und soziokulturelle Aspekte beleuchtet. Am Beispiel der Gründung des Migrantenvereins Miteinander e.V. soll gezeigt werden, wie Zugezogene in der Stadt Fuß gefasst haben. Als Projektdokumentation soll ein Filmbeitrag zur Geschichte der demografischen Entwicklung der Stadt produziert werden.

03/13 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Lommatzsch-Neckanitz
Döbelner Str.6
01623 Lommatzsch
Hofbildhauer Paul Heermann
Die 13 Zeitenspringer werden sich im Rahmen ihres Projektes auf die Spuren des Hofbildhauers Paul Heerman und seinem Werk, dem spätbarocken Himmelfahrtsaltar in der Lommatzscher Stadtkirche St. Wenzel, begeben.
Das Werk des Bildhauers und seine Person sind in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt geblieben. Zum 300-jährigen Jubiläum soll der Altar restauriert und das Werk Paul Heermanns als Hofbildhauer gewürdigt werden. Die Jugendlichen werden in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum eine Ausstellung in der Kirche organisieren und einen Informationsflyer zur bevorstehenden Restaurierung des Altars anfertigen. Das Projekt soll im Rahmen eines Gemeindeabends der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

03/13 Treberhilfe Dresden e.V.
Albertstr. 32
01097 Dresden
Kinder erforschen die Spiele ihrer Eltern
Das Spielverhalten der Kinder hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Während heute Computerspiele hoch im Kurs stehen, beschäftigten sich die Eltern und Großeltern der Jugendlichen noch ganz anders. Dieses Spielverhalten wollen die Zeitenspringer genauer erforschen: Wie spielten die Kinder in der Zeit von 1950 bis 1990? Welche Straßenspiele waren beliebt und welche Brettspiele hatten Familien zu Hause? Wie viel Spielzeug hatte ein Kind früher und wie wurden Kindergeburtstage gefeiert? Aufschluss darüber sollen Recherchen im Stadtmuseum, Zeitzeugenbefragungen, Bücher und natürlich alte Spiele selbst bringen. Auch wollen die Kinder Spiele, die ihnen besonders gut gefallen, nachbauen. Die Projektergebnisse werden per Foto und Film dokumentiert.

03/13 Ostsächsische Eisenbahnfreunde e.V.
Maschinenhausstr. 2
02708 Löbau
LGB-Anlage Bahnhof Oppach
Die Schmalspurbahn Taubenheim-Dürrhennersdurf wurde 1945 als Reparationsleistung gebaut. Auch Oppach, der Heimatort der Jugendlichen, verfügte über einen Bahnanschluss, der von großer Bedeutung für die Unternehmen in der Region war. Die Jugendgruppe des Eisenbahnvereins möchte nun die Bahnanlage des Bahnhofes Oppach als LGB-Bahn nachbauen. Eine LGB-Bahn (auch Lehmann-Groß-Bahn oder Lehmann-Garten-Bahn genannt) ist eine wetterfeste Gartenmodellbahn. Als Recherchequellen für den originalgetreuen Nachbau dienen u.a. Bücher und Streckenkarten über die Schmalspurbahn. Das recherchierte Material soll in einer Bilderstrecke sowie Erläuterungen zur entstehenden Modellanlage zusammengefasst werden.

03/13 Sprach-Bildungs- und Beratungszentrum e.V.
Stiftstr. 11
08056 Zwickau
Mythos Silberstraße - von Zwickau nach Dresden
Die Silberstraße führt von Zwickau kommend direkt durch den Ort Wilkau-Haßlau, dem Heimatort der Zeitenspringer, nach Dresden. Aber was ist die „Silberstraße?“ Warum hat sich ihr Mythos bis heute erhalten? Warum besitzt Wilkau-Haßlau einen gleichnamigen Ortsteil und welche Bedeutung hatte die Straße früher und hat sie heute? Vor allem durch Recherchen und Gespräche mit Zeitzeugen und Historikern und bei dem Besuch eines alten Silberbergwerks, hoffen die Zeitenspringer Antworten auf die Fragen zu finden und so etwas mehr über ihre Heimat zu erfahren. Das im Laufe der Projektarbeit gesammelte Material soll evtl. im Rathaus der Stadt präsentiert werden.

03/13 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Großschirma
Hauptstr. 50
09603 Großschirma
Rettung der Bergkirche Rothenfurth
Die Bergkirche in Rothenfurth wurde um 1320 errichtet und im Laufe der Zeit mehrmals umgestaltet. Anfang der 1980er Jahre wurde die Kirche baupolizeilich gesperrt und sollte abgerissen werden. Dem Engagement und dem Widerstand der Bürgerinnen und Bürger ist es zu verdanken, dass die Kirche heute noch steht und wiederaufgebaut wurde. Die Zeitenspringer gehen der Frage nach, was die genauen Beweggründe für das (zu dieser Zeit nicht ungefährliche) Engagement waren und welchen Stellenwert Kontakte zur Partnerkirchgemeinde in Westdeutschland hatten. Zeitzeugeninterviews, Fotos und recherchierte Informationen bilden die Basis für eine Ausstellung, die in der Kirche zu sehen sein soll.

03/13 Selbsthilfe Jugendtreff "Pink Panther" e.V.
Schneeberger Str. 27A
09366 Stollberg
Schloss Hoheneck
Das Schloss Hoheneck ist ein ehemaliges Jagdschloss, welches im 19. Jahrhundert als Gefängnis für Männer in politischer Schutzhaft und später als Frauengefängnis genutzt wurde. Im Jahr 2001 wurde das Gefängnis geschlossen und das Gebäude verkauft. Die Versuche, das Objekt als Freizeit- und Erholungskomplex umzunutzen, scheiterten u.a am Widerstand von Opferverbänden und dem Wunsch, das Areal als Gedächtnisort zu erhalten. Die Jugendlichen werden im Rahmen ihrer Projektarbeit die historisch und politisch interessante Geschichte des Schlosses und damit verbundene Schicksale, besonders die von ehemaligen Häftlingen, aufarbeiten. Als Projektdokumentation sollen ein TV-Beitrag und eine DVD entstehen.

03/13 Alte Brauerei Annaberg e.V.
Geyersdorfer Str. 34
09456 Annaberg-Buchholz
StadtKlangGeschichte(n) 2.0
Im Rahmen ihres Projektes erarbeiten die Jugendlichen kleine Hörspiele, die von historischen Personen, Ereignissen und lokalgeschichtlich interessanten Orten in Annaberg-Buchholz erzählen. Im Mittelpunkt der Hörspiele stehen Episoden aus dem Leben lokaler Persönlichkeiten und Ereignisse aus der Stadtgeschichte. Als Informationsquellen dienen den Jugendlichen alle verfügbaren Quellen, hauptsächlich jedoch das Internet. Die Geschichten werden auf einer Webseite veröffentlicht und können von dort - über einen QR-Code mit internetfähigen Mobilgeräten - auf Tafeln im Stadtgebiet abgerufen und angehört werden. In Kooperation mit der Stadtverwaltung werden diese speziellen Informationstafeln gestaltet und angebracht.

03/13 Internationales Kinder- und Jugendparlament "Neiße"
Hochwaldstr. 21 b
02763 Zittau
Straßenbegegnungen
Auf die Besonderheit der Dorfstraße stießen die Jugendlichen bei ihrem Zeitensprünge-Projekt im Jahr 2012: Hier erfuhren sie, dass die Landesgrenze früher mitten auf der Dorfstraße verlief. Ein Teil des Ortes gehörte zu Sachsen, der andere zu Böhmen. Der alte (heute nicht mehr vollständig vorhandene) Straßenverlauf soll nun erforscht, rekonstruiert und mit Geschichten dokumentiert werden. Die Jugendlichen werden den ehemaligen Straßenverlauf erkunden und gemeinsam mit Zeitzeugen und heutigen Bewohnern erforschen, wie die Menschen hier einst miteinander lebten. Das Ergebnis des Projektes, in das auch Stadtverwaltungen aus Polen und Tschechien eingebunden sind, werden Wegweiser mit Erläuterungen zur Straßengeschichte sein.

03/13 Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig e.V.
Turnerstr. 1a
04651 Bad Lausick
Wege des Erinnerns
Das KZ-Außenlager Flößberg war eines der größten Außenlager des KZ Buchenwald. Mehr als 1.900 jüdische Häftlinge durchliefen dieses Lager zwischen November 1944 und April 1945. Der aktuelle Zustand des Erinnerns wird der Bedeutung dieses Ortes als Hauptschauplatz von NS-Verbrechen nicht gerecht, auch haben Viele kein Wissen über diesen wichtigen Teil der Regional-Geschichte. Das wollen die Zeitenspringer nun ändern. In Zeitzeugengesprächen werden Einzelschicksale und die Geschichte des Lagers aufgearbeitet und in einer Informationsbroschüre zusammengefasst. Wegweiser und Infotafeln sollen im Rahmen Präsentationsveranstaltung am 30. November 2013, dem Jahrestag der Eröffnung des Lagers, vorgestellt werden.

03/13 Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig e.V.
Permoserstr. 15
04318 Leipzig
Weibliche Täterschaft bei der HASAG in Leipzig
Mehr als 10.000 zivile Zwangsarbeiterinnen, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge mussten während des Zweiten Weltkrieges für die HASAG Leipzig Munition herstellen. Ab 1944 wurden außerdem zwei Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald eingerichtet, in dem mehr als 5.000 weibliche KZ-Häftlinge Zwangsarbeit verrichteten. Die weiblichen Häftlinge wurden vorwiegend von Frauen bewacht - und genau diesen Frauen wollen die Zeitenspringer nun auf die Spur kommen. Denn wir wissen zwar viel über die Verbrechen der Nationalsozialisten, aber wenig über weibliche Täterschaft. Was waren das für Frauen, wo kamen sie her und wie ist man ihnen nach dem Krieg begegnet? All das wollen die Zeitenspringer erforschen und das Ergebnis ihrer Projektarbeit in einer Ausstellung dokumentieren.

03/13 Treibhaus e.V. Döbeln
Bahnhofstr. 56
04720 Döbeln
Wie geht Gerechtigkeit?
In der Heimatregion der Zeitenspringer fand im Zeitraum vom 21. April bis zum 29. Juni 1950 das größte Nachkriegstribunal in der DDR wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Nationalsozialismus statt: Die Waldheimer Prozesse. Die Zeitenspringer werden im Rahmen ihrer Projektarbeit die Geschichte dieser Prozesse erforschen und sich mit der Beweislage, den politischen Maßgaben und der Todesstrafe im Allgemeinen auseinandersetzen. Auch die Geschichte der Justiz in der DDR soll eine große Rolle spielen. Wichtigste Informationsquelle sind Zeitzeugen, die befragt werden sollen. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Strafvollzugsmuseum Waldheim ist geplant. Die Projektergebnisse sollen in einer großen Ausstellung präsentiert werden.

03/13 JuCo gGmbH, Mobile Jugendarbeit "Morast"
Hauptstr. 17
01640 Coswig
Wir wollen immer artig sein …
Über Generationen hinweg haben zur Allgemeinheit nicht konforme Jugendgruppen in Radeburg, wie in anderen Städten auch, Probleme von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Nachdem die Jugendlichen bereits im Jahr 2012 ein Projekt zur jüngeren Geschichte dieses Themas umgesetzt haben, wollen sie sich nun dem Thema generationsübergreifend nähern. Als aktuell Betroffene wollen die Zeitenspringer mit Radeburger Zeitzeugen früherer Generationen ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und Anekdoten, Fakten und Bildmaterial zusammentragen, um diese im Ergebnis als Ausstellung präsentieren zu können. Außerdem wird ein Film entstehen, der auf einem USB-Stick u.a. beim Jugendgeschichtstag verteilt werden soll.

03/13 Muldentaler Jugendhäuser e.V., FZZ "Schloßaue"
Schulberg 9
09306 Rochlitz
Zwangsarbeit in Rochlitz
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden in der Region Rochlitz tausende Menschen durch Zwangsarbeit ausgebeutet. Zwangsarbeiter wurden u.a. in der Landwirtschaft, bei Post und Bahn und in Privathaushalten eingesetzt und jeder kam in Kontakt mit ihnen. Genau hier wollen die Zeitenspringer an ihre Projektarbeit aus dem vergangenen Jahr anknüpfen und den Fragen nachgehen: Welche menschlichen Begegnungen ereigneten sich speziell in Rochlitz? Findet sich Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit? Wichtigste Informationsquellen sind Zeitzeugengespräche und Recherchen in verschiedenen Gedenkstätten. In einer Broschüre und einer kleinen Ausstellung sollen die Projektergebnisse zusammengefasst werden.

03/13 Heimat- und Geschichtsverein Zöschen e.V.
c/o Edda Schaaf
Wegwitz 16
06258 Schkopau
16. April 1944 - Die Jungs aus Beverwijk
Die Industrieregion um Leuna, Zschopau und Merseburg war während des Zweiten Weltkrieges Einsatzort für Tausende Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. Das AEL Spergau und spätere AEL Zöschen war die größte zusammenhängende Lagerstruktur in der Region. Diese KZ-ähnliche Einrichtung beherbergte Häftlinge aus mehr als 16 Nationen. Die Jugendlichen wollen Zeitzeugen, die in der Lagerzeit hier inhaftiert waren, und 1945 befreit wurden, zu ihren Erlebnissen befragen. Ergänzende Informationen werden die Zeitenspringer in Archiven und mit Hilfe des Kooperationspartners, der Gedenkstätte Kamp Amersfoort in den Niederlanden, zusammentragen. Die Projektergebnisse werden in einem kurzen Film sowie in einer gesonderten Broschüre dargestellt.

03/13 "Europaschule" Gymnasium Gommern
Magdeburger Str. 26
39245 Gommern
60 Jahre 17. Juni 1953
Der Aufstand des 17. Juni 1953 und die damaligen politischen Verhältnisse stehen im Mittelpunkt der Forschungsarbeit der Jugendlichen vom Gymnasium Gommern. Das Zeitenspringerteam wird die Schwierigkeiten der politischen Mitbestimmung in der DDR hinterfragen und versuchen zu klären, wie und warum sich Menschen in diesem System arrangierten bzw. Widerstand leisteten. Als Projektpartner haben die Jugendlichen u.a. die Seniorenresidenz Stiemerling in Gommern ausgewählt. Hier werden die Zeitenspringer im Dialog mit der älteren Generation Zeitzeugen zum Thema befragen. Die Schüler werden ihre Projektergebnisse schriftlich und als Podcast festhalten und u.a. am Sachsen-Anhalt-Tag, Ende Juni 2013, präsentieren.

03/13 Reso-Witt e.V.
Große Bruchstr. 7
06886 Lutherst. Wittenberg
Aktive Gedenkstättenarbeit mit Förderschülern
Viele Jahre lang wurde die im 16. Jahrhundert errichtete Lichtenburg zu Prettin als Strafanstalt genutzt. 1933 richteten die Nationalsozialisten in dem Renaissanceschloss ein Konzentrationslager ein. Im Jahr 2011 wurde zum Gedenken an die Opfer die Gedenkstätte "KZ Lichtenburg" eröffnet. Die Zeitenspringer, die alle in der Nähe der Gedenkstätte leben, möchten sich mit der Geschichte des Schlosses - besonders zu Zeiten des Nationalsozialismus - näher beschäftigen. Da sich die Jugendlichen im letzten Schuljahr entschlossen haben, sich für den Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" zu bewerben, hat sich die Idee ihres Projektes immer weiter entwickelt. Die Projektergebnisse, z.B. in Form einer Fotoreihe, sollen in die bestehende Ausstellung der Gedenkstätte KZ Lichtenburg integriert werden.

03/13 Institut für Caucasia-, Tatarica- u. Turkestan-Studien e.V.
Volksbad Buckau, Karl-Schmidt-Str. 56
39104 Magdeburg
Auf den Spuren des Paschas von Magdeburg
Die Zeitenspringer werden gemeinsam mit ihren Großeltern und zugezogenen muslimischen Neumagdeburgern auf eine interkulturelle Erinnerungs- und Entdeckungsreise gehen: Wer erinnert sich noch an Magdeburger Sagen, in denen Tataren, Türken und Osmanen eine Rolle spielen? Wer weiß, woher der Tatarenturm am Dom seinen Namen hat? Die Jugendlichen wollen Fundstücke deutsch-islamischer Geschichte sichern und dokumentieren, welche Erinnerungen daran noch wach sind bzw. wie sich Migrantenfamilien darin wiederfinden. Mit ihrer Projektarbeit hoffen die Zeitenspringer zu mehr Toleranz in der Einwanderungsgesellschaft der Gegenwart beitragen zu können. Die Ergebnisse sollen in einem Blog und in einer Broschüre veröffentlicht werden, die auch im Schulunterricht Verwendung finden soll.

03/13 Kultur- und Freizeitverein Süd V e.V.
Tulpenweg 1-3
39307 Genthin
Auf den Spuren von Zugewanderten
Im letzten Jahrhundert hat sich, bedingt durch Kriege und politische Umbrüche, eine massive Veränderung in der Bevölkerungsstruktur der Projektregion ergeben. Welche Auswirkungen dies auf die Entwicklung der einzelnen Orte hatte, wird das Zeitenspringerteam im Rahmen seiner Projektarbeit untersuchen. Mit der Erkundung, welche Bevölkerungsgruppen aus welchen Gründen im letzten Jahrhundert in die Region zugewandert sind und welchen Einfluss dies auf die örtliche Entwicklung hatte, soll ein differenziertes regionales Geschichtsbild erstellt werden. Besonders wichtig sind hierbei die Fragen, wie Zugewanderte zu Einheimischen wurden und ob dieser Prozess immer wieder stattfinden kann. Die mittels Recherchen und Zeitzeugenbefragungen erarbeiteten Projektergebnisse werden im Herbst 2013 auf dem Jugendgeschichtstag präsentiert.

03/13 Jugendfreizeitzentrum "Rolle"
Kurze Str. 7
38820 Halberstadt
Auf Rollen gestern und heute
Wie viele Orte war auch Halberstadt nach dem Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Jugendliche bauten, unterstützt von ihren Eltern, mit viel Phantasie und Organisationstalent ab Ende der 1940er Jahre in der Kurzen Straße ein Rollsportzentrum auf. Zu Zeiten der DDR wurde das Zentrum als Betriebssportstätte genutzt. Besonders der Kinder- und Jugendsport wurde hier gefördert. Auch heute verbringen Kinder und Jugendliche hier aktiv ihre Freizeit. Das Zeitenspringerteam wird die Entwicklung des Zentrums seit seiner Gründung und das Freizeitverhalten vergangener Generationen erforschen und dokumentieren. Die Projektergebnisse werden in einer Ausstellung zusammengefasst, die an mehreren Orten in Halberstadt zu sehen sein soll.

03/13 Verein "Lebendige Steine" e. V.
Jugendclub Eckstein
Heinrich-Zille-Str. 5
39576 Stendal
DDR? Was war das eigentlich?
Viele Gebäude im direkten Wohnumfeld der Zeitenspringer erinnern noch an die DDR-Zeit. Auch die Eltern und Großeltern der Jugendlichen verbrachten damals hier ihre Jugend. Die Zeitenspringer wollen mehr über das Leben in der DDR herausfinden und verschiedene Erfahrungen mit der damaligen Gesellschaftsform erfragen. Dabei sollen Parallelen und Unterschiede zu heute erkannt und herausgearbeitet werden. Insbesondere wollen die Jugendlichen dabei auf die Themen Selbstbestimmung, Demokratie und Freiheit eingehen. Um das Thema kreativ aufzuarbeiten ist geplant, kurze Videos bzw. Foto-Storys von den Jugendlichen gestalten zu lassen, die den Alltag in der DDR zeigen. In einer Ausstellung sollen die Projektergebnisse öffentlich präsentiert werden.

03/13 Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V.
Magdeburger Str. 21
06112 Halle
Die hallischen Kasperl Bilder-Bücher
Mit Kinderbüchern aus dem letzten Jahrhundert werden sich die Jugendlichen vom Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V. beschäftigen. Die erste Ausgabe der Kasperl Bilder-Bücher von Carlo Böcklin und Beate Bonus erschien im Jahr 1911. Die Bücher geben einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Texte und Bilder sind ein Abbild der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und zeigen zum Teil nationalistisches Gedankengut. Die Zeitenspringer werden sich an Hand der Bücher mit der damaligen Zeit auseinandersetzen und Überlegungen anstellen, welche Wirkung diese Bücher heute haben. Die Jugendlichen führen ihr Projekt u.a. in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum „Christian-Wolff-Haus“ Halle durch. Die Ergebnisse des Projektes sollen in die museumspädagogische Arbeit einfließen.

03/13 Arbeit und Leben, BV Sachsen-Anhalt e.V.
Stresemannstr. 18/19
39104 Magdeburg
Euthanasie und Rassenhygiene in Merseburg und der Region Saalekreis
In der Erinnerungskultur der Stadt Merseburg ist die Geschichte und Aufarbeitung verschiedener Opfergruppen der NS-Zeit seit mehreren Jahren aktuell. Besonders das Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten enthüllt die Brutalität und die Menschenverachtung dieses Regimes, denn gerade körperlich und geistig behinderte Menschen konnten sich am wenigsten gegen diese Vernichtung wehren. Die Zeitenspringer werden
im Rahmen ihres Projektes diese Opfergruppe in den Fokus ihrer Forschungen stellen und so dazu beitragen, dass das Thema in der Öffentlichkeit präsent bleibt. Parallel dazu werden die Zeitenspringer individuelle Biografien aufarbeiten. Die Ergebnisse der Arbeit sollen für eine spätere Nutzung, z.B. in Form einer Broschüre, aufgearbeitet werden.

03/13 Radio Corax e.V.
Unterberg 11
06108 Halle
Jugendkultur inHalle
Der Verein Kellnerstraße e.V. ist ein selbst verwaltetes, alternatives, linkes Wohn- und Kulturprojekt in Halle. Es gibt dort u.a. einen Wohnbereich, eine Kneipe und einen Infoladen. Entstanden ist der Verein zur Zeit der politischen Wende Ende der 1980er Jahre und war damals Ausdruck jugendlicher und politischer Subkultur. Im Fokus der Forschungsarbeit steht bei den Zeitenspringern die Entwicklung des Projektes von den Anfängen bis heute. Der Verein spielt im Ort eine wichtige Rolle und ist bis heute Anlaufpunkt für viele Jugendliche und junge Erwachsene. Wichtige Informationsquellen werden Zeitzeugen und Archive sein Die Projektergebnisse sollen u.a. auf der von Radio CORAX betriebenen Website wendefokus.de veröffentlicht und im Programm des Senders zu hören sein.

03/13 Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V.
Roßmarkt 2
06217 Merseburg
Nationalsozialismus im Domgymnasium Merseburg
Das Domgymnasium ist eine traditionsreiche Schule in Merseburg und eng mit der Ausbildung bedeutender Persönlichkeiten verbunden (z.B. Ernst Haeckel). Die Rolle der Schule während der Zeit des Nationalsozialismus ist bisher nicht erforscht und dokumentiert, was die Zeitenspringer mit ihrem Projekt nachholen möchten. In Zeitzeugengesprächen und mittels Archivrecherchen soll ein detailliertes Bild nationalsozialistischer Bildung und Erziehung ermittelt werden. Gerade im Hinblick darauf, dass die Stadt immer häufiger zum Aktionsgebiet rechter Kräfte wird, ist es wichtig, diesen Teil der Geschichte aufzuarbeiten. Ziel der Jugendlichen ist es, den Schulalltag in der Zeit von 1933 bis 1945 zu dokumentieren. Die Projektergebnisse sollen in einem kurzen Film und einer Ausstellung präsentiert werden.

03/13 Kulturstiftung Hohenmölsen
Glück-auf-Str. 1
06711 Zeitz
Neue Heimat Hohenmölsen
In den 1980er und 1990er Jahren mussten viele Orte in der Heimatregion der Jugendlichen dem Tagebau im Zeitzer Braunkohlerevier weichen. Die Einwohner dieser Orte wurden nach Hohenmölsen umgesiedelt. Die Zeitenspringer werden am Beispiel der Orte Dobergast und Großgrimma untersuchen, wie sich diese Umsiedlungen vollzogen haben und wie die Umgesiedelten damit umgingen. In Zeitzeugengesprächen werden die Jugendlichen diesen bedeutenden Teil ihrer lokalen Geschichte erforschen und festhalten, wie die umgesiedelten Bewohner bis heute das Gemeinweisen ihrer neuen Heimat prägen. Die Projektergebnisse werden in Form eines Weblogs dokumentiert und dem Stadtarchiv bzw. dem Haus der Stadtgeschichte Hohenmölsen überlassen. Die Präsentation erfolgt in einem multimedialen Vortrag.

03/13 Kinder- und Jugendzentrum "Popcorn"
Bärteichpromenade 128
06366 Köthen
Persönlichkeiten wiederbeleben - vom Wirken und Schaffen Gröbziger Menschen
Im Jahre 1990 zerstörte ein Feuer das Stadtarchiv und seitdem versuchen Bürgerinnen und Bürger in besonderem Maße, die Spuren und die Geschichte ihrer Stadt zu bewahren. Die Zeitenspringer aus Gröbzig werden im Rahmen ihres Projektes erforschen, welchen Einfluss verschiedene Persönlichkeiten auf die Entwicklung ihrer Heimatstadt hatten. Was ist heute noch davon sichtbar? Und wie pflegen die heutigen Einwohnerinnen und Einwohner ihr Erbe? Die vorzustellenden Persönlichkeiten haben mit ihrer erbrachten Leistung konkrete zeitgeschichtliche Veränderungen in Gröbzig und Anhalt bewirkt und werden nun von den Jugendlichen portraitiert. Im Ergebnis soll eine mehrsprachige DVD entstehen, die u.a. der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt werden soll.

03/13 Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum e.V.
Güstener Str. 4
06449 Aschersleben
Vergessene Orte?
Das Konzentrationslager Buchenwald errichtete unzählige Außenlager, über deren Geschichte in der Bevölkerung z.T. recht wenig bekannt ist. So existiert auch heute nur wenig Wissen über die Existenz und die Funktion des ehemaligen Außenlagers "REH" in Staßfurt. In ihrem Projekt wollen die Zeitenspringer die Geschichte des Außenlagers erforschen. Im Stadtarchiv Staßfurt existieren noch einige, wenige Dokumente und Unterlagen zum Außenlager. Auch gibt es Niederschriften und Erlebnisberichte ehemaliger Insassen und anderer Zeitzeugen, welche aufgearbeitet werden sollen. Die Forschungsarbeit des Zeitenspringerteams soll durch die lokale Presse begleitet werden. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden in einer Broschüre zusammengefasst und öffentlich präsentiert.

03/13 Kreativwerkstatt Aschersleben
Wilhelmstr. 21-23
06449 Aschersleben
Von der Fabrik zum Bildungszentrum
Auf dem Gelände der ehemaligen Papierwarenfabrik von Heinrich Christian Bestehorn steht heute das Bildungszentrum "Bestehornpark". Die Zeitenspringer der Adam-Olearius-Schule wollen sich in ihrem Projekt mit der Geschichte des Parks und hier insbesondere mit der Entwicklung des Geländes im 20. Jahrhundert beschäftigen. Im Fokus der Forschungen stehen die Entwicklung der Papierfabrik, der Einsatz von Fremdarbeitern und Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkrieges sowie der spätere Zusammenbruch des VEB Optima und der Bau des heutigen Bildungszentrums. Die Jugendlichen werden Zeitzeugen befragen und verschiedene Quellen zur Recherche heranziehen. Die Präsentation der Projektergebnisse wird in unterschiedlichen Formen, u.a. als Ausstellung und in einem Radiobeitrag, erfolgen.

03/13 Kulturverein Stadtmauerturm e.V.
Jahnstr. 10
99947 Bad Langensalza
Bootscamp Mirow
Das Bootscamp Mirow in Mecklenburg-Vorpommern wurde vor 50 Jahren von engagierten Bürgern aus Bad
Langensalza errichtet. Bis heute dient es als Basiscamp für Freizeitangebote und wird vorwiegend von jungen Menschen aus Thüringen genutzt. Der Kulturverein Stadtmauerturm e.V. ist seit knapp 10 Jahren Betreiber des Bootscamps. Zuvor wurde es durch den Rat des Kreises, von verschiedenen Schulen und später vom Jugendamt des Landkreises geleitet. Das Zeitenspringerteam möchte herausfinden, welche Bedeutung das Camp für die verschiedenen Generationen hatte und welchen Stellenwert es heute hat. Als Projektdokumentation ist u.a. eine Ausstellung geplant, die öffentlich präsentiert werden soll.

03/13 Q3 - Quartier für Medien-Bildung-Abenteuer gGmbH
Büro Markt 25
07356 Bad Lobenstein
Das dunkle Geheimnis
Die geheimnisvolle Geschichte der alten Poststation auf dem Handelsweg zwischen Nürnberg und Leipzig zieht seit Jahren Alt und Jung in den Bann. In Bad Lobenstein gibt es angeblich einen verschütteten Bunker unter der alten Poststation, auf dessen Spuren sich die Zeitenspringer begeben werden, um Licht in das Dunkel zu bringen. Die Jugendlichen werden geschichtliche Informationen bündeln, Zeitzeugen befragen und alte Dokumente aufspüren und sichern. Die Projektergebnisse werden an verschieden Orten, u.a. im Regionalmuseum und im Schloss von Bad Lobenstein, dauerhaft ausgestellt. Auch in den Schulunterricht sollen die Arbeitsergebnisse einfließen und auf der Homepage www.zeitenspringer-lobenstein.de veröffentlicht werden.

03/13 Nichtkommerzielles Lokalradio LOTTE in Weimar e.V.
Goetheplatz 12
99423 Weimar
Das Recht der Jugend, Geschichte zu hinterfragen
An vielen Häusern in Weimar gibt es Erinnerungstafeln, die auf ehemalige berühmte Bewohner hinweisen. Doch warum sind gerade diese Häuser so bedeutend, und warum gibt es in Weimar so viele (Wohn)häuser, in denen Museen untergebracht sind? Die Jugendlichen werden sich auf die Spuren von vier ganz unterschiedlichen Gebäuden, darunter u.a. Goethes Wohn- und Gartenhaus, begeben und deren Geschichte(n) erforschen. Dabei werden die Zeitenspringer eine "Bewertung" aus ihrer Sicht vornehmen: Welches Haus würden die Jugendlichen nach ihrer Erkundung als Kulturerbe einstufen, welches zum Wohnen frei geben, oder gar abreißen lassen? Die als Projektdokumentation produzierten Hörbeiträge sollen u.a. im Radio gesendet und auf einer CD-Rom archiviert werden.

03/13 KJR Gotha e.V.
Reinhardsbrunner Str. 23
99867 Gotha
Der-Die-Das-Hörsel
Die thüringische Gemeinde Hörsel und der Hörselberg verdanken ihren Namen dem gleichnamigen Fluss. Die Zeitenspringer werden in ihrem Projekt die Geschichte und die Entstehung der Gemeinde Hörsel, des Flusses sowie dem Hörselberg erforschen und versuchen herauszufinden, wie es zu dem Namen kam. Weitere Forschungsschwerpunkte werden die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes, berühmte Persönlichkeiten und das Alltagsleben in der Gemeinde sein. Die Projektergebnisse werden von den Zeitenspringern in einer kindgerechten Broschüre festgehalten und sollen somit der jüngsten Generation ihre Heimat näher bringen. Ergänzend ist eine öffentliche Ausstellung in den Räumen der Gemeinde Hörsel geplant.

03/13 Familienzentrum Bad Sulza des IFAP e.V.
In den Emsenwehren 2
99518 Bad Sulza
Die Letzten ihres Handwerks!
Den Steinmetz als einen traditionellen Handwerksbetrieb gibt es noch heute in Bad Sulza. Durch eine Internetrecherche sind die Zeitenspringer auf weitere Handwerker, wie z.B. dem Schmied, dem Stellmacher, und dem Müller, gestoßen. Die Jugendlichen werden sich auf die Spuren des Handwerks begeben und erforschen, ob die Handwerker im Weimarer Land noch heute ihre Arbeit so gestalten wie im letzten Jahrhundert. Ergänzend zu Internetrecherchen wollen sich die Zeitenspringer direkt vor Ort in Handwerksbetrieben ein Bild von Arbeitsabläufen und verschiedenen Tätigkeiten machen und diese auch selbst ausprobieren. Als Ergebnisdokumentation ist ein Fotobuch mit Fotos und Textbeiträgen zu traditionellen Handwerken geplant.

03/13 AWO KV Bad Langensalza e.V.
Thomas-Müntzer-Platz 3
99947 Bad Langensalza
Ehre, Werte, Heimat
Das Denkmal "Ehrenhain" in Kirchheiligen, wurde zum Gedenken an 25 in der Schlacht von Langensalza gefallene Soldaten errichtet und ist für die Zeitenspringer Ausgangspunkt ihres Projektes. Die Jugendlichen werden über das konkrete Beispiel des Ehrenmals hinaus erarbeiten, was jemanden "zur Ehre“ gereicht und was mit jenen geschieht, denen Ehre im Sinne von Bestätigung und Würdigung eines Engagements versagt bleibt. Als Zeitzeugen werden die Jugendlichen diejenigen befragen, die das Ehrenmal noch immer pflegen und "in Ehren halten". Im Stadtmuseum Bad Langensalza existiert bereits eine Dauerausstellung zur Schlacht von Langensalza. Hier soll die Projektpräsentation anknüpfen, die in Form einer Broschüre erfolgen soll.

03/13 Ausstellungs- u. Begegnungszentrum "J.A. Comenius" e.V.
Lobensteiner Str. 10
07929 Saalburg-Ebersdorf
Ein Dorf spielt Theater
1959 wurde das Dorftheater Ebersdorf als Arbeitertheater gegründet. Das Ensemble hatte Auftritte in der gesamten DDR und wurde mit hohen Auszeichnungen, z.B. dem Kunstpreis der DDR, geehrt. Dem großen Interesse in der Bevölkerung an einer geschichtlichen Zusammenfassung werden die Zeitenspringer mit ihrem Projekt Rechnung tragen und die Historie des Theaters aufarbeiten. Auch fast 55 Jahre nach der Gründung hat das Theater mehr als 100 Mitglieder aus dem Dorf. Die Jugendlichen stützen sich bei ihren Recherchen u.a. auf Ortschroniken, ein Fotoarchiv des Vereins, und einen Film des DDR-Fernsehens. Die Projektergebnisse sollen in einem Buch oder auf einer DVD dokumentiert und zu einer Präsentation zusammengefasst werden, die auch im Schulunterricht gezeigt werden kann.

03/13 VG Geratal
Bahnhofstr. 59a
98716 Geraberg
Eisenbahnviadukt Angelroda
Noch bis zum Mai 2013 wird das im Jahr 1879 errichtete Eisenbahnviadukt in Angelroda saniert. Auf Grund der Bauarbeiten kam und kommt es zu großen Beeinträchtigungen im Eisenbahnverkehr und zu Belastungen für die Einwohner. Die Brücke befindet sich mitten im Ort und über den Dächern von Angelroda. Die Jugendlichen werden bei ihrer Forschungsarbeit die Geschichte des riesigen Bauwerks und die Sanierungsarbeiten näher beleuchten und festhalten. Als Informationsquellen dienen Archive, bisherige Veröffentlichungen in der Presse, die Heimatstube Angelroda, Eisenbahnliteratur, das Internet und natürlich Zeitzeugen. Die Projektergebnisse werden in der Tagespresse veröffentlicht und sollen als Ausstellung in verschiedenen öffentlichen Gebäuden gezeigt werden.

03/13 Kulturverein Stadtmauerturm e.V.
Jahnstr. 10
99947 Bad Langensalza
FriedhofsLeben
Friedhöfe haben viel zu erzählen und sind ein wichtiger Teil des Städte- und Gemeindelebens. Auf dem Friedhof in Bad Langensalza befinden bzw. befanden sich Gräber von Menschen unterschiedlicher Konfession, u.a. auch jüdische Grabstätten oder Gräber von wichtigen Persönlichkeiten. Das Zeitenspringerteam möchte mit seinem Projekt die Themen Trauer, Tod und Friedhof mehr ins städtische Bild rücken. Welche Geschichten und welche Biografien verbergen sich hinter historischen Grabstätten? Welche gesellschaftlichen und politischen Einblicke in die vergangenen 100 Jahre ermöglicht die Recherche? Zum Tag des Friedhofs im September 2013 planen die Jugendlichen öffentlichkeitswirksame Aktionen, wie Führungen sowie eine Ausstellung und die Präsentation der Ergebnisse.

03/13 Kinder- und Jugendkunstschule WAK e.V.
Schloßstr. 10
36448 Schweina
Geschichte der Kammgarnspinnerei Schweina
In Bad Liebenstein gibt es einen riesigen Industriekomplex: die 1991 abgewickelte Kammgarnspinnerei. Die Gebäude des Betriebes stehen heute leer und verfallen zusehends. Viele junge Menschen wissen kaum noch etwas über die Bedeutung der zu Anfang des 19. Jahrhunderts errichteten und für den Ort sehr bedeutenden Produktionsstätte. Der Gründer des Betriebes, der Unternehmer Weiß, finanzierte im Ort soziale Projekte, u.a. ein Waisenhaus, Schulen und Wohnungen für Arbeiter. Die Zeitenspringer werden die Geschichte des Unternehmens und der Gründerfamilie erforschen und dokumentieren, um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Aus Zeitzeugeninterviews und recherchiertem Material soll ein Dokumentarfilm entstehen und öffentlich vorgestellt werden.

03/13 Kirmesverein Großkochberg e.V.
Bachstr. 16
07407 Uhlstädt-Kirchhasel
Großkochberger Leben
Die Zeitenspringer wollen in ihrem Projekt das Zusammenleben verschiedener Generationen während des 20. Jahrhunderts im Dorf Großkochberg erforschen. Im letzten Jahrhundert erlebten die Bewohner im Ort mehrere gesellschaftliche und politische Wandel, welche ihr Leben stets vor neue Herausforderungen stellten. Diese Veränderungen prägten auch stets die folgenden Generationen, wobei das genaue Wissen um den Hergang des Wandels sowie die vergangenen Verhältnisse bisher kaum genauer beleuchtet wurden. Die Arbeit der Zeitenspringer stützt sich auf Erinnerungen von Zeitzeugen und historische Dokumente und soll u.a. in einem Theaterstück anlässlich der 888-Jahrfeier des Dorfes öffentlich präsentiert werden. Zusätzlich sind eine gedruckte Broschüre und eine Ausstellung geplant.

03/13 Kreisjugendring Nordhausen e.V.
K.-Kollwitz-Str. 10
99734 Nordhausen
Jugendliche Lebenswelten
Das Thema des Projektes der Zeitenspringer vom Kreisjugendring Nordhausen e.V. ist der Vergleich der Lebenswelten von Jugendlichen zu Zeiten der DDR und heute. Das Team wird die Möglichkeit nutzen, sich mit der Geschichte der Stadt und dem Jugendleben früher und heute auseinanderzusetzen. Dabei soll - vor allem bei Zeitzeugengesprächen - erfasst werden, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt und welche Vor- und Nachteile die heutige demokratische Grundordnung im Vergleich zur DDR-Zeit hat. Bei ihrem Projekt wollen die Jugendlichen mit der Stadtverwaltung, dem Offenen Kanal Nordhausen und dem Rockhaus e.V. zusammenarbeiten. Zur Dokumentation der Projektergebnisse ist ein kurzer Dokumentarfilm geplant.

03/13 Diakonisches Werk Eichsfeld-Mühlhausen e.V.
Konrad-Martin-Str. 144
37327 Leinefelde
Jugendmode Leinefelde
Genau wie in der heutigen Zeit spielte auch früher in der DDR modischer Kleidung eine große Rolle bei Jugendlichen. Im Gegensatz zu heute war es während der DDR-Zeit jedoch oft schwierig, modische und individuelle Kleidung zu erwerben. Die "Jugendmode", ein einstiger Einkaufsmagnet in Leinefelde, war über die Grenzen der Region hinaus bekannt, weil hier begehrte Kleidungsstücke, wie z.B. Jeans, angeboten wurden. Die Zeitenspringer werden an diesem Geschäft beispielhaft die Versorgungslage in der DDR und der Region erforschen. Im Dialog mit Zeitzeugen und bei Recherchen soll interessantes Material zum Thema zusammengetragen werden. Die Ergebnisse, z.B. Fotomaterial und Videosequenzen, werden auf dem 8. Thüringer Geschichtstag präsentiert.

03/13 Perspektive e.V. - Mädchenzentrum
Kronenburggasse 13
99084 Erfurt
Lebensträume gestern und heute
Unter dem Arbeitstitel "Lebensträume - Gestern und Heute" erforscht das Zeitenspringerteam vom Mädchenzentrum Erfurt Biografien ihrer Groß- und Urgroßeltern. Zentrale Fragen werden sein: Welche Träume hatte man früher und was ist daraus geworden? Was erwarteten die Befragten von ihrem Leben? Welche Erlebnisse und Ereignisse waren besonders prägend? Sicher werden die Mädchen Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede zu ihrem eigenen Leben feststellen. Der intensive Austausch zwischen den Generationen soll dazu führen, von- und miteinander zu lernen und Geschichte als Teil des Lebens zu begreifen. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden in einem Fotobuch und einer öffentlichen Ausstellung mit Portraits und zugehörigem Kurztext veröffentlicht.

03/13 Offene Arbeit des Ev. Kirchenkreises Erfurt
Allerheiligenstr. 9
99084 Erfurt
Orte des Friedens
Die Zeitenspringer recherchieren zum Thema "Friedliche Revolution 1989". Besonders wollen die Jugendlichen dabei auf die Rolle der Frauen eingehen, die als mutige Bürgerrechtlerinnen damals stille, gefährliche und offensive Aktionen durchgeführt haben und so die politische Wende aktiv mitgestaltet haben. Die Jugendlichen spüren Orte auf, an denen wichtige Zeichen des bürgerschaftlichen Engagements gesetzt wurden und führen Gespräche mit Zeitzeuginnen, um deren mutigen Aktionen und Gedanken festzuhalten. Das gewonnene Wissen wird multimedial zu einem Geocaching-Spiel aufbereitet. Der Cach wird mit Informationen und Aufgabenstellungen bestückt, um das Cache-Versteck zu finden. Zusätzlich haben die Jugendlichen eine Fotoausstellung geplant.

03/13 Jugendfreizeit- und Bildungsverein "Freiräume" e.V.
Heerstr. 28d
99706 Sondershausen
Sondershausen - eine Stadt im Wandel
Unsere Gesellschaft befindet sich durch den demografischen Wandel im Umbau und steht dadurch allerorts vor großen Herausforderungen. Die Zeitenspringer werden die Auswirkungen des demografischen Wandels in ihrer Heimatstadt Sondershausen erkunden. Im Mittelpunkt stehen dabei die städtebauliche Entwicklung und infrastrukturelle Veränderungen in den letzten 115 Jahren und in der Zukunft. Jedes politische System hat in der Stadt seine Spuren hinterlassen. Auch verändert die Arbeitswelt das Stadtbild und die Bevölkerungsstruktur. In den 1980er Jahren wurden z.B. Plattenbausiedlungen für viele tausende Menschen gebaut, die derzeit wieder abgerissen werden. Im Ergebnis werden die Jugendlichen eine altersgerechte Broschüre erarbeiten, die in kurzen Texten und Bildern die Entwicklung der Stadt zeigt.

03/13 Bund Deutscher PfadfinderInnen e.V.
Herschdorfer Str. 21
07387 Krölpa
Von Goethe bis Harry Potter
Die kleine Stadt Pößneck in Thüringen kann auf eine lange Druck-Tradition zurückblicken. Genau diesen so wichtigen Industriezweig ihrer Heimatstadt werden die Zeitenspringer erforschen. Mit einem Tageblatt fing alles an, später kam ein kleiner Verlag hinzu. Das Karl-Marx-Werk war zu Zeiten der DDR ein parteieigener Betrieb und Vorzeigeobjekt. Nach der politischen Wende wurde die Druckerei von einer der größten Druckereien in Europa übernommen und selbst die weltberühmten Harry Potter-Bücher wurden hier gedruckt. Neben Zeitzeugengesprächen und Archivrecherchen werden die Jugendlichen die Druckerei besuchen, Papier herstellen und selbst drucken. Als Ergebnis soll ein 1 Meter großes Buch entstehen. Zusätzlich werden die Projektergebnisse auf einer Webseite veröffentlicht.

03/13 Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Klosterstr. 19
99831 Creuzburg
Zweiter Weltkrieg - Auf der Flucht und das Leben danach
Viele Familien wurden während des Zweiten Weltkrieges aus ihrer Heimat vertrieben. Mit wenig Gepäck mussten sie alles verlassen und aufgeben und in eine ungewisse Zukunft gehen. Ein langer schwerer Weg für Mensch und Tier. Die Jugendlichen werden sich auf die Spuren von Heimatvertriebenen mit ausländischen Wurzeln begeben und deren Familien befragen. Im Heimatort der Zeitenspringer leben noch einige Zeitzeugen, u.a. mit tschechischen oder polnischen Wurzeln. Die Jugendlichen werden sich mit Hilfe von Literatur und Dokumentarfilmen in das Thema einarbeiten. Aus Interviews und Fotomaterial, welches im Rahmen der Projektarbeit zusammengetragen wird, soll eine Dokumentenmappe als Ergebnisdokumentation entstehen.

03/12 Dorfclub Schwarzbach e.V.
Wiesenstr. 5
01945 Schwarzbach
100 Jahre Neue Schule Schwarzbach
Forschungsgegenstand der Schwarzbacher Jugendlichen ist die Geschichte der Neuen Schule, in der die meisten Einwohner des Ortes zur Schule gingen. Anlässlich der 100-Jahr-Feier der Schule, wollen die Zeitenspringer auf Spurensuche gehen. Um an erste Informationen zu kommen, nutzen sie die handgeschriebene und kaum gesichtete Schulchronik. Da die Chronik im Altdeutschen verfasst wurde, werden die Projektteilnehmer ihre Quelle erst einmal übersetzen und im Weiteren mit Bildmaterial ergänzen. Zur Komplementierung ihres Projektvorhabens führt das Forscherteam Interviews mit Zeitzeugen. Die ältesten Zeitzeugen sind bereits über 90 Jahre alt und können somit auch von den Anfängen der Schulgeschichten berichten. Das Besondere an dem Projekt ist die Tatsache, dass seit 1999 das Schulgebäude als Wohnraum genutzt wird. Um so spannender ist es herauszufinden, wie es sich in einer ehemaligen Schule wohnt. Auf eine Zusammenarbeit mit den derzeitigen und damaligen Bewohnern können die Jugendlichen zählen. Durch die Erstellung einer Bilderchronik werden nicht nur die gesammelten Ergebnisse zusammengetragen, sondern auch ein Einblick in die Geschichte der Neuen Schule gewährleistet und bewahrt.

03/12 Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V.
Kietz 64
16928 Pritzwalk
Als Oma noch zur Schule ging
Die Schule als Lernort verbindet seit Jahrhunderten Generationen und unterliegt den geschichtlichen Veränderungen der Zeit. Diesen Wandel in der Geschichte wollen die Zeitenspringer genauer untersuchen. Sie sind neugierig darauf, wie ihre Großeltern und Eltern die Schulzeit erlebten. Gibt es Gemeinsamkeiten? Wo liegen die Unterschiede zu ihrer eigenen Schulzeit? Diese und weitere Fragen versuchen die Jugendlichen anhand von Zeitzeugeninterviews zu beantworten. Daneben recherchieren sie in den verschiedenen Schulchroniken der Gemeinde und analysieren historische Fotos und Dokumente. Ihre Projektergebnisse sollen zum Teil in einem Theaterstück öffentlich präsentiert werden, auch eine Ausstellung ist angedacht.

03/12 Kath. Propsteipfarramt St. Maria Friedenskönigin
Adolph-Kolping-Str. 17
03046 Cottbus
Auf den Spuren von Pfarrer Dubianski
In der Schule setzen sich die Cottbuser Projektteilnehmer regelmäßig mit der Geschichte des „Dritten Reiches“ und der ehemaligen DDR auseinander. Hinter Zahlen und Fakten verschwindet schnell die grausame Wirklichkeit der Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Am Beispiel des Lebens vom katholischen Pfarrer Paul Dubianski wollen die Jugendlichen die men-schenverachtende Realität dieser Zeit sichtbar machen. Paul Dubianski hatte in Cottbus seine erste Kaplanstelle und in der Stadt Drebkau eine kleine Gemeinde aufgebaut. Warum wurde er mehrmals zur Gestapo zitiert? Mit welcher Begründung wurde er im ehemaligen KZ Dachau inhaftiert? Diese und weitere Fragen will das Projektteam durch den Besuch verschiedener Archive und mit Hilfe von Zeitzeugeninterviews beantworten. Ihre Informationen werden in Printmedien gesammelt, ausgewertet und veröffentlicht. Vorstellbar ist auch ein Kurzfilm, der die Interviews mit den Gesprächspartnern beinhaltet.

03/12 Pestalozzi-Schule Cottbus
Neue Straße 41
03044 Cottbus
Blinde Kuh - und raus bist du? Raus bist du noch lange nicht …
Unter dem Aspekt „Wie sah es in Cottbus vor 50 bis 70 Jahren aus“ wollen die Schülerinnen und Schüler ihren Stadtteil Neu-Schmellwitz historisch erkunden und erforschen. Sie wollen herausfinden, was die Kinder und Jugendlichen damals bewegte. Worüber haben sie sich Sorgen gemacht? Womit haben sie sich in ihrer Freizeit beschäftigt? Welche Spiele wurden damals gespielt? Mit ihrem Projekt begeben sich die Zeitenspringer auf Spurensuche in die Kindheit und Lebensumstände der älteren Generation. Mit einem selbst erarbeiteten Fragenbogen in der Hand werden sie die Senioren der Stadt interviewen, sich historisches Hintergrundwissen in Archiven aneignen und nach Alltags- und Kindheitsdokumenten sowie Fotos suchen. Ein Schwerpunkt der Projektarbeit liegt dabei auf dem Thema Spielen in der sorbischen Kultur. Das Forschungsmaterial stellen die jungen Historiker in einer Broschüre zusammen. Geplant ist auch ein Spielenachmittag mit Jugendlichen und Senioren, bei dem die während der Projektarbeit eruierten Spiele der Vergangenheit spielen werden.

03/12 Bauhausschule Cottbus
Grund- und Förderschule
August-Bebel-St. 43
03046 Cottbus
Cottbus im Quartett
Unter dem Motto „Ohren auf in Cottbus“ erstellten die Zeitenspringer 2011 einen Audioguide für die Stadt Cottbus mit von ihnen als nennenswert erachteten Geschichten, Fakten und Interviews rund um die Geschichte der Stadt. Daran anknüpfend erforschen sie in diesem Jahr historische Gebäude, Straßenzüge und bedeutende Plätze ihre Heimatstadt. Durch Zeit-zeugeninterviews und Recherchearbeiten im Stadtmuseum- und Archiv wird ihre Projektarbeit ergänzt. Die Forschungsergebnisse präsentieren die Jugendlichen in Form eines Kartenspieles- dem Quartett. In ihm werden historische Fakten, Kuriositäten und eine Auswahl an Sehenswürdigkeiten interessant aufgearbeitet. Das Spiel wird anschließend auf der Schulweb-seite, der Webseite des JIM sowie im Tourismusbüro veröffentlicht.

03/12 Jugendgemeinschaft Caputh e.V.
Str. der Einheit 3
14548 Schwielowsee
Das geheime Hexenhaus am Caputher See
Die Caputher Projektgruppe erforscht die Geschichte des sogenannten „Hexenhauses“. Das Gebäude befindet sich in der Nähe des Caputher Sees, mitten im Wald. Es gab immer wieder Anlass für Geschichten, Spekulationen und „Gruseleien“. Um den spannenden Geheimnissen dieses Hauses auf die Spur zu kommen, werden die Zeitenspringer Kontakt mit Bewohnerinnen und Bewohnern aus ihrem Wohnumfeld aufnehmen und nach vorhandenem Quellenmaterial suchen. Daneben stehen Besuche in Archiven und Recherchen im Internet auf dem Plan der Jugendlichen. Ihre Forschungsergebnisse und aufgedeckten Geheimnisse rund um das „Hexenhaus“ präsentieren sie in Form einer Broschüre und einem kleinen Film.

03/12 Jugendgemeinschaft Ferch
Burgstr. 1
14548 Schwielowsee
Das Geheimnis hinter der Heide
Bei diesem Projekt nehmen die Jugendlichen die Kemnitzer Heide, einem Ortsteil ihres Heimatortes Ferch, genauer unter die Lupe. Da dieser Ort sehr abgelegen liegt und historisch weitgehend unerforscht ist, haben es sich die Zeitenspringer zur Aufgabe gemacht, der Geschichte dieses Ortes nachzugehen und sie zu dokumentieren. Besonders interessiert ist das Projektteam an der Historie des „vergessenen Friedhofs“ und der leerstehenden Mädchenschule. Auch der verlassene Bunker soll genauestens erforscht werden. Um die Geschichte und die Geheimnisse der Kemnitzer Heide aufzudecken, befragen die Jugendlichen Zeitzeugen und stöbern in Archiven nach historischen Dokumenten. Ihre Forschungsergebnisse werden in einem Kurzfilm und mittels Zeitungsartikeln sowie Foto- und Infotafeln festgehalten

03/12 SOS LÜBBENAUBRÜCKE (SchülerOrganisationStadtumbau Lübbenaubrücke)
Güterbahnhofstr. 57
03222 Lübbenau
Das Jahr 1957
Lübbenau – der Heimatort der Zeitenspringer - war bis 1957 ein beschauliches Ackerbürgerstädtchen und erfuhr ab den 1950er Jahren einen Aufschwung und Ausbau ungeahnten Ausmaßes. Das Vorhandensein riesiger Braunkohlevorkommen in der Lübbenauer Region und der wachsende Bedarf an Energie ließen das Städtchen innerhalb kürzester Zeit zu einem Industriestandort werden. Ein Kraftwerk und eine neue Wohnstadt wurden gebaut. Diesen Wandel der Stadt wollen die Jugendlichen erforschen. Warum kamen Tausende junge Menschen nach Lübbenau? Welche Hoffnungen, Sehnsüchte, aber auch Ängste hatten sie? Das Interessante für das Projektteam daran ist, dass alle Teilnehmer ihre eigene, familiäre Geschichte erforschen. Denn ihre Familien sind alle Bewohner der Neustadt. Das Team wird in der Chronik der Neustadt und der des Braunkohlekraftwerks lesen, im Lübbenauer Stadtarchiv stöbern, Zeitzeugen befragen und sich Vorort ein Bild der Geschichte machen. Ihre Rechercheergebnisse präsentieren die Jugendlichen in Form von Tafeln und Flyern. Zudem suchen sie Alltagsobjekte aus dem Jahr 1957 und stelle diese zu einer Ausstellung zusammen.

03/12 Verein Sichten und Ansichten e.V.
Friedrich-Engels-Str. 12
14473 Potsdam
Der Alltag in der DDR im Spiegel eines Prignitzer DDR-Museums
Im Fokus der Zeitenspringer steht das Alltagsleben in der Zeit der ehemaligen DDR. Die Jugendlichen wollen mit ihrem Projekt verdeutlichen, das nicht vergessen werden darf, dass ein Leben in der DDR oftmals von vielen Restriktionen begleitet war. Sie wollen die Frage beantworten: Warum hatten sich einige DDR-Bürgerinnen und Bürger in dem System „eingerichtet“ und andere opponierten? Ein anderer Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeit besteht darin, hinter die Intentionen des Ehepaares zu schauen, welches das Perleberger DDR-Museum betreibt. Warum haben sie ein Museum über die DDR-Geschichte eröffnet? Wieso ist es dem Ehepaar so wichtig, ihr Museum kinder- und jugendgerecht zu strukturieren? Gemeinsam mit Zeitzeugen begeben sich die Jugendlichen auf Zeitreise und versuchen, den Alltag der DDR zu dokumentieren. Ihre zusammengetragenen Informationen werden in einem Flyer festgehalten und auf Schautafeln präsentiert, die in Vorbereitung der Jugendgeschichts-messe auch gedruckt werden sollen.

03/12 Diakonieverbund Schweicheln e.V.
Auf dem Franzensberg 2
14548 Schwielowsee
Der Franzensberg 2
Auf dem Franzensberg entstand in den Jahren 1874/75 eine Villenkolonie, die meist auswärtigen Besitzern als Sommersitz diente und sich ab 1923 noch einmal vergrößerte. Die Zeitenspringer, die heute selbst in einem der Gebäude dieses Komplexes zur Schule gehen, wollen gemeinsam die Geschichte des Ortes des letzten Jahrhunderts erfahren, erleben und nachvollziehen. Sie wissen, dass das Haupthaus Nr. 2 als Vorläufer der Evangelischen Jugendhilfe Geltow gilt. Dort wurden 1945 Säuglinge betreut, die ihre Heimat verloren hatten. Später wurde dort das Kinderheim „Lotte Pulewka“ gegründet. Gemeinsam mit der Gemeinde Schwielowsee und dem Geltower Ortchronisten begeben sich die Jugendlichen auf Spurensuche in die Vergangenheit. Neben den Recherchen in verschiedenen Archiven werden die Projektteilnehmenden Zeitzeugen befragen, Bildmaterial sammeln und im Internet historische Details aufspüren, die sie anschließend in einer Power-Point-Präsentation sowie einer Broschüre vorstellen.

03/12 Stiftung Kunstgussmuseum Lauchhammer
Freifrau-von-Löwendal-Str. 3
01079 Lauchhammer
Die Geschichte der Lauchhammer Produktionsstätten
Die Zeitenspringer aus Lauchhammer werden für ihr Projekt eine Zeitreise unternehmen, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, um die unterschiedlichen Zeitabschnitte der Industriegeschichte Lauchhammers – von den ersten Hochöfen bis zur Badewannengießerei – zu erforschen. Um herauszufinden, an welchen Orten Produktionsstätten existierten und was aus ihnen geworden ist, werden die Jugendlichen das Archiv des Kunstgussmuseums besuchen und dort Fotografien sichten, Quellen ans Tageslicht fördern und Literaturrecherche betreiben. Zudem stehen dem Forscherteam die Firma Tenova und ihr Firmenarchiv sowie Zeitzeugen, ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Lauchhammeraner Fabriken, zur Seite und werden die gesammelten Informationen ergänzen. Ziel ist es, Listen und Chronologie zu den einzelnen Industriestätten zu erstellen und ihren heutigen Zustand zu dokumentieren. Die Projektergebnisse werden in Form von grafisch gestalteten Landkarten und Plänen, auf denen ehemalige und noch vorhandene Industriestandorte verzeichnet sind, im Kunstgussmuseum und in der Schule präsentiert.

03/12 Gemeinde Röderland
Am Markt 1
04932 Röderland
Die Hausväterversammlungen in Prösen
Bei diesem Projekt tauchen die Jugendlichen in die Geschichte der Hausväterversammlungen in Prösen ein – eine spezielle Form der Rückschau in die Vergangenheit. Seit mehreren Jahrzehnten existiert diese Tradition des demokratischen Zusammenwirkens von Bürgern und ihrer Kommunalvertretung. Auf ihrer Entdeckungsreise durchforsten die Zeitenspringerinnen und Zeitenspringer neben der Ortschronik Prösens auch zahlreiche Chroniken des Kreismuseums und führen Interviews mit den derzeitigen und ehemaligen „Hausvätern“, um das Wissen und Kuriositäten aus vergangenen Tagen zusammenzutragen und für die Zukunft zu bewahren. Neben einer engen Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat und der Lausitzer Rundschau, werden die Jugendlichen während der Projektarbeit im Gemeindeanzeiger, ihren Forschungsstand regelmäßig veröffentlichen. Die Ergebnisse präsentieren die jungen Historikerinnen und Historiker anhand von Schautafeln. Zudem planen die Projekt- teilnehmerinnen und Projektteilnehmer eine kleine Theateraufführung.

03/12 Mikado e.V. Nauen
Ketziner Str. 1
14641 Nauen
Endstation Stasigefängnis
Die Nauener Zeitenspringerinnen und Zeitenspringer wandeln bei ihrem Projekt auf den Spuren von Wilhelm Schwarz. Er selbst lebte als Buchhalter in Nauen, wurde im Potsdamer Stasigefängnis inhaftiert und 1953 in Moskau hingerichtet. Nachdem die Jugendlichen im letzten Jahr, während eines Besuches des ehemaligen Gefängnisses, sein Foto in einer Ausstellung sahen, ließ sie das Schicksal dieses Mannes nicht mehr los. Das Projektteam erforscht die politischen Hintergründe seiner Inhaftierung, das Leben in der DDR jenseits des Mainstreams sowie die Geschichte des damaligen Stasigefängnisses. Gemeinsam mit Ortschronisten und dem Heimatverein wollen die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer die genauen Gründe der Inhaftieren und Ermordung nachzeichnen und dabei auch Kontakt mit Familienangehörigen von Wilhelm Schwarz aufnehmen. Neben dem Besuch des Stasigefängnisses Hohenschönhausen und des Stasimuseums in Berlin möchten die jungen Historiker auch den Mauerweg entlang fahren, um noch mehr Informationen über Fluchtversuche und die damit verbunden Inhaftierungen zu erhalten. Für die Dokumentation ihrer Ergebnisse ist eine Fotoausstellung oder ein Film das Ziel.

03/12 CVJM Brandenburg an der Havel e.V.
Hauptstr. 66
14776 Brandenburg an der Havel
Fremde Spuren
Ein besonderes Kapitel in der wechselvollen Geschichte der Stadt Brandenburg bilden die letzten Kriegstage 1945 sowie die unmittelbare Nachkriegszeit, in der die Rote Armee die Kontrolle über das örtliche Gemeinwesen übernahm. Im Rahmen dieses Projektes begeben sich die Zeitenspringer auf Spurensuche, um Ereignisse mit konkreten Orten der Stadt zu verbinden und diese in der Gegenwart erlebbar zu machen. Dabei erforschen sie die Geschichte von Gebäuden, wie das ehemalige russische Offizierskasino oder das Kasernengebäude und wollen Zeitzeugen ausfindig machen und interviewen. Wie haben sie die letzten Kriegstage in Brandenburg wahrgenommen? Gab es Kontakt zwischen der Besatzungsmacht und der Zivilbevölkerung in der Nachkriegszeit? Diese persönlichen Geschichten fassen die Jugendlichen zusammen, untermauern sie mit historischem Bildmaterial und ordnen sie in den lokalgeschichtlichen Kontext ein. Die Forschungsergebnisse werden zum einem schriftlich als Dokumentation, auf Schautafeln und auf der Webseite des Trägers veröffentlicht. Zum anderem sollen die gesammelten Informationen in der Stadt Brandenburg als „Geocaches“ per USB-Datenträger hinterlegt werden, die im Rahmen einer thematischen Stadtführung ausgelesen werden können.

03/12 Jugendclub Ketzin
des Jugendfördervereins Mikado e.V.
An der Stege 1
14669 Ketzin
Gasalarm - Umsiedlung einer Gemeinde
Bis zu Beginn der 1960er Jahre gab es in der Nähe Ketzins eine kleine Gemeinde namens Knoblauch. Unter diesem Ort wurde jahrelang Gas in die Gesteinsschichten gepresst, bis eines Tages dieses Gas entwich und die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Heimat verlassen mussten. Die Ketziner Zeitenspringerinnen und Zeitenspringer wollen mit ihrem Projekt die Umstände genauer untersuchen und herausfinden, welche Geschichten und Theorien für diese Zeit existieren, welche wahr sind oder Legenden. Bei ihren Recherchen beleuchten die Jugendlichen auch Einzelschicksale und hinterfragen die Reaktion der DDR-Regierung kritisch. Wie wurde die Zwangsevakuierung offiziell erklärt? Die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer drehen hierzu einen Dokumentarfilm, der sowohl Zeitzeugeninterviews (Bewohner und Mitarbeiter) sowie Aufnahmen des Ortes Knoblauch damals und heute beinhalten wird. Für die Gesamtdar-stellung ihres Projektes plant das Forscherteam eine Wandzeitung mit Fotos und Originalplänen des Untergrundgasspeichers.

03/12 Offenes Kinder- u. Jugendhaus j.w.d., Stiftung SPI
Stahnsdorfer Str. 76-78
14482 Potsdam
Graffiti in Potsdam von den Anfängen bis Heute
Seit den späten 1980er Jahren spielt Graffiti in Potsdams öffentlichem Raum eine bedeutende Rolle. Die momentane „Renaissance“ dieser Subkultur vor Ort gab den Anstoß für die Beschäftigung der Projektgruppe mit der Geschichte des Graffitis in Potsdam schon im vergangenen Jahr. Daran anknüpfend werden die Zeitenspringer nach weiteren spannenden und interessanten Graffitis in ihrer Heimatstadt Ausschau halten und genauer untersuchen, wie und durch wen die Grafiken nach Potsdam kamen. Besonderes Augenmerk legen die Potsdamer dabei auf die Graffitiflächen im Lindenpark. Für ihre Reise in die Vergangenheit werden sie im Internet und persönlichen Foto- und Pressearchiven recherchieren, Zeitzeugen ausfindig machen und interviewen sowie Gespräche mit Graffiti-Künstlern, dem BGS, der Polizei und der Deutschen Bahn führen. Das Forschungsmaterial wird zusammen mit Fotos aus der Sprayer-Szene historisch aufgearbeitet und in einem Magazin dokumentiert.

03/12 "Arche" - Jugendbegegnungszentrum Ev. Kirchengemeinde Lauchhammer-Mitte
Alte Gartenstr. 1
01979 Lauchhammer
Grüß dich, Pionier!
Auf dem Schulgelände der Zeitenspringer in Lauchhammer befindet sich die Gussfigur „Pionier mit Taube“, welche die Jugendlichen genauer untersuchen wollen. Lachhammer gilt als Kunstgussstadt, doch findet man im Stadtbild kaum noch Skulpturen aus Bronze- und Eisenguss. Umso interessanter ist es für die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer herauszufinden, warum diese Skulptur auf dem Schulgelände steht. Wann wurde sie geschaffen? Welcher Künstler hat den Pionier geschaffen? Welche Bedeutung hat er? Stand ein Schüler aus Lauhammer dafür Modell? Wenn ja, wer? All diese Fragen wird das Zeitspringerteam versuchen zu beantworten. Ihre Ergebnisse werden die Jugendlichen in einem Film dokumentieren. Des Weiteren werden sie einen Zeitstrahl entwerfen, den sie dem Heimatverein zur Verfügung stellen wollen.

03/12 "Wir in Frankena" e.V.
Frankenaer Dorfstr. 26
03253 Doberlug-Kirchhain
Historische Schulstube
Die Zeitenspringerinnen und Zeitenspringer aus Frankena, einem Ortsteil von Doberlug-Kirchhain wollen mit ihrem Projekt die Geschichte der ehemaligen Schulstube ihres Ortes erkunden. Sie wissen, dass in den 1960/70er Jahren Schülerinnen und Schüler aus beiden Orten dort zur Schule gingen und wollen diesen Zeitabschnitt wieder aufleben lassen und die historische Schulstube in eine Begegnungsstätte verwandeln. Die Jugendlichen führen für ihre Recherchen Zeitenzeugeninterviews, sammeln pädagogisches Material aus der Vergangenheit und suchen nach Dokumenten und Bildern, um die vergangenen Schulzeiten in die Gegenwart zu holen und jden künftigen Besucherinnen und Besuchern die Schulstube erfahrbar zu machen. Dabei interessierten das Forschungsteam Fragen wie „Wann und wie wurde damals unterrichtet? Wie wurde gelobt und bestraft? Mit welchen Unterrichtshilfen lernten die Schülerinnen und Schüler Rechnen und Schreiben? Wie sah der dörfliche Schulalltag aus?“ Das zusammengetragene Material dokumentieren die Jugendlichen in einer Broschüre, in Fotobänden und auf DVDs. Zudem werden die Forschungsergebnisse an verschiedenen schulischen Einrichtungen bekannt gemacht.

03/12 Amt Peitz
Schulstr. 6
03185 Peitz
Ich will doch hierbleiben!
Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit der Jugendlichen steht das Thema der Heimatverbundenheit in der DDR-Zeit und heute. Die Zeitenspringer haben das Ziel, die Menschen in ihrem Heimatort zum Nachdenken anzuregen und ihnen anhand der Erfahrungsberichte von Zeitzeugen aufzuzeigen, welche Möglichkeiten man hat, in der Heimatregion zu bleiben. Das Projektteam untersucht, was man damals und heute für die Verbundenheit zum Heimatort tat bzw. gegenwärtig tut. Um generationsübergreifende Erfahrungen zu sammeln, befragen die Jugendlichen Seniorinnen und Senioren aus Peitz und der näheren Umgebung. Anhand von Zeitzeugeninterviews, Recherchen im Internet und Museumsbesuchen werden die jungen Historiker in die Vergangenheit eintauchen und ihre gesammelten Ergebnisse mittels eines Filmes sowie Plakaten dokumentieren.

03/12 STATTwerke e.V. Neuruppin
Karl-Marx-Straße 33/34
16816 Neuruppin
Jedes Haus hat seine Geschichte
Die Projektgruppe erforscht die lange Geschichte des Hauses in der Schulze-Kersten-Straße 1 in Kyritz. Heute haben dort verschiedene gemeinnützige Träger ein Dach über den Kopf gefunden. Doch steckt in diesem Haus viel Geschichte, die genauer untersucht und dokumentiert werden soll. Bekannt ist, dass das Gebäude schon zu Zeiten des Nationalsozialismus existierte, das es während der DDR-Zeit vom Ministerium für Staatssicherheit genutzt wurde und nach der Wende als Sitz des Bürger-, Ordnungs- und Standesamt fungierte. Im Mittelpunkt der Forschung stehen Fragen wie „Wer war der Bauherr? Wer bewohnte das Haus vor und nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten? Wie sah das Gebäude während der MfS-Zeit aus? Eine Chronik und eine Bilderausstellung werden die wechselvolle Geschichte dokumentieren und die Fragen der Zeitenspringer beantworten. Ihre Projektergebnisse werden sie in der Kyritzer Bücherei sowie im Haus der Schulze-Kersten-Straße 1 ausstellen.

03/12 DGB Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin e.V.
Mobile Jugendarbeit Lindow
Kirschallee 1
16837 Flecken Zechlin
Juniorguide Lindow: Geliebte Plätze und magische Orte einst und jetzt
Die jungen Historiker aus Lindow begeben sich bei ihrem Projekt auf Spurensuche in ihrem Heimatort. Besonderes Interesse haben sie an den Erinnerungsorten- und Plätzen der eigenen und vergangenen Generation(en). Denn über die Jahre hinweg suchten und suchen sich die Lindower Kinder und Jugendlichen im Ort beliebte Treffpunkte, die sie für schön, urig, lustig und geheimnisvoll finden. Was faszinierte die Bewohnerinnen und Bewohner am Kloster oder anderen Plätzen „zwischen Wasser, Wald Wiese und Feldern“ (Fontane)? Das Projekt baut auf die persönlichen Eindrücke, Geschichten und Erinnerungen der Zeitenspringer auf. Diese werden ergänzt durch Interviews mit anderen Kindern und Jugendlichen sowie mit Erzählungen von älteren Mitmenschen der Umgebung um Lindow. Um historisches Hintergrundwissen zu erlangen, wird das Projektteam mit dem Ortschronisten und dem Heimatverein zusammenarbeiten und die Lieblingsplätze von damals und heute fotografisch festhalten. Das gesammelte Material wird jedem Interessierten als Fotobuch und Broschüre online zur Verfügung stehen - darin enthalten sind auch drei Ur-Lindower Rezepte, die die ältere Generation mit ihren Lieblingsplätzen verbinden.

03/12 BBZ Bernau e.V.
Breitscheidstr. 41
16321 Bernau
Kasernengeschichte
Jeden Tag gehen die Jugendlichen aus Bernau an dem Gelände des ehemaligen Heeresbekleidungsamtes vorbei, dass für die Geschichte der Stadt von den 1930er bis 1990er Jahren von großer Bedeutung war. Aus diesem Interesse heraus und bemüht um eine neue effektive Nutzung des Geländes, begeben sich die Zeitenspingerinnen und Zeitenspringer auf Spurensuche mit dem Ziel, die unbearbeitete Historie zu erforschen, die Gebäude vor einem drohenden Umbau zu bewahren und das bisher abgesperrte Gelände in das Bernauer Stadtbild zu integrieren. Die Jugendlichen werden für ihre Projektarbeit in Archiven stöbern und in der Bernauer Chronik blättern, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen befragen und Fotos der Vergangenheit sichten. Ihre Ergebnisse präsentiert das Team in einer Power-Point-Präsentation und in einem Film.

03/12 TZV Märkisch Oderland e.V.
Karl-Marx-Allee 23
15320 Neuhardenberg
Nie wieder! - Spuren des Schreckens in Wulkow
Wulkow- dieser Ortsteil der Gemeinde Neuhardenberg kann auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurückblicken. Die Zeitspringer dieses Projektes schlagen dazu das Kapitel des Nationalsozialismus auf und erforschen die Geschichte des ehemaligen KZ-Außenlagers Wulkow. Fragen wie „Wie wurde mit den damaligen Inhaftierten umgegangen? Was haben die Anwohner gewusst? Hatten sie überhaupt Kenntnisse darüber, dass sich in unmittelbarer Nähe ein KZ-Außenlager befand?“ versuchen die Jugendlichen zu beantworten. Um an weitere Informationen und geschichtliche Details zu kommen, befragen die jungen Historiker Zeit-zeugen, die als Kinder in Wulkow gelebt haben. Außerdem wollen sie ehemalige Häftlinge ausfindig machen und mit deren Erinnerungen aus erster Hand die Geschichte des ehemaligen KZ-Außenlagers vervollständigen. Das gesammelte Material – Dokumente, Fotos und Interviews – wird in enger Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Neuhardenberg e.V. und einem Diplomhistoriker zusammengetragen, ausgewertet und mit der Kamera dokumentiert. Die Projektgruppe wird ihre Ergebnisse im November auf der Veranstaltung „20 Jahre Amt Neuhardenberg“ und im Rahmen der Wanderausstellung des Kinderrings Neuhardenberg e.V. präsentieren.

03/12 Verein Sichten und Ansichten e.V.
Friedrich-Engels-Str. 12
14473 Potsdam
Recherchen zu Häftlingen des KZ-Außenlagers Glöwen - Prignitzer Erinnerungsstätten
Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse und rechtsextremen Haltungen in der Bundesrepublik Deutschland wollen die Zeitenspringer aus Wittenberge mit Informationen und Quellenstudien dazu beitragen, dass Jugendliche selbst eine Position in der Gesellschaft finden. In einer vom demografischen Wandel geprägten Gegend wollen sie mit ihrem Projekt deutlich machen, dass jeder Mensch die gleichen Rechte und Pflichten hat. In den Forschungsvordergrund treten dabei Gedenksteine als Symbol der Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus u.a. der Gedenkstein in Nitzow. Das Projektteam wird Zeitzeugen befragen und zur Geschichte ehemaliger Häftlinge des KZ-Außenlagers Glöwen recherchieren sowie vor Ort selbst die Grundmauern und Fundamente des Lagers erkunden. Ihr gesammeltes Forschungsmaterial wird zu einer Broschüre zusammengestellt und auf Schautafeln veröffentlicht.

03/12 Märkischer Kulturbund Strausberg e.V.
August-Bebel-Str. 49
15344 Strausberg
Schule im Nationalsozialismus - Die Oberrealschule in Strausberg
Die Strausberger Jugendlichen erforschen bei ihrem Zeitenspringerprojekt die Geschichte des heutigen Theodor-Fontane-Gymnasiums in Strausberg in der Zeit des Nationalsozialismus und wollen die Schicksale ehemaliger jüdischer und nichtjüdischer Schüler dokumentieren. Aber auch der Wandel des Lehrplanes der damaligen Oberrealschule nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten sowie der Schulalltag stehen im Mittelpunkt der Forschungsarbeit. Die Zeitenspringer knüpfen mit ihrem Projekt an die Arbeit von Strausberger Schülerinnen und Schüler in den 1990er Jahren an. Durch das Sammeln von Akten zur Schulgeschichte, mit Hilfe von Zeitzeugeninterviews sowie dem Auffinden alter Fotografien möchte das Projektteam die Geschichte auf den neuesten Stand bringen. Ihre Ergebnisse zur Lokalgeschichte werden die Jugendlichen in einem Film dokumentieren und dem Heimatmuseum, aber auch anderen Einrichtungen zur Verfügung stellen.

03/12 Domowina, Regionalverband Niederlausitz e.V.
August-Bebel-Str. 82
03046 Cottbus
Spurensuche: Wendische Sagen und Landschaft
In der Niederlausitz existieren noch heute zahlreiche wendische Sagen, die sich gegenüber anderen Erzählungen in Deutschland fühlbar unterscheiden. Die Zeitspringer wollen diese besondere Erzähltradition als überlieferte Erfahrung über Land und Leute der Region erforschen und gleichzeitig ihr eigenes Kulturgut bewahren. Um das Wissen und Kenntnisse über die ortsbezogenen Sagengeschichten zu erhalten, befragen sie die ältere Generation. Die gehörten Erzählungen werden von den Jugendlichen schriftlich festgehalten, historisch eingeordnet und interpretiert. Wie viel Wahrheit steckt in den Sagen? Was ist glaubhaft und was erfunden? Für die Beantwortung dieser Fragen wird die Projektgruppe mit dem Sorbischen Institut Bautzen Biosphärenreservat Spreewald zusammenarbeiten und in der Spreewaldbibliothek nach weiteren Hinweisen auf wendische Geschichten suchen. Nach der Auswertung aller Informationen und historischen Hintergründe stellen sie ihre Forschungsergebnisse in einem Report und als Banner zusammen. 2013 bekommt das Projektteam in Cottbus die Gelegenheit, sich im Rahmen des Tages der Europäischen Sprachen mit ihrem Sagenprojekt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

03/12 Umtanz e.V.
Seeburg 2
17268 Mittenwalde
Steine ins Rollen bringen
Steine sind Objekte in der Natur, Architektur und stehen im Kontext der Nachkriegszeit symbolisch für die Trümmerfrauen und den Wiederaufbau Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren in der Uckermark zu über 80% der Städte und Dörfer zerstört. Die jungen Historiker fokussieren sich bei ihren Projektrecherchen auf Biografien, Familiengeschichten und Architektur in und um Templin. Ausgangspunkt ihrer Forschungsarbeit ist das Objekt „Stein“ und das Jahr 1946. Finden sie den Stein in der Natur oder in der Stadt? Was steckt hinter dem Sprichwort „den Stein ins Rollen bringen“? Die Reise in die Vergangenheit erkunden die Jugendlichen mit einer Kamera. Um nach weiteren Spuren in der Geschichte zu suchen, werden sie Fotoalben und Dokumente sichten, den Ortschronisten befragen und Zeitzeugen interviewen. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Yeri Anarika Vargas Sanchez tragen sie ihre Rechercheergebnisse und das historische Material zusammen. Die filmischen Sequenzen ergänzen die Informationen zu einem künstlerischen Gesamtwerk, das in der Schule sowie an verschiedenen Orten in der Uckermark präsentiert wird.

03/12 Kinderring Neuhardenberg e.V.
Karl-Marx-Allee 23
15320 Neuhardenberg
Unsere Alte Schule
Das Zeitenspringerteam aus dem Grenzort Küstrin-Kietz geht der Geschichte der „Alten Schule“ auf den Grund und will herausfinden, welche Rolle die seit 1865 existierende Schule der dörflichen Gemeinschaft in der lange Geschichte des Ortes hatte bzw. noch heute hat. Welche Unterrichtsfächer wurden zu Zeiten des Deutsches Reiches, des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit gelehrt? Wie war die Schule organisiert? Mit Hilfe von Zeitzeugeninterviews möchten die Jugendlichen auch erfahren, wie ehemalige Schülerinnen und Schüler ihre Schulzeit erlebten, ob sie gern an die Vergangenheit zurückdenken. Weitere Informationen zur Schulgeschichte erhoffen sich die Zeitenspringer durch das Befragen von ehemaligen Lehrern, der Ortschronisten sowie durch einen Besuch des Kreisarchivs Seelow, des Schulamtes im Amt Golzow und der Kirchengemeinde. Ihre Forschungsergebnisse präsentieren die Jugendlichen in einer Broschüre sowie einer kleinen Ausstellung.

03/12 Kinderring Neuhardenberg e.V.
Karl-Marx-Allee 23
15320 Neuhardenberg
Verschleppt, verschollen!? Geschichte, die unter die Haut geht
Das Küstriener Vorland ist eine Region, in der die Jugendlichen oftmals kaum noch Perspektiven für ihre Zukunft sehen und das Wort „Heimat“ nur noch wenig Bedeutung hat. Dem wollen die Zeitenspringer entgegenwirken. Das Projektteam will mit seinen Recherchen zur Vergangenheit die Heimatgeschichte in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der Nach-kriegszeit erforschen. Dabei werden sie Zeitzeugeninterviews führen und in alten Dokumenten stöbern, um herauszufinden, wie z. B. die Menschen im Küstriner Vorland in der Zeit des Nationalsozialismus lebten, welche Schicksalsschläge (Verschleppung, Zwangsarbeit) sie nach dem Krieg verkraften mussten. Ziel des Projektteams ist es, den Jugendlichen heute ihre Heimat wieder näher zu bringen und die Möglichkeiten von Partizipation aufzuzeigen.

03/12 Gemeinde Oberkrämer
Offene Jugendarbeit
Perwenitzer Weg 2
16727 Oberkrämer
Wahrheit oder Pflicht - Oberkrämer im Spiegel der Zeit
Bei diesem Projekt erforschen die Zeitenspringer die Geschichte(n), das Leben und Wirken russischer Menschen in der Gemarkung Oberkrämer. Noch heute gibt es zahlreiche sichtbare Zeugnisse aus der Besatzungszeit, die es lohnt, genauer zu untersuchen. Die Jugendlichen werden u.a. die Geschichte des russischen Lazaretts nachzeichnen und wollen heraus-finden, was einen russischen Kommandanten bewog, sich für die Dorfbewohner stark zu machen. Gemeinsam mit Zeitzeugen begeben sie sich auf Spurensuche in die Vergangenheit und an historische Orte. Ihre ersten Informationen wird das Projektteam mit alten Zeitungsartikeln und Bildmaterial vervollständigen. Ihre Forschungsergebnisse dokumentieren die jungen Historiker mit Hilfe eines Films, der nach der Projektarbeit der Gemeinde, den Museen und Schulen im Ort sowie den Bibliotheken öffentlich zugänglich sein wird.

03/12 Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.
Stadtteiltreff Tribseer Vorstadt "Heuboden"
Heuweg 11
18437 Stralsund
75 Jahre Kirche im Stadtteil
Der Stadtteiltreff "Heuboden" liegt im selben Stadtteil wie die Lutherkirche. Im Vergleich zu den anderen Stralsunder Kirchen ist die Lutherkirche mit ihren 75 Jahren jedoch noch recht neu. Wie die Kirche mit ihrem Stadtteil gewachsen ist, warum sie überhaupt erbaut wurde und welche Ge-schichten es zu dem Gotteshaus zu erzählen gibt, möchten die sieben Zeitenspringer in ihrer Projektarbeit erforschen. Im Mittelpunkt steht hierbei der Dialog der Generationen und das Miteinander zwischen Jung und Alt. Die Dokumentation soll ein Geburtstagsgeschenk der Jugendlichen an ihre Kirche sein und dort am 31.10.2012 präsentiert werden.

03/12 SV Gelbensander Grashopper e.V.
Kiefernweg 50
18182 Gelbensande
85 Jahre Vereinssport in der Gemeinde Gelbensande
Im Rahmen ihrer Projektarbeit wollen die sieben Zeitenspringer die Entwicklung des Vereinssportes in den Dörfern Willershagen und Gelbensande im Zeitraum von 1927 bis 2012 erforschen und do-kumentieren. Die Reise beginnt beim bäuerlichen Reiterverein und geht über verschiedene Stationen bis hin zum breitensport-orientierten Verein "Grashoppers", dem auch die Jugendlichen angehören. Der organisierte Sport hat in den beiden Dörfern von jeher eine große Rolle gespielt. Deshalb soll die bisher unerforschte Entwicklung nun von den sieben Jugendlichen recherchiert werden und als Ergebnis der Projektarbeit in die Ortschronik der Gemeinde Gelbensande einfließen.

03/12 Alte Synagoge Stavenhagen e.V.
c/o Klaus Salewski
Bütt-Soll-Weg 14
17153 Stavenhagen
Auf den Spuren jüdischen Lebens in Stavenhagen
Mit der geplanten Rekonstruktion und Sanierung der Synagoge in Stavenhagen wird ein wichtiges Zeugnis der jüdischen Kultur in der Region erhalten. Bereits in den vergangenen Jahren haben sich Jugendliche intensiv mit der jüdischen Geschichte in ihrem Heimatort auseinandergesetzt. Darauf aufbauend sollen die Ergebnisse bisheriger Recherchen in einem kleinen Stadtführer zusammen gefasst werden, der sowohl an die Stavenhagener als auch an die Gäste der Stadt gerichtet sein soll. Die Broschüre soll über die Geschichte jüdischen Lebens in Stavenhagen und Umgebung Auskunft geben. Das Projekt wird Teil einer in mehreren Orten der Region geplanten Broschürenreihe zu "Spuren jüdischen Lebens" sein.

03/12 Verein "Miteinander Benitz-Brookhusen" e.V.
Neu-Benitzer-Weg 31a
18258 Benitz
Benitzer Geschichten
Die 15 Zeitenspringer wollen erforschen, wie man in der Vergangenheit in Benitz lebte, arbeitete, spielte und wie ihr Heimatort früher aussah. Es sollen die Entwicklungsgeschichte des Ortes und das Leben im Dorf erforscht werden. Die Jugendlichen werden Benitzer interviewen und ihre Erlebnisse und Erinnerungen in Form von Kurzgeschichten festhalten. Diese Geschichten werden in einem Buch zusammengefasst. Bereits 2007 hatte der Verein mit Jugendlichen ein Projekt zur Historie und Gegenwart des Ortes durchgeführt und damit große Resonanz erfahren. Diese Anerkennung und das Interesse der Jugendlichen an Heimatgeschichte ist Motivation, die begonnene Arbeit nun fortzuführen.

03/12 Kulturlandschaft Tollensetal e.V.
Schmarsow 38
17129 Schmarsow
Cora Auerbach: Überlebende des Holocaust in Dargun
Nur wenige Menschen in Dargun wissen, dass sich hier in den Jahren 1944 bis 1945 zwei Menschen mit jüdischer Herkunft erfolgreich vor den Nationalsozialisten verstecken konnten. Die Biografien dieser beiden Menschen - Cora Auerbach und Hanning Schröder - sollen nun im Mittelpunkt der Forschungen stehen. Über das Geschehene gab es vor einigen Jahren bereits kleinere Presseveröffentlichungen. Einige Details sind jedoch weder recherchiert noch publik gemacht worden. Genau das möchten die 8 Zeitenspringer nun ändern. Projektziel ist es, filmisch einige Lebensstationen von Cora Auebach festzuhalten. Die Zeit in Dragun soll dabei den Schwerpunkt bilden. Es ist eine festliche Präsentation des Films in Dragun geplant.

03/12 Queerkompass Vorpommern-Greifswald e.V.
Lange Str. 14 a
17489 Greifswald
Das Leben von Homosexuellen während der NS- und DDR-Zeit
Der neu gegründete Verein möchte mit seiner Arbeit die Allgemeinheit über Homosexualität aufklären, weit verbreitete Vorurteile abbauen und der Allgemeinheit die Erkenntnis der Sexualwissenschaft vermitteln, dass homosexuelles und heterosexuelles Empfinden und Verhalten gleichwer-tige Ausprägungen einer menschlichen Sexualität sind. In ihrem Projekt wollen die Jugendlichen das Leben und Wirken von Verfolgten aufzuzeigen, die eine homo-, bi- oder transsexuelle Sexualausrichtung hatten bzw. haben und in der Zeit zwischen 1933 und 1989 lebten. Die Dokumentation erfolgt durch audiovisuelle Medien z.B. einem Filmprojekt und soll öffentlich präsentiert werden.

03/12 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Der Handel im Wandel der Zeiten
Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung des Handels im Ort Ferdinandshof. Aus vielen kleinen Geschäften, die es nach dem Zweiten Weltkrieg hier gab, sind mittlerweile drei Supermärkte geworden. In alten Broschüren haben die sechs Jugendlichen Anzeigen von Einzelhändlern ge-funden, aus denen die Idee zu diesem Projekt entstanden ist. Als Kooperationspartner konnten u.a. der Heimatverein und Archive gewonnen werden. Auch Zeitzeugen haben die Jugendlichen bereits ausfindig gemacht. Die Projektergebnisse werden der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert

03/12 Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
Makarenkostr. 54
17491 Greifswald
Die Steinbecker - Untersuchung einer Straße
Die Steinbecker Straße befindet sich im Stadtzentrum Greifswalds. Hier finden sich viele Spuren aus der Vergangenheit. Sowohl architektonisch als auch aus dem Alltagsleben. Noch heute kann man an den Fassaden und in den Gebäuden Spuren unterschiedlicher Epochen ablesen. Als Quellen für ihre regionale Geschichtsforschung dienen den Zeitenspringern u.a. Zeitzeugen, das Stadtarchiv und das Museum. Aus dem gesammelten Material soll ein Film entstehen, der die Vergangenheit und Gegenwart der Straße beleuchtet und positiv in die Zukunft zeigt. Der Film wird im Rahmen einer Ausstellung gezeigt und soll im Unterricht der Schule eingesetzt werden.

03/12 Kulturverein Reddelich e.V.
Alte Dorfstr. 2
18209 Reddelich
Dorfchronik der Gemeinde Reddelich
Anlässlich der 835-Jahrfeier im Juli 2012 möchten die Jugendlichen des örtlichen Jugendclubs eine Dokumentation zur Dorfchronik der Gemeinde erstellen. Den Heranwachsenden ist bewusst, dass sie die Umstände unter denen sie heute leben, vor allem vergangenen Generationen zu verdanken haben. Als Dank und Anerkennung dafür wollen die zwölf Zeitenspringer die Geschichte ihres Ortes erforschen und festhalten. Die Jugendlichen werden, um Material zusammen zu tragen, vor allem in Archiven recherchieren und Zeitzeugen befragen. Die Aufsteller, welche die Chronik an-anschaulich darstellen sollen, werden im Gemeindebüro oder auf Veranstaltungen zu sehen sein.

03/12 FV Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin e.V.
Ludwigsluster Str. 2b
19288 Wöbbelin
Erinnerungszeichen
Um die nationalsozialistischen Verbrechen während des Zweiten Weltkrieges nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurden - besonders in den 1940er und 1950er Jahren - zahlreiche Mahn- und Gedenkstätten errichtet. Die Historie der Erinnerungskultur und die Geschichte(n) hinter einzelnen Mahn- und Gedenkstätten wollen die sechs Zeitenspringer mit Unterstützung einer Dokumentarin erforschen und festhalten. Neben Zeitzeugenbefragungen sind auch Archiv- und Quellenrecherchen geplant. Die Dokumentation der Ergebnisse erfolgt auf der Basis einer Facharbeit und Materialsammlung. Außerdem sind eine Präsentation und Schautafeln geplant.

03/12 Kinder- und Jugendhilfestation Mobil / JFV Parchim/Lübz e.V.
Schulstr. 8
19386 Lübz
Geschichtenerzähler
Das heutige Mehrgenerationenhaus war einst die "Alte Schule" in Lübz. Das Gebäude selbst wurde vor über 150 Jahren erbaut und im Laufe der Zeit auf verschiedene Weise genutzt: Zu Beginn be-herbergte es eine Kirchenschule, später wurde es u.a. als Gesamtschule, Pionierhaus und Frei-zeitzentrum genutzt. Die Erlebnisse rund um dieses Hauses verbindet ganze Generationen mitei-nander. Ziel der 16 Zeitenspringer ist es, Kindergeschichten aus unterschiedlichen Zeiten zusam-menzutragen, um so den Kinderalltag ihrer Heimatregion im Wandel der Zeit darzustellen. Die Er-gebnisse der Projektarbeit werden in einer Präsentation und in einem Büchlein "Kindergeschichten- Neues aus alten Zeiten / Ein Haus voller Erlebnisse" dokumentiert.

03/12 Christophorus-Kirchgemeinde Laage
Pfarrstr. 4
18299 Laage
Jüdischer Friedhof Laage
Einst gab es einen jüdischen Friedhof in der Gemeinde Laage. Heute ist davon nur noch ein Hügel zu sehen, der im Volksmund oft abwertend als "Judenberg" bezeichnet wird. Die Jugendlichen möchten mit ihrer Spurensuche ins Blickfeld rücken, was zur Geschichte ihrer Stadt gehört und dafür eine neue Sprache der Wertschätzung etablieren. Darüber hinaus soll heutiges rechtsextremes Gedankengut - dessen Existenz sich leider nicht leugnen lässt - thematisiert werden. Die Arbeit der Jugendlichen soll in einer Ausstellung im Rathaus zu sehen sein. Die 16 Zeitenspringer suchen außerdem nach einem Sponsor für einen Gedenkstein.

03/12 Land und Leute e. V.
Kleine Stavenstr. 9-11
17207 Röbel
Jugendredaktion Spuren jüdischen Lebens in Röbel
Der Verein "Land und Leute" beherbergt die einzige Ausstellung zur Geschichte der Juden im Müritzkreis. In Ergänzung zu dieser Ausstellung wollen die 15 Mitglieder der Jugendredaktion einen Stadtführer erstellen. Dieser soll Besuchern der Ausstellung über Orte jüdischen Lebens in Röbel informieren. Bereits seit einiger Zeit arbeitet der Verein "Land und Leute e.V." mit Jugendlichen am Inhalt der Broschüre. Die Mitglieder der Jugendredaktion werden unter der technischen, inhaltlichen und planerischen Unterstützung des Vereins an der Aufbereitung der Informationen und der Gestaltung der Broschüre arbeiten. Die Broschüre soll ab Sommer 2012 den Besuchern der Ausstellung zur Verfügung stehen.

03/12 Sophie Medienwerkstatt e.V.
Pingelshäger Str. 104
19057 Schwerin
Kulturelle Begegnungsstätte der Alten Synagoge Hagenow
In der Synagoge Hagenow finden regelmäßig Sonderausstellungen statt, die Bezug zu jüdischem Hintergrund haben. Auch Filmvorführungen mit Diskussionsrunden, Auftritte von jüdischen Musikern und eine Dauerausstellung gehören zum Programm. Die Jugendlichen wollen nun durch ein Medienprojekt einen besseren Zugang zur Alten Synagoge bekommen und sich aktiv mit dem Thema auseinander setzten. Dazu sollen monatlich 1-2 Filmbeiträge über die Sonderausstellungen in der Alten Synagoge auf der Webseite der Medienwerkstatt veröffentlicht und in den Offenen Kanälen Schwerin und Rostock ausgestrahlt werden. Blogtexte sollen dauerhaft in einer extra dafür angelegten Internet-Rubrik zu finden sein.

03/12 Stadtjugendring Wismar e.V.
Dankwartstr. 46
23966 Wismar
Kulturschaffende in der DDR
Von vielen Künstlerinnen und Künstlern der DDR weiß man, dass sie unter der damaligen Regierung in ihrer Arbeit nicht frei agieren konnten und deswegen das Land verließen. Andere haben ihren Weg in der DDR trotz der Einschränkungen gefunden. Die zehn Zeitenspringer möchten der Frage nachgehen: Wie fanden die Künstlerinnen und Künstler ihren Weg und welche Aufmerksamkeit erzielten sie damit? In Interviews und mittels Recherchen wollen die Jugendlichen herausfinden, wie die Kunst- und Kulturschaffenden ihre Heimatregion prägten und welche Geschichten hinter den einzelnen Persönlichkeiten stecken. Als Ergebnis wird eine Ausstellung entstehen, die öffentlich zugänglich sein soll.

03/12 Diakoniewerk Stargard gGmbH
JZ "Blue Box"
Bruchstr. 15
17235 Neustrelitz
Landesirrenanstalt Domjüch
Die Großherzogliche Landesirrenanstalt Domjüch, später Landesheil- und Pflegeanstalt Domjüch, war eine Nervenheilanstalt in Mecklenburg, gelegen am Ufer des Domjüchsees in Neustrelitz. Hier wurden während des Zweiten Weltkrieges im Rahmen der "Euthanasiegesetze" der Nationalsozialisten behinderte Menschen und politische Gegner des Regimes festgehalten und ermordet. Die Geschichte der Anstalt wollen die Jugendlichen nun erforschen und festhalten. Neben Archivrecherchen steht auch die Suche nach Zeitzeugen auf dem Programm. Die fünf Zeitenspringer des Jugendzentrum "Blue Box" möchten nicht nur ein illustriertes Heft gestalten sondern mit ihren Recherchen auch den "Verein zum Erhalt der Domjüch" unterstützen.

03/12 Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, OG Rostock e.V.
Schiffbauerring 6
18109 Rostock
Lebensschicksale in der Spätaussiedlergeschichte
In der Stadt Rostock leben viele Familien von Spätaussiedlern. Für die meisten Einheimischen ist die Geschichte der Spätaussiedler jedoch unbekannt. Das möchten die Zeitenspringer ändern und im Rahmen ihres Projektes Familiengeschichten von Spätaussiedlern zusammentragen und der Öffentlichkeit vorstellen. Damit wollen die Jugendlichen zur Integration und einem besserem Verständnis füreinander beitragen. Den Jugendlichen ist es außerdem wichtig, zu erfahren wie Integrationsprozesse in Deutschland ablaufen und Beispiele positiver Integration aufzuzeigen. Auf Stellwänden werden die Projektergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit Flyern und Plakaten soll auf die Ausstellung aufmerksam gemacht werden.

03/12 Ev. Arbeit mit Kindern u. Jugendlichen / Regionalstelle Güstrow
Domplatz 13
18273 Güstrow
Lebenswege
In der Heimatgemeinde der Jugendlichen leben Menschen unterschiedlichsten Alters, die nicht immer hier gelebt haben. Siedlungsbewegungen, Krieg und Vertreibung, "Republikflucht", Wegzug und Rückkehr nach dem Fall der Mauer haben in den einzelnen Familiengeschichten interessante Spuren hinterlassen. Die Jugendlichen möchten die Vielfalt der Lebenswege, die für sehr viele auch Wege im geografischen Sinne sind, darstellen und dabei der Frage nachgehen: Wo und was ist für den Einzelnen Heimat? Dies soll in einem Kontext zu markanten Ereignissen der Welt- und Ortsgeschichte geschehen. Die Projektergebnisse sollen sowohl bei Veranstaltungen als auch im Geschichtsunterricht der Schule präsentiert werden.

03/12 Jugendförderverein Parchim/Lübz e.V.
Dargelützer Weg 15
19370 Parchim
Mitten im Wald
Die Parchimer Zeitenspringer werden sich in ihrem Projekt mit der Geschichte eines ehemaligen Militärobjektes beschäftigen. Nach dem Bau der militärischen Einrichtung für die Truppen der NVA änderte sich die Nutzung der Gebäude nach 1990 mehrfach. Die Jugendlichen werden die wechselvolle Geschichte des Geländes, das heute eine Bildungs- und Freizeitstätte beherbergt, erforschen und festhalten. Es ist geplant, die Ergebnisse über eine dauerhafte Ausstellung in der Internationalen Freizeit- und Bildungsstätte "lütt pütt" zugänglich zu machen. Außerdem sollen die Projektergebnisse u.a. der Stadtinformation und dem Museum zur Verfügung gestellt werden.

03/12 Rostocker Stadtjugendring e.V.
Kuphalstr. 77
18069 Rostock
Rostock als Ort politischen Geschehens
Die Hansestadt Rostock war und ist - nicht nur in Sachen Handel und Industrie - ein bedeutender Ort. Auch politisch wurde und wird hier Geschichte geschrieben. Joachim Gauck, der aktuelle Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, wurde hier am 24. Januar 1940 geboren. Für den "Rostocker Politkalender" wollen die Zeitenspringer Hintergründe zu wichtigen Personen, politisch relevanten Plätzen und Begebenheiten ihrer Heimatstadt recherchieren. Bereits im Jahr 2011 haben die Jugendlichen mit dieser Arbeit begonnen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit u.a. auf der Homepage www.ropolka.de zugänglich gemacht. Die Jugendlichen hoffen so, mehr Interesse an der Mitgestaltung politischer Prozesse und Entscheidungen zu wecken.

03/12 Vereinigte Bürgerinitiative Toitenwinkel e.V.
Jugendgarten "Alte Schmiede"
Hölderlinweg 10
18147 Rostock
Sagenhaftes Toitenwinkel
Im Unterricht, speziell durch das Thema "Sagen", wurde bei den Zeitenspringern das Interesse an alten Geschichten über ihren Stadtteil geweckt. Auf Wandertagen entdeckten die Jugendlichen bereits einige geheimnisvolle Dinge, die es nun genauer zu erforschen gilt. Bisher wurden über Toitenwinkel keine Sagen veröffentlicht. Da es sich jedoch ursprünglich um ein mittelalterliches Dorf handelt, wollen die 16 Jugendlichen nun herausfinden, ob es nicht doch eine oder mehrere Sagen über ihren Stadtteil gibt. In einem Bühnenstück sollen die Ergebnisse auf mehreren Veranstaltungen - u.a. bei den Schultheatertagen - präsentiert werden. Außerdem sollen die Sagen in einem Büchlein festgehalten werden.

03/12 Filmklub Güstrow e.V.
Feldstr. 43
18273 Güstrow
Saitenwechsel
Musik spielt für Jugendliche jeder Generation stets eine große Rolle. Genau deshalb wollen die Jugendlichen vom Filmclub Güstrow e.V. die Musikkultur ihrer Heimatstadt im Wandel der Zeit er-forschen. Der Volksmund sagt: „Früher war Alles besser!“ – Aber ist das wirklich so? Wurde Jugendlichen und jungen Musikern früher wirklich mehr geboten als heute? Der Forschungs-zeitraum der Zeitenspringer erstreckt sich von den 1970er-Jahren bis heute. Der Fokus der Nachforschung-gen liegt aber nicht nur auf der Musik selbst, sondern auch auf persönlichen Lebensgeschichten von Musikern, die in Interviews erfragt werden sollen. Die Projektergebnisse werden in einem Kurz-film dokumentiert, in den auch Archivrecherchen einfließen sollen.



03/12 Kinder- und Jugendverein Rügen "Die Nordlichter" e.V.
Kurt-Barthel-Str. 2
18528 Bergen auf Rügen
Schicksalswege nach Rügen
Mehr als ein Drittel der derzeitigen Bewohner Rügens sind ab dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf die Insel gekommen. Kriegsflüchtlinge, Umsiedler aus dem Osten und aus Gebieten der ehemaligen DDR, sowie nach der Wendezeit aus den Westgebieten Deutschlands, fanden hier eine neue Heimat. Die Hintergründe und Einzelschicksale, welche die Menschen veranlassten auf Rügen sesshaft zu werden, wollen die 14 Zeitenspringer erfragen, dokumentieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Viele Schülerinnen und Schüler sind selbst Kinder zugewanderter Eltern oder Großeltern. Gerade deshalb ist dieser Teil der Geschichte besonders interessant. Es ist geplant, die Projektergebnisse filmisch und im Internet festzuhalten.

03/12 PferdemarktQuartier e.V.
Pferdemarkt 8
18246 Bützow
Schrott oder Zukunft am Pferdemarkt?
Der Pferdemarkt in Bützow, einst historischer Ort des Viehhandels, war später auch ein politisch bedeutsamer Ort, an dem mit einem Kriegerdenkmal an Helden erinnert wurde. Der Platz machte immer wieder von sich reden - nicht zuletzt auch durch sein heutiges Erscheinungsbild. In ihrem Projekt wollen die Jugendlichen Fragen an die Bützower stellen und damit zum Nachdenken anregen. Denn dort wo heute Häuser leer stehen, herrschte früher reges Leben und Treiben. Die sechs Zeitenspringer wollen den einstigen Esprit erforschen und nach Zukunftsperspektiven für den alten Markt fragen. Ein Film soll die Projektarbeit und deren Ergebnisse festhalten.

03/12 Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Stralsunder Str. 46
17489 Greifswald
Seid bereit! - Das Greifswalder Pionierhaus gestern und heute
Das ehemalige Greifswalder Pionierhaus ist ein stadtbildprägender Bau in Innenstadtnähe. Viele Greifswalder nutzten das Haus in ihrer Jugend für den Zweck, zu dem es gerade vorgesehen war. Diese unterschiedlichen Nutzungen spiegeln ein Bild der jeweils populären Form der Jugendarbeit in der Hansestadt wieder. Die Zeitenspringer werden die Geschichte des Gebäudes während der verschiedenen Zeit- und Nutzungsphasen recherchieren und festhalten. Auch die Entwicklung der Jugendarbeit selbst soll unter die Lupe genommen werden. Die Ausstellungswand, welche das Projektergebnis dokumentiert, soll in der Jugendkunstschule ausgestellt werden.

03/12 Filmbüro Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Bürgermeister-Haupt-Str. 51-53
23966 Wismar
Spuren der Steine
In der Hansestadt Wismar befinden sich viele historisch wertvolle Baudenkmale. Der Großteil der baulichen und historischen Besonderheiten ist der Öffentlichkeit jedoch unbekannt. Lediglich die Tatsache, dass diese Gebäude dem Denkmalschutz unterliegen, ist im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Die Gebäude haben jedoch nicht nur eine bautechnische Geschichte, sondern ebenfalls eine, die mit den Menschen, die dort lebten oder arbeiteten verbunden ist. Ziel der Zeitenspringer ist es, das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Besonderheiten dieser Gebäude zu stärken und hinter die Fassaden zu blicken. Geschehen soll dies mittels Filmbeiträgen, die im Regionalfernsehen gezeigt werden sollen.

03/12 Ev. Schule "Dr. E. Schwerin" Hagenow
Am Prahmer Berg 20
19230 Hagenow
Spurensuche
Bereits seit einigen Jahren erforschen und dokumentieren die Jugendlichen aus Hagenow im Rahmen des Jugendprogramms "Zeitensprünge" das jüdische Leben in ihrem Heimatort. Mit der Erforschung der Geschichte der Familie Simon werden die Zeitenspringer nun in diesem Jahr die digitale Sammlung "Jüdische Familien in Hagenow - die Bilanz einer Spurensuche" komplettieren. Die Geschichten der Familien Sommerfeldt, Meinungen und Davidsohn haben die Zeitenspringer in den vergangenen Jahren bereits erforscht und festgehalten. Die komplette Sammlung soll nun den Besuchern der Alten Synagoge in Hagenow zugänglich gemacht werden.

03/12 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Strasburger Handwerk
In Strasburg hatten einst Schuster, Bäcker, Uhrmacher und Glaser ihre Handwerksstuben. Das Bäckerhandwerk wurde im Jahre 1800 erstmals urkundlich erwähnt und ist als einziges noch heute im Ort präsent. Die Zeitenspringer werden in ihrem Projekt die Geschichte des Handwerks in ihrem Heimatort recherchieren und festhalten. Auch wenn die Berufswünsche der Jugendlichen heute vorwiegend in modernen und technologischen Bereichen liegen, sollen die traditionellen Berufe nicht in Vergessenheit geraten. Vor Ort sollen Praktiken und Techniken des Handwerks recherchiert und ausprobiert werden. In einer Fotoausstellung und in einem Bildband wollen die Jugendlichen die Ergebnisse ihrer Arbeit dokumentieren.

03/12 All Pütter gGmbH
Am Wirtschaftshof 11a
19386 Greven
Vom Pferdestall zur Keramikwerkstatt
Die Gebäude des alten Gutes Greven werden heute auf unterschiedlichste Weise im Rahmen der Jugendhilfe, genauer gesagt als Kinder- und Jugendpark, genutzt. Im ehemaligen Pferdestall, der noch immer Teile seiner damaligen Funktionalität zeigt, ist heute eine Keramikwerkstatt untergebracht. Die Jugendlichen, die heute hier lernen mit dem Material Ton zu arbeiten, wollen nun die Geschichte des Gebäudes, seine architektonischen Merkmale und den Hintergrund von baulichen Veränderungen erforschen und dokumentieren. Als Hauptinformationsquelle dienen den sieben Zeitenspringern hauptsächlich Zeitzeugen und Archive. Die Arbeitsergebnisse werden auf einer DVD und in einer Ausstellung festgehalten.

03/12 Stadt Sassnitz
Hauptstr. 33
18546 Sassnitz
Wer bin ich?
Sassnitz war einst ein kleiner Fischerort mit 77 Einwohnern und wuchs im Laufe der Zeit zu einem Ort mit ca. 10.000 Einwohnern an. Die zehn Zeitenspringer möchten sich im Rahmen ihres Projek-tes auf die Suche nach ihren Wurzeln begeben. Hierzu sollen sowohl die eigene Familiengeschichte als auch regionalgeschichtliche Einflüsse erforscht und dokumentiert werden. Was ist Heimat? Woher komme ich? Und was haben vergangene Generationen zur Prägung der Region und der eigenen Identität beigetragen? All diesen und anderen Fragen werden die Zeitenspringer nachgehen und die Ergebnisse ihrer Forschungen in einer Ausstellung festhalten.

03/12 Gerhart-Hauptmann-Gymnasium
Dahlmannstr. 40
23966 Wismar
Wismar im Mai 1945
Als im Geschichtsunterricht die Entstehung und die Entwicklung der Stadt Wismar behandelt wur-den, hatten die Jugendlichen sehr viele Fragen. Besonders die Situation in ihrer Heimatstadt zum Ende des Zweiten Weltkrieges war interessant für die Schülerinnen und Schüler. Da die Zeit im Unterricht für dieses komplexe Thema nicht ausreichte, wurde kurzerhand beschlossen, im Rah-men des Jugendprogramms "Zeitensprünge" Antworten auf die vielen offenen Fragen zu finden. Hierzu sollen insbesondere Zeitzeugen befragt und in Archiven recherchiert werden. Die Projekter-gebnisse, die in Form eines Filmes festgehalten werden, sollen in der Schule, im Stadtarchiv und bei Wettbewerben vorgestellt werden.

03/12 Vielfalter e.V. Intergenerativ leben
Saarstr. 18
17438 Wolgast
Wolgaster historische Persönlichkeiten - Kapitel 1
Im Jahr 2011 wurde die Arbeitsgemeinschaft "Historischer Friedhof" gegründet, da zunehmend Grabsteine von bekannten Wolgaster Persönlichkeiten verschwanden. Deren Bedeutung aber auch für die Zukunft zu erhalten und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, ist das Ziel der 20 Zeitenspringer. Die Jugendlichen wollen Lebensläufe recherchieren und festhalten, alte Grabstellen bestimmen und noch vorhandene erhalten. Die in den Mittelpunkt der Forschungen gestellten Personen waren in den letzten 200 Jahren im öffentlichen Leben von Wolgast aktiv und sind dort oder in der Nähe verstorben. Die Jugendlichen werden die Biografien der Persönlichkeiten auf verschiedenen Tafeln dokumentieren.

03/12 Jugendring SSOE e.V.
Projekt Jugendland
Pflanzengartenweg 8b
01814 Bad Schandau
Auf den Spuren des Erbgerichts Lauterbach
Das Erbgericht ist bereits seit mehreren Generationen das kulturelle Zentrum von Lauterbach. Hier hat nicht nur der Jugendclub Lauterbach e.V. seit über 20 Jahren sein Zuhause, es gibt außerdem einen großen Saal, der für Veranstaltungen genutzt werden kann sowie eine gastronomische Einrichtung. Zur 750-Jahr Feier des Ortes soll dieses wichtige Gebäude in seiner Bedeutung für Lauterbach und darüber hinaus öffentlich gewürdigt werden. Die Zeitenspringer, die gemeinsam mit anderen Jugendlichen des Ortes die 750-Jahr Feier von Lauterbach organisieren, wollen die Geschichte des Hauses erforschen und dokumentieren. Die Projektergebnisse sollen auf dem Fest öffentlich präsentiert und auf diversen Internetseiten veröffentlicht werden.

03/12 DRK, KV Görlitz Stadt und Land e.V.
Ostring 59
02828 Görlitz
Chroniken
Die ehemalige Oberschule in Reichenbach hat eine wechselvolle Geschichte und verschiedene geschichtliche Etappen hinter sich. Das derzeit leerstehende und baufällige Gebäude weckte mit seinem gewaltigen Erscheinungsbild den Forscherdrang und das geschichtliche Interesse der Schülerinnen. In ihrem Projekt möchten die Mädchen diese einzelnen Etappen der Geschichte aufarbeiten und alles zu einem Ganzen zusammen fügen. Die mittels Archivrecherchen und Zeitzeugenbefragungen zusammen getragenen Informationen sollen dem Ratsarchiv zur Verfügung gestellt werden. Andere Formen der Veröffentlichung - etwa eine Fotodokumentation, die Veröffentlichung von Interviews oder eine Broschüre - werden während der Projektphase geprüft und realisiert.

03/12 AWO Kinder- u. Jugendhilfe gGmbH
Jugendtreff "Blue Sky"
Schillerstr. 35
01796 Pirna
Copitzer Jugendgeschichten
In persönlichen Gesprächen wollen die zehn Zeitenspringer aus Pirna-Copitz herausfinden, wie die Generation ihrer Eltern und Großeltern hier ihre Jugend verbrachte. Wie lebten, liebten, lachten die Copitzer in vergangenen Tagen? Welche besonderen Erinnerungen haben die älteren Menschen und: Gibt es Unterschiede zu heute? Besonders wichtig ist den Jugendlichen der persönliche Kontakt mit den Älteren. Der Dialog der Generationen und die Erforschung ihres direkten Lebensumfeldes soll dazu beitragen, dass die Jugendlichen als wichtige Akteure des Gemeinwesens wahrgenommen werden. Die Jugendlichen wollen u.a. das Stadtteilfest im September 2012 nutzen, um ihre Projektergebnisse vorzustellen und mit Interessierten ins Gespräch zu kommen.



03/12 Internationales Kinder- und Jugendparlament "Neiße"
Hochwaldstr. 21 b
02763 Zittau
Der Dorfrichter im Grenzdorf Ullersdorf
Die Jugendlichen wollen die Geschichte der Gerichtsbarkeit des ehemaligen Grenzdorfes Ullersdorf (heute Kopaczow in Polen und Oldrichov in Tschechien) in der Zeit vom 17. bis zum 19. Jahrhundert erforschen und festhalten. Als zentrales Forschungsobjekt dient ein altes Steinwappen mit der Justizia an einem Bauernhof in Kopaczow. Mit ihrer Arbeit wollen die Jugendlichen eine Sanierung des Wappenschildes anregen und fördern. Entstanden ist die Idee im Rahmen des Vorgängerprojektes: "Geschichte erfahren - die Geschichte eines Grenzdorfes per Fahrrad erkunden". Auf einer Tour fiel den Jugendlichen das Wappen auf und sie wurden neugierig auf die Geschichte dahinter. Eine Tafel soll die Forschungsergebnisse dokumentieren.

03/12 FV Werner-Heisenberg-Schule e.V.
Renftstr. 3
04159 Leipzig
Der Kanal ins Nirgendwo
Der Elster-Saale-Kanal beginnt in Leipzig, endet aber plötzlich auf halber Strecke zur Saale. Der Kanal, der als Bauwerk zur Zeit des Nationalsozialismus begonnen, aber durch die Kriegsjahre nie fertiggestellt wurde, prägt gemeinsam mit dem damals errichteten Hafen Lindenau noch immer den Westen Leipzigs. Der Kanal ist noch immer ein Stück Natur, der sich bis zur Ländergrenze nach Sachsen-Anhalt zieht. Die zehn Jugendlichen wollen die Geschichte und die Bedeutung des Bauwerks damals und heute erforschen und sich so mit einem wichtigen Stück Heimatgeschichte auseinandersetzen. Aus den gesammelten Materialien soll eine Fotodokumentation entstehen, welche die Entwicklungsgeschichte des Kanals aufzeigt.

03/12 Jugend-Öko-Haus e.V. im CJD Heidenau
Hauptallee 12
01219 Dresden
Die Geschichte der Herpetologie und Terrarienkunde im Raum Dresden
Die Jugendgruppe "AG Natur- und Terrarienfreunde" betreibt selbst eine kleine öffentliche Terrarienausstellung mit lebenden Reptilien, Amphibien und Vogelspinnen. In den letzten Jahren fanden in Kooperation mit der Dresdner Terrarienfachgruppe zwei Terrarienschauen statt. Immer wieder wurden die jungen Leute der AG mit der Historie und Tradition der Terrarienkunde konfrontiert. Dabei entstand die Idee, diese Entwicklung in Bezug auf die eigene Heimatregion zu erforschen. In Dresden gibt es einige Kenner der Terrarianenszene, die als Zeitzeugen Auskunft zu diesem Hobby geben können. In Archiven soll ergänzendes Material zusammen getragen werden. Die Projektergebnisse sollen multimedial und in einer Broschüre aufbereitet und gesichert werden

03/12 AG Georgius-Agricola-Gymnasium Glauchau e.V.
Pestalozzistr. 85
08371 Glauchau
Ehrenbürger der Stadt Glauchau
Durch den Stadtrat wurden in Glauchau in der Vergangenheit Ehrenbürgertitel an verschiedene Personen verliehen. Heute sind viele dieser Entscheidungen nicht mehr nachvollziehbar. Die Zeitenspringer wollen herausfinden, aus welchem Grund die Vergabe eines Ehrenbürgertitels erfolgte und wie die Stadträte zu ihrer Entscheidung gelangten. Die Jugendlichen werden im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit die seit 1845 fünfzehnmal vergebene Ehrenbürgerwürde in ihrer Bedeutung für die Stadt erfassen und die Vergabegründe in Archiven recherchieren. Außerdem sollen Kurzbiografien von den Ehrenbürgern entstehen und im Rahmen einer Ausstellung, die im Rathaus präsentiert werden soll, festgehalten werden.

03/12 djo - Deutsche Jugend in Europa, LV Sachsen e.V.
Dresdner Str. 162
01705 Freital
Erinnerung an die Schlacht von Bautzen 1945
Im Frühjahr 1945 fanden rund um Bautzen heftige Kämpfe zwischen polnischen, russischen und deutschen Soldaten statt, die mehr als 20.000 Todesopfer forderten. An der Muskauer Straße in Bautzen befindet sich der sowjetische Soldatenfriedhof, auf dem viele der Opfer begraben liegen. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Aufarbeitung lokaler Ereignisse des Zweiten Weltkrieges. Die Jugendlichen haben sich ganz bewusst diesen Teil der Regionalgeschichte gewählt, da eine Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema in der Schule oft nur auf welthistorischer Ebene stattfindet. Der Film, welcher als Dokumentation geplant ist, soll der Öffentlichkeit vorgestellt und auch in Schulen gezeigt werden.

03/12 FV der Wilhelm-Adolf-von-Trützschler-Mittelschule Falkenstein e.V.
Pestalozzistr. 31
08223 Falkenstein
Flucht und Vertreibung
Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene in Falkenstein eine neue Heimat. Die Geschichte(n) dieser Menschen wollen die 16 Zeitenspringer erfragen und aufzeichnen. Eine wichtige Frage wird dabei sein, wie die "große Geschichte" sich auf die "kleinen Leute" auswirkte. Da die Zeitzeugen, welche Auskunft geben können, schon sehr betagt sind, ist es umso wichtiger, deren Geschichten rasch zu erfragen und festzuhalten. Viele ältere Menschen haben bereits ihre Gesprächsbereitschaft erklärt und die Jugendlichen freuen sich auf den Dialog der Generationen. Durch eine Ausstellung an der Schule, im Rathaus sowie in den Räumlichkeiten des Bundes der Vertriebenen sollen die Projektergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bewahrt werden. Auch sollen die Projektergebnisse zukünftig in den Unterricht einfließen

03/12 AGJF Sachsen e.V.
Neefestr. 82
09119 Chemnitz
Freiberg Arlebend
Jungs im Teenageralter suchen häufig nach männlichen Vorbildern, an denen sie sich messen, oder denen sie nacheifern können. In ihrem Projekt wollen die zehn Jungs aus Freiberg herausfinden, welche herausragenden und historisch bedeutenden männlichen Persönlichkeiten es in ihrem eigenen heimatlichen Umfeld gab. Deren Biografien und persönliche Entwicklung möchten die Jungs erforschen und festhalten. Möglicher Weise kann daraus eine eigene positive Motivation für die Zukunft der Projektteilnehmer entwickelt werden. Die Daten der historisch bedeutenden Persönlichkeiten sollen als realer, medial gestützter Stadtrundgang für die Einwohnerinnen und Einwohner aufgearbeitet werden.

03/12 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Briesnitz
Alte Meißner Landstr. 30-32
01157 Dresden
Hermann Lemme - Das Wandern ist des Lehrers Lust
Der im Jahr 1989 verstorbene Lehrer Hermann Lemme hat umfangreiche Wandervorschläge in der regionalen Presse veröffentlicht, die sich noch heute großer Beliebtheit erfreuen. Zudem arbeitete er wissenschaftlich an verschiedenen regionalgeschichtlichen Projekten mit. Darüber hinaus erforschte er die Geschichte der Briesnitzer Schulen. Vieles vom Wirken des Lehrers ist zu unrecht in Vergessenheit geraten. Deshalb wollen die Zeitenspringer mit ihren Recherchen Hermann Lemmes Biografie erarbeiten und seine Bedeutung für Region und Schule öffentlich darstellen und würdigen. Dies soll mittels einer Ausstellung und einer Broschüre geschehen. Zusätzlich sollen geführte Wanderungen nach Lemmes Wandervorschlägen angeboten werden.

03/12 Erich-Zeigner-Haus e.V.
Zschochersche Str. 21
04229 Leipzig
Jugendforschungsprojekt zum Schicksal Leipziger Opfer des Faschismus
Auf Grund der positiven Erfahrungen mit ihrem Vorgängerprojekt "7 Stolpersteine für die Familie Rodolff" wollen die Zeitenspringer gerne weitere Projekte zum Andenken an die Holocaustopfer in Leipzig durchführen. In diesem Jahr beschäftigen sich die Jugendlichen mit der Sintifamilie Laubinger, einer weiteren verfolgten Minderheit im Dritten Reich und mit Karl Kurt Herbert Weil, der sich durch Selbstmord seiner Deportation entzog. Mit der Fortsetzung des Projektes soll eine Wanderausstellung entstehen, welche über die ermordeten Familien informiert. Mit Flyern soll auf die Ausstellung aufmerksam gemacht werden. Im Juli 2012 wollen die Jugendlichen Stolpersteine verlegen lassen, die an Opfer des Holocaust erinnern.

03/12 Muldentaler Jugendhäuser e.V., FZZ "Schloßaue"
Sörnziger Weg 5
09306 Rochlitz
Menschliche Begegnungen
Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges existierte in Rochlitz ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Hier mussten mehr als 400 Mädchen und Frauen Zwangsarbeit in einem Rüstungsbetrieb verrichten. Auf den Bauernhöfen in der Umgebung waren Männer tätig. Trotz dieser Umstände entwickelten sich zwischenmenschliche Beziehungen zu den Bewohnern des Ortes. Die Zeitenspringer wollen anhand von individuellen Zeitzeugenbefragungen mehr über die Umstände der Zwangsarbeit und die Beziehungen zwischen Zwangsarbeitern und Einwohnern erfahren. Als Dokumentation der Projektarbeit sollen eine kleine Ausstellung und ein Informationsheft für den Geschichtsverein entstehen.

03/12 Begegnungszentrum Zöblitz
Markt 23
09517 Zöblitz
Mit Matz Brinnl auf dem Weg der Steine
Das Handwerk der Serpentinsteinverarbeitung ist einzigartig, denn mit Serpentinstein kann man durch einfaches Drechseln kunstvolle Gegenstände herstellen. Dieser spezielle Stein wird derzeit nur noch in Zöblitz abgebaut und verarbeitet. Doch nun soll der Steinbruch bald geschlossen werden. Dadurch geht eine mehr als 500 Jahre alte Tradition zu Ende. Die Jugendlichen möchten in ihrem Projekt diese lange Handwerkstradition dokumentieren und festhalten, damit sie nicht in Vergessenheit gerät. Besonders für Kinder soll dieses Thema altersgerecht aufgearbeitet werden. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen in einem Theaterstück, einem Film und in einer Ausstellung, die im örtlichen Museum zu sehen sein wird, festgehalten werden.

03/12 Heimat- und Kulturverein "Süptitzer Höhen" e.V.
Trossiner Str. 6 A
04860 Süptitz
Mode im Sozialismus
Mode ist für Heranwachsende nicht einfach nur Kleidung, sondern immer auch Ausdruck ihrer eigenen Persönlichkeit. Während es heute einfach ist, die passenden Kleidungsstücke zu finden, hatten es die Eltern und Großeltern der Zeitenspringer während der DDR-Zeit etwas schwerer. Die Auswahl in den Geschäften war bescheiden und wenig modisch. Die vier Mädchen wollen in ihrem Projekt die Entwicklung der Mode und Jugendmode in der DDR unter dem Gesichtspunkt der Auseinandersetzung der politischen Systeme Ost und West untersuchen. Außerdem soll erforscht werden, welchen Einfluss die Mode damals konkret hatte. Als Projektdokumentation ist ein Lehrmittel für die Unterrichtsgestaltung geplant, welches auch im außerschulischen Bereich genutzt werden kann.

03/12 Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.
Domplatz 5
04808 Wurzen
Schule gestern - heute - morgen
Die neun Zeitenspringer aus Wurzen haben sich etwas ganz besonderes vorgenommen: Sie möchten verborgene Schätze heben! Dabei handelt es sich jedoch nicht um materiell wertvolle Dinge, sondern um Wissen und Erfahrungen der Bewohner ihres Ortes. Die Jugendlichen wollen Vergessenes, Erlebtes, Verschüttetes und noch Schlummerndes aus dem persönlichen Wissens- u. Erfahrungsschatz der Wurzener hervorholen und mit ihnen diskutieren. Auf diese Weise sollen gegenseitige Wertschätzung, Gemeinschaftsgefühl und Heimatverbundenheit positiv beeinflusst werden. Die vielfältigen, gesammelten Geschichten und Gegenstände sollen in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

03/12 Wiederbelebung kulturellen Brachlandes e.V.
Bernsdorfer Str. 41
09126 Chemnitz
Soziale Bewegungen seit 1989
Im Rahmen ihres Projektes werden sich die Zeitenspringer mit der historischen Entwicklung in ihrer Heimatstadt Chemnitz ab 1989, der Zeit der politischen Wende, bis heute auseinandersetzen. In Gesprächen mit Zeitzeugen wollen die Jugendlichen herausfinden: An welche politischen Ereignisse erinnern sich die Menschen besonders? Welche gesellschaftlichen Ereignisse und Themen bewegten die Menschen und wie gingen sie mit Umbrüchen im Rahmen wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen um? Welchen Einfluss hatte die politische Wende auf das gesellschaftliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger? Mittels Archivrecherchen werden die Zeitenspringer ihre Aufzeichnungen ergänzen. Die Projektergebnisse sollen in Videoclips und im Rahmen einer Ausstellung festgehalten werden.

03/12 Alte Brauerei Annaberg e.V.
Geyersdorfer Str. 34
09456 Annaberg-Buchholz
StadtKlangGeschichte(n)
Mit Biografien von wichtigen Personen der Stadtgeschichte wollen sich die sechs Jugendlichen aus Annaberg-Buchholz auseinandersetzen und diese aufzeichnen. Die Geschichten und Episoden aus dem Leben bedeutender Persönlichkeiten werden von den jungen Zeitenspringern zunächst recherchiert und später zu kurzen Hörspielen verarbeitet. Fertig produziert und als Podcasts sollen diese im öffentlichen Raum von interessierten Einwohnern und Gästen der Stadt über einen QR-Code auf internetfähige Mobilgeräte heruntergeladen und vor Ort angehört werden können. Für dieses komplexe Projekt, unter Einsatz von modernen Produktionstechnologien, werden die Zeitenspringer mit mehreren Kooperationspartnern, u.a. der Stadtverwaltung, zusammenarbeiten.

03/12 AGJF Sachsen e.V.
Neefestr. 82
09119 Chemnitz
Tanz durch die Epochen
Die acht Jugendlichen der AGJF Sachsen e.V. möchten in ihrem Projekt "Tanz durch die Epochen" Orte in Chemnitz erforschen, an denen früher getanzt wurde und heute noch getanzt wird. Damit soll ein Stück Kulturgeschichte der Stadt aufgearbeitet werden. Besonderes Augenmerk liegt auf verschiedenen Tänzen des 20. Jahrhunderts und den Menschen, die zum Tanzen gingen. Die Idee zu diesem Projekt entstand bei den acht Projektteilnehmerinnen nach ihren erfolgreich absolvierten Tanzstunden zum Abschlussball. Die Dokumentation des Projektes soll durch einen Film erfolgen, der Choreografien, O-Töne und Informationen zu den verschiedenen Veranstaltungsorten enthält.

03/12 Kultur- und Heimatverein Wittgensdorf e.V.
Rathausplatz 1
09228 Chemnitz
Textilgeschichte unseres Ortes
Die Entwicklung des Ortes Wittgensdorf war vor allem geprägt durch die Textilherstellung und die Landwirtschaft. Im 20. Jahrhundert entstanden hier größere Textilbetriebe, in denen viele Einwohner Beschäftigung fanden. In beinahe jeder Familie gibt es jemanden, der in diesem Industriezweig arbeitete. Die Zeitenspringer beschäftigen sich mit den Anfängen der Textilherstellung in Hand- bzw. Heimarbeit bis hin zur industriellen Herstellung von Textilien im 20. Jahrhundert. Die Projektergebnisse werden in eine Ausstellung einfließen, die in den Heimatstuben von Wittgensdorf der Öffentlichkeit zugänglich sein wird.



03/12 Diakonie Dippoldiswalde e.V.
Kinder- und Jugendheim
Pöbeltalstr. 34
01762 Schmiedeberg
Unser Haus
Seit nunmehr 18 Jahren steht das Kinder- und Jugendheim in Dippoldiswalde unter der Leitung der Diakonie. Die Häuser, in denen die Heranwachsenden leben, gibt es jedoch schon viel länger. Auf ihrer Zeitreise, zurück bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, werden die Jugendlichen die Geschichte der Gebäude erforschen und dokumentieren. Welche Menschen lebten hier? Welche Erinnerungen haben sie? Zumindest für einen Teil der Geschichte - etwa ab 1960 - gibt es noch Zeitzeugen, die befragt werden können. Für ihr Projekt schließen sich die Jugendlichen mit zwei weiteren Einrichtungen zusammen. Eine kleine Ausstellung soll die Projektergebnisse zusammenfassen, das Selbstbewusstsein der Jugendlichen stärken und dem zum Teil negativen Image eines "Heims" entgegenwirken.

03/12 Ev.-Luth. St. Johannis-Gemeinde Zittau
Pfarrstr. 14
02763 Zittau
Volkshaus Zittau - Ort der Jugend
Das Volkshaus in Zittau war schon immer als Veranstaltungsort für die Jugendlichen der jeweiligen Generation von großer Bedeutung. Sowohl während der Zeit des Zweiten Weltkrieges, als auch später in der DDR - bis in die heutige Zeit. Die Veranstaltungen selbst waren in der Vergangenheit genau so unterschiedlich wie das jeweils herrschende Staats- und Ideologiesystem. In biografischen Interviews mit Zeitzeugen aus den verschiedenen Epochen sollen kleine Geschichten und Erinnerungen an Veranstaltungen erfragt werden. Die Projektergebnisse sollen in Form einer Ausstellung oder mittels Schautafeln im Volkshaus, das auch heute noch ein beliebter Veranstaltungsort ist, zu sehen sein.

03/12 Produktionsschule Moritzburg gGmbH
Schlossallee 4
01468 Moritzburg
Wir und die Bratwurst mit Pommes für Saigon
Hier, auf dem Gelände der Produktionsschule Moritzburg, wo heute Jugendliche ihre Berufsförderungsmaßnahme absolvieren, wohnte und lernte ab den 1950er Jahren die spätere Elite der vietnamesischen Gesellschaft. Diesen "Erholungs- und Schulaufenthalt" vietnamesischer Waisen- und Funktionärskinder in der DDR als Form des Ideologieexports und der Entwicklungshilfe wollen die Jugendlichen genauer erforschen. Welche Spuren haben die Vietnamesen in Moritzburg hinterlassen? Und welche Spuren von Moritzburg lassen sich heute noch in Vietnam finden? Denn: in Saigon treffen sich "Die ehemaligen Moritzburger" mindestens einmal im Jahr. Die Projektergebnisse sollen multimedial und in gedruckter Form festgehalten und präsentiert werden.

03/12 JuCo gGmbH, Mobile Jugendarbeit "Morast"
Hauptstr. 17
01640 Coswig
Wir woll'n immer artig sein …, denn nur so hat man uns gerne! (Feeling B)
Durch diesen Songtitel der DDR-Rockband "Feeling B" kamen die acht Zeitenspringer auf ihre Projektidee. Unangepasste Jugendliche, Ausgrenzung und "Randgruppen" gibt und gab es zu jeder Zeit. Die viel zitierten Aussprüche: "Früher gab's so was nicht" oder "Wir waren früher ganz anders " sollen auf kritische und humorvolle Weise unter die Lupe genommen und hinterfragt werden. Durch den Dialog mit den älteren Generationen erhoffen sich die Jugendlichen mehr Anerkennung und Verständnis in ihrer Heimatstadt. Das gesammelte Bild- Text- und Tonmaterial soll zu einer Ausstellung und einem Film, für den sich die Jugendlichen einen Kooperationspartner suchen möchten, zusammengefasst werden.

03/12 Berliner Arbeitskreis für politische Bildung e.V.
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
Bewegung
Die Zeitenspringer wollen im Rahmen ihres Projektes untersuchen, welche Lebensbedingungen und Handlungsoptionen es für Menschen unter verschiedenen politischen Systemen - etwa im Dritten Reich oder zu DDR-Zeiten - gab. Wie haben die Menschen im Nationalsozialismus und zu DDR-Zeiten gelebt? Wie sahen Unterdrückungsmechanismen aus, und welche Formen des Widerstandes gab es? Was kann aus der Vergangenheit in Bezug auf zivilgesellschaftliches Engagement heute gelernt werden? Was haben Diktatur und totalitäres Regime mit den Jugendlichen heute zu tun? Unter dem besonderen Aspekt von bürgerschaftlichem Engagement und Zivilcourage sollen die Projektergebnisse in einem Theaterstück und Informationsmaterialien der Öffentlichkeit präsentiert werden.

03/12 DRK KV Wanzleben e.V., Kinder- u. Jugendzentrum "Tenne"
Lindenpromenade 14
39164 Wanzleben
Der Bürgermeister mit der Glatze
Im Mittelpunkt dieser Zeitreise steht Richard Wegener, ein Bürger Wanzlebens, der sich in besonderer Weise um die Gemeinde verdient gemacht hat. Sein couragiertes Handeln und seine Taten zum Ende des Zweiten Weltkrieges retteten vielen Bürgerinnen und Bürgern das Leben. Die Biografie Richard Wegeners und die Beweggründe für sein Handeln sollen nun näher unter die Lupe genommen und aufgezeichnet werden. Mit der Veröffentlichung der Projektergebnisse in Form einer Broschüre soll nicht nur die Person Richard Wegener gesellschaftliche und öffentliche Würdigung erfahren, sondern auch die Wichtigkeit des Themas "Zivilcourage" verdeutlicht werden.

03/12 Adam-Olearius-Schule
Wilhelmstr. 21-23
06449 Aschersleben
Der Graue Hof
Der Graue Hof in Aschersleben ist Konzert-, Ausstellungs- und Festivalort in einem. Doch das Gebäude hat eine wechselvolle Nutzungsgeschichte hinter sich. Der Gebäudekomplex wurde früher nicht nur als Wirtschaftshof und Scheune genutzt - er beherbergte einst auch ein Gestapo-Gefängnis und später einen Fuhrpark. Im Rahmen des Projektes sollen Berichte, Reportagen oder Hörspielszenen entstehen, die sich mit der Nutzungsgeschichte des Grauen Hofes auseinandersetzen. Dazu interviewen die Schüler Zeitzeugen und recherchieren in Archiven. Die als Dokumentation geplanten Radiobeiträge sollen im Internet und über die Rundfunkfrequenz von 92,5 Radio hbw veröffentlicht werden.

03/12 Drei Türme e.V. Hohenmölsen
Karl-Liebknecht-Ring 5
06679 Hohenmölsen
Die Neulehrerbewegung in Hohenmölsen 1945-1989
Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte überall ein Mangel an zuverlässigen und ausgebildeten Lehrkräften. Deswegen wurden in allen Besatzungszonen neue Lehrer geschult. In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurden hierfür neben Akademikern auch junge Arbeiter zugelassen. Bis zum Jahr 1949 waren fast 70% aller Lehrerstellen mit den sogenannten "Neulehrern" besetzt. Viele dieser Lehrkräfte waren Mitglied in der SED und die Neulehrerbewegung diente der Partei dazu, Kontrolle über die schulische Bildung zu gewinnen. Die Neulehrer prägten bis zur Wendezeit das Bild der Schulen in allen Regionen der DDR. Mittels Zeitzeugenbefragungen und Archivrecherchen wollen die zehn Zeitenspringer dieses Thema aufarbeiten und die Ergebnisse in einer öffentlichen Ausstellung präsentieren.

03/12 Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V.
Roßmarkt 2
06217 Merseburg
Domgymnasium Merseburg
Das Domgymnasium ist eine traditionsreiche Schule in Merseburg. Die Geschichte der Bildungseinrichtung reicht zurück bis in das 16. Jahrhundert und mit ihr verbindet sich eine lange und alte Tradition der Erziehung junger Menschen. Die Rolle der Schule während der Zeit des Nationalsozialismus wurde bisher leider noch nicht hinreichend untersucht und festgehalten. Das wollen die Jugendlichen nun ändern und speziell diesen wichtigen Teil der Geschichte aufarbeiten und dokumentieren. Die Ergebnisse der Recherchen und Zeitzeugengespräche sollen ein detailliertes Bild national-sozialistischer Bildung und Erziehung aufzeigen. In einer Ausstellung sollen die Ergebnisse der Projektarbeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

03/12 Heimatverein Grabow e.V.
Pietzpuhler Weg 5
39291 Möckern
Gab es ein Leben vor dem Handy?
Die modernen Kommunikationswege ermöglichen es uns heute, rund um die Uhr und praktisch überall Informationen auszutauschen. Das Thema Kommunikation hat in Zeiten von Handy und Facebook eine sehr große Bedeutung. Deswegen möchten die sechs Zeitenspringer vom Heimatverein Grabow erforschen, wie im 19. Jahrhundert schnelle und wichtige Informationen den Empfänger erreichen. Damals wurde telegrafiert. Die Königlich-Preußische Telegrafenlinie Berlin-Koblenz verlief von 1833 bis 1849 quer durch Deutschland. Elf Telegrafenstationen befanden sich in Sachsen-Anhalt. Die Jugendlichen wollen herausfinden, wie die Telegrafisten damals zu ihrem Beruf kamen und wie die Organisation funktionierte. Auf einer Schautafel und in einer Wanderausstellung sollen die Projektergebnisse festgehalten werden.

03/12 Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg
Spiegelstr. 20 a
38820 Halberstadt
Hunger nach Leben
Das Theater in Halberstadt feiert im Jahr 2012 sein 200-jähriges Bestehen. Anhand der Entwicklung des Theaters lassen sich auch gesellschaftliche Verhältnisse und Entwicklungen in den verschiedenen Zeitepochen nachvollziehen. Am 8. April 1945 wurde das Theater bei einem verheerenden Bombenangriff zerstört. Über 80 Prozent der Stadt versanken in Schutt und Asche. Den Halberstädtern gelang in kurzer Zeit der erste Theaterneubau in Gesamtdeutschland. Die Zeitenspringer vom Theaterjugendclub möchten erforschen, wie die Menschen das Theater in Halberstadt vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten. Aus Zeitzeugenberichten und Informationen soll ein Theaterstück entstehen, welches öffentlich aufgeführt werden soll.

03/12 Kreisvolkshochschule Mansfeld-Südharz e.V.
Karl-Liebknecht-Str. 31
06526 Sangerhausen
Lebensgeschichte gesucht
Im Jahre 1977 verließ die Bewohnerin des Elternhauses von Martin Luther, die Diakonisse Berta Israel, besser bekannt unter dem Namen "Schwester Berta", die Stadt Mansfeld. Die Schwester ist Ehrenbürgerin der Stadt und sogar eine Straße wurde nach ihr benannt. Aber warum wurden ihr diese Ehren zuteil? Das Kirchspiel Mansfeld möchte die Erinnerung an Schwester Berta wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und ihr Vermächtnis durch Dokumente und Zeitzeugen aufarbeiten und sichern. Hierzu soll die Lebens- und Wirkungsgeschichte der Schwester recherchiert und aufgezeichnet werden. Das durch die Jugendlichen gesammelte Wissen soll in Hörfunkbeiträgen, in Printmedien und im Internet veröffentlicht werden.

03/12 djo-Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.
Große Klausstraße 11
06108 Halle
Lebensgeschichten - Sprich lauter!
Die zehn Schülerinnen und Schüler wollen untersuchen, welche Auswirkungen eine Hörbehinderung im Alltag eines Menschen hat. War es früher schwieriger als heute, mit diesem Handicap den Alltag zu meistern? Was hat sich genau verändert? Die Schüler werden sich mit der Vergangenheit ihrer eigenen Schule und dem Schulalltag früher und heute auseinandersetzen. Dem Begründer der Gehörlosenpädagogik in Halle, Albert Klotz, soll hierbei besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Auch ehemalige Schülerinnen und Schüler der Gehörlosenschule sollen befragt werden. Zum jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür werden die Projektergebnisse im Rahmen einer Ausstellung und in einem Bildband vorgestellt.

03/12 "Europaschule" Gymnasium Gommern
Magdeburger Str. 26
39245 Gommern
Politische Mitbestimmung unter DDR-Bedingungen in unserer Region
Die Zeitenspringer der Europaschule Gommern wollen die Schwierigkeiten bei der politischen Mitbestimmung in der DDR erforschen und versuchen zu erklären, wie und warum sich die Menschen damals mit dem System arrangierten bzw. es erduldeten. Dabei soll insbesondere die Wichtigkeit der gegenwärtigen demokratischen Prinzipien verdeutlicht werden. Besonders im Fokus der Projektarbeit steht die Zeit der politischen Wende in den Jahren 1989/ 1990. Als wichtigste Informationsquelle dienen den Jugendlichen Zeitzeugen, die über ihre Erfahrungen und Eindrücke berichten sollen. Die Projektergebnisse werden auf Schautafeln und Chroniken festgehalten und später in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

03/12 Dachverein Reichenstraße e.V.
Reichenstr. 1
06484 Quedlinburg
Sechs Tage im September - 20 Jahre danach
Im September 1992 kam es in Quedlinburg zu Ausschreitungen, bei denen Rechtsradikale mit unfassbarer Gewalt gegen Menschen mit Migrationshintergrund und Asylbewerber vorgingen. Der Übergriff auf ein Asylbewerberheim wurde von vielen Bürgern unkritisch gesehen und teilweise sogar bejubelt. Viele Zeugen wollten sich nicht öffentlich zu den Vorkommnissen äußern, so dass eine gesellschaftliche Aufarbeitung bisher kaum möglich war. Noch heute werden die schrecklichen Vorkommnisse zumeist ignoriert und totgeschwiegen. In ihrem Projekt werden die Zeitenspringer Material von damals aufarbeiten und Zeitzeugen befragen. Neben einer Aktion gegen Rechte Gewalt soll der Film, welcher im Rahmen des Projektes entstehen soll, im Vorprogramm im Kino Eisenstein gezeigt werden und später Schulen und Vereinen angeboten werden.

03/12 Initiativgruppe "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage"
Schwimmbadstr. 1
39326 Wolmirstedt
Wenn brauner Ungeist den Alltag zerreißt
Den 19 Zeitenspringern geht es in ihrem Projekt um die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Wolmirstedt. Im Mittelpunkt der Nachforschungen soll dabei das Schicksal der jüdischen Familie Herrmann während der Zeit des Zweiten Weltkrieges stehen. Das erklärte Ziel der Jugendlichen ist es, die jüdische Geschichte wieder in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. In einer Ausstellung, die im Museum der Stadt zu sehen sein soll, werden die Projektergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Außerdem soll eine Gedenktafel an den Ort erinnern, an dem sich das Wohn- und Geschäftshaus der letzten jüdischen Familie in Wolmirstedt befand.

03/12 Trägerverein Lokalrundfunk Harz-Börde-Welle e.V.
Herrenbreite 9
06449 Aschersleben
Wer war Otto Helm?
Der Name des antifaschistischen Widerstandskämpfers Otto Helm ist in Eisleben allgegenwärtig – so trägt z.B. eine große Sportstätte seinen Namen. Doch gerade die jüngere Generation kann sich nicht mehr allzu viel unter seinem Namen vorstellen. Otto Helm und andere Widerstandskämpfer wurden am 12.02.1933 von SA- und SS-Mitgliedern am sogenannten Eisleber Blutsonntag ermordet. Die Zeitenspringer wollen im Rahmen ihres Projektes erforschen, wer Otto Helm war und Stationen seines Lebens und Wirkens nachzeichnen. Außerdem soll über die Bedeutung des Eisleber Blutsonntag aufgeklärt werden. Die Projektergebnisse werden für Beiträge und Reportagen in verschiedenen Print- Online- und Hörfunkmedien aufgearbeitet.

03/12 "Geschwister Scholl"- Heim / Mehrgenerationenhaus
Puschkinstr. 8
99974 Mühlhausen
100 Jahre Mädchenarbeit
Bereits seit 1914 ist das Geschwister Scholl-Heim in Mühlhausen ein wichtiger Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Die fast 100-jährige Tradition des heutigen Mehrgenerationenhauses, sowie die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen im Wandel der Zeit, soll nun im Rahmen dieses Projektes erforscht werden. Wie sah Mädchenarbeit vor 100 Jahren in Mühlhausen aus? Was hat sich im Laufe der Zeit verändert? In Gesprächen mit aktiven Frauen- und Seniorengruppen wollen die vier Projektteilnehmerinnen herausfinden, wie die älteren Generationen hier ihre Freizeit verbrachten und erlebten. Besonderer Fokus liegt dabei auf ganz persönlichen Geschichten und Erinnerungen. Die als Wanderausstellung geplante Dokumentation soll später Schulen zur Verfügung gestellt werden.

03/12 Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Westthüringen
Klosterstr. 19
99831 Creuzburg
200 Jahre Spargelanbau
Spargel ist eine Sonderkultur, die nicht auf jedem Boden gedeiht. Der Herbslebener Boden jedoch bietet beste Bedingungen für den Spargelanbau. Das teure Edelgemüse wird mühsam von Hand gepflanzt, gepflegt und geerntet. Viele Herbslebener haben durch den Spargelanbau einen festen Arbeitsplatz. Schon früher wurde das wertvolle Gemüse als "Währung" und Tauschmittel eingesetzt. Die Zeitenspringer möchten die interessante Tradition des Spargelanbaus im Laufe der Zeit erforschen und dokumentieren. Auch sollen der Spargel selbst und Spargelprodukte eine zentrale Rolle spielen. Die Forschungsergebnisse sollen in einer PowerPoint Präsentation, einem Film und auf einer Fotowand dokumentiert und öffentlich präsentiert werden.

03/12 KJR Kyffhäuserkreis e.V.
Ferdinand-Schlufter-Str. 48
99706 Sondershausen
Auf den Spuren von König Friedrich Wilhelm III.
Im Rahmen ihres letzten Zeitensprünge-Projektes sind die Jugendlichen auf eine ihnen bis dahin unbekannte Geschichte gestoßen, welche nun erforscht werden soll: Die Zeitenspringer möchten herausfinden, ob sich die Geschichte um König Friedrich Wilhelm III. einst wirklich so zugetragen hat, wie erzählt wird. Im Mittelpunkt des Projektes stehen Recherchen um die Verfolgung des preußischen Königs nach der Niederlage bei Jena und Auerstedt. Legenden besagen, dass die Flucht des Königs ihn in die Residenzstadt Sondershausen führte, wo ihm schließlich der Fürst zu Schwarzburg Sondershausen sein Leben rettete. Eine Ausstellung soll die Projektergebnisse dokumentieren, welche zusätzlich auf der Internetseite des KJR Kyffhäuserkreis e.V. veröffentlicht werden.

03/12 KOMED e.V. / Radio F.R.E.I.
Gotthardtstr. 21
99084 Erfurt
Der falsche Prinz
Mit einer recht außergewöhnlichen Biografie werden sich die Zeitenspringer aus Erfurt im Rahmen ihres Projektes beschäftigen. Harry Domela residierte 1926 in Erfurt als "Falscher Prinz von Preußen" und wurde schließlich als Hochstapler entlarvt und verhaftet. Harry Domela schlug sich, als staatenloser Kindersoldat nach dem Ende des Ersten Weltkrieges aus Lettland kommend, mit kleinen Jobs und Betrügereien in Erfurt und Thüringen durch, bevor er in die Rolle des "Prinzen" schlüpfte. Die Jugendlichen werden die politischen Gegebenheiten und sozialen Lebensumstände der 1920er Jahre erforschen und diese im Kontext zur Biografie Harry Domelas aufarbeiten. Als Projektergebnis wird ein Hörspiel entstehen, das Jugendlichen geschichtliches Wissen vermitteln soll.

03/12 "Geschwister Scholl"- Heim / Mehrgenerationenhaus
Puschkinstr. 8
99974 Mühlhausen
Die Popperöder Quelle und das Brunnenfest
Durch einen Erdfall im Jahre 1199 entstand in Mühlhausen eine Quelle. Diese Quelle liefert seither köstliches Wasser für die ganze Stadt und speiste einst zahlreiche Mühlen im Stadtgebiet. Das Brunnenhaus und die Quelle selbst sind noch heute bedeutende Sehenswürdigkeiten in Mühlhausen. Seit 1605 werden jährlich zu Beginn des Sommers Brunnenfeste gefeiert. Die Zeitenspringer werden die Bedeutung des Wassers, der Quelle und die damit verbundenen Riten und Traditionen in ihrer Heimat näher unter die Lupe nehmen und erforschen. Die Projektarbeit der Jugendlichen soll in einem Film festgehalten werden. Eine Dokumentation der Ergebnisse wird nach der Präsentation dem Mehrgenerationenhaus und dem Traditionsverein übergeben.

03/12 KJR Kyffhäuserkreis e.V.
Ferdinand-Schlufter-Str. 48
99706 Sondershausen
Es gibt sie noch - die Schwarzkünstler
Die vier Zeitenspringer möchten im Rahmen ihres Projektes die Historie eines traditionsreichen Familienunternehmens in ihrem Ort, das der Druckerei Sauer, recherchieren und dokumentieren. Noch heute wird die "Roßlebener Zeitung" hier monatlich gedruckt. Aus dem Stadtbild ist die Druckerei kaum wegzudenken. In dem altehrwürdigen Gebäude befindet sich neben der Druckerei auch eine Buchhandlung. Beide Unternehmen werden seit über einem Jahrhundert von der Familie Sauer bzw. Pöhnert geführt. Als Informationsquellen dienen den Jugendlichen hauptsächlich Mitglieder der Familie Sauer und der Heimatverein. Die Ausstellung, welche die Projektergebnisse dokumentieren soll, wird in einem Schaufenster der Buchhandlung zu sehen sein.

03/12 Bund Deutscher PfadfinderInnen e.V.
Herschorfer Str. 21
07387 Krölpa
Fabrikantenvillen und Bauernhöfe
Im Dorf Hütten in der Thüringer Heide existieren noch einige alte Fabrikantenvillen und Dreiseitenhöfe aus dem letzten Jahrhundert. Die zehn Zeitenspringer wollen nun die Geschichte von vier ausgewählten Gebäuden erforschen. Eine der Villen wurde zu DDR-Zeiten als Kinderkurheim genutzt, ein Dreiseitenhof als Betriebsferienlager. In einem der noch existierenden Dreiseitenhöfe hat heute der örtliche Verein vom "Bund Deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder" sein Domizil. Bei den Jugendlichen ist nicht zuletzt deswegen das Interesse an den anderen historischen Gebäuden und deren Geschichte(n) sehr groß. Was wurde aus den ehemaligen Beschäftigten? Und was soll künftig aus den Gebäuden werden? Die Forschungsergebnisse sollen in einer Ausstellung und einer Broschüre zusammengefasst und öffentlich präsentiert werden.

03/12 KJR Gotha e.V.
Reinhardsbrunner Str. 23
99867 Gotha
Frauenleben in Nauendorf
Im Rahmen ihrer Zeitreise werden die Jugendlichen verschiedene Lebensläufe von Frauen in ihrem Heimatort erforschen und festhalten. Im Mittelpunkt steht dabei der Dialog mit verschiedenen Zeitzeuginnen, im Rahmen dessen die Jugendlichen ältere Generationen besser kennen- und verstehen lernen sollen. Die Erfahrungen und die Biografien der Befragten sollen anschließend mit der heutigen Lebensweise der Jugendlichen verglichen werden. Ein besonderer Fokus wird auf der Entwicklung der Gleichstellung der Frau in der Vergangenheit und die Erwartungen für die Zukunft liegen. Die Projektergebnisse, ein Film und verschiedene Plakate, werden in einer Ausstellung im örtlichen Museum präsentiert. Eine Broschüre soll die Ausstellung ergänzen.

03/12 Staatl. Regelschule "J. Wolfgang v. Goethe" Schleiz
August-Bebel-Str. 10
07907 Schleiz
Generationen im Wandel der Zeit
Unter dem Motto "Jugend gestern und heute" steht die Zeitreise der vier Schülerinnen aus Schleiz. Die Mädchen wollen die Jugendzeit ihrer Urgroßeltern, Großeltern und Eltern erforschen und vergleichen, wie sich ihre eigene Jugend heute von der Jugendzeit älterer Generationen unterscheidet. Interessant sind für die Jugendlichen Themen wie Mode, Musik, Freizeit und die Entwicklung der Kommunikation und Medien. Auch die Wohn- und Lebensverhältnisse sowie der Einfluss großer geschichtlicher und politischer Ereignisse auf das eigene Leben sollen näher betrachtet und verglichen werden. Die Projektergebnisse werden in Form einer Ausstellung mit Film- und Tonaufnahmen gesichert und können als Unterrichtsmittel für die Schule genutzt werden.

03/12 Villa Lampe gGmbH
Holzweg 2
37308 Heilbad Heiligenstadt
Grenzerfahrungen
Die unmittelbare Nähe zur einstigen innerdeutschen Grenze prägt das Eichsfelder Dorf Weißenborn bis heute. Bis 1971 war der Ort nur mit Passierschein erreichbar, da er im Sperrgebiet der DDR lag. Von der Errichtung der Grenze bis zur Wiedervereinigung mussten die Bewohner des Ortes und deren Besucher starke Einschränkungen hinnehmen. Die Jugendlichen wollen in Zeitzeugengesprächen Erinnerungen an die Unterdrückung in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfragen. Erinnerungen an Schikanen und letztendlich die große Dankbarkeit und Freude über den Mauerfall und die neu errungene Freiheit. Eine Ausstellung, die u.a. in der Heimatstube zu sehen sein soll, wird die Projektergebnisse dokumentieren.

03/12 Bildungszentrum der KAB gGmbH
Holzthalebener Str. 17
99996 Menteroda
Historische Metallgestaltung in Mühlhausen
Während der industriellen Entwicklung der Region entstanden zu Anfang des letzten Jahrhunderts viele Fabrikantenvillen, welche im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden. Die Eingangsbereiche und Eingangstüren der Häuser tragen Verschlusstechniken und Beschläge aus handwerklicher Metallarbeit. Die Geschichte zeitgeschichtlicher Metallgestaltung von Schlössern und Beschlägen und die Entwicklung im Laufe der Zeit werden die vier Jungen im Rahmen ihres Projektes erforschen und festhalten. Auf dem Programm stehen u.a. das Fotografieren historischer Beschläge und Schließanlagen sowie eine Betriebsbesichtigung in einem metallverarbeitenden Handwerksbetrieb. Die Forschungsergebnisse werden zu einer Dokumentation zusammengefasst, öffentlich präsentiert und anschließend anderen Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

03/12 Kinder- und Jugendkunstschule WAK e.V.
Schloßstr. 10
36448 Schweina
Jüdisches Leben in der Region
Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Barchfeld reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Die Geschichte dieser Gemeinde und der jüdischen Bürgerinnen und Bürger wurde Jahr 1940 vollkommen ausgelöscht. Heute erinnert nur noch der jüdische Friedhof an das Schicksal der Gemeinde. Dies möchten die Jugendlichen mit ihrem Projekt ändern und sich intensiv mit dem Holocaust, der jüdischen Geschichte in der Region sowie in Deutschland und Europa auseinandersetzen. Bei ersten Recherchen wurden bereits Zeitzeugen ausfindig gemacht, die befragt werden können. Eine vor einiger Zeit erschienene Broschüre soll wichtige Zusatzinformationen liefern. Über das Projekt ist ein etwa 20-minütiger Dokumentarfilm geplant.

03/12 Offener Hörfunkkanal Eisenach e.V. Wartburg-Radio 96,5
Georgenstr. 43
99817 Eisenach
Jugendclubs und Jugendarbeit in Eisenach
Jugendclubs und Jugendarbeit hatten bereits zu DDR-Zeiten eine große Bedeutung. Junge Menschen verbrachten nicht nur einen großen Teil der Freizeit in den Jugendeinrichtungen, auch politisch wurde hier versucht Einfluss zu nehmen. Die Zeitenspringer möchten in Zeitzeugengesprächen herausfinden, wie sich die Arbeit in den Jugendclubs damals konkret gestaltete und welche Bedeutung die Einrichtungen einst für die Jugendlichen hatten. Im Vergleich zu heute soll erarbeitet werden, was sich im Laufe der Jahre verändert hat und ob heute die Bedeutung der Jugendeinrichtungen noch die gleiche ist. Die aufgezeichneten Interviews sollen auf Wartburg-Radio 96,5 ausgestrahlt und online zugänglich gemacht werden. Zusätzlich soll eine Ausstellung angefertigt werden.

03/12 Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, LV Thüringen e.V.
Jugendherberge 1
07422 Bad Blankenburg
Jugendkultur unterm Greifenstein
Die Jugendherberge Bad Blankenburg, seit vielen Jahren ein wichtiger und etablierter Bestandteil des Tourismus, befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Wahrzeichen der Stadt: der Burg Greifenstein. Das Haus durchlebte in den letzten Jahrzehnten einige Veränderungen und wurde vor einiger Zeit vom "Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder" übernommen. Natürlich möchten die Pfadfinder möglichst viel über die langjährige Geschichte ihres Hauses wissen. Leider gibt es derzeit kaum detaillierte Aufzeichnungen, was die Jugendlichen mit ihrem Projekt ändern möchten. Besonderes Augenmerk werden die Jugendlichen auf die jugendkulturelle Entwicklung von der Vergangenheit bis heute legen. Die Projektergebnisse sollen in einer Ausstellung zusammengefasst und öffentlich präsentiert werden.

03/12 JAKULT - Regionalteam für Jugendarbeit
Am Sportplatz 5a
07356 Bad Lobenstein
Lebensgeschichten
Schmiedebach diente den Jugendlichen bereits im Jahr 2011 als Ausgangspunkt für eine Geschichtsreise, welche nun fortgesetzt werden soll. Die Nähe zur ehemaligen DDR-Grenzregion, die KZ-Gedenkstätte "Laura" sowie der Schieferbergbau – all dies bietet Nährboden für interessante Geschichten, die nachhaltig gesichert werden sollen. Die Zeitenspringer planen verschiedene Interviews mit Zeitzeugen, welche über die Zeit des Nationalsozialismus, die Nachkriegsjahre und die DDR-Zeit berichten können. Diese Erzählungen werden in kleinen Filmclips festgehalten. Während der Projektarbeit sollen die Zeitenspringer selbst entscheiden, in welcher Form sie ihre Projektergebnisse präsentieren wollen. Auf jeden Fall wollen die Jugendlichen die Internet-Plattform www.zeitenspringer-lobenstein.de für ihr Projekt nutzen.

03/12 Diakonisches Werk Eichsfeld-Mühlhausen e.V.
Konrad-Martin-Str. 144
37327 Leinefelde
Mittelalter - Jugendliche mittendrin
Die mittelalterlichen Burgen Scharfenstein und Bodenstein liegen in der näheren Umgebung von Leinefelde-Worbis, der Heimat der Zeitenspringer. In ihrem Projekt wollen die Jugendlichen herausfinden, wie einst das tägliche Leben auf den Burgen aussah und welche Bedeutung die Bauwerke für ihre Region hatten und haben. Wie lebte man auf so einer Burg? Prägte die Geschichte der Burgen die Region? Welche Bedeutung haben sie heute noch? In einem ganz besonderen Experiment wollen die Jugendlichen versuchen, zwei Tage so zu leben, wie die Menschen damals und dies in einer Dokumentation und auf Video festhalten. Die Projektergebnisse sollen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.



03/12 AWO KV Bad Langensalza e.V.
Thomas-Müntzer-Platz 3
99947 Bad Langensalza
Starke Frauen!
Während eines Museumsbesuches stießen die sieben Mädchen auf einen kurzen Hinweis zum "Vaterländischen Frauenverein zu Langensalza" und fragten sich: "Was ist das eigentlich? Wer waren die Gründerinnen? Hatte der Frauenverein emanzipatorische Ziele? Gibt es ihn vielleicht heute noch? Und wenn nein: Was kam danach?" Einige wichtige Details haben die Mädchen schon herausgefunden, z.B. dass der Verein am 01. Januar 1868 gegründet wurde. Nun sollen - in einer geschlechterspezifischen Herangehensweise - die Forschungen weiter vertieft werden, um die vollständige Historie des Vereins zu recherchieren und festzuhalten. Die Projektergebnisse werden in eine Ausstellung einfließen, die sich seit 2006 im Augustiner-Kloster befindet.

03/11 Stiftung SPI, NL Brandenburg
Rudolf-Breitscheid-Str. 17
01968 Senftenberg
28 Jahre leben mit der Mauer
Gegenstand des Projektes ist die Darstellung individueller Geschichten von Menschen in und um Senftenberg, die den Berliner Mauerbau im Jahr 1961 erlebten und deren Leben sich dadurch bedeutend veränderte. Die Mauer steht als Symbol für die Unfreiheit in der DDR und mit ihr verbunden sind Gedanken an Flucht, Trennungen sowie persönliche Schicksalsschläge. Letztere werden die Jugendlichen anhand des Projektes sichtbar und nachvollziehbar machen. Im Dialog der Generationen wollen die Jugendlichen Eindrücke und Erlebnisse älterer Menschen zum Thema Mauerbau und die Folgen erfragen. Neben Zeitzeugengesprächen stehen Archivrecherchen und Museumsbesuche auf dem Programm. Die Wanderausstellung in Form einer transportablen Mauer soll zu verschiedenen Anlässen öffentlich präsentiert werden.

03/11 Ev. Kirchengemeinde Sieversdorf
Dorfstr. 52
16845 Sieversdorf-Hohenofen
Als unsere Urgroßväter zur Schule gingen...
Um Geschichten und Erlebnisse ihrer Vorfahren nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, begeben sich die Zeitenspringer der Evangelischen Kirchgemeinde Sieversdorf auf eine ganz besondere Zeitreise: Mittels Zeitzeugeninterviews und Recherchen im Kirchenarchiv sollen Parallelen und Unterschiede der Lebensbedingungen und Lebensweisen verschiedener Generationen erforscht und dokumentiert werden. Die Zeitenspringer werden Daten, Fotos und andere historische Zeugnisse genau unter die Lupe nehmen, Stammbäume von verschiedenen Familien erstellen und das historische Umfeld ihrer Heimat erkunden. Die Dokumentation der Ergebnisse erfolgt in der grafischen Umsetzung des zusammengetragenen Stammbaummaterials und öffentlich in einer Ausstellung. Zusätzlich soll ein Theaterstück mit Erlebnissen und Geschichten der älteren Generation entstehen und öffentlich aufgeführt werden.

03/11 Falkenberger Tanzmäuse e.V.
Lindenstr. 7a
04895 Falkenberg
Alte Tänze - alte Kostüme
Die "Falkenberger Tanzmäuse" gehören seit 40 Jahren zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt. Viele, die heute die jungen "Tanzmäuse" unterrichten, waren früher selbst im Verein aktiv. Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Vereins soll nun von den jüngeren Mitgliedern dessen Geschichte aufgearbeitet und dokumentiert werden. Besonders interessieren sich die Zeitenspringer für ältere Tänze und Kostüme. Über einen Aufruf in der örtlichen Presse hoffen die Jugendlichen viele "Schätze", wie Fotos und Kostüme zusammentragen zu können. In Zeitzeugeninterviews sollen interessante Geschichten zur Historie des Vereins erfragt werden. Die Jugendlichen hoffen, durch ihre Projektarbeit zu einem kleinen Programm mit ausgewählten alten Tänzen und Kostümen inspiriert zu werden.

03/11 DGB Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin e.V.
Mobile Jugendarbeit Lindow
Kirschallee 1
16837 Flecken Zechlin
Bombodrom - die unendliche Geschichte
Der Truppenübungsplatz Wittstock - genannt "Bombodrom" war einst ein militärischer Übungsplatz im Norden Brandenburgs. 1992 wurde beschlossen, das Gelände zu einem Luft-Boden-Schießplatz auszubauen. Diese Pläne wurden 2009 nach jahrelangen massiven Protesten aus der Bevölkerung und einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aufgegeben. 2010 gab die Bundeswehr den endgültigen Verzicht zur Nutzung des Geländes bekannt. Das Thema jedoch ist in der Region noch immer sehr präsent. Die Jugendlichen werden in ihrem Projekt die Geschichte dieses riesigen Geländes erforschen und unter verschiedenen Aspekten beleuchten. Geplant sind Zeitzeugeninterviews und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern – u.a. der Bundeswehr, Tourismus- und Wirtschaftsverbänden. Auch wollen die Zeitenspringer sich mit künftigen Nutzungs-Möglichkeiten des Geländes auseinandersetzen. In einem Film und einer Fotoausstellung sollen die Ergebnisse der interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden.

03/11 Verein für Heimatgeschichte der Stadt Müncheberg e.V.
Kleiststr. 4
15374 Müncheberg
Das Handwerk in und um Müncheberg im 20. Jahrhundert
Bei einem Spaziergang über den Friedhof stießen die fünf Zeitenspringer vermehrt auf alte Berufe, die heute in Müncheberg nur noch wenig bzw. überhaupt nicht mehr ausgeübt werden. Dazu gehören die Berufsbilder Schmied, Tischler oder Schneider. Um mehr über die einzelnen Berufe zu erfahren, wollen die Jugendlichen alte Handwerksberufe näher kennen lernen. Während einige ältere Berufe aus dem Ortbild schon verschwunden sind, gehören einige andere traditionelle Berufe wie z.B. Bäcker oder Fleischer noch zu den ortsansässigen Unternehmen. Zeitzeugen, die befragt werden können, gibt es noch einige. Die Zeitenspringer werden auch mehrere Ausflüge unternehmen, um beim filzen, weben, spinnen, Körbe flechten und Brot backen selbst handwerklich tätig zu werden. Eine Broschüre wird die Projektergebnisse in Wort und Bild. zusammenfassen.

03/11 BBZ Bernau e.V.
Breitscheidstr. 41
16321 Bernau
Die Mauer im Spiegel der Bernauer
Die Mauer, welche Deutschland von August 1961 bis zum 9. November 1989 in Ost und West teilte, hatte massive Auswirkungen auf das Leben der Menschen – besonders im Ostteil Deutschlands. In welcher Weise der Bau und die Existenz der Berliner Mauer Einfluss auf Bernau und die dort lebenden Menschen hatte, möchten die Jugendlichen im Rahmen ihrer Projektarbeit erforschen. Als Hauptinformationsquelle dienen den Jugendlichen Zeitzeugen, die befragt werden sollen. Archivrecherchen und ein Besuch im Berliner Mauermuseum, welches die Jugendlichen gerne als Partner gewinnen möchten, stehen ebenfalls auf dem Programm. Auch soll erforscht werden, warum im Jahr 2010 in Bernau einige Mauerteile als Denkmal aufgestellt wurden. Dokumentieren möchten die Zeitenspringer ihre Projektergebnisse in einer Fotoserie und einer PowerPoint-Präsentation. Eine Veröffentlichung im Internet ist ebenfalls geplant.

03/11 Kultur GmbH Märkisch-Oderland, Brecht-Weigel-Haus Buckow
Bertolt-Brecht-Straße 30
15377 Buckow
Die Plötzlichkeit und Unfassbarkeit des 13.8.1961- Zeugnisse aus MOL
Welche Erinnerungen haben die Bürgerinnen und Bürger an die Errichtung und das Leben mit der innerdeut-schen Mauer? Das möchten die Jugendlichen in ihrem Zeitensprünge-Projekt erforschen und dokumentieren. Besonders im Fokus steht eine ganz besondere Persönlichkeit: Helene Weigel. Helene Weigel (geboren am 12. Mai 1900 in Wien und verstorben am 06. Mai 1971 in Berlin) war Schauspielerin, Intendantin des Berliner En-sembles und die Ehefrau von Berthold Brecht. Die politischen Geschehnisse im Jahr 1961/1962 hatten nicht nur immensen Einfluss auf das Leben der Menschen, sondern auch auf die Theater- und Kulturszene. Die Aufarbeitung der Geschichte wird vor allem mittels Zeitzeugeninterviews erfolgen. Die Projektergebnisse sollen in gebundener Form erscheinen und öffentlich vorgetragen werden.

03/11 Jugend- und Kulturverein Exil e.V.
Am Bahnhof Eisenspalterei
16227 Eberswalde
Die Puppe der Wanda Zatryb
Die Polin Wanda Zatryb war 17 Jahre alt, als sie 1944 in die Rüstungsfabrik Dreilinden kam und dort gemeinsam mit anderen 800 Frauen Zwangsarbeit verrichten musste. Wanda fertigte nach dem Krieg eine kleine Figur für ihre Freundin Maria an. Die beiden Frauen hatten sich im KZ kennen gelernt und blieben bis zu Marias Tod im Jahr 2003 enge Freundinnen. Die Zeitenspringer werden in Zeitzeugengesprächen erfragen, unter welchen Lebensbedingungen die jungen Frauen im KZ lebten und wie das Lager das Leben der jungen Frauen veränderte. Den Jugendlichen geht es besonders darum, den persönlichen Kontakt mit den Zeitzeuginnen zu suchen, da das Thema im Unterricht nur sehr abstrakt behandelt wird. Mit Hilfe von Informationen der Über-lebenden werden die Jugendlichen selbst Puppen nach einem authentischen Beispiel herstellen.

03/11 Evang. Gymnasium am Dom zu Brandenburg
Domkiez 5
14776 Brandenburg/Havel
Die Ritterakademie in Brandenburg an der Havel
Die Ritterakademie in Brandenburg an der Havel war eine 1704 gegründete Schule, die einst zum Dom St. Peter und Paul gehörte. Heute befindet sich das evangelische Domgymnasium, welches die Zeitenspringer besuchen, in dem denkmalgeschützten Gebäude. Ein äußerst geschichtsträchtiger Ort, dessen Wurzeln und Geschichte die Jugendlichen im Rahmen ihrer Projektarbeit erforschen möchten. An der Historie der Ritterakademie ist beispielsweise zu erkennen, wie durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten und der damit einhergehenden Schließung des Gymnasiums preußische Traditionen beendet wurden. Die Jugendlichen haben sich zum Ziel gesetzt, eine Broschüre oder ein kleines Buch mit Zeitzeugeninterviews, geschichtlichen Fakten und Fotos zu veröffentlichen. Die geplante Dokumentation ist ein wichtiger Beitrag, um eine Lücke in der Stadt-, Regional- und Landesgeschichte zu schließen.

03/11 Schloss Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e.V.
Platz der Jugend 6
15374 Müncheberg
Die untergegangene Stadt - ein binationales Geschichtsprojekt für Förderschüler
In Kooperation mit dem Küstriner Heimatgeschichtsverein und dem polnischen Regionalistenverein "Mittlere Oder" werden die Zeitenspringer die Geschichte der Grenzstadt Küstrin-Kostrzyn erforschen. Besonderes Augenmerk soll auf die Zeit nach 1945 bis heute gelegt werden. Leider ist die regionale Geschichte sowohl den deutschen als auch den polnischen Jugendlichen weitgehend unbekannt. Durch ihre praktische Forschungsarbeit lernen die Jugendlichen die differenzierten Perspektiven auf die Geschichte ihrer grenzübergreifenden Heimat besser kennen. Besonders interessieren sich die Zeitenspringer für die Frage: Wie spiegelt sich die Vergangenheit im Stadtbild, vor allem in der untergegangenen Altstadt wieder? Wie versucht man, die Altstadt wieder aufzubauen? Die Ergebnispräsentation soll öffentlich sowie an den Schulen der Teilnehmenden im Rahmen einer Ausstellung erfolgen.

03/11 Gemeinde Löwenberger Land
Alte Schulstr. 5
16775 Löwenberger Land
Geschichte des Hain, in dem der Jugendclub ansässig ist
Obwohl ihr Jugendclub zum festen Bestandteil der Freizeitgestaltung gehört, wissen die Jugendlichen kaum etwas über dessen Geschichte. Das soll nun geändert werden. Die Zeitenspringer möchten wissen: Wann wurde das Gebäude errichtet und von wem? War der Jugendclub "Hein" schon immer ein Ort der Begegnungen oder wurde das Haus früher anders genutzt? Und warum gibt es auf dem Gelände eigentlich verschiedene bauliche Anlagen, wie einen Teich und sogar eine alte Steinbühne? Antworten auf ihre vielen Fragen hoffen die Jugendlichen in Zeitzeugeninterviews und bei Archivrecherchen zu erhalten. Aus dem zusammengetragenen Material soll eine Broschüre und evtl. ein Film entstehen.

03/11 Offenes Kinder- u. Jugendhaus j.w.d., Stiftung SPI
Stahnsdorfer Str. 76-78
14482 Potsdam
Graffiti in Potsdam - Von den Anfängen bis heute
Graffiti spielt in Potsdam seit den späten 80er Jahren eine große Rolle im öffentlichen Raum. Die bunten Bilder sind jedoch oft ein Ärgernis und werden nicht immer mit Wohlwollen betrachtet. Seit Beginn der Graffitikultur in Potsdam ist der Standort Lindenpark mit seinen zahlreichen legalen Graffitiflächen fester Bestandteil der Szene. Es vergeht kaum ein Wochenende, an dem auf dem Gelände nicht ein neues Kunstwerk entsteht. Doch wie und durch wen kam das Phänomen Graffiti nach Potsdam und in den Lindenpark? Und wie hat sich die Kultur im Laufe der Zeit entwickelt? Die Zeitenspringer haben sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte und Entwicklung dieser Subkultur in ihrer Heimatstadt zu erforschen und in einem Magazin festzuhalten.

03/11 Verein Sichten und Ansichten e.V.
Friedrich-Engels-Str. 12
14473 Potsdam
Grenzfluss Elbe: Fluchtversuche, Grenzdörfer und Zwangsumsiedlung
Im Zuge der Errichtung der innerdeutschen Mauer im Jahr 1961 wurden in der Heimatregion der Zeitenspringer zahlreiche Familien innerhalb weniger Stunden zwangsumgesiedelt. Die Projektgruppe selbst hat wenig konkrete Vorstellungen vom Bau der Mauer und dem Leben im geteilten Deutschland. Ziel der Jugendlichen ist es deshalb, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die hier lebten. Die acht Zeitenspringer werden in Interviews erfragen, wie es war, in unmittelbarer Nähe der innerdeutschen Staatsgrenze zu wohnen, das Bellen der Hunde zu hören und die Grenzpatroullien mehrmals täglich durch die Stadt fahren zu sehen. Eine Broschüre und eine Ausstellung sollen die Ergebnisse der Projektarbeit dokumentieren und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

03/11 Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V.
Geschwister-Scholl-Str. 16
15517 Fürstenwalde
Hintergründe eines Barackenbrandes am 24.04.1945 mit 23 Toten
In der Chronik der Jugendbildungsstätte Hirschluch findet sich ein Hinweis auf den Barackenbrand am 24. April 1945, bei dem 23 behinderte Menschen starben. Es gibt viele Spekulationen über die Hintergründe und Ursachen dieses Ereignisses, welche die Zeitenspringer genauer erforschen wollen. War es Brandstiftung, Kriegszerstörung oder gar eine der letzten schrecklichen Euthanasie-Aktionen der Nationalsozialisten? Die Jugendlichen werden sich dem Thema mittels Archivrecherchen und Zeitzeugengesprächen nähern und versuchen Licht in dieses dunkle Kapitel der Jugendbegegnungsstätte zu bringen. Auch eine Exkursion zum kürzlich entdeckten Waldfriedhof mit den Opfern des Barackenbrandes steht auf dem Programm. Die Projektergebnisse sollen als Dauerausstellung in der Bildungsstätte gezeigt und dazu genutzt werden, die Chronik des Hauses zu ergänzen.

03/11 Jugendbildungszentrum Blossin e.V.
Waldweg 10
15754 Blossin
Jugendfeuerwehr damals und heute
Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer sind in ihrer Freizeit alle in der Jugendfeuerwehr aktiv. Die freiwillige Feuerwehr ist ein starker Akteur im Ort und ein wichtiger Partner in der Jugendarbeit. Die Zeitenspringer interessieren sich besonders für die Entwicklungsgeschichte ihrer Jugendfeuerwehr und möchten diese erforschen und dokumentieren. Die Teilnehmenden werden Interviews mit Mitgliedern aus der Gründungszeit der Jugendfeuerwehr und diese digital aufzeichnen. Auch Ausbildungsformen und Gruppeninteraktionen bei Einsätzen damals und heute sollen dargestellt werden. Als Partner konnten die Jugendlichen die Gemeinde sowie den Jugendkoordinator gewinnen. Die als Projektdokumentation angefertigten Schautafeln mit der Chronik der Jugendfeuerwehr sollen in der Gemeindeverwaltung, der Feuerwehr und auf verschiedenen Veranstaltungen in der Gemeinde ausgestellt werden.

03/11 SOS LÜBBENAUBRÜCKE (SchülerOrganisationStadtumbau Lübbenaubrücke)
Güterbahnhofstr. 57
03222 Lübbenau
Kulturelle Orte in Lübbenau - damals und heute
In Lübbenau gab es bis zur politischen Wende 1989 zahlreiche kulturelle Orte. Mit der Schließung des Kraftwerks und des Braunkohlentagebaus in Lübbenau gingen viele Arbeitsplätze verloren und die Zahl der Einwohner verkleinerte sich. Im Zuge dieser demografischen Entwicklungen wurden auch viele Kulturstätten Ge-Schloßen. Die sechs Zeitenspringer möchten nun der Frage nachgehen, was aus den Gebäuden wurde und was dafür getan wird die Häuser vor dem Verfall zu retten. Bei ihren Nachforschungen an drei konkreten Beispielen erhalten die Jugendlichen Einblicke in die Stadtgeschichte, in die Arbeit der Stadtverwaltung und werden wirtschaftliche Zusammenhänge hinterfragen. Eine Ausstellung, die öffentlich präsentiert werden soll fasst die Projektergebnisse der Zeitenspringer zusammen. Zusätzlich werden die kulturellen Orte in einer Gegenüberstellung "Damals - Heute" als Aquarell festgehalten und in die Ausstellung integriert.

03/11 Kinderring Neuhardenberg e.V.
Karl-Marx-Allee 23
15320 Neuhardenberg
Küstriner Vorland - wo kommst du her?
Die Zeitenspringer werden im Rahmen ihrer Projektarbeit die Geschichte ihrer Heimatregion erforschen. Insbesondere die Entstehungsgeschichte des Ortes Manschnow und die Historie der Zuwanderung sollen untersucht werden. Dabei sollen Familiengeschichten eine wichtige Rolle spielen. Mittels Archivrecherchen und der Auswertung von Chroniken, Amtsblättern sowie Pressematerial werden sich die Jugendlichen dem Thema nähern. Ergänzt wird die Arbeit der Jugendlichen durch Zeitzeugeninterviews. Eine Zusammenarbeit erfolgt u.a. mit der Kirchengemeinde, der Grundschule Manschnow sowie Senioren- und Heimatvereinen. Die Projektergebnisse werden sowohl im Rahmen der Ausstellung "Markt der Möglichkeiten" des Kinderrings Neuhardenberg e.V. als auch beim historischen Rundgang zur 675-Jahrfeier von Manschnow präsentiert. Evtl. soll später noch eine Broschüre erstellt werden.

03/11 Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V.
Dorfstr. 1
14513 Teltow
Landwirtschaft Wustrau - vom Lebensmittelproduzenten zum Energielieferanten?
Die Landwirtschaft hat in der Gemeinde Fehrbellin seit langer Zeit eine große Bedeutung. Doch die Landwirtschaft unterliegt, wie auch viele andere Bereiche, dem Wandel der Zeit. Mit der Veränderung dieses Wirtschaftszweiges verändert sich auch die Bevölkerung. Wie diese Entwicklungen einander bedingen und beeinflussen, wollen die Jugendlichen in ihrem Projekt erforschen. Beleuchtet werden sollen die Geschichte und die Entwicklung der Landwirtschaft während der Zeit des Nationalsozialismus und während der DDR-Zeit bis heute. Denn dort wo früher Flächen rein landwirtschaftlich genutzt wurden, siedelten sich später Lebensmittelproduzenten an. Heute leistet die Region einen wichtigen Beitrag zur regenerativen Energiegewinnung. Die öffentliche Präsentation der Projektergebnisse soll in Form eines Kurzfilms und einer Materialsammlung auf einer Bürgerveranstaltung erfolgen.

03/11 Freunde und Förderer der Paul-Papke-Gesamtschule e.V.
Karl-Marx-Str. 2
15328 Golzow
Lieblingslieder im Wandel der Zeit - von der Kapelle zum Download
Einige der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer machen in ihrer Freizeit selbst Musik und sind auf dem neuesten Stand, was die aktuellen Charts angeht. Aber welche Musik hörten die Generationen vor ihnen und gibt es regionale und lokale Besonderheiten? Das möchten die Zeitenspringer in ihrem Projekt herausfinden.
Die Jugendlichen werden Interviews führen und Experten, wie DJ's und Mitglieder von Bands und Chören, zu der Entwicklung von Musik und deren Bedeutung im ländlichen Raum befragen. Auch sollen die verschiedenen Verbreitungsmöglichkeiten von Musik betrachtet werden – denn im Vergleich zu früher hat sich doch einiges verändert. Ein Medienpädagoge wird die Jugendlichen dabei unterstützen, eine Projektdokumentation in Form eines Films anzufertigen.

03/11 Oberschule "Am Wehlenteich" Lauchhammer
Naundorfer Str. 36
01979 Lauchhammer-Mitte
Mutter, der Mann mit dem Koks ist da...
Lauchhammer erhielt 1953 sein Stadtrecht. Die Stadt selbst gründete sich aus vier Dörfern. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Lauchhammer zu einem Zentrum der Schwerindustrie und des Bergbaus. Ab dem Jahr 1952 wurde hier Braunkohlen-Hochtemperatur-Koks für die gesamte DDR-Versorgung hergestellt. Gleichzeitig entstanden drei Wohnstätten für die Arbeiter. Die zwölf Zeitenspringer werden die interessante Industriegeschichte ihrer Heimatstadt erforschen und festhalten. Einen besonderen Fokus wollen die Jugendlichen auf die Geschichte der ersten Großkokerei der DDR legen. Das gesammelte Material, wie Filme, Fotos und Presseberichte soll aufgearbeitet zu einer Ausstellung aufbereitet werden. Die Forschungsergebnisse sollen anschließend dem Heimatverein und der Stiftung "Biotürme Lauchhammer gGmbH" zur Verfügung gestellt werden.

03/11 Stiftung SPI, NL Brandenburg
JIM Cottbus
Berliner Str. 54
03046 Cottbus
Ohren auf in Cottbus
Es ist schwer einen Cottbusser zu finden, der nichts über die Fußballgeschichte der Stadt weiß. Aber wie sieht es mit dem Wissen in anderen regionalgeschichtlichen Bereichen aus? Was wissen die Cottbusserinnen und Cottbusser und die Zeitenspringer selbst von ihrer Stadt? Die Jugendlichen sind sich sicher, dass sich auf einer Zeitreise durch die Stadt noch jede Menge spannende Geschichten entdecken lassen, die es zu dokumentieren gilt. "Ohren auf in Cottbus!" soll ein Audioguide für die Stadt Cottbus werden, welcher von den Zeitenspringern für alle Einheimischen und Besucher der Stadt gestaltet wird. Der Audioguide soll - zusammen mit einer Stadtkarte - u.a. auf der Website des JIM Cottbus - zum download angeboten werden.

03/11 Stadt Mühlberg/Elbe
Neustädter Markt 1
04931 Mühlberg/Elbe
Opfer der Flammen
Bei ersten Archivrecherchen zu einem möglichen Forschungsthema für ihr Zeitensprünge-Projekt stießen die Jugendlichen aus Mühlberg u.a. auf Details zu verschiedenen Bränden in ihrem Heimatort. Die Hintergründe und Auswirkungen eines großen Stadt- bzw. Gebäudebrandes, dessen Flammen verheerende Folgen hatte, möchten die Teilnehmenden näher unter die Lupe nehmen und dokumentieren. In Gesprächen mit Einwohnerinnen und Einwohnern und mittels Recherchen werden die neun Zeitenspringer Informationen zu einem Großbrand zusammen tragen. Nach Abschluss der Forschungsarbeiten wird eine Ausstellung und eine Broschüre die Projektergebnisse dokumentieren. Die Ergebnisse sollen verschiedenen Interessenten zur Verfügung stehen und können beispielsweise bei Heimat- und Vereinsabenden und im örtlichen Museum einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

03/11 "Die Brücke" e.V.
Schlüterstr. 46
14558 Nuthetal
Punker, Popper, Pioniere - eine JugendkulTour durchs Potsdamer Umland (Teil II)
Bereits im vergangenen Jahr erforschten die Jugendlichen des Vereins "Die Brücke" die Jugendkulturszene der DDR. In diesem Jahr möchten die Zeitenspringer ihre Projektarbeit weiterführen und vertiefen. Im Fokus wer-den Zeitzeugeninterviews stehen, in denen die Jugendlichen spannende Geschichten und Anekdoten über die Jugendkultur zu Zeiten der DDR erfragen und festhalten wollen. Unterstützung bei ihrer Projektarbeit werden die Jugendlichen von der Fachhochschule Potsdam, dem Archiv der Jugendkulturen in Berlin, der Ortschronis-tin und der Landesbibliothek erhalten. Aus den zusammengetragenen Bild- und Tondokumenten soll eine lebendige Dokumentation angefertigt werden, die u.a. in Form einer Ausstellung im Mehrgenerationenhaus des Ortes präsentiert werden soll.

03/11 BBZ Bernau e.V.
Breitscheidstr. 41
16321 Bernau
Rollenhagen, ein bedeutender Bernauer Lehrer und Schriftsteller des Mittelalters
Der Schriftsteller, Pädagoge und Prediger Georg Rollenhagen, geboren am 22. April 1542 in Bernau, war einer der berühmtesten Söhne des brandenburgischen Ortes. Eine Straße, die nach ihm benannt wurde und eine Gedenktafel an der ehemaligen Lateinschule erinnern noch heute an ihn. Die Jugendlichen wollen sich nun im Rahmen ihrer Projektarbeit auf die Spuren des Schriftstellers begeben und sein Leben und seine Werke genauer unter die Lupe nehmen. Zusammenarbeiten werden die Zeitenspringer mit der Schule, dem Stadtarchiv, der Bernauer Bibliothek und dem Rotary-Club. Als Ergebnis der Projektarbeit soll ein Büchlein über Georg Rollenhagen mit selbst gemalten Bildern, Fotos und eigenen Gedanken der Jugendlichen entstehen.

03/11 Stadt Falkenberg/Elster
Markt 3
04895 Falkenberg
Schule im Wandel der Zeit in Falkenberg/Elster und Mühlberg
Die Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1989 brachte nicht nur welthistorisch gravierende Veränderungen mit sich – auch regionalhistorisch veränderte sich sehr viel. So wurden nach der Wende in der Heimatregion der Jugendlichen Schulstandorte verändert. Die Zeitenspringer werden mit Lehrern, Schülern, und Eltern der gegenwärtigen Zeit sowie mit Ehemaligen Gespräche führen. Es soll erforscht werden, aus welchen Gründen in beiden Falkenberg und Mühlberg Schulen geschlossen wurden und warum diese Umstrukturierung notwendig war. Welche Auswirkungen hatte bzw. hat dies auf Schüler und Lehrer? Da demnächst wieder eine Veränderung der Schullandschaft bevor steht, ist das Thema für die Jugendlichen besonders interessant. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen in die Schulchronik einfließen.

03/11 Walter-Hoffmann-Axthelm-Stiftung für Perleberger Stadtgeschichte
Heilige-Geist-Str. 7
19348 Perleberg
Starke Prignitzerinnen: Frauen in Leitungsfunktionen und listige Schriftstellerinnen
Die Schriftstellerin Gertrud Schröder versteckte 1935 in ihrem Haus einen Kupferkasten, der einen Brief und ein Exemplar ihres 1930 erschienenen Buches enthielt. Von ihr können Jugendliche erfahren, dass Frauen ein Gespür für das Nötige in der jeweiligen Zeit haben und sich mit ihrer Idee durchsetzen können. Eine weitere wichtige Persönlichkeit ist Emma Klinger, die seinerzeit den ersten Kindergarten in Wittenberge gründete und damit für viele Mütter die Möglichkeit schuf, wieder berufstätig zu werden. Diese und weitere Biografien starker Prignitzerinnen werden die Jugendlichen im Rahmen ihrer Projektarbeit erforschen und dokumentieren. Idealer Weise soll in Wittenberge ein Platz ausgewählt werden, an dem Gedenktafeln zur Erinnerung an die Frauen angebracht werden sollen.

03/11 Stiftung SPI, NL Brandenburg
Rudolf-Breitscheid-Str. 17
01968 Senftenberg
Tanztee, Disko und Konzerte - Wo haben Oma und Opa gerockt?
In Senftenberg und seinen sechs Ortsteilen existieren verschiedenste Kultureinrichtungen und -angebote. Obwohl die Ortsteile nicht weit voneinander entfernt liegen, hat jeder Ortsteil seine eigene kulturelle Geschichte. Fast jeder Einheimische hat ganz besondere Erinnerungen an vergangene Musikveranstaltungen oder andere kulturelle Höhepunkte. Die Zeitenspringer werden die Geschichte von Kulturhäusern, Diskos bzw. Tanzlokalen in Senftenberg und Umgebung von 1900 bis heute erforschen. Im besonderen Fokus stehen die 1960er und 1970er sowie der Vergleich mit der aktuellen Situation. Ihre Projektarbeit und die Ergebnisse werden die Zeitenspringer in Ton und Bild festhalten und dokumentieren. Als Ergebnisdokumentation ist eine Wanderausstellung entstehen. Zusätzlich sollen die Projektergebnisse im Internet veröffentlicht werden.

03/11 Stiftung SPI, Freizeitzentrum "Bergschlösschen"
Bergstr. 11
03130 Spremberg
Van Gogh oder Van dalismus
Mit dem Fall der Mauer verbreitete sich das Graffiti-Writing vermehrt im Osten Deutschlands. Die Akzeptanz und Definition dieser Subkultur ist unterschiedlich geprägt. Für die einen ist es Kunst und für die anderen einfach nur illegale Schmiererei. Die Zeitenspringer werden erforschen, wie sich diese Art der Jugendsprache in Spremberg seit der Wende entwickelt hat und ob es Plätze gibt, an denen die Jugendlichen legal sprayen dürfen. Als wichtige Zeitzeugen sollen u.a. ehemalige und aktive Sprayer, Streetworker, Vertreter der Polizei und der Bürgermeister befragt werden. Das Projekt bietet den Jugendlichen nicht nur die Chance, diesen Teil der Stadtgeschichte zu bearbeiten sondern auch legale Möglichkeiten für ihre Interessen zu schaffen. Ein Film und eine Ausstellung sollen die Ergebnisse der Projektarbeit dokumentieren.

03/11 TZV Märkisch Oderland e.V.
Karl-Marx-Allee 23
15320 Neuhardenberg
Vom sozialistischen Musterdorf zum Amtssitz
Die sieben Zeitenspringer werden im Rahmen ihrer Projektarbeit die 20jährige Geschichte des Ortes Neuhardenberg erforschen und dokumentieren. Nachgezeichnet werden soll die Entwicklung vom sozialistischen Musterdorf der Deutschen Bauakademie Marxwalde bis zum Amtssitz Neuhardenberg. Näher untersucht werden sollen vor allem die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung früher und heute sowie die baulichen Veränderungen. Auch soll erforscht werden, warum der Ort vor 20 Jahren umbenannt wurde bzw. seinen ursprünglichen Na-men zurückerhielt. Bei der Umsetzung des Projektes werden die Jugendlichen Unterstützung durch den Heimatverein erhalten. Die Ergebnisse werden in Form einer Ausstellung und einer Broschüre präsentiert. Erstmalig vorgestellt werden die Forschungsergebnisse am 10. September, anlässlich eines Festaktes "20 Jahre Neuhardenberg".

03/11 Mikado e.V. Nauen
Ketziner Str. 1
14641 Nauen
Wenn Liebe wehtut
Bereits im Jahr 2009 waren die Jugendlichen aus Ketzin aktiv als Zeitenspringer unterwegs. Damals drehte sich alles um das Thema "Liebe". Diesmal soll die andere Seite der Medaille beleuchtet werden: Der Liebeskummer. Die Jugendlichen möchten wissen: Wie gehen Menschen verschiedenen Alters damit um? Haben sie im Laufe ihres Lebens Strategien entwickelt und können sie jungen Menschen hilfreiche Tipps geben? Und was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir Liebeskummer haben? Für den Film, welcher als Ergebnisdokumentation geplant ist, sollen Interviewpartnerinnen und -partner verschiedenen Alters aus Ketzin und den anliegenden Gemeinden befragt werden. Selbstverständlich werden die Jugendlichen auch wieder die Bewohnerlinnen und Bewohner des Ketziner Seniorenheims befragen, die den Zeitenspringern
bereits im Jahr 2009 Rede und Antwort standen.

03/11 Wettermuseum e.V.
Schulstr. 4
15848 Tauche
Wetterdienste in der DDR
In Brandenburg existierten während der 1970er und 1980er Jahre mehrere zentrale meteorologische Einrichtungen. Die Jugendlichen werden auf ihrer Zeitreise die Geschichte des meteorologischen Dienstes der DDR und des Deutschen Wetterdienstes erforschen. Im Mittelpunkt sollen hierbei Biografien von ehemaligen Metereologinnen und Metereologen aus Ost und West, sowie deren unterschiedliche Arbeitsbedingungen und Sichtweisen stehen. Unbedingt ins Auge gefasst haben die Zeitenspringer ein Interview mit dem 85jährigen Dr. Rudolf Paulus, dem früheren Leiter der Wettervorhersage im geophysikalischen Beratungsdienst. Die Gesprächsprotokolle sollen audiovisuell und zusätzlich in einer schriftlichen Dokumentation festgehalten werden.

03/11 Begegnungszentrum Lunow e.V.
Gartenstr. 2c
16248 Lunow- Stolzenhagen
Zuverdienst auf dem Lande
In Lunow verdienten sich zu DDR-Zeiten fast alle Familien Geld mit Tabak- und Gurkenanbau zu ihrem regulären Einkommen hinzu. Ein recht ungewöhnlicher "Nebenjob", dessen Bedeutung und Entwicklung die Jugendlichen vom Begegnungszentrum Lunow e.V. näher erforschen möchten. Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Thema entstand während ihres Zeitensprünge-Projekts im Jahr 2010. Hier erfuhren die Jugendlichen, dass auch Kinder und Jugendliche früher beim Anbau des Tabaks halfen. In Zeitzeugeninterviews hoffen die Jugendlichen viele spannende Erinnerungen, Geschichten und Fakten über den Anbau und die Ernte von Tabak in ihrer Heimatregion zusammenzutragen. Eine Foto- und Video-Dokumentation in Form einer bleibenden Ausstellung im Gemeinderaum soll die Projektergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren.

03/11 Stadtjugendring Wismar e.V.
Dankwartstr. 46
23966 Wismar
(K)Ein Künstlerleben in der DDR?!
Von vielen Künstlerinnen und Künstlern der DDR ist bekannt, dass sie in ihrer Arbeit nicht frei agieren konnten. Einige verließen deswegen sogar das Land. Andere hingegen suchten und fanden ihren Weg in der DDR – auch um offen oder versteckt – gegen das Regime zu agieren. Die zehn Zeitenspringer werden an einigen Beispielen erforschen und aufzeigen, wie sich die Lebens- und Berufswege von Künstlerinnen und Künstlern in der DDR gestalteten. Einige - unter ihnen Berühmtheiten wie Armin Mueller-Stahl, Mitglied des Hochschulrats der Hochschule für Musik und Theater Rostock sowie die Kinderbuchautorin Edith Rimkus-Beseler - wurden schon für Interviews angefragt. Ein wichtiger Kooperationspartner der Jugendlichen wird das Kreismedienzentrum Nordwestmecklenburg sein. Die Projektergebnisse sollen in Form einer Ausstellung und in einem kurzen Video vorgestellt werden.

03/11 Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Stralsunder Str. 46
17489 Greifswald
...also was ist Trumpf? - Tradition der Spielkartenproduktion in Stralsund
Die Tradition der Spielkartenproduktion in Stralsund war eine sehr lange und führt die Zeitenspringer zurück bis ins Jahr 1765. Bis 1931 wurden in Stralsund durchgängig Spielkarten produziert. Diese schöne Tradition wurde durch den "Förderverein Jugendkunst" mit der "Spielkartenfabrik" wieder zum Leben erweckt. Die Zeitenspringer möchten gerne die Historie der Spielkartenproduktion und die des Fördervereins erforschen und festhalten. In der Museumswerkstatt der neuen Spielkartenfabrik werden die Jugendlichen selbst Spielkarten anfertigen und erhalten so einen praktischen Bezug zum Thema. Zur Erforschung der Historie stehen den Zeitenspringern verschiedene Quellen, wie z.B. das Kulturhistorische Museum, zur Verfügung. Die Dokumentation der Projektergebnisse ist mittels eines Kurzfilms und einer Dokumentationswand geplant.

03/11 DLRG Bergen auf Rügen e.V.
Am Mönchsoll 30
18528 Patzig / Rügen
60 Jahre Schwimmlager - Rückblick und Ausblick
Das Schwimmlager Thiessow hat eine bereits 60jährige Geschichte. In den 1950er Jahren entstand auf dem jetzigen Gelände des Kreisschulheimes ein Lager für Kinder, welche während ihrer Sommerferien das Schwimmen erlernen oder ihre Schwimmfähigkeiten verbessern wollten. Zwar hat sich im Laufe der Zeit viel verändert - aber das Ziel der Kinder und Jugendlichen, die heute hierher kommen, ist dasselbe wie früher: Spaß haben, schwimmen lernen, neue Freunde finden. Die Zeitenspringer der DLRG Rügen möchten sich mit der Geschichte des Schwimmlagers auseinandersetzen und im Dialog mit der älteren Generation Wissenswertes zur Historie dieser traditionellen Einrichtung erfragen. Zur Dokumentation ihrer Arbeit werden die zehn Zeitenspringer eine Broschüre über das Schwimmlager und Aufsteller für öffentliche Präsentationen erstellen.

03/11 Jugendförderverein Parchim/Lübz e.V.
Dargelützer Weg 15
19370 Parchim
90 Jahre Lübzer SV - mehr als nur Sport
Der Lübzer Sportverein ist viel mehr als nur ein Fitness- oder Sportverein. Über das langjährige Engagement des Vereins konnten sich Strukturen entwickeln, die für die gesamte Region von großer kultureller, sportlicher und bildungsrelevanter Bedeutung sind. Neben sportlicher Betätigung bietet sich hier für Jedermann die Möglichkeit sich einzubringen und für seine Umgebung tätig zu werden. Die Zeitenspringer haben jedoch bisher eher ein distanziertes Verhältnis zu Sport. Über ihre Projektarbeit möchten sie nunmehr einen Zugang, nicht nur zu sportlicher Betätigung, sondern auch zu verschiedenen Formen der Teilhabe und des Engagements, herstellen. Ziel der Zeitenspringer ist es darzustellen, wie das Engagement im Verein das Leben der Befragten beeinflusste und prägte. Die Präsentation der Ergebnisse soll in Form einer Foto- und Filmdokumentation erfolgen.

03/11 Vereinigte Bürgerinitiative Toitenwinkel e.V.
Jugendgarten "Alte Schmiede"
Hölderlinweg 10
18147 Rostock
Als Uroma zur Schule ging
Im Rahmen eines Theaterprojekts möchten die 16 Zeitenspringer aus Rostock ihren Schulalltag mit dem ihrer Urgroßeltern vergleichen. Es soll erforscht werden, wo die Urgroßeltern zur Schule gingen und wie die damalige Schulsituation im Wohngebiet war. Verglichen werden sollen die Schulwege, die Schuluniformen und die Größe der Klassen. Die Zeitenspringer werden die Bewohnerinnen und Bewohner eines Altenheims zu ihren Erinnerungen befragen. Bereits an Weihnachten haben die Jugendlichen ein gemeinsames Projekt mit dem Altenheim durchgeführt und sowohl die Zeitenspringer, als auch die Seniorinnen und Senioren freuen sich auf eine erneute Zusammenarbeit. Die Ergebnisse des Projektes werden auf einer Schautafel dargestellt und natürlich auf der Theaterbühne der Öffentlichkeit präsentiert.

03/11 Diakoniewerk Stargard gGmbH
JZ "Blue Box"
Bruchstr. 15
17235 Neustrelitz
Borwinheim
Das Borwinheim, welches kürzlich erst sein 100jähriges Jubiläum feierte, ist aus der Stadt Neustrelitz nicht wegzudenken. Im Zentrum der Stadt vereint es das Leben der Stadtkirchgemeinde und vielfältiger sozialer Hilfsangebote unter einem Dach. Am 1. November 1910 wurde das Haus in Betrieb genommen. Die Geschichte des Hauses ist erstaunlich und interessant – und zwar deshalb, weil christlicher Glaube und diakonisches Handeln hier seit nunmehr 100 Jahren zusammengehören. Auch das Jugendzentrum "Blue Box" befindet sich im Borwinheim. Die fünf Zeitenspringer des "Blue Box" wollen gerne mehr über die Historie des Hauses erfahren und festhalten. In Zeitzeugeninterviews und mittels Recherchen werden sie umfangreiche Informationen zusammen tragen, die zu einem Dokumentarfilm über die Einrichtung aufbereitet werden sollen.

03/11 Ev. Jugend im Kirchenkreis Güstrow, Region Süd
Zierker Str. 22
17235 Neustrelitz
Das Leben und Wirken von Pfarrer Dr. Bernhard Schwentner
Der katholische Pfarrer Dr. Bernhard Schwentner wurde 1943 wegen angeblicher staatsfeindlicher Äußerungen verhaftet und zum Tode verurteilt. Gleichzeitig war der Pfarrer auch Militärseelsorger in der Flieger Erprobungsanstalt in Rechlin, in welcher er regelmäßig Gottesdienste abhielt. Von dort stammte auch derjenige, welcher den Geistlichen denunzierte und damit seine Verhaftung und die darauffolgende Hinrichtung mit zu verantworten hat. Aber wie kam es dazu? Warum wurde der Pfarrer trotz seines Ansehen welches er genoss, denunziert? Und warum hat sich keiner von den Offizieren für ihn eingesetzt? All dies sind Fragen, auf welche die acht Zeitenspringer hoffen, mittels Zeitzeugenbefragungen und Archivrecherchen Antworten zu finden. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit sollen in einem Film zusammengefasst und dokumentiert werden.

03/11 Nordlicht-Schule Rostock
Ratzeburger Str. 9
18109 Rostock
Das Schicksal abgesprungener amerikanischer Flieger im Großraum Rostock 1944
An mehreren Beispielen wollen die Zeitenspringer das Schicksal abgeschossener amerikanischer Flieger im Großraum Rostock im Jahr 1944 erforschen. Die Jugendlichen werden außerdem versuchen, die näheren Umstände von in Gefangenschaft geratenen Soldaten aufzuklären. Es gab jedoch nicht nur unterschiedliche Formen von Übergriffen auf die Gefangenen, sondern auch Beispiele für die Rettung junger Amerikaner. Wichtige Informationen und Materialien zum Thema hoffen die Jugendlichen von Zeitzeugen und mittels Archivrecherchen zu erhalten. Als Form der Präsentation soll eine Ausstellung angefertigt werden. Für den Einsatz im Unterricht wird zusätzlich eine PowerPoint-Präsentation angefertigt. Außerdem planen die Zeitenspringer an den Orten der erfolgten Kriegsverbrechen zum Gedenken an die tapferen Kriegshelden Gedenksteine zu errichten bzw. Informationstafeln aufzustellen.

03/11 Stadt Sassnitz
Hauptstr. 33
18546 Sassnitz
Die wundersame Verwandlung des Hotels zum Fahrnberg
Mit der Entdeckung der Heilfähigkeit von Kreide und Ostseeluft entwickelte sich aus dem einstigen Fischerdorf Sassnitz ein Ort mit langjähriger Bädertradition. Es entstanden schöne Hotels und Pensionen. So auch das "Hotel zum Fahrnberg". Es wurde um die Jahrhundertwende des 19./20. Jh. errichtet und zog wegen seiner romantischen Lage unter anderem den Schriftsteller Theodor Fontane und den Komponisten Johannes Brahms an. Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurde das Hotel zur "Landesführerschule" umfunktioniert. Nach Kriegsende diente die einstige Herberge als Lazarett und später als Krankenhaus. Die Zeitenspringer werden sich auf eine spannende Zeitreise begeben und die wechselvolle Historie des Hauses erforschen und dokumentieren. Entstehen soll ein virtueller Stadtführer, in welchem das Haus sowie andere Bauwerke und deren Geschichten vorgestellt werden.

03/11 Migra Dialog e.V.
Heidering 27
18182 Gelbensande
Dörfliche Kultur- und Sozialeinrichtungen im Wandel der Zeit
In Gelbensande vollzieht sich gerade - wie auch anderenorts in der Region - ein starker demografischer Wandel. Solche Veränderungen gab es in der Geschichte schon immer. Aber wie kommen derartige Veränderungen zustande und welche Auswirkungen haben sie? Den Jugendlichen soll während ihrer Forschungsarbeit bewusst werden, vor welche Herausforderungen der demografische Wandel Gemeinden stellt. Untersucht und erforscht werden soll insbesondere die Veränderung von wichtigen Einrichtungen im Zeitraum 1950 bis 2011. In Gelbensande allein wurden im Jahr 2011 zwei Einrichtungen umgenutzt bzw. abgerissen: die Kita und das Dorfgemeinschaftshaus. Parallel dazu werden beide Einrichtungen neu und zeitgemäßer errichtet. Zur Neueröffnung der beiden Häuser sollen die Projektergebnisse der Öffentlichkeit in einer Ausstellung vorgestellt werden.

03/11 Kuljugin - Kulturelle Jugendarbeit u. Integration e.V.
Bernhard-Schwentner-Str. 18
19061 Schwerin
Ein Knoten gegen das Vergessen
Schiffbau und Handel spielen in Hansestädten wie Rostock und Wismar - aber auch für die gesamte Region seit jeher eine große Rolle. Die Häfen sind für das Wirtschaftseinkommen und die touristische Entwicklung ein wichtiger Faktor. Sowohl der Schiffbau als auch die Häfen selbst bieten vielen Menschen Arbeitsplätze. Auch die Seefahrt selbst ist eine äußerst spannende Sache, über welche die Jugendlichen unbedingt mehr herausfinden möchten. Die Zeitenspringer, welche selbst nicht an der Küste leben, möchten mit Seeleuten sprechen und sich von deren Arbeit erzählen lassen. Natürlich wollen die Jugendlichen auch ein paar Seemannsknoten erlernen. Außerdem soll erforscht werden, wie sich der Schiffsbau und die Schifffahrt über die Jahrhunderte entwickelten und die Region beeinflussten. Die Jugendlichen werden ihre Arbeit in einem Fototagebuch in Wort und Bild festhalten.

03/11 All Pütter gGmbH
Am Wirtschaftshof 11a
19386 Greven
Ein Mecklenburger Gut in 80 Jahren
In Mecklenburg existierten früher viele Güter mit großen Ländereien. Einige von ihnen gibt es noch heute – so auch das Gut Greven und das Gut Herzberg, welches heute unter "Gut Herzberg Kruse KG" firmiert und ein landwirtschaftlicher Betrieb ist. Auf dem benachbarten Gut Greven ist der Kinder- und Jugendpark beheimatet. Da die Jugendlichen leider kaum etwas über die Geschichte ihrer Heimat und die Güter wissen, möchten sie in deren Geschichte eintauchen und diese erforschen. Im Mittelpunkt der Zeitreise steht die Entwicklung von Gut Herzberg nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sowie die landwirtschaftliche Entwicklung der Heimatregion der Zeitenspringer. Das in Zeitzeugenbefragungen und Recherchen zusammen getragene Material soll in einer Ausstellung auf den Gütern Greven und Herzberg in der Öffentlichkeit zu sehen sein.

03/11 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Es klappert die Mühle ...
Die Mühle in Ferdinandshof ist ein historisches Gebäude, welches unter Denkmalschutz steht. Über die Geschichte der Mühle wurde bisher nichts recherchiert und veröffentlicht. Die Zeitenspringer möchten in ihrem Projekt gerne die Historie dieses wichtigen Baudenkmals recherchieren und mit ihrer Arbeit einen Beitrag leisten, die Ortschronik von Ferdinandshof um diesen Teil zu vervollständigen. Die Tatsache, dass die still gelegte und immer mehr verfallende Mühle sowie das umliegende Land nun zum Verkauf stehen, macht die Forschungsarbeit für die Jugendlichen umso interessanter. Im Kreisarchiv, in Kirchenarchiven und beim Denkmalamt sollen wichtige Informationen gesammelt werden. Die als Projektdokumentation geplante Ausstellung soll öffentlich präsentiert werden und der interessierten Bevölkerung zugänglich sein.

03/11 Jugend- und Freizeitzentrum Blankensee e.V.
Bahnhof 1
17237 Blankensee
Geschichte der MFWE (Mecklenburgische Friedrich Wilhelm Eisenbahn)
Das Jugendzentrum befindet sich in einem Gebäude direkt am Bahnhof Blankensee gelegen. In den letzten Jahren wurde von jugendlichen Besuchern des Öfteren Fragen nach der Geschichte und der Bedeutung der alten Schienentraße gestellt. Was die Zeitenspringer bereits wissen ist, dass die Inbetriebnahme der Bahn zu Anfang des letzten Jahrhunderts dem kleinen Ort zu einer Blütezeit verhalf. Die Zeitenspringer wollen nun die Veränderungen im Ort im Detail erforschen. Die Geschichte der Streckenerrichtung und der Bahn selbst soll ebenfalls näher beleuchtet werden. Auch die Zeit nach 1947 ist für die Jugendlichen interessant, da ein Großteil der Strecke nach dem Zweiten Weltkrieg als Reparationsleistung nach der UdSSR verbracht wurde. Eine Dauerausstellung wird die Projektergebnisse der zehn Jugendlichen zusammenfassen und dokumentieren.

03/11 Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, OG Rostock e.V.
Schiffbauerring 6
18109 Rostock
Geschichte und Geschichten von Spätaussiedlern in Deutschland
In Rostock leben viele Familien von Spätaussiedlern. Vielen Einheimischen jedoch sind die Geschichte(n) und Schicksale der Spätaussiedler kaum bekannt. Vor dem Hintergrund der starken Abwanderung aus Mecklenburg-Vorpommern - jährlich müssen viele Jugendliche ihre Heimat verlassen, um eine Lehrstelle zu finden - möchten die Zeitenspringer die Schicksale derer, die einst ebenfalls ihre Heimat verlassen mussten, erforschen. Durch das Ansprechen dieser Thematik möchten die Jugendlichen den Einheimischen eine Vorstellung davon vermitteln was es heißt, seine Heimat zu verlassen und welche Konsequenzen daraus erwachsen können. Besonders verdeutlicht werden soll dies an der Geschichte der Russlanddeutschen. Aus Zeitzeugeninterviews sowie recherchiertem Bild- und Textmaterial soll eine Ausstellung entstehen, welche der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

03/11 Caspar David Friedrich Schule
Usedomer Weg 1
17493 Greifswald
Greifswalder Kindheitserinnerungen
Die 24 Zeitenspringer haben sich zum Ziel gesetzt zu erforschen, wie sich die Lebenswelt in Greifswald aufgewachsener Kinder während der letzten 100 Jahre verändert hat. Die Jugendlichen möchten Kindheitserinnerungen ihrer Eltern und Großeltern erfragen, analysieren und mit der heutigen Situation vergleichen. Welche Spiele spielten die verschiedenen Generationen, welche Spielzeuge hatten sie - und wie sah ihr Alltag aus? Woran erinnern sich die Erwachsenen heute und was prägte ihre Kindheit? Die Projektergebnisse werden anlässlich der Sonderausstellung "Hereinspaziert! Staunen und Spielen... Kindheit, Spiele, Spielzeug im 19. Jahr-hundert" im Pommerschen Landesmuseum präsentiert. Außerdem planen die Jugendlichen, eine Serie von Zeitzeugeninterviews in Kooperation mit der "Ostseezeitung" zu veröffentlichen.

03/11 Ev. Arbeit mit Kindern u. Jugendlichen / Regionalstelle Güstrow
Domplatz 13
18273 Güstrow
Jugendleben in der alten Scheune
Die alte Pfarrscheune, welche gerade zu einem Dorfgemeinschaftszentrum umgebaut wird, war in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ein zentraler Ort kirchlicher Jugendarbeit in der Region. Aber wie sah damals, vor so vielen Jahren, die kirchliche Jugendarbeit aus? Und wie verbrachten die Großeltern der zwölf Zeitenspringer früher überhaupt ihre Freizeit? Welche Ziele und Träume hatten die Jugendlichen damals? All dies gilt es zu erforschen und zu dokumentieren. In Interviews werden die Jugendlichen die Erinnerungen ihrer Großeltern erfragen und festhalten. Weitere wichtige Informationsquellen werden Kirchen- und Schularchive sowie Orts-chroniken sein. Aus den zusammen getragenen Informationen sowie Bild- und Textmaterialien planen die Zeitenspringer eine Dauerausstellung anzufertigen.

03/11 Rostocker Freizeitzentrum e.V.
Kuphalstr. 77
18069 Rostock
Kinder- und Jugendbürgermeister - gestern und heute
Seit 2008 gibt es in der "Kinderstadt-Rostock" eine von Kindern gewählte Bürgerschaft, bestehend aus Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 - 12 Jahren. Die Bürgerschaft lenkt die Geschicke in ihrer "Spielestadt" nach demokratischen Regeln und zunehmend selbstständig. Bei den Zeitenspringern warf dies die Frage auf, wie sich früher die Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen gestalteten. Die Zeitenspringer möchten sich bei ihren Forschungen besonders auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrieren und Zeitzeugen ausfindig machen, die sich als Jugendliche in der Nachkriegszeit aktiv für die Durchsetzung ihrer Interessen einsetzten. Im direkten Vergleich sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu heute festgestellt werden. Die Projektergebnisse werden in einer PowerPoint- bzw. einer Fotodokumentation bei der Wahl zur neuen Bürgerschaft in der "Kinderstadt" vorgestellt.

03/11 Rostocker Stadtjugendring e.V.
Kuphalstr. 77
18069 Rostock
Rostocker Polit-Kalender
Jugendliche halten sich oft an öffentlichen Plätzen ihres Heimatortes auf, ohne etwas über deren Geschichtsträchtigkeit zu wissen. Um das zu ändern, werden die Zeitenspringer des "Stadtjugendring Rostock e.V." in Kleinteams selbst gewählte, politisch bedeutsame Orte in ihrer Heimatstadt erkunden und deren Geschichte(n) dokumentieren. Mittels künstlerischen Ausdrucksformen in Form von Fotos, Collagen, Zeichnungen, ergänzt um Daten, Fakten und Hintergrundinformationen sollen politische Ereignisse und historische Orte festgehalten werden. Die Forschungsarbeit soll dazu beitragen, den Heimatort unter dem Gesichtspunkt dieser historisch wichtigen Orte und Ereignisse zu betrachten und wert zu schätzen. Aus den gesammelten Materialien soll ein Kalender angefertigt werden, der im Internet für alle Interessierten ständig verfügbar ist. Ein Talk beim Rostocker Lokalsender LOHRO soll die Öffentlichkeit auf die Arbeit der Jugendlichen aufmerksam machen.

03/11 Gerhart-Hauptmann-Gymnasium
Dahlmannstr. 40
23966 Wismar
Schule vor und nach der Wende
Bereits seit dem Jahr 1903 – also seit nunmehr 108 Jahren wird das Gebäude des Gerhart-Hauptmann-Gymnasium als Schule genutzt. Eine lange Zeit... Die heutigen Schülerinnen und Schüler möchten gerne wissen, wie die Generationen vor ihnen die Zeit auf ihrer Schule erlebt haben und wie der Schulalltag früher hier ausgesehen hat. Die Zeitenspringer wollen insbesondere die Zeiten von 1949 bis 1989 und von 1989 bis heute miteinander vergleichen und dokumentieren. Die Grundlage für die Forschungsarbeit bilden vorliegende Materialien über die Schule, wie Fotos und Grundrisse sowie weiteres Archivmaterial. Lebendige Geschichten aus dem Schulalltag vergangener Zeiten werden die Jugendlichen in Zeitzeugeninterviews zusammen tragen und festhalten. Die Projektergebnisse sollen in einer PowerPoint-Präsentation und auf der Schulhomepage vorgestellt werden.

03/11 SV Warnemünde Fußball e.V.
Wismarsche Str. 43-45
18057 Rostock
Sport im Seebad Warnemünde bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges
Eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen aus Warnemünde betreiben in ihrer Freizeit regelmäßig und gerne Sport. Zum Jahresende 2009 waren etwa 550 Kinder und Jugendliche in sechs Sportvereinen aktiv. Wenig wissen die jungen Sportlerinnen und Sportler jedoch über die Geschichte und die Entwicklung der sportlichen Aktivitäten in Warnemünde bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. An Hand von konkreten Beispielen sollen die geschichtlichen Geschehnisse erforscht werden. Die zusammen getragenen Projektergebnisse sollen im Rahmen einer Ausstellung, beispielsweise im Heimatmuseum Warnemünde, oder in einer Broschüre veröffentlicht werden. Zusätzlich sollen die Informationen Sportinteressierten im Internet zugänglich gemacht werden.

03/11 UmWeltSchule Rügen e.V.
Schulstr. 19
18573 Dreschvitz
Spurensuche
Auch wenn die Spurensuche der Zeitenspringer mit Familienerinnerungen beginnt, setzen sich die Kinder im weiteren Projektverlauf doch zunehmend mit grundlegenden Fragen auseinander. Von ihren Großeltern möchten die Jugendlichen wissen: Warum haben sie früher bestimmte Entscheidungen getroffen? Und wie sahen die Lebensumstände aus, die zu diesen Entscheidungen beigetragen haben? Die Antworten auf diese Fragen sollen bei den Jugendlichen ein tieferes Verständnis für historische und regionalgeschichtliche Zusammenhänge wecken. Die Projektergebnisse werden in einer ganz besonderen Form der Öffentlichkeit präsentiert. Eine abendfüllende Tanz-Theater-Choreografie soll in mehreren öffentlichen Vorstellungen dem Publikum präsentiert werden. Die Inszenierung beinhaltet auch eine filmische Bearbeitung des Themas in Form von Videosequenzen. Zusätzlich soll ein Film gedreht werden, der das Ergebnis Arbeit dokumentiert.

03/11 Ev. Schule "Dr. E. Schwerin" Hagenow
Am Prahmer Berg 20
19230 Hagenow
Stolpersteine für Hagenow
In den vergangenen Jahren haben die Zeitenspringer im Rahmen ihrer Projektarbeit die Geschichte(n) der jüdischen Familien Sommerfeld und Davidsohn aus Hagenow erforscht und aufgearbeitet. Entstanden sind interessante, informative und bewegende Projektdokumentationen über die beiden Familien. Um ihre Projektarbeit weiterzuführen - und vor allem das Schicksal der beiden Familien in der Öffentlichkeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen - möchten die Zeitenspringer nun etwas ganz besonderes beitragen: Es sollen Stolpersteine für die Familien Davidsohn und Sommerfeld in Hagenow verlegt werden. Dazu möchten die Jugendlichen ihren aktiven Beitrag leisten: Sie wollen Geld für die Verlegung der Stolpersteine sammeln und Kontakt zu Gunter Demnig (dem Initiator dieser bundesweiten Aktion) sowie der Stadtverwaltung aufnehmen, damit das Projektziel - die Verlegung dieser Gedenksteine - bald verwirklicht werden kann.

03/11 Bürgerkomitee Südstadt e.V.
Jugend- und Familienzentrum "Club am Süd
19370 Parchim
Vom Kuhstall zum renommierten Jugend- und Familienzentrum
Als älteste Jugend- und Familieneinrichtung hat sich der "Club am Südring" u.a. mit soziokulturellen und gemeinwesenorientierten Projekten einen Namen gemacht. Auch als freier Träger der Jugendhilfe ist der Club etabliert und ein wichtiger Akteur in der Gemeinde. Aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Einrichtung werden die Zeitenspringer die Geschichte des Gebäudes und der Einrichtung recherchieren und festhalten - da den Jüngeren bisher kaum etwas über die Historie bekannt ist. Einst soll das Gebäude sogar ein Kuhstall gewesen sein... Die älteren Einwohnerinnen und Einwohner im Ort wissen sicher viel Interessantes über das Gebäude und dessen Geschichte(n) zu berichten. Ergänzende Informationen sollen in Archiven recherchiert werden. Die Projektergebnisse werden in einer Broschüre oder in einem Flyer veröffentlicht sowie in einer Diashow öffentlich präsentiert.

03/11 ASB OV Hagenow / Ludwigslust e.V.
Augustenstr. 5
19230 Hagenow
Warum und wohin verschwand der erste Landrat des Kreises Hagenow 1948?
Bernard Pfaffenzeller arbeitete von 1945 bis 1948 als erster Landrat des Kreises Hagenow. Er war eine politische und engagierte Größe in der Nachkriegsgeschichte Hagenows. Sein politisches Engagement, sein Mut und seine Courage kosteten ihn am Ende das Leben. Die DDR-Diktatur sorgte für das Verschweigen seines Verschwindens und seines Wirkens. Bis heute kennt kaum ein Hagenower seinen Namen oder die Geschichte hinter diesem couragierten Mann. Damit dies in Zukunft nicht mehr so ist, begeben sich die Zeitenspringer des ASB Hagenow auf die Spuren Bernard Pfaffenzellers und werden sein Wirken und sein Vermächtnis erforschen und dokumentieren. Die Jugendlichen planen zwei Wanderausstellungen anzufertigen, welche in öffentlichen Gebäuden und Schulen zu sehen sein sollen.

03/11 FV Peenebunker Wolgast e.V.
c/o Jugendhaus Wolgast
Am Paschenberg 16
17438 Wolgast
Wenn die Steine erzählen
Die Zeitenspringer werden im Rahmen ihrer Projektarbeit die Geschichte des schwedischen Kaufmanns und Steinmetz Johann Carlsson erforschen, der Anfang des 20. Jahrhunderts Wolgaster wurde. Seine Arbeiten sind in Form von Steinmetzearbeiten, wie z.B. Gedenksteinen, in der ganzen Welt vertreten und haben Wolgast bekannt gemacht. Der Wolgaster Verein "Vielfalter e.V. intergenerativ leben" hat seinen Sitz im ehemaligen Wohnhaus der Familie Carlsson. Hier entstand während einer Diskussion mit den Zeitenspringern auch die Idee zum Projekt. Die Jugendlichen erfuhren im Gespräch, dass der Grabstein des bekannten Steinmetz ein-fach "entsorgt" werden sollte. Um Johann Carlsson und seine Werke nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, werden die Zeitenspringer einen Film mit Interviewmaterial - u.a. von einem Enkel Carlssons - und eine Foto-ausstellung anfertigen.

03/11 Schweriner Jugendring e.V.
Dr. Külz-Str. 3
19053 Schwerin
Wie junge Menschen den Todesmarsch von Schwerin erlebten
Die Idee zu diesem Projekt kam den Jugendlichen während eines Gespräches mit einem jüdischen Zeitzeugen, welcher als 15jähriger den Todesmarsch von Schwerin überlebe. Bewegt und erschüttert von den Erzählungen dieses Zeitzeugen, wollen die Jugendlichen noch mehr Menschen befragen, die damals als Kinder den Todesmarsch vor Raben-Steinfeld miterlebten. In den umliegenden Dörfern müssen viele Menschen den Marsch gesehen haben. Was ging in ihren Köpfen vor? Und wie haben sie diesen Teil des Kriegsendes erlebt? Aus verschiedenen Zeitzeugenberichten soll ein Dokumentarfilm entstehen, der im Unterricht gezeigt werden soll. Unterstützung erhalten die Jugendlichen von einem professionellen Kameramann und der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern mit ihren offenen Kanälen.

03/11 Netzwerk für Demokratie und Courage, Regionalstelle Ostsachsen e.V.
Dr. Maria-Grollmuß-Str. 1
02625 Bautzen
Auf den Spuren der Via Regia im 20. Jahrhundert
Görlitz liegt unmittelbar an der Via Regia, einem seit Jahrhunderten sehr wichtigem Handelsweg, welcher einst von Kiew bis nach Santiago de Compostela führte. Die Via Regia verband Ost- und Westeuropa und war über Jahrhunderte ein Weg des interkulturellen Austauschs. Im Jahr 2011 feiert Görlitz in seiner 3. Sächsischen Landesausstellung ein besonderes Jubiläum: "800 Jahre Via Regia". Dieses Ereignis nehmen die acht Zeitenspringer aus Bautzen zum Anlass, die Geschichte der Via Regia zu erforschen und jugendgemäß aufzubereiten. Das Projektziel der Teilnehmenden ist ein Wissens- und Strategiespiel zur Via Regia sowie der Geschichte, der Gegenwart und den Zukunftschancen von Görlitz und der Oberlausitz. Das Spiel wird öffentlichkeitswirksam präsentiert und anschließend Schulen und Jugendeinrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

03/11 JuCo gGmbH, Mobile Jugendarbeit "Morast"
Hauptstr. 17
01640 Coswig
Den Schienen auf der Spur
Die Kleinbahn war im 19. Jahrhundert das einzige Transportmittel für Industriegüter und Rohstoffe sowie das wichtigste Verkehrsmittel in der Region. Die Zeitenspringer kennen die Kleinbahn heute nicht nur als touristische Attraktion in ihrer Heimat, sondern nutzen sie teilweise auch als Verkehrs-mittel. Auf ihrer Zeitreise werden die acht Jugendlichen die Entwicklungsgeschichte der Kleinbahn erforschen und festhalten. Als Partner wollen die Jugendlichen die Gemeindeverwaltung, den Heimatverein sowie den Kulturbahnhof Radeberg gewinnen. Als Projektdokumentation haben sich die Jugendlichen etwas ganz Besonderes ausgedacht: Auf einem freistehenden Betonkörper, der in den 1930er Jahren als Brückenpfeiler für eine Trassenerweiterung im Ortsbereich Radeburg vorgesehen war, soll die Entwicklungsgeschichte der Kleinbahn anschaulich dargestellt werden. Zusätzlich soll eine Broschüre erscheinen.

03/11 Regenbogenbus e.V.
Obere Hauptstr. 18b
09228 Chemnitz
Die Industriegeschichte Wittgensdorfs
In Wittgensdorf - einem Ortsteil von Chemnitz - existierte einst eine vielfältige Industrie, welche sich jedoch vor 20 Jahren, nach der Wiedervereinigung Deutschlands, grundlegend veränderte. Die Eltern und Großeltern der Zeitenspringer haben früher in Wittgensdorf gearbeitet und gelebt. Jedoch gibt es heute hier, an diesem einst so florierenden Industriestandort, kaum noch Arbeitsplätze. Warum das so ist und wie sich der Industriestandort Wittgensdorf im Laufe der Zeit entwickelte, werden die Zeitenspringer im Rahmen ihrer Projektarbeit erforschen und dokumentieren. Als Partner für die Forschungsarbeit der zehn Jugendlichen konnte der örtliche Heimatverein gewonnen werden. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen der Öffentlichkeit in Form einer Ausstellung zugänglich gemacht werden und außerdem im Schulunterricht Verwendung finden.

03/11 Produktionsschule Moritzburg gGmbH
Schlossallee 4
01468 Moritzburg
Ein Kinderheim, ein Jugendwerkhof und was hat die Produktionsschule damit zu tun?
Das einstige Kinderheim in Moritzburg und der 15 km entfernte Jugendwerkhof in Rödern wurden nach der Deutschen Wiedervereinigung geschlossen. Heute findet hier unter anderem das Projekt der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit, die "Neue Produktionsschule Moritzburg" statt. Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer weisen zum Teil gebrochenen Biographien auf. Einige von ihnen stammen aus schwierigen sozialen Verhältnissen oder sind straffällig geworden. Einem Teil der Jugendlichen wäre während der DDR-Zeit sicher die Erfahrung "Kinderheim" oder "Jugend-Werkhof" nicht erspart geblieben. Die Jugendlichen wollen nun die Geschichte und den Umgang mit den Insassen solcher Einrichtungen in der DDR erforschen und gleichzeitig mit dem heutigen sozialen Hilfesystem vergleichen. Dabei soll den Jugendlichen die Unterschiedlichkeit der Systeme deutlich werden die Akzeptanz und Wertschätzung unserer heutigen Gesellschaft gestärkt werden.

03/11 Coswiger Kinderzentrum e.V.
Hauptstr. 6
01640 Coswig
Emil Nacke -Pionier in Sachsen
Emil Hermann Nacke begann ab 1900 als erster Unternehmer Sachsens in Coswig mit der Produktion von Automobilen und gilt daher als Pionier der sächsischen Automobilproduktion in dieser Region. Im Rahmen ihres Zeitensprünge-Projektes werden die Jugendlichen das Leben und Wirken von Emil Nacke erforschen und ihre Ergebnisse in Form eines Films festhalten, der in der Jugendsendung des Lokalsenders „Schülerauge“ gezeigt werden soll. Besonderen Wert legen die Zeitenspringer dabei darauf, neben der Dokumentation der Forschungsphase, auch einen künstlerisch ansprechenden Dokumentarfilm über Emil Nacke zu erstellen, den sie vom Drehbuch bis zum Schnitt selbstständig gestalten.

03/11 Erich-Zeigner-Haus e.V.
Zschochersche Str. 21
04229 Leipzig
Etwas Licht im Dunkel des Holocaust
Während des Holocaust wurden von Leipzig aus ca. 2.000 Personen deportiert, die vorher in sogenannten Judenhäusern wohnen mussten. Um das Andenken an die verschiedenen Opfergruppen aufrecht zu erhalten, möchten die Leipziger Jugendlichen die Lebensgeschichten einer Sintifamilie, einer achtköpfigen jüdischen Familie und eines Juden, der sich seiner Deportation durch Selbstmord entzog, recherchieren. Im Anschluss werden Stolpersteine verlegt, die die Anzahl der inzwischen 75 Stolpersteine in Leipzig, die an die Holocausopfer erinnern, erweitern.

03/11 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Lommatzsch-Neckanitz
Döbelner Str.6
01623 Lommatzsch
Gegen das Vergessen IV
Ein Mahnmal erinnert auf dem Friedhof in Dörschnitz an Menschen, die auf den Todesmärschen aus den Konzentrationslagern, die 1945 durch diese Region führten, umgekommen sind. Im Rahmen ihres Projektes werden die Jugendlichen sich mit der Lebensgeschichte von Ernst Gladtke, einem Berliner Juden beschäftigen, der als ein Opfer der Todesmärsche auf dem Dörschnitzer Friedhof beigesetzt wurde. Ihre Recherchen, die Befragung von Zeitzeugen und einen Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt werden die Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Videokamera festhalten und einen Film aus dem gesammelten Material zusammenstellen. Darüber hinaus wird eine Broschüre erstellt und ein Ausstellungshänger in der Lommatzscher und Dörschnitzer Kirche präsentiert werden.

03/11 Internationales Kinder- und Jugendparlament "Neiße"
Hochwaldstr. 21 b
02763 Zittau
Geschichte eines Grenzdorfes
Das ehemalige Grenzdorf Ullersdorf – gelegen im Dreiländer-Eck Deutschland, Polen und Tschechien – ist heute bereits zum Teil mit Gras überwachsen. Schon seit Jahrhunderten leben die Menschen in der Heimatregion der Zeitenspringer an und mit Grenzen. Ullersdorf ist jedoch ein gutes Beispiel dafür, dass geografische Grenzen kein Hindernis für ein freundschaftliches, kooperatives und respektvolles Miteinander von Menschen unterschiedlicher Nationen sind. Die Zeitenspringer werden die Geschehnisse in dem teilweise nicht mehr vorhandenen Grenzdorf mit dem Fahrrad "erFahren" sowie mittels Archivrecherchen und in Interviews wichtige Informationen zusammentragen und sichern. Das Endergebnis der Forschungsarbeit, welche in Wort und Bild festgehalten wird, sollen Stelltafeln für den Außenbereich sein, die als Wegbegleiter für einen Fahrradweg installiert werden.

03/11 DRK, KV Görlitz Stadt und Land e.V.
Ostring 59
02828 Görlitz
Geschichte industrieller Unternehmungen Reichenbachs
Viele ehemalige industrielle Produktionsstätten in Reichenbach stehen heute leer und sind Verfall und Vandalismus preisgegeben. Im Rahmen ihres Zeitensprünge-Projektes werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Geschichte dieser Orte nachgehen und eine Photodokumentation erstellen, die im Rathaus von Reichenbach präsentiert werden wird. Auch ein kurzer Radio- bzw. Filmbeitrag, ein „Ehemaligentreffen“ sowie eine Broschüre und die Veröffentlichung eines Artikels in der Heimatrundschau sind geplant. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Reichenbach und dem Kulturbund Reichenbach/Oberlausitz werden die Zeitenspringer dafür in Archiven recherchieren, sowie einen Ortschronisten und Zeitzeugen interviewen.

03/11 SLP Stadtteil Leipzig-Probstheida gGmbH
Bockstr. 5
04289 Leipzig
Leipzig Probstheida 1988 bis heute - Was ist aus unserem Stadtteil geworden?
Die Zeitenspringer werden sich im Rahmen ihrer Projektarbeit mit den historischen Veränderungen in Leipzig-Probstheida auseinandersetzen. So soll die von Hans Christian Manschatz 1988 herausgegebene Chronik "775 Jahre Probstheida" durch die Arbeit der Jugendlichen fortgeführt werden. Seit dem gesellschaftlichen Umbruch und dem Fall der Mauer hat sich viel im Ort verändert. Mittels Archivrecherche werden sich die Jugendlichen ein geschichtliches Basiswissen zu ihrem Heimatort aneignen und natürlich Material sammeln. Anschließend werden die Zeitenspringer ältere Einwoh-nerinnen und Einwohner Probstheidas zu geschichtlichen Ereignissen befragen. Die Ergebnisse des Projektes werden in Form einer Broschüre veröffentlicht, welche der Stadtteilbibliothek zur Verfügung gestellt werden wird. Außerdem wird eine Zusammenfassung auf der Homepage des Bürgerverein Probstheida veröffentlicht.

03/11 Verein HELP e.V.
Am Bahnhof 1
08280 Aue
Mythen und Sagen im Erzgebirgskreis
Das Projektziel der vier Zeitenspringer ist die Erforschung von Sagen und Erzählungen aus ihrer Heimatregion: dem Erzgebirge. Gerade diese Region brachte in der Vergangenheit - unter anderem bedingt durch den Bergbau und der damit verbundenen Symbolik - eine Vielzahl an Erzählungen, Mythen und Sagen hervor. Aber wo genau kommen diese her? Welche Helden brachten sie hervor und wie entstanden sie? Neben Zeitzeugenbefragungen und Archivrecherchen werden die Projekt-teilnehmerinnen und -teilnehmer Wissenswertes vor Ort erforschen und die "sagenhaften" Orte ihrer Region hautnah erleben. Geplant sind u.a. Nachtwanderungen sowie Exkursionen in Burgen, Schlösser, Bergwerke und Höhlen. Als Ergebnisdokumentation soll ein illustriertes Buch mit Repor-tagen der Zeitenspringer und einer Sammlung von Erzählungen und Sagen entstehen.

03/11 BSZ für Gastgewerbe Dresden, Berufliches Gymnasium
Ehrlichstr. 1
01067 Dresden
Rezepte mit Geschichten
Als Folge des Zweiten Weltkriegs waren viele Menschen gezwungen, ihren ursprünglichen Wohnort zu verlassen und sich andernorts ein neues Leben aufzubauen. Trotz der räumlichen Veränderungen haben sie viele Kochrezepte aus ihrer Heimatregion mitgenommen und bewahrt. Im Rahmen ihres Projektes gehen die Jugendlichen durch die Befragung von Zeitzeugen auf Spurensuche nach verschiedenen Rezepten und werden ihre Ergebnisse in Form eines Buches dokumentieren, sowie die Rezepte im Rahmen einer Kochshow auch praktisch umsetzen. Besonderes Interesse haben die Zeitenspringer dabei an solchen Rezepten, die auch heute noch Anwendung in der privaten und gastronomischen Küche finden.

03/11 Förderkreis Wittichenauer Pfadfinder e.V.
Am Bahnhof 3
02997 Wittichenau
Schicksal jüdischer Familien aus Wittichenau in der Zeit des Nationalsozialismus
Das Leben zweier jüdischer Familien, die zur Zeit des Nationalsozialismus in Wittichenau lebten und mit unterschiedlichem zukünftigen Schicksal aus der Stadt verschwanden – das wollen die Jugendlichen im Rahmen ihres Zeitensprünge-Projektes einer genauen Betrachtung unterziehen und durch eine kleine Ausstellung dokumentieren. Mit Hilfe der Recherche in Archiven und Gesprächen mit Zeitzeugen sollen dafür die Biografien der Familienmitglieder rekonstruiert werden. Um zusätzlich zum konkreten Schicksal der beiden Familien etwas über jüdische Geschichte, Religion und Kultur zu erfahren, werden die Zeitenspringer die Synagoge in Dresden und die Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Sachsen – HATiKVA - besuchen. Als ein weiterer Höhepunkt des Projektes ist zudem ein Besuch in Berlin mit Besichtigung des Jüdischen Museums und des Holocaust-Mahnmals geplant.

03/11 AGJF Sachsen e.V.
Neefestr. 82
09119 Chemnitz
Vom Lichtspielhaus zum Multiplex - Chemnitzer Kinos im Wandel der Zeit
Die Geschichte des Kinos in Chemnitz kann auf eine über 100-jährige Tradition zurückblicken. Bereits 1896 berichtete das „Chemnitzer Tageblatt“ über eine erste Kinovorführung in der Stadt. Die Zeitenspringer haben sich daher vorgenommen, der Geschichte der Chemnitzer Kinos und der Bedeutung des Mediums Film in verschiedenen Zeitepochen auf den Grund zu gehen. Auf der Basis von recherchierten Informationen, Zeitzeugeninterviews und historischem Bild-, Foto- und Tonmaterial werden die Jugendlichen einen eigenen Film zusammenstellen, der im Rahmen des Sächsischen Jugendgeschichtstag der Öffentlichkeit präsentiert und auf der Videoplattform „Youtube“ ein-gestellt werden wird. Darüber hinaus werden die Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer eine inter-aktive Karte mit ehemaligen und aktuellen Chemnitzer Kinostandorten erstellen und im Internet veröffentlichen.

03/11 Sächsische Landjugend e.V.
Bautzner Str. 41 HH
01069 Dresden
Wassermühlen an der Röder
An den Flussläufen der Röder entstanden in früheren Jahrhunderten zahlreiche Mühlen, welche die Kraft des Wassers zum Mahlen von Getreide nutzten. Momentan existieren noch vier funktionstüchtige Mühlen, die jährlich einen Mühlentag veranstalten. Diesen Tag im Mai werden die Zeitenspringer öffentlichkeitswirksam als Auftakt für ihre Projektarbeit nutzen, bei der sich alles um die Geschichte der Wassermühlen an der Röder dreht. Besonders interessieren sich die Jugendlichen dafür, wie die Mühlen früher genutzt wurden, welche Bedeutung ihnen zukam und welche Rolle sie heute noch spielen. Nach anfänglichen Recherchen wird die Projektgruppe für vier Tage ein Lager an der Rödermühle aufschlagen um vor Ort zu forschen. Ihre Arbeit werden die Jugendlichen mit Videokameras festhalten. Als Ergebnis der Projektarbeit soll ein Dokumentarfilm entstehen und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

03/11 djo - Deutsche Jugend in Europa, LV Sachsen e.V.
Dresdner Str. 162
01705 Freital
Wege des Lebens - ein Filmprojekt
Spätaussiedler bilden im Raum Bautzen die am stärksten vertretene Migrantengruppe. Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer werden sich in ihrem Projekt vergleichend mit den Migrationserfahrungen dieser Menschen beschäftigen und einen Film über dieses Thema produzieren. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei die Bedeutung von Heimat und Identität für Spätaussiedler über mehrere Generationen. Nach der Vorbereitung durch einen 2-tägigen Workshop werden die Zeitenspringer Informationen recherchieren, Interviews führen und Fotos sammeln, sowie ein Drehbuch für den Film erstellen. Als Abschluss des Projektes ist eine große Filmpremiere mit den Familien der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und interessierten Bürgerinnen und Bürgern geplant.

03/11 Station Junger Naturforscher und Techniker e.V.
Prof.-Wagenfeld-Ring 130
02943 Weißwasser
Weißwasseraner Kunstschätze
Die Zeitenspringer der Station Junger Techniker werden der spannenden Frage nachgehen: Welche Kunstschätze gibt es in Weißwasser? Wann und durch wen wurden sie geschaffen? In welchem gesellschaftlichen bzw. politischen Zusammenhang entstanden sie? Ob die Bronzeskulptur im Kindergarten, das Wandbild an der ehemaligen Kaufhalle oder die Holzfigur in der Freizeiteinrichtung - die Kinder und Jugendlichen wachsen mit diesen Kunstwerken auf. Aber oft können jedoch nicht einmal die Eltern ihnen erklären, was das Wandbild der 1970er Jahre aussagen sollte oder wer die Skulpturen schuf. Die Zeitenspringer werden in Archiven recherchieren und Kontakte zu potentiellen Partnern aufnehmen. Zum Glück gibt es auch noch einige Zeitzeugen, die den Jugendlichen Auskünfte zu den Kunstwerken Weißwassers geben können. Die Projektdokumentation soll auf Schautafeln und im Internet erfolgen.

03/11 Heimat- und Kulturverein "Süptitzer Höhen" e.V.
Trossiner Str. 6 A
04860 Süptitz
Wie und was aßen die Süptitzer in alter Zeit
Was und wie haben die Menschen in unterschiedlichen geschichtlichen Epochen und unter unter-schiedlichen Lebensumständen in der Region Torgau und speziell in der Gemeinde Süptitz gegessen? Dieser Frage wollen die Zeitenspringer im Rahmen ihres Projektes auf den Grund gehen und ihre Ergebnisse in einer Power Point Präsentation und in Form einer Broschüre festhalten. Um die dafür notwendigen Informationen zu sammeln, werden die Jugendlichen in Archiven recherchieren, Zeitzeugen aus der Gemeinde und der Region befragen und verschiedene Ausstellungen und Informationsveranstaltungen rund um das Thema besuchen.

03/11 Sprach-Bildungs- und Beratungszentrum e.V.
Stiftstr. 11
08056 Zwickau
Wie? - Hier gabs mal ne Straßenbahn?
Für jugendliche Heranwachsende ist die Geschichte der eigenen Heimatstadt meist unklar, da im Geschichtsunterricht der Schule nur auf überregionale und große geschichtliche Fakten eingegangen wird. In Gesprächen stellten die acht Zeitenspringer des SBBZ e.V. Zwickau fest, dass auch sie nur wenig über das eigene Stadtbild wussten. Das möchten die acht Jungen nun ändern und haben sogar schon einen ersten Zeitzeugen gefunden: Den 90jährigen und noch immer aktiven AG Leiter im Freizeitzentrum. Im Mittelpunkt des Projektes steht die industrielle Entwicklung Wilkau Haßlaus ab 1900. Die Industrialisierung in der Stadt brachte einen Zuwachs der Einwohnerzahlen und daraus resultierende bauliche Veränderungen mit sich. Ihre Projektergebnisse werden die Jungen in Form einer Ausstellung im Rathaus präsentieren.

03/11 Muldentaler Jugendhäuser e.V., FZZ "Schloßaue"
Sörnziger Weg 5
09306 Rochlitz
Willkommen in Rochlitz?! Die Arbeit des Kreisumsiedleramtes
Die Zeitenspringer haben durch die Ausstellung "Unsere neue Heimat Sachsen" im Rathaus Rochlitz erfahren, dass es hier ein "Kreisumsiedleramt" gab. Das fanden die Jugendlichen so spannend, dass sie unbedingt etwas über die Arbeit dieses Amtes herausfinden wollten. Besonders interessant sind für die Zeitenspringer die Geschichten und Schicksale jener Flüchtlinge und Heimatvertriebenen, die damals - nach dem Zweiten Weltkrieg - im gleichen Alter waren, wie die Jugendlichen heute. Die Zeitenspringer möchten erfahren: Wie und warum wurden sie aus ihrer Lebenswelt gerissen? Welche Erinnerungen haben sie an die Flucht und die Eingewöhnung in ihre neue Heimat? Als mögliche Formen der Projektpräsentation haben die Jugendlichen eine Ausstellung, ein Videotagebuch oder eine Fotosammlung ins Auge gefasst.

03/11 Öko-Domäne Bobbe e.V.
Kastanienstr. 9
06369 Osternienburger Land
800 Jahre Anhalt - Zeitgeschichte von damals bis morgen
Köthen/Anhalt ist als ehemaliges Fürstentum, neben Bernburg und Dessau als nächstgelegene Ortschaften, ein wichtiger geschichtlicher Meilenstein in der anhaltischen Landesgeschichte und feiert im Jahr 2012 seinen 800. Geburtstag. Aus diesem Anlass werden sich die Kinder und Jugendlichen mit der Heimat- und Landesgeschichte von Köthen/Anhalt beschäftigen und wichtige Ereignisse und Personen aus 800 Jahren Zeitgeschichte erforschen und dokumentieren. Die gewonnen Informationen werden dann dafür verwendet werden, Zukunftsvisionen zu entwickeln und individuelle und gemeinsame Wunschvorstellungen für eine Welt von morgen zu formulieren. Die Ergebnisse des Projektes werden im Rahmen einer Ausstellung im Gebäude der Landkreisverwaltung in Köthen vorgestellt.

03/11 Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Halberstädter Str. 3
39112 Magdeburg
Am Ende der Strecke - Die Toten auf dem jüdischen Friedhof Hillersleben
Im April 1945 wurde ein Zug mit Häftlingen aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen in Farsleben von den Amerikanern befreit. Diejenigen Insassen dieses Zuges, für die jede Hilfe zu spät kam, wurden auf dem jüdischen Friedhof in Hillersleben begraben. Im Rahmen ihres Projektes werden die Jugendlichen dem Leidensweg dieser Menschen nachgehen und ihre Ergebnisse in schriftlichen Projektarbeiten oder in Form von Kunst-, Film- oder Theaterproduktionen festhalten. Unterstützung erfahren sie dabei durch die jüdische Gemeinde Magdeburg und es konnte bereits Kontakt zu einem Überlebenden in den USA aufgebaut werden.

03/11 Sekundarschule Jessen-Nord
Straße der Jugend 9
06917 Jessen
Das Leben der Umsiedler/Vertriebenen/Flüchtlinge 1945 in Jessen und Umgebung
Die Aufnahmebedingungen und das Leben der Umsiedler, Vertriebenen und Flüchtlinge in Jessen und Umgebung im frühen Sommer 1945 – mit diesem Thema werden sich die Jugendlichen befassen. Menschen aus Jessen und den angrenzenden Dörfern sollen zu diesem Thema interviewt werden. Ein besonderes Interesse haben die Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer dabei an der Befragung von Zeitzeugen, die zum Teil bereits ein sehr hohes Alter erreicht haben und mit hoher Wahrscheinlichkeit schon in wenigen Jahren nicht mehr persönlich Auskunft über diese Zeit und ihre Erfahrungen geben können. Die Ergebnisse der Interviews werden in Form einer Lesemappe festgehalten und es wird eine DVD über die Projektarbeit entstehen.

03/11 Adam-Olearius-Schule
Wilhelmstr. 21-23
06449 Aschersleben
Die Geschichte der St. Stephani-Glocken
Die St. Stephani-Kirche im Herzen der Stadt Aschersleben ist lebendiger Mittelpunkt für viele Aschersleber. Ein Großteil der Bewohner weiß jedoch nicht, dass die Glocken der Kirche im 2. Weltkrieg für die Waffenproduktion eingeschmolzen werden sollten und nur durch den Einsatz eines Pfarrers gerettet werden konnten. Die Jugendlichen wollen mit Online-Beiträgen, Artikeln in der Schülerzeitung und Radiobeiträgen die Geschichte der St. Stephani-Glocken präsentieren und die Bewohner von Aschersleben informieren. Die dafür notwendigen Informationen sollen durch Interviews und im Archiv der Stadt Aschersleben zusammen getragen werden. Alle während des Projektes erstellten Beiträge werden am Ende auf einer CD zusammengefasst.

03/11 Gemeinde Salzatal, POINT Lieskau
Hallesche Str. 3
06120 Salzatal
Die Halle-Hettstedter-Eisenbahn
Die ehemalige Bahnverbindung der Halle-Hettstedter Eisenbahn verläuft unmittelbar am Ortsrand von Lieskau. Die Gleise sind vielen bekannt, das Wissen um deren Bedeutung ist jedoch kaum vorhanden. Mit der Erstellung einer Broschüre und der eventuellen Produktion eines Kurzfilms wollen die Jugendlichen die Geschichte der Halle-Hettstedter Eisenbahn dokumentieren und deren Geschichte durch Emotionen, Erlebnisse und Erfahrungen begreifbar machen. Für die Sammlung der notwendigen Informationen werden historische Fakten recherchiert und Zeitzeugen befragt werden. Das Ergebnis des Projektes soll in dem geplanten Museum über die Halle-Hettstedter-Eisenbahn präsentiert werden.

03/11 Gesellschaft für historische Alltagsgeschichte e.V.
Oberengengasse 10
38855 Wernigerode
Eine Stadtgeschichte hinter den Mauern
Geschichte, die man lebendig erfährt und selber vermittelt, ist besonders spannend. Unter diesem Motto werden die Jugendlichen einen historischen Stadtrundgang durch Wernigerode gestalten und selbst durchführen. Wernigerode soll dabei in seiner ganzen Vielfalt gezeigt und nicht nur auf das Rathaus und das Kleinste Haus reduziert werden. Besondere Aufmerksamkeit wollen die Zeitenspringer darauf legen, dass der Rundgang ihrer Altersstufe entspricht. Mehrere Erkundungsgänge durch Wernigerode und die Recherche im Stadtarchiv dienen als Vorbereitung. Alle Ergebnisse der Stadtrundgang-Recherche werden auch in Form einer Projektmappe dokumentiert.

03/11 Gosecker Sonnenobservatorium e.V.
Burgstr. 53/ Schloss Goseck
06667 Goseck
Goseck - Filmrequisite für die DEFA
In Goseck wurden mit "Schatten über Notre Dame", "Wege übers Land" und "Wahlverwandtschaften" Filme gedreht, die u.a. die Nachkriegszeit ab 1945 thematisieren. Verschiedene Gosecker Bürger fungierten als Komparsen in diesen Filmen und stellten Vieh und Hof für die Dreharbeiten zur Verfügung. Die Jugendlichen werden in ihrem Projekt die Mitwirkung der Gosecker Bürger an den Dreharbeiten dokumentieren und die filmische Darstellung mit den tatsächlichen historischen Ereignissen vergleichen. Neben Gesprächen mit Gosecker Komparsen werden die Zeitenspringer dafür die Drehorte aufsuchen und Kontakt zu an den Filmen beteiligten Schauspielern aufnehmen. Ein besonderes Interesse haben die Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer dabei daran, herauszufinden, welche Bedeutung die Filme für sie heute noch haben.

03/11 Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V.
Roßmarkt 2
06217 Merseburg
Großväterchen, wo sind eigentlich unsere Wurzeln?
Obwohl Russlanddeutsche ein prägender Faktor der Alltagskultur in und um Merseburg sind, ist das Wissen um die kulturellen Wurzeln und die damit verbundenen Lebensentwürfe bei den Russlanddeutschen und einheimischen Jugendlichen kaum vorhanden. Im Rahmen des Projektes werden die Zeitenspringer daher mit Zeitzeugen in den Dialog treten, um Einblicke in die Kultur der Vorfahren von Russlanddeutschen und deren Migrationswege zu bekommen. Die Ergebnisse der Befragungen werden in einer Fotoausstellung, einer Broschüre bzw. einem Fotobuch und einer Artikelserie in der Mitteldeutschen Zeitung und im Merseburger festgehalten. Darüber hinaus sind ein Abschlussforum und verschiedene internationale Treffen mit Zeitzeugen aus Russland und der Ukraine geplant.

03/11 HipHop Netzwerk 4>>WARD e.V.
Kopernikusstr. 8
06449 Aschersleben
Hip-Hop-History-Camp 2.0
Ausgehend von der 90-minütigen Dokumentation „Here we come“ über die Breakdance-Szene in der DDR werden sich die Jugendlichen mit der HipHop-Kultur in der DDR beschäftigen. Mit ihrem Vorhaben wollen die Zeitenspringer dazu beitragen, Interesse an Wendegeschichten im Harz zu wecken. Durch verschiedenste Aktivitäten im Rahmen des Projektes wie z.B. ein Hip-Hop History Camp und einen Workshop zur Hip-Hop-Geschichte und Praxis sollen die Jugendlichen langfristig als Reporter oder Blogger ihres Heimatortes für das HipHop-Netzwerk 4>>WARD e. V. qualifiziert und motiviert werden. Die Ergebnisse der verschiedenen Aktivitäten werden zunächst in Form einer PowerPoint-Präsentation und einer kleinen Foto-Ausstellung festgehalten. Langfristig sollen sie dann auch auf einer Webseite und verschiedenen Internetportalen präsentiert werden.

03/11 PFLUG e.V.
Schlossstr. 6
06886 Lutherstadt Wittenberg
Kindheit und Jugend in 650 Jahren Piesteritz
Der Ortsteil Piesteritz feiert im Jahr 2011 sein 650-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass werden die Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer sich im Rahmen einer Geschichtswerkstatt mit der Geschichte des Ortes seit seiner Entstehung beschäftigen. Anhand von Zeitzeugenberichten, Fotos und Chroniken aus Piesteritz werden die Jugendlichen den Lebensalltag von vor 650 Jahren rekonstruieren und diesen mit dem eigenen Alltag vergleichen. Die gewonnen Erkenntnisse werden dazu genutzt werden, ein historisches Programm mit Spielen und Tänzen aus den vergangenen Jahrhunderten zu erarbeiten, welches bei den verschiedenen Feierlichkeiten zum 650-jährigen Bestehen von Piesteritz aufgeführt werden soll. Darüber hinaus werden die Jugendlichen ihre Ergebnisse in einer Ausstellung festhalten, die im örtlichen Jugendklub präsentiert wird.

03/11 Comeniusschule Halle
Freiimfelder Str. 88
06112 Halle
Ladengeschäfte früher und heute
Eine Fotoausstellung zum Thema „Ladengeschäfte früher und heute“ – das ist das Ziel der Jugendlichen aus Halle. Läden sind soziale Begegnungsstätten und eignen sich daher besonders als Indiz für den Wandel der Gesellschaft und des Sozialraumes. Durch die Recherche im Archiv und die Befragung von Zeitzeugen wollen die Zeitenspringer herausfinden, wie sich ausgewählte Ladengeschäfte verändert haben. Auch alte und aktuelle Fotos von verschiedenen Läden sollen verglichen werden und so ein Bewusstsein bei den Jugendlichen für die Veränderungen ihres Umfeldes geschaffen werden.

03/11 Ökowegschule Kugelberg
Kugelbergring 32
06667 Weißenfels
Pflege des Schütz-Erbes
Das einzige original erhaltene Wohnhaus des Komponisten Heinrich Schütz steht in Weißenfels und wird heute als Museum genutzt. Im Rahmen ihres Projektes werden die Weißenfelser Jugendlichen sich mit der Frage beschäftigen, wie das Erbe von Heinrich Schütz in der DDR und, nach der Wiedervereinigung, in der BRD gepflegt wurde. Mit den durch die Recherche im Archiv und die Befragung von Zeitzeugen gewonnenen Informationen werden die Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer eine Ausstellung vorbereiten, die im Museum „Heinrich-Schütz-Haus“ gezeigt werden wird. Besonderes Interesse haben die Jugendliche dabei daran, die Ausstellung plakativ zu gestalten und eventuell durch ein kleines Wissensquiz das neu gewonnene Wissen der Museumsbesucherinnen und Besucher am Ende der Ausstellung auf die Probe zu stellen.

03/11 "Europaschule" Gymnasium Gommern
Magdeburger Str. 26
39245 Gommern
Veränderung - Fluch oder Chance?
Den Veränderungen der Traditionen und Lebensstile der Region um Gommern von der Vorkriegszeit bis zur Gegenwart wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Grund gehen und eine Ausstellung zu diesem Thema vorbereiten. Familien, Vereine und Schule stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses. Bei der Durchführung von Zeitzeugeninterviews und der Erstellung von Schautafeln, Kurzfilmen und Chroniken werden die Sechstklässler unter anderem durch Mentoren aus der 11. Klasse unterstützt.

03/11 Kreisvolkshochschule Mansfeld-Südharz e.V.
Karl-Liebknecht-Str. 31
06526 Sangerhausen
Was die Mansfelder noch nicht wissen - Spannendes aus meiner Heimat
Der Lokalteil des, von der Buchdruckerei Hohnstein herausgegebenen „Mansfelder Grafschaftsanzeiger“, ist eine hervorragende Quelle für die Heimatgeschichte der Region Mansfeld-Südharz. Die Jugendlichen werden auf Basis der Informationen aus dem „Mansfelder Grafschaftsanzeiger“ 10-minütige Hörspiele und kurze Beiträge über Mansfelder Heimatgeschichte für das Radio erstellen. Im Rahmen eines Workshopwochenendes lernen die Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer dafür die notwendigen Grundlagen für die Informationssammlung, Bewertung und die dramaturgische und technische Aufbereitung der Informationen. Die von den Jugendlichen erstellten Hörspiele und Beiträge sollen nachhaltig über das Internet und von der örtlichen Touristikinformation genutzt werden können.

03/11 Gemeinde Hohe Börde
Bördestr. 8
39167 Hohe Börde OT Irxleben
Werner Pasewald - vom Missionar zum Friedenspfarrer
Die Kinder und Jugendlichen werden sich auf Spurensuche in ihrem Ort begeben, um eine Wanderausstellung zu den Lebensstationen und dem engagierten Leben von Werner Pasewald zu erstellen. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei der Friedensgedanke des Ortspfarrers und Missionars. Durch die Recherche im Archiv und die Befragung von Zeitzeugen und heute lebenden Verwandten des Pfarrers wird das für die Ausstellung benötigte Foto- und Textmaterial zusammen getragen werden. Im Rahmen des Projektes können die Zeitenspringer erfahren, dass die Gedanken von Werner Pasewald auch heute noch ein für sie aktuelles Thema sind und das Leben des Pfarrers ihnen in der Gestaltung ihrer eigenen Biographie Orientierungs- und Anhaltspunkte gibt.

03/11 Jugendfreizeit- und Bildungsverein "Freiräume" e.V.
Heerstr. 28d
99706 Sondershausen
Das kurze Leben des Leutnant Ribalko (Flugzeugabsturz an der Stadtgrenze)
In der DDR wurden Unglücke und Unfälle mit sowjetischen Streitkräften rigoros vertuscht. Aber noch heute kann man am Rande von Sondershausens die Einschlagstelle des Aufklärungsflugzeuges der Sowjetarmee einsehen, bei dem ein Soldat sein Leben verlor. Im Wald, nahe der Absturzstelle, sind noch heute kleine Teile des Flugzeugwracks zu finden. Die Zeitenspringer wollen den tragischen Unfall der sich vor rund 30 Jahren ereignete, näher untersuchen und dokumentieren. Nach einer anfänglichen Recherche in verschiedenen Archiven und im Internet sollen Zeitzeugen befragt werden, um Licht in das Dunkel dieser Katastrophe zu bringen. Eine Ausstellung mit Exponaten und Projekttafeln soll im Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert werden. Auch eine Gedenktafel zur Erinnerung an den verunglückten Piloten planen die Zeitenspringer, in Absprache mit der Stadtverwaltung, am Unglücksort anzubringen.

03/11 Jugendbegegnungsstätte "Katharinenweg" e.V.
Katharinenweg 43
99510 Apolda
Die Geschichte der Umsiedler von Münchengosserstädt
Münchengosserstedt ist ein kleiner Ort im Kreis Weimarer Land in Thüringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Menschen z.B. aus Ostpreußen oder Tschechien hierhin umgesiedelt. Einige dieser Menschen leben noch heute dort. Leider ist nicht viel über die Geschichte und Schicksale der "Umsiedler" bekannt.
Diese Lücke in der Regionalgeschichte möchten die Zeitenspringer jetzt schließen. Dies ist besonders wichtig, da es nur noch wenige Zeitzeugen gibt, die zu ihren Erlebnissen befragt werden können. Die Zeitenspringer planen einen Film, eine Wanderausstellung sowie eine Präsentation. Diese Materialien sollen Schulen, Jugendeinrichtungen im Landkreis und dem Geschichtsverein zur Verfügung gestellt werden, so dass sie für eine breite Öffentlichkeit zugänglich sind.

03/11 Diakonisches Werk Eichsfeld-Mühlhausen e.V.
August-Bebel-Str. 66
99974 Mühlhausen
Eichsfelder Mundart - fast vergessen
Mitten durch das Eichsfeld - der Heimatregion der Zeitenspringer - verläuft die Sprachgrenze zwischen dem niederdeutschen und mitteldeutschen Dialekt. Auch gibt es in den einzelnen Dörfern ganz eigene und unterschiedliche Dialektvariationen. Aber warum ist das so? Und was ist der Ursprung dieser verschiedenen Dialekte? Dieses Phänomen möchten die Jugendlichen, denen die Identifikation mit ihrer Heimat besonders am Herzen liegt, erforschen und dokumentieren. Die Zeitenspringer planen hierzu einen Text zu erarbeiten und in den unterschiedlichen Mundarten und ihren kommunalen Eigenheiten festzuhalten. Die erarbeiteten Projektergebnisse wollen die Zeitenspringer im Rahmen einer Dokumentationswand und Vorträgen der interessierten Öffentlichkeit im Landkreis Eichsfeld sowie verschiedenen Heimatvereinen zugänglich machen.

03/11 KJR Kyffhäuserkreis e.V.
Ferdinand-Schlufter-Str. 48
99706 Sondershausen
Ein Gebäude im Wandel der Zeit
Ein schönes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert mitten im Ortskern erlebt heute wieder seine Blütezeit: Das Rathaus von Roßleben. Dort, wo heute verwaltet wird, wurde vor vielen Jahren unterrichtet. Danach stand das Gebäude lange leer und wartete auf die Abrissbirne. Die wechselvolle Geschichte des Hauses werden die Zeitenspringer nun in ihrer Projektarbeit erforschen und festhalten. Hierzu werden Bürgerinnen und Bürger des Ortes befragt und Materialien, wie Presseartikel, Chroniken und Heimatblättchen gesichtet. Die verschiedenen Nutzungsabschnitte des Hauses werden in einer Fotodokumentation und einer PowerPoint-Präsentation festgehalten und sollen im Rahmen einer Veranstaltung im Rathaussaal dem Bürgermeister, verschiedenen geladenen Gästen und natürlich der interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden.

03/11 "Geschwister Scholl"- Heim / Mehrgenerationenhaus
Puschkinstr. 8
99974 Mühlhausen
Einmalig in Deutschland, 134 Jahre Kirmestradition in Mühlhausen
Die Kirmes in Mühlhausen hat eine 134-jährige Tradition und ist das größte kulturelle Ereignis im Ort. Auch die Jugendlichen engagieren sich ehrenamtlich und wirken aktiv an der Gestaltung dieses Festes mit. Es ist ihnen ein besonderes Anliegen, gemeinsam mit der älteren Generation, diese Traditionen in ihrer Heimat zu pflegen und fortzuführen. Im Rahmen ihrer Projektarbeit möchten die Zeitenspringer nun die Geschichte dieses wichtigen Brauchtums erforschen und dokumentieren. Unterstützung bei ihrer Arbeit erhalten die Jugendlichen von einem örtlichen Fotoclub und dem Traditionsverein Mühlhäuser Heimatfeste. Die Projektergebnisse sollen in einer Wanderausstellung zusammengefasst und u.a. im Mehrgenerationenhaus der interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden.

03/11 KJR Kyffhäuserkreis e.V.
Ferdinand-Schlufter-Str. 48
99706 Sondershausen
Erforschung der Geschichte unserer Kinder- und Jugendeinrichtung JUST
Die Zeitenspringer des Jugend- und Schülertreffs JUST in Sondershausen möchten die Geschichte ihrer Freizeiteinrichtung erforschen. Das JUST hat sein Zuhause in einem der ältesten Gebäude im Ort, welches Gerüchten zufolge bereits 1870 erbaut wurde. Es soll in mehreren Kriegen als Lazarett, später als Schule und dann als Pionierhaus genutzt worden sein. Genauere Aufzeichnungen gibt es jedoch nicht – nur Geschichten und Legenden die von älteren Besucherinnen und Besucher immer wieder über das Haus erzählt werden. Diese Geschichten wollen die Jugendlichen nun erfragen, recherchieren und festhalten. Aus dem zusammengetragenen Material soll eine Buchchronik und eine Internetseite entstehen.

03/11 Perspektiv e.V.
Kronenburggasse 13
99084 Erfurt
Erfurter Frauenleben (Frauengeschichten) spielend entdeckt
Die zwölf Mädchen des "Perspektiv e.V." in Erfurt werden im Rahmen ihrer Projektarbeit unterschiedliche Biografien bekannter Erfurter Frauen - wie Sportlerinnen, Politikerinnen und Wissenschaftlerinnen - aus der Vergangenheit und der Gegenwart erforschen. Die Geschichte(n) dieser Frauen sollen im Rahmen der Ergebnissicherung kind- und jugendgerecht in mindestens 2 verschiedenen Gesellschaftsspielen aufbereitet und anschließend Jugendeinrichtungen und Schulen zur Verfügung gestellt werden. Die Präsentation der Projektergebnisse soll idealer Weise im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung stattfinden. Die Idee zu diesem schönen Projekt kam den zwölf Mädchen aus Anlass eines besonderen Jubiläums: "100 Jahre internationaler Frauentag".

03/11 Ev.-Freikirchliche Gemeinde Gera
reikirchliche Gemeinde Gera

Gagarinstr. 26
07546 Gera
Freikirchliche Christen und die friedliche Revolution
Das Thema "Wende" und die Wiedervereinigung Deutschlands sind auch über 20 Jahre nach diesem historisch bedeutsamen Ereignisses noch immer ein wichtiges Thema. Besonders für die Jugendlichen, da sie diese Zeit selbst nicht miterlebt haben. Die Jugendlichen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Gera möchten nun mehr über die Rolle der freikirchlichen Christen während der Wendezeit und deren Rolle bei der friedlichen Revolution im Jahre 1989 erfahren. Geplant sind Gesprächsrunden mit Vertretern verschiedener Generationen, die in Wort und Bild festgehalten werden sollen. Unterstützung bei ihrer Projektarbeit werden die Zeitenspringer vom Offenen Kanal Gera und einer Studentin der Filmhochschule Berlin erhalten. Das Ergebnis, eine Video-Dokumentation, soll im Offenen Kanal Gera ausgestrahlt werden.

03/11 Heimatverein Keula e.V.
Neue Str. 12
99713 Helbedündorf
Häusergeschichten
Mit Unterstützung des Heimatvereins Keula werden die Zeitenspringer die Siedlungs- und Wohngeschichte ihres Heimatortes erforschen. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Baustruktur des Dorfes und die Nutzung von ausgewählten Gebäuden in den letzten 100 Jahren. Außerdem sollen bauliche Veränderungen im Ort und die Veränderung von Wohnbedingungen untersucht werden. Neben Archivrecherchen, bei denen sich die Jugendlichen mittels historischem Bildmaterial mit dem Thema vertraut machen werden, stehen Interviews auf dem Programm. Um möglichste viele Einwohnerinnen und Einwohner Keulas auf das Projekt aufmerksam zu machen, ist eine enge Zusammenarbeit mit allen Vereinen des Dorfes geplant. Die Projektergebnisse sollen anlässlich des Tages der offenen Tür im Heimatmuseum präsentiert werden.

03/11 KOMED e.V. / Radio F.R.E.I.
Gotthardtstr. 21
99084 Erfurt
Jungsein in der DDR
Die Zeitenspringer aus Erfurt verbringen ihre Freizeit oft an Orten und in Freizeiteinrichtungen, die bereits früher von ihren Eltern und Großeltern genutzt wurden. Aber im Laufe der Zeit hat sich doch einiges verändert. Sowohl an den Orten der Begegnung selbst, als auch an der Art der Freizeitgestaltung. Die Jugendlichen möchten in Gesprächen mit Zeitzeugen herausfinden, wie die Generationen vor ihnen ihre Freizeit gestalteten und was sich im Verglich von damals zu heute verändert hat. Im Fokus der Forschungsarbeit steht dabei der Zeitraum von 1950 bis 1989. Die Jugendlichen werden Zeitzeugen befragen, die damals im heutigen Alter des Forscherteams waren. Anleitung und medienpädagogischen Unterstützung für die Umsetzung des Projektes und der geplanten Audio- und Videodokumentation erhalten die Zeitenspringer u.a. von Mitarbeitern des Radio F.R.E.I. in Erfurt.

03/11 Offener Hörfunkkanal Eisenach e.V. Wartburg-Radio 96,5
Georgenstr. 43
99817 Eisenach
Jungsein in vergangenen Zeiten
Die Zeitenspringer werden sich im Rahmen ihrer Forschungsarbeit mit dem Alltag der Kinder und Jugendlichen verschiedener Generationen auseinandersetzen. Wie erlebten die Eltern und Groß- bzw. Urgroßeltern der Zeitenspringer ihre Kindheit und Jugend? Welche Erinnerungen haben die vergangenen Generationen an ihre Kindheit und Jugend in den verschiedenen politischen Systemen? Gibt es Gemeinsamkeiten mit dem heutigen Alltag der Kinder und Jugendlichen? All dies möchten die Zeitenspringer mittels Archivrecherchen und in Interviews herausfinden. Über das gewählte Thema reflektieren die Projektteilnehmerinnen und –teilnehmer ihr eigenes Leben und setzen sich mit verschiedenen politischen Systemen auseinander. Als Projektdokumentation sind ein Radiobeitrag und die Veröffentlichung ausgewählter Interviews auf der Webseite zeitzeugen.wartburgradio.com geplant.

03/11 Ev. Kirchgemeinde Sonneberg
Kirchstr. 20
96515 Sonneberg
Konfirmation und Jugendweihe im Wandel der Zeit
Konfirmation und Jugendweihe sind und waren für die Jugendlichen stets ein ganz besonderes Ereignis. Diese beiden schönen Traditionen stehen für einen wichtigen Punkt im Leben: In einer festlichen Zeremonie werden junge Menschen in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. Jugendliche, die keiner Konfession angehören, werden im Rahmen der Jugendweihe - einer Tradition, die aus Zeiten der DDR stammt - im Kreis der Erwachsenen willkommen geheißen. Die Konfirmation ist eine feierliche Segenshandlung der evangelischen Kirche und markiert für Jugendliche evangelischen Glaubens den Übertritt ins Erwachsenenalter. Wie genau sich die beiden Zeremonien im Laufe der Zeit verändert und entwickelt haben, wollen die Zeitenspringer mittels Zeitzeugenbefragungen und Archivrecherchen herausfinden und dokumentieren.

03/11 JAKULT - Regionalteam für Jugendarbeit
Am Sportplatz 5a
07356 Bad Lobenstein
Landeireport - Aufarbeitung einer Dorfgeschichte
Der kleine Ort Schmiedebach, mit seinen ca. 200 Einwohnerinnen und Einwohnern, hat geschichtlich gesehen einiges zu bieten. Alleine drei Museen, welche die Zeitenspringer bereits als Partner für die Projektarbeit gewinnen konnten, gibt es hier: Ein Schulmuseum, das Schieferdorfmuseum und die Gedenkstätte "Laura". Schmiedebach soll den Zeitenspringern nun als Ausgangsort für ihre ganz eigene kleine Geschichtsreise dienen. Im Rahmen des Projektes sollen die Einwohnerinnen und Einwohner von Schmiedebach zu regional- und heimatgeschichtlichen Themen und Besonderheiten befragt werden. Die Projektergebnisse sollen in Form von Audiobeiträgen und Filmsequenzen dokumentiert werden und nicht nur an der Schule Verwendung finden, sondern auch im Internet präsentiert werden.

03/11 FV des Heinrich-Böll-Gymnasiums Saalfeld e.V.
Sonneberger Str. 15
07318 Saalfeld
Nachgefragt!
In Saalfeld leben rund 500 Menschen mit Migrationshintergrund. Auch hier gibt es Migrantinnen und Migranten, die sehr gut in die Gesellschaft integriert sind und andere, die am Rande der Gesellschaft leben. Noch in diesem Jahr möchte der Landkreis ein Integrationskonzept erarbeiten, zu dem die Projektarbeit der Jugendlichen einen wichtigen Beitrag leisten könnte. Die Zeitenspringer, die zum Teil selbst aus Familien mit Migrationshintergrund stammen, möchten in Gesprächen mehr über die Träume und Hoffnungen jener erfahren, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben. Wie war es, hier in ein neues Leben fernab der Heimat, zu beginnen? Und was bedeutet überhaupt "Heimat"? Wie beeinflussen politische Ereignisse, wie z.B. die Wiedervereinigung Deutschlands das Leben der Migrantinnen und Migranten? Die Dokumentation der Projektergebnisse soll im Rahmen einer Ausstellung und einer damit verbundenen öffentlichen Diskussionsrunde erfolgen.

03/11 Villa Lampe gGmbH
Holzweg 2
37308 Heilbad Heiligenstadt
Persönlichkeiten von Weißenborn-Lüderode
Die zehn Zeitenspringer der Villa Lampe gGmbH wollen im Rahmen ihrer Projektarbeit verschiedene bekannte - und noch unbekannte aber dennoch wichtige - Persönlichkeiten ihres Heimatortes kennen lernen und deren Geschichte(n) recherchieren und festhalten. Gemeinsam werden die Zeitenspringer in Archiven recherchieren, Aufzeichnungen zusammen tragen und anschließend herausragende und ausgewählte Persönlichkeiten ihrer Heimatregion zu ihren Biografien und Lebenswerken befragen. Das Ziel der Jugendlichen ist es, mit ihrer Projektarbeit die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Heimatort über wichtige Persönlichkeiten nachhaltig zu informieren und deren Lebenswerke der Öffentlichkeit - u.a. in Form einer Ausstellung in der Heimatstube sowie in Form von Kalenderblättern - zugänglich zu machen.

03/11 Tabarz kreativ e.V.
Gladenbacher Str. 16
99891 Tabarz
Puppen aus Thüringen
Waltershausen ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Gotha. Im 19. Jahrhundert entstanden hier eine Vielzahl von Spielzeugfabriken. Die bekannteste ihrer Art war einst die "Waltershäuser Puppenmanufaktur", welche bis 1990 Puppen herstellte. Für viele Menschen in der Region war diese Fabrik ein wichtiger Arbeitgeber und noch heute sammeln viele Menschen der Heimatregion der Zeitenspringer Puppen. Die sieben Projektteilnehmerinnen und –teilnehmer des Tabarz kreativ e.V. werden in sich auf eine Zeitreise begeben und im Rahmen ihrer Projektarbeit diesen einst so wichtigen und traditionellen Industriezweig ihrer Heimat erforschen und die Projektergebnisse in Form eines Fotobuches und einer Ausstellung dokumentieren. Außerdem sollen verschiedene Märchen und Sagenszenen mit Puppen nachgestellt und an öffentlichen Plätzen, wie z.B. Schaufenstern, ausgestellt werden.

03/11 Diakonisches Werk Eichsfeld-Mühlhausen e.V.
August-Bebel-Str. 66
99974 Mühlhausen
Weiße Flecken in der Geschichte des Eichsfeldes
Das Eichsfeld, die Heimatregion der Zeitenspringer, war eine von der deutschen Teilung unmittelbar betroffene Region. Die Projektteilnehmerinnen und –teilnehmer möchten die Aufteilung des Eichsfeldes unter den Siegermächten - das sogenannte "Wodka-Whisky-Abkommen" - unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges genauer untersuchen und dokumentieren. Denn bis heute gibt es kaum Aufzeichnungen über diesen Teil der Regionalgeschichte. Neben umfangreichen Archivrecherchen und Museumsbesuchen stehen mehrtägige Exkursionen auf dem Programm. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden in Bild und Text festgehalten und im Landkreis Eichsfeld an repräsentativen Orten in Form einer Wanderausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besucher sollen über Artikel in der Regionalpresse auf die Ausstellung aufmerksam gemacht werden.

02/10 Paul-Singer-Verein e.V.
Petersburger Str. 92
10247 Berlin
"Mörderkeller - Keglerheim" - Geschichtliche Aufarbeitung des Ortes
Berlin-Friedrichshain: In dem Geschäft der rechtsorientierten Modemarke „Thor Steinar“ in der Petersburger Straße befand sich 1933 ein Keglerheim, das von der SA als Stammlokal genutzt wurde. Zahlreiche Menschen wurden hier zudem inhaftiert, gefoltert und ermordet. Die Zeitenspringer des Paul-Singer-Vereins wollen sich diesen Teil der Geschichte genauer anschauen und nicht nur sich und den Mitbürgern, sondern vor allem auch Politikern und Behörden die Frage stellen: Wie kann an so einem Ort ein Thor Steinar Laden eröffnen? Am Ende wird es eine Ausstellung geben, die über die Machenschaften der SA genauso aufklärt wie über die Geschichte des ehemaligen Keglerheims.

02/10 Evangelische Kirchengemeinde Frohnau
Zeltinger Platz 18
13465 Berlin
10 Jahrzehnte Frohnau - 10 bewegte Menschenwege
Die Gartenstadt Berlin-Frohnau feiert 2010 ihr 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund möchten Zeitenspringer der Evangelischen Kirchengemeinde Frohnau 10 Jahrzehnte Geschichte durch 10 Biografien nacherzählen. Wer hat in Frohnau gelebt und gewirkt? Wie haben Kriege und Umbrüche auf die Lebenswege der ausgewählten Personen Einfluss genommen? Wer ging weg und kam zurück? Die 10 Menschenwege ergeben zusammen eine Reise zurück in die Vergangenheit und bieten eine Brücke zum eigenen Leben. Als Stellvertreter der vergangenen zwei Jahrzehnte werden zwei Frohnauer Jugendliche selbst ihren Lebensweg nachzeichnen. In Biografischen Mappen aufbereitet, werden die 10 Jahrzehnte Frohnau auf einer Internationalen Ausstellung veröffentlicht.

02/10 August-Bebel-Institut
Müllerstr.163
13353 Berlin
Afrika im Wedding
Das Afrikanische Viertel in Berlin-Wedding ist Gegenstand dieses Projektes. Die Zeitenspringer werden herausfinden, wann und warum afrikanische Zuwanderer nach Berlin kamen, welche politischen Hintergründe herrschten und was es eigentlich mit deutschem Kolonialismus in Afrika auf sich hatte. Dafür werden die Jugendlichen Archive erkunden, Interviews führen, Museen besuchen und ihre Ergebnisse in einer Broschüre und einer Präsentation festhalten.

02/10 Haus der Jugend - Bunte Kuh e.V.
Bernkastelerstr. 78
13088 Berlin
Antiziganismus und Arbeitsethos (im geschichtlichen Vergleich)
m Jahr 2009 waren die Medien voll mit Berichten über „sich einnistende schmarotzende“ Sinti und Roma in Berlin. Die Jugendlichen vom Bunte Kuh e.V. möchten jetzt kritisch hinterfragen, ob es sich dabei um mediale und gesellschaftliche Vorurteile und Stereotype handelt und herausfinden, wie das Leben und Arbeiten dieser Migrantengruppe wirklich geprägt ist. Dafür werden sie mit Menschen reden, die in Berlin leben und zu dieser Minderheit gehören. Am Ende wird eine Informations-Broschüre und eine Präsentation erstellt.

02/10 Medienkompetenzzentrum Szenenwechsel
Mädchenzentrum
Donaustr. 88a
12043 Berlin
Berlinerinnen
Wo sind die weiblichen Vorbilder aus Berlin-Neukölln? Wer hat es wohin gebracht? Und was war das Erfolgsgeheimnis? Junge Frauen aus dem Medienkompetenzzentrum Szenenwechsel möchten prominente und nicht-prominente Frauen mit Migrationshintergrund finden, die ihren Weg gegangen sind und heute mit beiden Beinen fest und selbstbewusst im Leben stehen. Dafür werden die Zeitenspringerinnen Interviews führen und Texte verfassen. Vorher werden sie mit kreativem Schreiben und audio-visuellen Dokumentationsmöglichkeiten vertraut gemacht und lernen, zu recherchieren und Kontakt zu ihren Interviewpartnerinnen aufzunehmen.

02/10 Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH
Straße zum FEZ 2
12459 Berlin
Da war doch was! - Schatzsuche im Industriegebiet
Eine Geocaching-Schnitzeljagd, die per GPS durch Schöneweide führt – das möchten Zeitenspringer der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft in ihrem Projekt realisieren. Ausgangspunkt für diese moderne Form der Stadtrallye ist der Blick auf die Industriegeschichte von Schöneweide. Was wurde wo früher produziert? Wo wurden Hallen abgerissen? Wann wurden wo Arbeitsplätze geschaffen und wann wieder abgebaut? All diese Fragen stellen die jungen Zeitenspringer erst sich selbst und später dann auch den Nutzern ihrer Geocaching-Route. Mit 5-7 Kilometern Länge sollen auch Familien und Grundschüler es schaffen, spielerisch in die Vergangenheit ihres Viertels einzutauchen.

02/10 Verband für sozial-kulturelle Arbeit, Landesgruppe Berlin e.V.
Tucholskystr. 11
10117 Berlin
Diese Jugend von heute
Die Eltern verstehen ihre Kinder nicht und die Kinder ihre Eltern nicht. Immer schon liegt im Verständnis verschiedener Generationen eine große Herausforderung. Aber was ist denn dran an der Aussage, dass „früher alles besser war“ und dass die „Jugend von heute“ irgendwie nicht mehr das Wahre ist? Zeitenspringer aus Schöneberg möchten herausfinden, was familiäre Prägungen ausmachen und wo Werte und Moral eine Rolle spielen. Sie möchten erfragen, warum es zwischen den Generationen so viele Tabus gibt und wie die eigenen Eltern früher waren. Dafür werden sich die Jugendlichen unter Vätergruppen und Elternabende mischen und in vielen Gesprächen, Bildern, Collagen und Fotos suchen und festhalten, was es heißt, früher wie heute, jugendlich zu sein. Als Ergebnis soll eine Ausstellung entstehen.

02/10 Kiezspinne FAS e.V. Medienkompetenzzentrum Die Lücke
Schulze-Boysen-Str. 38
10365 Berlin
Doku Zwangsarbeitslager in Berlin-Lichtenberg von 1939 bis 1945
Nicht immer weiß man, was sich eigentlich früher an heutigen Firmenstandorten und Grünflächen befand. In Berlin-Lichtenberg gab es ein Zwangsarbeitslager – aber das steht in keinem Geschichtsbuch. Gemeinsam mit Schülern der Mildred Harnack Europaschule wird das Medienkompetenzzentrum „Die Lücke“ versuchen, genau diese weißen Flecken im Geschichtsbuch zu füllen. Plakate und Broschüren sollen den Bürgern im Kiez dann erzählen, was von 1939 bis 1945 unter der Führung der Nazis in ihrem Kiez passierte.

02/10 Amt für Ev. Jugendarbeit Berlin-Wilmersdorf
Münstersche Str. 7
10709 Berlin
Erinnern und nicht vergessen - Gedenken an den 9. November 1938
Das Gedenken an die Reichspogromnacht hat in Berlin-Wilmersdorf eine langjährige Tradition. Über Geschichtsbücher und Dokumentarfilme ist bekannt, was in der Nacht zum 9. November 1938 passiert ist. Die Zeitenspringer dieses Projektes möchten nun einen eigenen Film produzieren und ihre Eltern und Großeltern zu ihren persönlichen Gedanken und Erinnerungen befragen. Die Frage, die dabei besonders im Mittelpunkt steht: Was hat die Zeit des Nationalsozialismus für die eigene und die nachfolgende Generation verändert? Am 9. November 2010 wird es eine Filmvorführung geben, bei der die Zeitenspringer ihren selbst konzipierten, gedrehten und vertonten Film der Öffentlichkeit vorstellen. Ein weiteres Highlight: Die Musik zum Film wird der Jugendchor des Kirchenkreises Wilmersdorf beisteuern.

02/10 Nijinski Arts Internacional e.V.
Schlesische Str.6
10997 Berlin
Geschichte im Umfeld der Oberbaumbrücke
Die Eberhard-Klein-Oberschule in Kreuzberg soll in Kürze in „Schule am Oberbaum“ umbenannt werden. Grund genug für die schon aus anderen Projekten erprobten Geschichtsreporter der 9. Klasse herauszufinden, was es mit dem Namen und der dazugehörigen Oberbaumbrücke eigentlich auf sich hat. Dafür werden die Schülerinnen und Schüler ihre bereits gesammelten Interview- und Filmerfahrungen weiter ausbauen und erneut Zeitzeugen und Interviewpartner suchen. Die historischen Ergebnisse rund um die südöstlichen Spreebezirke sollen dann im ganzen Kiez verbreitet und veröffentlicht werden.

02/10 publicata e.V. / Jugendbegegnungsstätte plexus
Siegfriedstr. 29
10365 Berlin
Im Nationalsozialismus verfolgte Lichtenberger Stadtverordnete
Die Jugendbegegnungsstätte plexus liegt mitten in Alt-Lichtenberg, einem Ort, an dem es heute immer wieder zu rechtsorientierten Aufmärschen und Vorfällen kommt. Mittendrin befindet sich das historische Rathaus. Hier haben Stadtverordnete den Nationalsozialismus erlebt und überlebt. Doch was hat es mit der Parlamentsgeschichte auf sich? Gab es Widerständler, und welche, die „vor die Tür“ gesetzt wurden? Diese Zeitenspringer werden sich dem Thema intensiv widmen und für die Lange Nacht der Lichtenberger Politik 2010 eine Ausstellungstafel erarbeiten um alle Bürger daran zu erinnern: Hier ist Platz für Demokratie!

02/10 Bezirksjugendring Berlin Mitte
Nordbahnstr. 14
13359 Berlin
Jugendverbände in Berlin-Mitte
Es gibt zahlreiche Jugendverbände in Berlin – eine ganze Reihe von ihnen ist in Berlin-Mitte aktiv. Schnittstellen gibt es wenige zwischen den Verbänden, dabei ist die Geschichte, aus der sie erwachsen sind, oft dieselben. Der Bezirksjugendring Berlin-Mitte wird mit Zeitenspringern aus unterschiedlichen Jugendverbänden nun aufdecken, was speziell in der Zeit von der Weimarer Republik bis heute aus der Gesellschaft erwachsen ist. Welche Bedingungen herrschten, dass sich die Jugendverbände einst gründeten? Und was bewegt die Jugendarbeit heute bei den Jugendlichen? Die recherchierten Informationen, Fotos und Interviews sollen als kommentierte Fotoausstellung zusammengetragen werden.

02/10 Kreativhaus e.V.
Fischerinsel 3
10179 Berlin
Kalender setzen Zeichen
Einen multimedialen Kalender mit abrufbaren Zusatzelementen – das zu erstellen, haben sich die Zeitenspringer vom Kreativzentrum Berlin-Mitte vorgenommen. Der Kalender soll Fotos, Texte, Videos und Klangcollagen enthalten, die gemeinsam Zeichen gegen rechte Parolen setzen sollen. Ausgangspunkt für das Projekt ist der Hackesche Markt. An kaum einem anderen Ort in Berlin hat im Nationalsozialismus so viel Mut und so viel Passivität gleichermaßen geherrscht. Während einige verfolgte Juden bei sich aufnahmen und mit viel Kreativität Leben retteten, duldeten die anderen passiv und gehorsam die zahlreichen Deportationen. Auf www.zeitzeugengeschichte.de soll der Multimediakalender nach Projektende dann veröffentlicht werden.

02/10 FV Springfrosch e.V. der Turnvater Jahn Grundschule
John-Schehr-Str. 38
10407 Berlin
Kiez King: Auf der Jagd nach dem Pokal der Grünen Stadt (Würfelspiel für Kinder)
Die Turnvater Jahn Grundschule liegt mitten in der „Grünen Stadt“ in Berlin-Prenzlauer Berg. Hier wimmelt es nur so von Industriegeschichtlich und allgemein historisch bedeutsamen Orten. Die vielen kleinen und großen Geschichten, die sich hinter Straßennamen, Gebäuden, Grünflächen und andere Plätzen verbergen, sollen in Zukunft spielend kennengelernt werden: Mit dem „Kiez King“-Gesellschaftsspiel. Die Zeitenspringer der Grundschule recherchieren erst selbst die Geschichte der „Grünen Stadt“ und lassen ihr Wissen dann in die Gestaltung eines Spieles samt Rallye einfließen. Benachbarten Schulen soll das Spiel dann zur eigenen Verwendung im Sachkundeunterricht zur Verfügung gestellt werden.

02/10 Ev. Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf
Alt Mariendorf 39
12107 Berlin
Mariendorfer Kinder und Jugendliche in der NS- und Nachkriegszeit
Mit einer „Antifaschistischen Stadtrundfahrt“ durch ihren Bezirk Tempelhof wollen die Zeitenspringer dieses Projektes ihre Projektarbeit beginnen. Vorbei an einem Zwangsarbeitslager, der Martin-Luther-Gedächtniskirche und dem Lager für Displaced Persons möchten sie einen Einblick in die NS- und Nachkriegs-Vergangenheit erlangen. Im Fokus ihrer Arbeit stehen Kinder und Jugendliche. Wie haben sie diese Zeit erlebt? Unter welchen Bedingungen ist man früher aufgewachsen? Was haben die jungen Menschen damals aushalten und mitbekommen müssen? Wie wirkt sich diese Vergangenheit auf das Erleben der Gegenwart aus? Antworten auf diese und andere Fragen möchten die Jugendlichen der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf suchen und finden und in einer Ausstellung zusammentragen.

02/10 Glashaus e.V.
Caligariplatz
13086 Berlin
Panama- oder Topfhut? Die Geschichte der Stroh- und Filzhutfabrik Adolf Müller
In den goldenen 20er Jahren siedelten sich viele kleine Unternehmen in Berlin-Weißensee an. Eines von ihnen war die Stroh- und Filzhutfabrik Adolf Müller. Zeit, um hinter die Kulissen zu schauen und herauszufinden, wer dort früher arbeitete, wie die Arbeitsbedingungen waren und was es für Berufe in der Branche gab. Dafür werden die Zeitenspringer des Glashaus e.V. mit ehemaligen Hutmacherinnen eine Gesprächsrunde durchführen und in Archiven nach Text- und Bilddokumenten suchen. Ihre Reise wird sie auch in die Gegenwart führen. Die jungen Forscher möchten herausfinden, wer heute noch Hüte herstellt und unter welchen Bedingungen dies heute geschieht. Die filmischen und dokumentarischen Projektergebnisse sollen dem Museum Pankow zur Verfügung gestellt werden.

02/10 Freunde der Lina-Morgenstern-Gesamtschule e.V.
Gneisenaustraße 7
10961 Berlin
Pipelines – Von Jugendlichen aus dem Kiez zur kleinen und großen Politik
Was repräsentative Demokratie früher und heute bedeutet, das möchten die Zeitenspringer der Lina-Morgenstern-Gesamtschule in Berlin-Kreuzberg herausfinden. Im Vordergrund steht das Vorhaben, Politiker und Abgeordnete mit Migrationshintergrund ausfindig zu machen und zu interviewen. Gibt es Parallelen zur eigenen Biografie? Was war Motor und Antrieb für das politische Engagement? Und was hat Lina Morgenstern vor 100 Jahren bewogen, sich für die Bildung und Versorgung benachteiligter Menschen einzusetzen? Die durchgeführten Interviews sollen aufbereitet und auf dem Berliner Jugendforum 2010 auch anderen Jugendlichen zugänglich gemacht werden.

02/10 SJD - Die Falken, KV Berlin-Mitte
Nordbahnstr. 14
13359 Berlin
Soldiner Kiez - Vielfältig und Bunt
Eine Wanderausstellung über den eigenen Kiez – das möchten die Zeitenspringer der Falken aus Berlin-Wedding in ihrem Projekt erarbeiten. Ihr Kiez ist mit vielen Problemen beladen und dennoch leben viele mit einem gewissen Stolz in dem Viertel. Die Jugendlichen möchten durch Gespräche mit ihren Eltern, Nachbarn, aber auch Vertretern von Polizei, Politik, Vereinen und Initiativen erfahren, wie das Leben sich im Viertel seit 1945 entwickelt hat. In einem Text- und Layoutworkshop werden sie sich die Kompetenzen aneignen, die junge Kiezhistoriker so brauchen...

02/10 Robert-Jungk-Oberschule
Sächsische Str. 58
10707 Berlin
Stolpersteine in der Sächsischen Straße
Wenn die Zeitenspringer auf dem Weg zu ihrer Robert-Jungk-Oberschule in Berlin-Wilmersdorf sind, laufen sie tagtäglich an Stolpersteinen vorbei. Jetzt wollen sie endlich herausfinden, welche Menschen und Geschichten sich hinter den Namen und Daten verbergen. Die Spurensuche wird sie vom Bezirksamt über Archive bis hin zum Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte führen. Am Ende soll eine Ausstellung und ein Film entstehen, der den Bürgerinnen und Bürgern aus Wilmersdorf einen bislang unerforschten Teil der Kiezgeschichte näher bringt.

02/10 Kinder- und Jugendfreizeitstätte "Landhaus Rosenthal"
Hauptstr. 94
13158 Berlin
Traditionsfest Rosenthaler Herbst von 1973 bis heute
Jedes Jahr im September besuchen rund 15.000 Menschen das Rosenthaler Herbstfest im Norden Berlins. Nur wenige wissen, dass das Fest einst als Ernte-Dank-Fest ins Lebens gerufen wurde und an die Früchte einer reichhaltigen Ernte erinnern soll. Pünktlich zum Rosenthaler Herbstfest 2010 möchten die Zeitenspringer der Kinder- und Jugendfreizeitstätte „Landhaus Rosenthal“ nun eine ausführliche Präsentation über die Wurzeln des Festes erarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Im Vordergrund der Projektarbeit stehen Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, die die Entwicklung des Festes in den den vergangenen 35 Jahren miterlebt haben.

02/10 Charlotte-Salomon-Grundschule
Großbeerenstr. 40
10965 Berlin
Vom Pferdebahnbetriebshof zur Schule
Auf diesem Schulgelände war früher Berlins größter Pferdebahnbetriebshof? Hier standen wirklich über 500 Pferde? Die Zeitenspringer der Charlotte-Salomon-Grundschule aus Berlin-Kreuzberg können das kaum glauben und möchten jetzt gemeinsam mit der Kinder- und Jugendstiftung Jovita Antworten auf diese spannenden Fragen finden. Mit Hilfe von einem Buchautor, den Berliner Verkehrsbetrieben, Zeitzeugen und Archivmaterialien möchten sie die Geschichte dieses wechselhaften Ortes neu schreiben und auf dem Hornstraßenfest 2010 der Öffentlichkeit präsentieren. Wenn alles eingescannt und digitalisiert ist, sollen die Ergebnisse auch im Internet zu finden sein.

02/10 Frieda Frauenzentrum e.V.
Phantalisa Mädchentreff
Proskauer Str. 7
10247 Berlin
Was wäre gewesen, wenn ...? Mädchen-Biografien in Ost- & West-Berlin ab 1961
Bis 1990 gehörte Friedrichshain zu Ost- und Kreuzberg zu West-Berlin. Die Stadtteile, die heute zu einem Großbezirk zusammengelegt wurden, hätten in den Jahrzehnten der Mauer nicht unterschiedlicher sein können. Heute sind alle vereint und doch wissen die einen noch immer nicht viel über die anderen. Das wollen Zeitenspringerinnen aus beiden Stadtteilen nun ändern. Im Fokus ihrer Projektarbeit stehen Interviews mit Frauen, die zwischen 1961 und 1989 in einem der beiden Stadtteile gelebt haben. Aus den Interviews soll dann ein Film entstehen, mit dem sie in Schulen, Stadtteilzentren, dem Lokal-Fernsehen und an anderen Orten für einen Austausch zwischen ehemaligen Ost- und West-Berlinerinnen sorgen wollen.

02/10 Wilhelm-von-Siemens-Oberschule
Allee der Kosmonauten 134
12683 Berlin
Zeit des Nationalsozialismus in Berlin
In Berlin – Marzahn befand sich mal ein Lager, in dem vor allem Sinti und Roma inhaftiert waren. In Berlin-Mitte erinnert die Rosenstraße an die Deportationen zahlreicher Juden. Überall in der Stadt steht die nationalsozialistische Vergangenheit geschrieben. Die Zeitenspringer der Wilhelm-von-Siemens-Oberschule möchten diesen Teil der Berliner Geschichte näher kennenlernen und die zahlreichen Gedenk- und Mahnorte besuchen. Entstehen sollen Wandtafeln zur Ausstellung in der Schule sowie ein Geschichtskalender zum Verteilen.

02/10 Stadt Welzow "Alte Dorfschule"
Schulstr. 6
03119 Welzow
Alte Dorfschule - Eine Schule im Wandel
Im Jahr 2000 wurde die „Alte Dorfschule“ in Welzow als Kultur- und Gemeindezentrum wiedereröffnet. Das ist 10 Jahre her und die Erinnerungen an die schon viel ältere Geschichte des Hauses verblassen bei den meisten Menschen. Viele der Senioren, die heute Angebote in dem Kulturzentrum nutzen, erinnern sich jedoch noch sehr gut an die Vergangenheit. Viele von ihnen gingen in die Dorfschule und haben dort ihre Schülerjahre erlebt. Damit diese Erinnerungen nicht verloren gehen, möchten die Zeitenspringer dieses Projektes diese vielen persönlichen Erinnerungen festhalten und als Ausstellung zum 10-jährigen Bestehen des Kultur- und Gemeindezentrums präsentieren. Unterstützung bekommen die Jugendlichen von zwei Ortschronisten.

02/10 DRK, KV Oranienburg e.V.
Berliner Str. 104
16515 Oranienburg
Arbeitstitel: Der Fall Marinetta
Am 22.11.1980 verstarb in Hohen Neuendorf ein 18-jähriges Mädchen an der Berliner Mauer. 2010 jährt sich dieses Schicksal zum 30 Mal. Die Zeitenspringerinnen des Mädchenprojektes „Ladie(z) First!“ sind heute fast im gleichen Alter wie die junge Frau damals und möchten nun herausfinden, was sich 1980 an der Mauer abgespielt hat und wie es soweit kommen konnte. Sie möchten nachvollziehen und verstehen, was es bedeutet, 1980 oder 2010 jugendlich zu sein. Eine Ausstellung samt Filmpräsentation soll an einer Schule in Hohen Neuendorf die Geschichte von Marinetta erzählen und so zu ihrem Gedenken beitragen.

02/10 Kindervereinigung e.V. Seelow
Marktgasse 1
15306 Seelow
Auf den Spuren der Geschichte von Mühlen in Seelow und Umgebung
Vor der Erfindung der Dampfmaschine gab es fast in jedem Ort rund um Seelow noch Wind- und Wassermühlen. Die Zeitenspringer dieses Projektes können sich heute kaum mehr vorstellen, wo diese Mühlen einmal standen, wie das Müllerhandwerk funktionierte und wie es anfing, dass Maschinen das Handwerk verdrängten. Das möchten sie nun herausfinden. Zu den Recherchen gehören Besuche bei den drei noch intakten Mühlen in Slonsk, Wilhelmsaue und Worin und Gespräche mit ehemaligen Müllermeistern und Handwerkern. Überall dort, wo Mühlen standen oder Mühlenmuseen heute an die handwerkliche Zukunft erinnern, möchten die Zeitenspringer Steine und Tafeln mit Hintergrundinformationen anbringen.

02/10 Gemeinschaftswerk Niedergörsdorf-Flugplatz und Altes Lager e.V.
Haselnussweg 6
14913 Niedergörsdorf
Auf Spurensuche - Kirchengeschichte in Altes Lager
Altes Lager ist ein junger Ort und wegen seiner militärischen Nutzung bis 1994 sehr bekannt. Durch die ständige Präsenz des Militärs wurde in dem Ort kirchliches Leben anders gelebt, als in anderen Dörfern der Region. Erst 1995 gründeten sich hier die ersten Christlichen Glaubensgemeinschaften. Jetzt möchten Zeitenspringer der mennonitischen und der evangelischen Kirchengemeinde gemeinsam aufspüren, wie sich das christliche Leben im Ort entwickelte und wie es bis 1994 gewesen ist. Dazu werden sie ehemalige Pfarrer interviewen und in Archiven nach Dokumenten, Fotos und anderen Materialien suchen. Am Ende soll ein Film entstehen und eine Anschauungstafel, die in der Theaterstätte „Das Haus“ einen Platz finden könnte.

02/10 Soziale Vielfalt e.V.
Nordstr. 4
03046 Cottbus
Cottbus - Das (Energie-)Wunder aus der Lausitz
Das es durchaus einen Zusammenhang zwischen Sport, Spiel, Freizeit, Gesellschaft und Wirtschaft gibt, zeigt der Fußballclub „FC Energie Cottbus“. Er hat die Region bekannter werden lassen, die Wirtschaft angeregt und das Image der Stadt Cottbus über seine Grenzen hinaus verbessert. Der Verein, der sich 1963 gründetet und bis heute ein großer Publikumsmagnet ist, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Genau diese werden sich die Zeitenspringer vom Verein Soziale Vielfalt e.V. einmal näher anschauen. Aus vorhandenem Bild-, Ton- und Videomaterial wollen die Jugendlichen einen Film erstellen, der allen Fans, der Presse und den Schulen zur Verfügung gestellt werden soll.

02/10 Verein für Heimatgeschichte der Stadt Müncheberg e.V.
Kleiststr. 4
15374 Müncheberg
Denkmal, denk mal nach! Müncheberger Grabstätten Teil II
Bereits zum dritten Mal widmen sich die Zeitenspringer des Vereins für Heimatgeschichte der Stadt Müncheberg den Geschichten und Biografien von Verstorbenen. Grabstätten liefern den Jugendlichen die Eck- und Rahmendaten, alle weiteren Informationen recherchieren sie bei Zeitzeugen, in Archiven und Museen. In diesem Jahr werden sie zudem der spannenden Saga vom „versunkenen Pestfriedhof“ nachgehen. Gab es ihn wirklich? Auch in diesem Jahr wird am Projektende eine Broschüre über das Leben und Wirken von aufgespürten interessanten und berühmten Persönlichkeiten berichten.

02/10 Kids & Co e. V.
Sybille Scheithauer
An der Roten Lache 15
04916 Herzberg
Die Geschichte der Löhstener Kirchenglocke
Die Kirchenglocke von Löhsten ist etwas ganz besonderes: Sie hat in 500 Jahren jeden Krieg überlebt, wurde nicht für Kanonenkugeln eingeschmolzen und trägt bis heute eine verschlüsselte Inschrift. Für die jungen Historiker des Kids & Co e.V. genug Gründe, um da näher einzutauchen. Was waren das alles für Kriege? Welche Rolle spielte neben der Glocke die Kirche? Bis zur 760-Jahr-Feier der Kirche möchten die Zeitenspringer erzählen und präsentieren, was sie herausgefunden haben. Dafür werden sie einen überdimensional großen Zeitstrahl aus Holz bauen, der Einblicke in die 500 Jahre Kirchenglockengeschichte gibt.

02/10 Gemeinde Röderland
Am Markt 1
04932 Röderland
Die Röderländer Landfrauen
Viele der Mütter dieser Zeitenspringerinnen gehören zu den Röderländer Landfrauen. Diese Gruppe von Frauen gestaltet Feste und Veranstaltungen und ist ein wichtiger Teil im Gemeindeleben von Röderland-Haida. Unter den 55 bis 85-Jährigen sind viele, die Krieg, Mauerbau, DDR und Wende aus nächster Nähe erfahren haben. Passend zum Erntefest im Oktober 2010 möchten die Zeitenspringerinnen eine Ausstellung und ein Heft erstellen, dass einige der Landrauen porträtiert und ihr Engagement näher vorstellt.

02/10 Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V.
Dorfstr. 1
14513 Teltow
Die Stille Pauline
Ab Frühjahr 2010 soll die ehemalige Bahnstrecke Paulinenaue-Neurupin als Radwanderweg fertig gestellt werden. Aktueller Anlass für die Zeitenspringer der Berlin-Brandenburgischen Landjugend Fehrbellin noch einmal zurück in die Vergangenheit zu springen und zu entdecken, welche Bedeutung einst die Bahnstrecke für die Menschen in der Region hatte und wie die Arbeitsbedingungen der Frauen bei der Bahngesellschaft waren. Darüber hinaus werden die Jugendlichen auch auf Theodor Fontane stoßen. Was hatte er mit der Bahn zu tun? Die Zeitenspringer werden es herausfinden und ein Modell der Bahnstrecke nachbauen.

02/10 Oberschule "Am Wehlenteich" Lauchhammer
Naundorfer Str. 36
01979 Lauchhammer-Mitte
Die Wanne ist voll ...!
Lauchhammer war in der DDR ein großer und beliebter Industriestandort. Hier gab es etwas ganz Besonderes: die einzige Badewannengießerei der DDR. Heute erinnern nur noch Brach- und Grünflächen an diese Vergangenheit. Die engagierten Zeitenspringer der Oberschule „Am Wehlenteich“ möchten im ihrem vierten Zeitensprünge-Projekt nun auch noch diesen Teil ihrer Heimatgeschichte erforschen. Dabei helfen soll ihnen die Stiftung Kunstguss, die Biotürme Lauchhammer und der Traditionsverein Braunkohle. Besonders brennt den Jugendliche die Frage unter den Nägeln: Warum wurden im Bereich des Kunstguss keine Glocken gegossen und was ist aus der Gießerei überhaupt geworden? Wenn sie die Antworten darauf gefunden haben, werden Schautafeln und Broschüren davon erzählen.

02/10 Clubfrequenz Hohenwutzen e.V.
Neuglietzener Str. 4
16259 Bad Freienwalde
Firmen in Hohenwutzen - gestern und heute
In Hohenwutzen, direkt an der polnischen Grenze, gab es immer schon viel Handwerk, Handel und Gewerbe. Viele der Firmen, die sich heute dort befinden, haben jedoch nichts mehr mit denen von früher zu tun. Fischer, Baufirmen, Gaststätten und LPG´s – etliche Firmen gibt es heute nicht mehr. Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erinnern sich aber noch daran, wie es damals war. Für die Zeitenspringer des Clubfrequenz Hohenwutzen e.V. Grund genug, ab Januar 2010 in einer monatlich erscheinenden Heimatzeitung 1-2 dieser ehemaligen Firmen samt Mitarbeitern vorzustellen. Unterstützung bekommen die Jugendlichen von der Behinderteneinrichtung der Stephanus Stiftung, die den Druck und die Bindung der Zeitung übernehmen wird.

02/10 Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH
Zu den Luchbergen 13
14641 Nauen
Fontane und das Schloss Ribbeck
n dem Nauener Ortsteil Ribbeck befindet sich das legendäre Fontane-Schloss. Es prägt seit dem 19. Jahrhundert den Ort und erzählt viel über die Ansichten Fontanes zu den damals herrschenden Sozialverhältnissen. Als Gebäude wurde es wechselhaft genutzt, sein letzter Schlossbesitzer wurde im KZ Sachsenhausen hingerichtet. Was ist zwischen dieser Zeit passiert? Was hat das Schloss für die Entwicklung des Ortes bedeutet? Die Zeitenspringer des Da-Vinci-Campus Nauen werden es herausfinden und als Ausstellung im Schloss Ribbeck der Öffentlichkeit vorstellen.

02/10 Jugendbildungszentrum Blossin e.V.
Waldweg 10
15754 Blossin
Gefallene Mädchen
Im 18. und 19. Jahrhundert diente das Gutsschloss Blossin als Heim für „gefallene Mädchen“. In einer eigenen Nähschule sollten junge Frauen, die nicht tugendhaft genug waren wieder alltags- und berufstauglich gemacht werden. Doch der Ort wurde zu einem Ort des Schreckens. Zahlreiche Mädchen verließen missbraucht und geschwängert den Ort, um in Mutter-Kind-Heimen Zuflucht zu finden. In dem ehemaligen Gutsschloss befindet sich heute eine therapeutische Einrichtung für Jugendliche. Zeitenspringer des Jugendbildungszentrums Blossin möchten herausfinden, was das für Mädchen waren, die einst hier lebten und was aus ihnen wurde. In welcher Situation befinden sie die Jugendlichen, die heute im Schloss leben? Die Projektergebnisse werden auf Veranstaltungen, im Internet und in einem Reader präsentiert und veröffentlicht.

02/10 FestLand e.V. Kulturinitiative Klein Leppin
Klein Leppiner Str. 26
19339 Klein Leppin
Grüße aus Klein Leppin - Zur Geschichte des Ferienlagers "Konsum Bitterfeld"
In Plattenburg steht am Rande des Dorfes eine Villa. 1920 erbaut, wohnte dort erst ein Mühlenbesitzer, dann nutzte es die sowjetische Kommandantur, später war es ein Konsum. Ab 1975 wurde es als Ferienlager genutzt und seit 20 Jahren steht die Villa leer. Zeitenpringer des FestLand e.V. interessieren sich nun für die letzte Phase der Nutzung. Sie möchten wissen: Welche Kinder machten hier wie lange und wie Urlaub? Wie sah der Urlaub aus? Was durften die Kinder und was nicht? Wer waren die Betreuer? Und: Unterscheidet sich unser Urlaub heute vom dem vor 30,40 Jahren? Als Projektergebnis möchten die Jugendlichen fiktive Urlaubspostkarten gestalten und sie in die Ausstellung „Grüße aus Klein Leppin“ einfließen lassen.

02/10 BBZ Bernau e.V.
Breitscheidstr. 41
16321 Bernau
Jüdisches Leben in Bernau
Stolpersteine erinnern in Bernau an eine jüdische Vergangenheit. Schüler und Schülerinnen der Grundschule an der Hasenheide möchten gemeinsam mit dem BBZ Bernau e.V. herausfinden, welche Menschen und Schicksale sich hinter dieser Vergangenheit verbergen. Zeitzeugen werden für die Zeitenspringer die wichtigste Recherchequelle sein. In einer Ausstellung und auf einer Webseite sollen die gesammelten Fotos, Texte, Interviews und Materialien dann präsentiert werden.

02/10 Kindervereinigung e.V. Seelow
Marktgasse 1
15306 Seelow
Kinder- und Jugendarbeit im Wandel der Zeiten in der Gemeinde Gusow-Platkow
Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit hat es in Gusow-Platkow seit jeher gegeben. Auch der Jugendklub war immer beliebt und gefragt. Das zieht sich bis heute durch. Für die Zeitenspringer der Kindervereinigung Seelow stellt sich die Frage, was die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit von vor 20 Jahre zu heute sind. Welche Interessen hatten junge Menschen früher? Wie sah die Freizeitgestaltung damals aus? Den Blick in die Gegenwart wollen die Jugendlichen zu ihrer Partnerstadt in Polen werfen. Gibt es auch hier Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Eine Ausstellung und ein Jugendjournal sollen am Ende die Ergebnisse dieser Zeitreise festhalten.

02/10 Verein Sichten und Ansichten e.V.
Friedrich-Engels-Str. 12
14473 Potsdam
Leben und träumen - von der Jugend in der DDR?
Das DDR-Geschichtsmuseum in Perleberg ist bekannt für seine zahlreichen Exponate. Hier findet man, was sonst keiner mehr haben will. Ältere verbinden damit eigene Erfahrungen aus der Vergangenheit, aber wie ist das für Jugendliche, die die DDR nicht mehr miterlebt haben? Zeitenspringer des Vereins Sichten und Ansichten e.V. möchten einen Jugendmuseumsguide entwerfen, der den Schulen in der Prignitz zur Verfügung gestellt wird. Dafür erkunden sie jede Ecke im Museum und fotografieren die Exponate. Sie werden mit Bürgerinnen und Bürgern sprechen, die einen Bezug dazu haben und Texte verfassen, die die Geschichten nacherzählen.

02/10 Jugendclub Ketzin
des Jugendfördervereins Mikado e.V.
An der Stege 1
14669 Ketzin
Mal sehen, was so "abfällt" - Mülldeponie Vorketzin
Eine Mülldeponie, die erst nur Westmüll lagert, aus der dann gestohlen, geschmuggelt und verkauft wird, und die heute aus Energietechnischen Gründen zu einem Vorzeigemodell und beliebten Arbeitgeber geworden ist, das alles hört sich für die Zeitenspringer des Jugendclubs Ketzin spannend an. In ihrem Projekt möchten sie den Eigenarten und Herausforderungen des Themas Müll auf die Spuren kommen und nachzeichnen, wie die Deponie in Ketzin entstand und wie sie sich entwickelte. Ein Modell der Landschaft mit und ohne Deponie soll als Ergebnis genauso entstehen wie eine kleine Ausstellung samt Infomappe.

02/10 "Die Brücke" e.V.
Schlüterstr. 46
14558 Nuthetal
Punker, Popper, Pioniere - eine JugendkulTour durchs Potsdamer Umland
Wie sah sie aus, die Jugendkultur in der DDR? Was haben die jungen Leute in den 1960ern, 70ern, 80ern und 90ern gemacht, gedacht, getanzt, gekauft und gesungen? Was davon ist heute noch aktuell und modern, was gab es nie mehr wieder? Für die Jugendlichen des Brücke e.V. in Nuthetal steht fest: Das lässt sich herausfinden. Die Zeitenspringer werden die Umgebung erkunden und in Talkrunden Zeitzeugen zusammenführen. Nach besten Erfahrungen in den vergangenen zwei Jahren, werden sie ihre Projektergebnisse erneut über eine Ausstellung im Mehrgenerationenhaus verbreiten.

02/10 SOS LÜBBENAUBRÜCKE (SchülerOrganisationStadtumbau Lübbenaubrücke)
Güterbahnhofstr. 57
03222 Lübbenau
Schmiede- und Steinmetzarbeiten auf dem Skulpturenpark Alter Friedhof Lübbenau
In Lübbenau gibt es auf dem Alten Friedhof einen Skulpturenpark. Hier sind noch zahlreiche kunstvolle Grabsteine von Bildhauern sowie aufwendig verzierte Schmiedeeiserne Grabsteinfassungen erhalten. Zeitensprünger der SOS Lübbenaubrücke möchten anhand der Erforschung zweier Gräber herausfinden, unter welchen Arbeitsbedingungen und Umständen Steinmetze und Schmiedemeister damals gearbeitet haben. Während des Projektes werden die Jugendlichen selbst eine Schmiede besuchen und ihre eigenen handwerklichen Fähigkeiten ausprobieren. In einer Ausstellung im Kulturzentrum Lübbenau sollen die Projektergebnisse für alle zugänglich gemacht werden.

02/10 Niederlausitzer Kunstschule "Birkchen" e.V.
Straße der Jugend 1 a
01968 Brieske
Senftenberger See - Historische Wanderung
Wenn die Zeitenspringer sich im Sommer im Senftenberger See erfrischen, denken sie nicht daran, dass hier einst riesige Mengen von Braunkohle abgebaut wurden. Doch das ändert sich jetzt. Die Jugendlichen der Niederlausitzer Kunstschule „Birckchen“ e.V. werden aufdecken, wie der Tagebau aussah, wann er geschlossen wurde, wer hier arbeitete und wer sich an die Flutung des Sees erinnert. Darüber hinaus werden sie andere Jugendliche zum heutigen See befragen. Alles zusammen wird in einer Video- und Fotodokumentation dann veröffentlicht.

02/10 MIKO e.V. (Menschen in Kooperation)
Friedrich-Ebert-Str. 9
15344 Strausberg
Spur der Steine
Die Zeitenspringer des MIKO e.V. aus Strausberg möchten herausfinden, was es mit dem jüdischen Friedhof in ihrem Ort auf sich hat. Wann, warum und durch wen wurde er nach 1945 umgestaltet? Wie kann man ihn heute gut erkennbar machen? Die Jugendlichen möchten dazu gerne gemeinsam mit der Stadt forschen und ein Konzept entwickeln. Sie knüpfen in ihrem Projekt dabei an ihre Forschungsergebnisse aus dem vergangenen Jahr an und präsentieren ihre Ergebnisse in einer Ausstellung und in Form einer Mappe. Für die Gestaltung einer neuen Gedenktafel werden sie mit einem Stadthistoriker zusammenarbeiten.

02/10 Gemeinde Heideland für den Jugendclub Eichholz
Kindergartenstr. 2a
03253 Schönborn
Spurensuche - Die Geschichte unseres Jugendraumes
Die Zeitenspringer aus Eichholz fühlen sich mit ihrem Jugendclub sehr verbunden. Während der Renovierung und Restaurierung haben sie viele interessante Dinge in dem Haus entdeckt. Zusammen mit Unterstützern aus Amts- und Gemeindeverwaltung, Kirche, Lokalpresse, Archiv und Heimatkundeverein werden die Jugendlichen ihre schon gefundenen Zeitzeugen befragen und eine Präsentation über die Vergangenheit ihres Jugendraumes erstellen.

02/10 Begegnungszentrum Lunow e.V.
Gartenstr. 2c
16248 Lunow- Stolzenhagen
Unser Dorf im Wandel, nicht im Untergang
Der Ort in Lunow, an dem einst eine Schule und heute ein Begegnungszentrum steht, hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Eine Geschichte, die diese Zeitenspringer aufspüren möchten. Dazu werden sie Zeitzeugen befragen und Menschen treffen, die sich mit dem Ort verbunden fühlen. Sie sollen Antworten auf die Fragen geben: Was hatte es mit den Patenbrigaden der früheren Klassen auf sich? Wie war es, als die Klassenräume noch im ganzen Ort verstreut waren? Und welche Stellung hatte Lunow früher, als es noch blühendes Tabak- und Gurkenanbau-Gebiet war? Die Ergebnisse werden als Videodokument der Dorfchronik hinzugefügt. Pünktlich zum „Tag der offenen Tür im Begegnungszentrum“ wird es zudem eine Präsentation geben.

02/10 Märkischer Kulturbund Strausberg e.V.
August-Bebel-Str. 49
15344 Strausberg
Vom Ted Herold-Fan zum Staatsverbrecher
Jugendliche möchten sagen, was sie denken. Im Jahr 2010 stellt das meist auch kein Problem dar – aber wie war das 1961, als die Mauer gebaut wurde, und sich junge Menschen laut dagegen wehrten? In einem Dokumentarfilm möchten die Zeitenspringer des Märkischen Kulturbund Strausberg e.V. mit Hilfe von Zeitzeugen nacherzählen, wie es war, als diese jungen Leute in öffentlichen Schauprozessen für das Äußern ihrer Meinung bestraft wurden. Hilfe erhoffen sich die Jugendlichen von der Birthler-Behörde und dem Heimatmuseum Strausberg.

02/10 DRK, KV Fläming-Spreewald e.V.
Neue Parkstr. 18
14943 Luckenwalde
Von Märkern, Henkern und Hausmannskost
Bereits zum dritten Mal arbeiten diese Zeitenspringer der Schreibwerkstatt aus Golßen an Reisereportagen zu ihrer Region. 2010 werden die Nachwuchs-Autoren mysteriöse Orte erkunden: Die Bunkeranlagen von Wünsdorf-Waldtstadt, die alte Brennerei von Sellendorf, die politische Haftanstalt von Luckau, der ehemalige Braunkohle-Ort Stoßdorf und viele andere. Angereichert mit passenden Rezepten soll ein neuer Reiseführer veröffentlicht werden, der Einheimische und Besucher gleichermaßen neugierig macht. Unterstützung bekommen die Zeitenspringer des DRK von Zeitzeugen, Historikern und sogar dem Landrat, der zu einem Großabnehmer der Reiseführer geworden ist.

02/10 Stiftung SPI, Freizeitzentrum "Bergschlösschen"
Bergstr. 11
03130 Spremberg
Wächst zusammen, was zusammen gehört?
Seit fünf Jahren existiert die neue Heidegrundschule Spremberg. Aus dem alten Ort Haidemühl wurde nach einer Umsiedlung der neue Ort Haidemühl. Ist nach der Umsiedlung wieder alles beim Alten? Sind die zusammengelegten Ortsteile Haidemühl und Sellessen zusammengewachsen? Welche Brücke kann die Schule dabei schlagen? Zeitenspringer aus der Grundschule möchten gemeinsam mit dem Freizeitzentrum „Bergschlösschen“ und dem Multimediale Jugendprojekt „Back Pictures“ zurück blicken und über einen Film persönliche Eindrücke, Geschichten und Erlebnisse zu diesen Fragen einfangen. Zu ihren Interviewpartnern zählen neben Zeitzeugen auch der Bürgermeister der beiden neuen Dörfer, der Schul-Planer, die Direktorin und einige Lehrer.

02/10 Gemeinde Röderland
Am Markt 1
04932 Röderland
Wie die Vereine Prösen prägten und prägen
Ausgangspunkt dieses Projektes ist eine Fahne, die auf einem Prösener Dachboden gefunden wurde. Es ist die Fahne des Arbeiter-Radfahrvereins Prösen, die ein Datum enthält, welches darauf schließen lässt, dass sämtliche Sportvereinchroniken überdacht werden müssen. Eine detektivische Arbeit für die Zeitenspringer der Gemeinde Röderland. Sie möchten diesen Anlass nutzen und herausfinden, was es allgemein für Vereine im Ort gab, die alle zu ihrer Zeit das Gesellschaftsleben in Prösen geprägt haben. Was hat die Menschen in Vereinen zusammengehalten? Und was hält uns heute in Vereinen zusammen? Die Zeitenspringer werden es erforschen und die Vereins-Geschichte von Röderland in einer Ausstellung neu schreiben.

02/10 Stadt Sassnitz
Hauptstr. 33
18546 Sassnitz
100 Jahre Rathaus Sassnitz
Im Jahr 2010 wird das Rathaus in Sassnitz 100 Jahre alt. Die Zeitenspringer werden aus diesem Anlass die Historie des Gebäudes - und damit ein wichtiges Stück Saßnitzer Stadtgeschichte - recherchieren, kennenlernen und dokumentieren. Im Fokus stehen wichtige Ereignisse aus verschiedenen Epochen. Die Schülerinnen und Schüler werden außerdem Einblicke in die Arbeit im Rathaus erhalten und in Archiven historisches Material sichten. Wichtige Begebenheiten werden die Zeiten-Springer in einem Theaterstück öffentlich aufführen. Das Stück wird ergänzt durch Einzelvorträge und Filmeinspieler. Das Publikum soll aktiv in die Aufführung einbezogen werden.
Den Jugendlichen und den Zuschauerinnen und Zuschauern soll auf diese Weise ein wichtiges Stück Heimatgeschichte nähergebracht werden.

02/10 Rostocker Stadtjugendring e.V.
Kuphalstr. 77
18069 Rostock
20 Jahre jugendpolitische Verbandsarbeit im Rostocker Stadtjugendring
Jugendringe leisten einen wichtigen Beitrag, wenn es darum geht demokratische Strukturen aufzubauen und Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, sich einzubringen, sich zu entwickeln und zu entfalten. Gerade nach großen politischen Umbrüchen, wie nach der Wende, ist es wichtig, den Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, die Gesellschaft in der sie leben aktiv mitzugestalten. Um diesen Prozess besser verstehen zu lernen, wollen die Zeitenspringer des Rostocker Stadtjugendring e.V. in ihrem Projekt die Geschichte ihres Vereins erforschen und festhalten. Es sollen Gründungs- und Vereinsmitglieder, Lokalpolitiker und Jugendliche, welche im Verband aktiv sind, befragt werden. Die Projektergebnisse werden im Internet und in gedruckter Form dem Verband und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

02/10 DLRG, OG Kölpinsee e.V.
Dorfstr. 1 D
17459 Loddin/Usedom
45 Jahre organisierter Wasserrettungsdienst in Kölpinsee
Die Wasserrettung in Kölpinsee gibt es seit 45 Jahren. Leider ist die Entwicklung der Wasserrettung auf der Insel Usedom bislang kaum dokumentiert. Das möchten die Jugendlichen nun ändern. Die Zeitenspringer sind aktive Mitglieder der DLRG und möchten sich mit der Geschichte ihres Vereins näher befassen. Wie sahen die Rettungstechniken und -mittel von damals aus und wie haben sie sich weiterentwickelt? Ihre Informationen werden die Jugendlichen in Archiven zusammentragen und Zeitzeugeninterviews führen. Die Projektergebnisse sollen die Ortschronik ergänzen und in einer Wanderausstellung präsentiert werden.

02/10 Volkssolidarität Bad Doberan, Heidetreff Gelbensande e.V.
Heidering 8a
18182 Gelbensande
Alltags-Antisemitismus im 20. Jahrhundert zwischen Rostock und Wustrow
Zum Ende des 19. Jahrhunderts wuchs in Deutschland die Zahl der Kur- und Badeorte rasant. Jedoch waren in den Urlaubsorten nicht alle Gäste gleichermaßen willkommen. Jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger waren Vielerorts „nicht erwünscht“. Einige Hotels und Pensionen machten öffentlich keinen Hehl daraus, dass sie auf jüdische Gäste keinen Wert legten. Ein politischer und moralischer Skandal, mit dem sich die Zeitenspringer in ihrem Projekt näher beschäftigen möchten. Die Jugendlichen werden sich intensiv mit dem Thema „Antisemitismus“ auseinandersetzen, Zeitzeugen befragen sowie Museen und Synagogen besuchen. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden in der Schule und im Heimatmuseum Graal-Müritz in Form einer Ausstellung präsentiert.

02/10 Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Stralsunder Str. 46
17489 Greifswald
Auf und davon - Vorpommern verlassen ihre Heimat
Abwanderung ist in Mecklenburg-Vorpommern seit dem 19. Jahrhundert immer wieder ein gesellschaftliches Thema. Ganz aktuell seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die prognostizierte Verödung der Dörfer und Überalterung der Gesellschaft haben ganz konkrete Auswirkungen auf die Situation der Bewohner dieses Bundeslandes. Auch für viele Jugendliche stellt sich nach ihrem Schulabschluss die Frage: Bleiben oder gehen? Welche Zukunftsperspektiven gibt es in der Heimat? Finde ich einen Job? Die Zeitenspringer wollen in ihrer Projektarbeit die Migrationgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute erforschen und in einer öffentlichen Ausstellung dokumentieren.

02/10 Stiftung NEUE KULTUR / Projekt Prora
Choriner Straße 82
10119 Berlin
Begegnungen - Jugendliche treffen ehemalige KZ-Häftlinge und polnische Zwangsarbeiter
Im April 2010 findet auf der Ostseeinsel Rügen eine Begegnungswoche mit ehemaligen polnischen Zwangsarbeitern und Zeitzeugen aus der Region statt. Im Rahmen dieser Begegnungswoche wer-den Jugendliche die Gelegenheit haben, sich intensiv mit dem Thema Zwangsarbeit und KZ-Haft zu beschäftigen. Die Zeitzeugen, welche damals so alt waren wie die Jugendlichen heute, werden von ihren persönlichen Erlebnissen berichten und Einblicke in ihr Leben gewähren. Die Zeitenspringer werden die Interviews selbst vorbereiten und bei der Organisation der Begegnungswoche intensiv mitwirken. Die Interviews werden auf Video aufgezeichnet und durch eine Fotodokumentation ergänzt.

02/10 Friedrich Ludwig Jahn Gymnasium Greifswald
Fr. Senz
Thälmannplatz 1
17489 Greifswald
Bildgeschichten - Was Bilder über die Heimatstadt erzählen
Einem ganz besonderen Künstler widmen sich die Jugendlichen in diesem Zeitensprünge-Projekt: Caspar David Friedrich, geboren am 5. September 1774 in Greifswald. Seine Bilder sind weltberühmt, immanent für die Entwicklung der Kunst - und nicht zuletzt ganz besondere lokale Zeitzeugnisse. Doch gerade die Kunst bietet vielfältige Interpretationsspielräume und wird von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Die Zeitenspringer wollen erforschen, welche Bedeutung den Werken des Malers in den letzten 150 Jahren zukam und wie die Werke heute gesehen werden. Geplant sind u.a. Zeitzeugenbefragungen und Archivrecherchen. Die Ergebnisse der Arbeit werden in eigenen künstlerischen Arbeiten an öffentlich-zentralen Punkten in Greifswald präsentiert.

02/10 LebensRäume e.V.
Bahnhofstr. 64
18510 Zarrendorf
Chroniken aus Grimmen - Grimms Märchen?
Im Dialog der Generationen möchten die Jugendlichen mehr über den Alltag ihrer Eltern und Großeltern erfahren. Alle wissen, wie das Leben heute ist – aber wie war es früher? Vor 10, 20 oder 30 Jahren? Gab es Unterschiede? Und wenn ja: welche? Die Zeitenspringer möchten in ihrer Projektarbeit den Alltag von damals mit dem heutigen vergleichen. Welche Bedeutung hatte die Schule? Welche Musik hat man früher gehört, welche Mode war „in“? Wie sah die Freizeitgestaltung aus? Die Zeitzeugeninterviews sollen in Wort und Bild festgehalten und der nach Abschluss der Projektarbeit der Öffentlichkeit präsentiert werden.

02/10 Verein Lebenskultur e.V.
Rollenhagen 12
17237 Blankensee
Der Traum von Freiheit
Im letzten Jahr feierte Deutschland 20. Jahre Mauerfall. Die Jugendlichen waren zur Zeit der Wende noch nicht geboren – aber ihre Eltern und Großeltern haben hautnah miterlebt, wie aus dem geteilten Deutschland wieder ein Land wurde. Aber wie haben die Menschen diesen friedlichen Umbruch damals erlebt? Wie kam es dazu und welche Hoffnungen, Ängste und Erwartungen hatten die Menschen? Gibt es heute 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, eine gesamtdeutsche Identität oder existiert sie noch immer, die Mauer in den Köpfen? All diesen Fragen möchten die Jugendlichen nachgehen und Zeitzeugen zu diesem besonderen Ereignis befragen. Die Projektergebnisse sollen in einem eigenen Song mit einem dazugehörigen Video der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

02/10 AFW Arbeitsförderungs- und Fortbildungswerk GmbH
Langenort 1a
18147 Rostock
Die "MS Georg Büchner" - Eine Lehr- und Ausbildungsstätte im gesellschaftlichen Wandel
Das ehemaliges Ausbildungsschiff der Deutschen Seerederei (DSR), die „MS Büchner“ ist fest mit der Geschichte ihres Heimathafens Rostock verbunden. Nach einer längeren Phase verschiedener Nutzungen wird das Schiff jetzt als Ausbildungs- und Jugendherbergsschiff genutzt. Die Zeitenspringer werden im Rahmen ihrer Projektarbeit die Entwicklung des Schiffes als Ausbildungsstätte zu Zeiten der DDR und nach der Wende erforschen und dokumentieren. Hierzu werden Zeitzeugen, wie ehemalige Seeleute, befragt und historisches Material gesichtet.
Die Ergebnisse des Projekts sollen in Form einer Dokumentationsmappe und einer PowerPoint-Präsentation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

02/10 Stadtjugendring Wismar e.V.
Dankwartstr. 46
23966 Wismar
Die jungen Wilden in einer neuen Freiheit
inspiriert durch den Film „Friendship“, der die wahre Geschichte zweier junger ostdeutscher Männer erzählt, welche direkt nach dem Fall der Mauer durch die USA reisten, wollen die Jugendlichen Zeitzeugen finden, die ihnen ihre eigenen Geschichten aus der Wendezeit erzählen. Die Jugendlichen wollen an positiven und beeindruckenden Beispielen aufzeigen, wie Menschen aus der Region die Umbrüche damals erlebt und neuen Freiheiten der Wendezeit genutzt haben. Welche Träume hatten die Menschen? Wie haben sie die neuen Herausforderungen positiv umgesetzt? Welche Chancen haben sie wahrgenommen? Die Ergebnisse sollen in einem Film und in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden.

02/10 Wasser und Land e.V.
Lomonossowallee 42
17491 Greifswald
Fußball WM 1954 - wie war es in Greifswald?
Die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 1954 war ein großes internationales Ereignis. Die fußballbegeisterten Jugendlichen möchten nun erforschen, wie Zeitzeugen die Weltmeisterschaft in ihrer Heimatstadt Greifswald erlebt haben. Eine besondere Rolle spielt dabei die politische und gesellschaftliche Situation zu jener Zeit. Auch die Entwicklung des Fußballsports in der Heimatregion der Zeiten-springer während der Nachkriegszeit soll näher beleuchtet werden. Ein Vergleich von damals und heute soll zeigen, wie sich der Sport und sein Stellenwert im Laufe der Zeit verändert haben. Bei Archivrecherchen und Interviews soll Bild- und Textmaterial zusammengetragen werden, welches zu einer Dokumentenmappe und einer Ausstellung zusammengefasst wird.

02/10 Caritas Mecklenburg e.V.
Schwetziner Str. 12
17168 Groß Wüstenfelde
Gemeindejahreskalender 2011 mit Kurzgeschichten und Bildern der Region
Durch in den vergangenen Jahren durchgeführte Geschichtsprojekte, die an verschiedenen Orten der Region ausgestellt wurden, ist bei den Zeitenspringern und den Bewohnern der Gemeinde das Interesse gewachsen, noch mehr Vergangenes und bisher Verborgenes aus der Geschichte ihrer Heimat zu erforschen und festzuhalten. Frühere Projektergebnisse der Zeitenspringer wurden gerne in den Geschichtsunterricht der Schule implementiert, und die positive Reaktion auf die Arbeit der Jugendlichen bei Jung und Alt sind nun Ansporn, weitere Kapitel der Heimatgeschichte zu erforschen und zu dokumentieren.

02/10 Kirchengemeinde Pütte-Niepars
Dorfstr. 15
18442 Pütte
Kapellen-Wanderweg Pütte-Niepars
In der Heimatregion der Zeitenspringer, einer landschaftlich reizvollen Region, existieren noch heute viele kleine Kapellen. Die Jugendlichen werden in ihrem Projekt Hintergründe und Wissenswertes zu diesen Bauwerken ergründen und dokumentieren. Als Informationsquelle dienen Kirchenarchive und natürlich ältere Gemeindemitglieder. Das Ziel der Zeitenspringer ist es, einen (Rad-) Wanderweg zu entwickeln. Aus selbst erstellten Fotos und den zusammengetragenen Informationsmaterialien sollen u.a. eine Ausstellung und ein Flyer entstehen, um auf den neuen Wanderweg aufmerksam zu machen. Die Jugendlichen wollen so auf die Attraktivität ihrer Heimatregion aufmerksam machen, sich aktiv einbringen und nicht zuletzt etwas Bleibendes für ihren Ort schaffen.

02/10 Stiftung NEUE KULTUR / Projekt Prora
Choriner Straße 82
10119 Berlin
Neue Stolpersteine in Sassnitz auf Rügen
Die Jugendlichen werden in ihrem Projekt die Lebensgeschichte des NS-Opfers Stanislaw Bielecki recherchieren und dokumentieren. Hierzu werden die Zeitenspringer in Archiven recherchieren, Zeitzeugen befragen und versuchen Angehörige zu finden. Stanislaw Bielecki aus Jaroslaw (Polen), musste während der NS-Zeit als Zwangsarbeiter in Sassnitz arbeiten und starb nach schweren Misshandlungen durch die örtliche Polizei. In Gedenken an ihn soll in Sassnitz nun ein Stolperstein verlegt werden. Die Jugendlichen tragen mit ihren Recherchen einen wichtigen Teil dazu bei, die Verlegung dieses Stolpersteins überhaupt zu ermöglichen. Im Rahmen des Festaktes zur Verlegung des Stolpersteins werden die Zeitenspringer die Lebensgeschichte von Stanislaw Bielecki vortragen.

02/10 Diakonische Dienste Stralsund gGmbH
Carl-Heydemann-Ring 55
18437 Stralsund
Nutzungsgeschichten eines Schulgebäudes
Die Schule, welche die Zeitenspringer aus Stralsund besuchen, ist ein Gebäude mit einer langen Geschichte. Die Historie des Gebäudes ist bislang jedoch nahezu unerforscht. So ist nur bekannt, dass das Gebäude während der Zeit des Zweiten Weltkrieges als Lazarett genutzt und während der DDR Zeit zur Schule umgebaut wurde. Um die Geschichte ihrer Schule zu erforschen und zu dokumentieren werden die Jugendlichen Zeitzeugen, wie z.B. ehemalige Schülerinnen und Schüler, befragen und die Projektergebnisse in einer gedruckten Dokumentation festhalten.

02/10 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bernitt
Lange Str. 54
18249 Bernitt
Prof. Johannes Nichtweiß - ein Leben unter zwei Diktaturen
Die Jugendlichen wachsen heute in einer Gesellschaft auf, in der Meinungsfreiheit und Demokratie selbstverständlich sind. Das war in Deutschland nicht immer so. Die Familien der Zeitenspringer wuchsen in anderen politischen Systemen auf: Eltern und Großeltern in der ehemaligen DDR, die Urgroßeltern haben sogar noch den Zweiten Weltkrieg erlebt. Die Jugendlichen setzen sich deshalb immer wieder mit der Frage auseinander, wie Diktaturen „funktionieren“ und wie sie sich selbst in ein solches System integriert hätten. Das besondere Interesse der Zeitenspringer gilt der Lebensgeschichte des Rostocker Historikers Prof. Johannes Nichtweiß, welcher im Jahr 1958 aus politischen Gründen Selbstmord beging. Die Zeitenspringer werden einen Film drehen oder die Ergebnisse ihrer Projektarbeit in einer Broschüre veröffentlichen.

02/10 Verein zur Errichtung eines russisch-deutschen Radiosenders in Deutschland MV e.V.
Henrik-Ibsen-Straße 20 (Zi. 2.26)
18106 Rostock
Russische Straßennamen von Rostock
Die Jugendlichen mit russischem Migrationshintergrund leben seit Jahren in der Hansestadt, sprechen Deutsch, gehen hier zur Schule und haben hier ihren Freundeskreis. Dennoch sind sie eng mit der Kultur und Geschichte der russischen Heimat ihrer Eltern und Großeltern verwurzelt. Viele Straßen in Rostock sind nach bekannten russischen Persönlichkeiten, z.B. nach Dichtern und Komponisten benannt. Aber warum ist das so? Hatten diese Menschen eine Verbindung zu Rostock? Die Zeitenspringer möchten herausfinden und dokumentieren, wie die Straßen zu ihren Namen kamen, wie sie früher hießen und warum sie später umbenannt wurden. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden in einer Bild-, Text-, und Hörreportage aufbereitet und der Öffentlichkeit vorgestellt.

02/10 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Schulchronik
Das Deutsch-Polnische Gymnasium ist eine der größten Einrichtungen im Ort. Hier werden ca. 340 deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Aber nicht nur das, es finden auch viele außerschulische Veranstaltungen statt, bei denen das Gymnasium zum grenzübergreifenden Ort der Begegnungen zwischen deutschen und polnischen Einwohnerinnen und Einwohnern wird. Die Zeitenspringer möchten ihrer Schule zum 15-jährigen Bestehen im August 2010 nun ein besonderes Geschenk machen und eine Schulchronik erstellen. Es soll mittels Zeitzeugenbefragungen und Archivrecherchen ergründet werden, welche politischen Umstände zur Gründung der Schule geführt haben und welche Chancen und vielleicht auch Hindernisse und Schwierigkeiten es dabei gab.

02/10 Ev. Schule "Dr. E. Schwerin" Hagenow
Am Prahmer Berg 20
19230 Hagenow
Spurensuche - Die jüdische Familie Sommerfeld
Bereits in den vergangenen Jahren erforschten die Zeitenspringer Geschichte(n) jüdischer Familien in Hagenow während der Zeit des Zweiten Weltkrieges. In diesem Jahr wollen die Jugendlichen die Geschichte des jüdischen Arztes Dr. Sommerfeld und dessen Familie erforschen. Dr. Sommerfeld genoss einen ausgezeichneten Ruf als Mediziner und pflegte umfangreiche Kontakte in der Stadt. Auch zu nichtjüdischen Einwohnerinnen und Einwohnern, welche heute noch von den Jugendlichen als Zeitzeugen befragt werden können. Mit ihrer Projektarbeit komplettieren die Zeitenspringer ihre Sammlung „Jüdische Familien in Hagenow - die Bilanz einer Spurensuche“. Die Dokumentation wird den Besuchern der Hagenower Alten Synagoge zugänglich sein.

02/10 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Stolpersteine
Den Forschungen der Zeitenspringer im vergangenen Jahr ist es zu verdanken, dass in Ueckermünde Anfang 2010 fünf Stolpersteine verlegt werden konnten. In einer Stadt, in der die NPD im Stadtrat sitzt, ist dies ein wichtiges Zeichen für Demokratie und Toleranz. Für die Jugendlichen bedeutet die Verlegung der Steine öffentliche Anerkennung und Wertschätzung ihres Engagements. Die Zeitenspringer wollen nun Biografien weiterer ehemaliger jüdischer Bürger der Stadt recherchieren um ihnen ebenfalls einen Stolperstein zu widmen. Damit soll auf das Schicksal jüdischer Bürgerinnen und Bürger während des Zweiten Weltkrieges aufmerksam gemacht werden und rechtsradikalen Tendenzen ein sichtbares Zeichen entgegengesetzt werden.

02/10 Regionale Schule "Friedrich Rohr" Grabow
Prislicher Str. 23
19300 Grabow
Stolpersteine in Grabow
Im Geschichtsunterricht der Schule wird intensiv auf die Zeit des Nationalsozialismus eingegangen. Im Rahmen des Unterrichtsstoffes wird auch die Flucht, Vertreibung, Deportation und Ermordung von Millionen Juden thematisiert. Die Zeitenspringer wollen nun die Geschichten jüdischer Bürgerinnen und Bürger erforschen, die während der Zeit des Zweiten Weltkrieges in Grabow lebten und Opfer des Nationalsozialismus wurden. Diese Forschungsarbeit bildet die wichtige Grundlage für die Verlegung von Stolpersteinen, welche an den ehemaligen Wohnorten der Opfer verlegt werden sollen. Die Arbeit der Gruppe wird in einem Bildband festgehalten, der dem Stadtarchiv und der örtlichen Bibliothek zur Verfügung gestellt werden soll. In Kooperation mit FISCH-TV soll zusätzlich ein Dokumentarfilm entstehen.

02/10 Gemeindevertretung Buddenhagen
Am Wald 30
17440 Buddenhagen
Urgroßvater, warum sprichst du so einen eigenartigen Dialekt?
Wenn die Jugendlichen sich mit ihren Großeltern und Urgroßeltern unterhalten, fallen oft Begriffe, mit denen die jüngere Generation nichts anzufangen weiß. Woher stammen zum Beispiel ortsprägende Bezeichnungen wie „Bombenloch“, „Russenkuhle“, „Fünfbrüdereiche“ o.ä.? Auch gibt es in der älteren Generation viele Menschen, die ihre ursprüngliche Heimat während des Zweiten Weltkrieges verlassen mussten und in Buddenhagen eine neue Heimat fanden. Auf der Suche nach ihren kulturellen Wurzeln wollen die Zeitenspringer ältere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über die Kriegs- und Nachkriegszeit befragen und anschließend die Projektergebnisse in Form einer multimedialen Präsentation der Öffentlichkeit vorstellen.

02/10 SJD - Die Falken, KV Schwerin
Pfaffenstr. 4
19055 Schwerin
Von der Druckerei zum selbstverwalteten Jugendzentrum - Ein Haus erzählt
Die Jugendkultureinrichtung „SJD – Die Falken“ wird monatlich von ca. 500 Jugendlichen besucht. Das Haus beherbergt mehrere Jugendgruppen und auch Musikbands haben die Möglichkeit hier zu proben. Das Vereinsgebäude hat eine lange und bisher nahezu unerforschte und undokumentierte Geschichte. Das möchten die Zeitenspringer nun ändern und die Historie des Hauses ergründen und festhalten. In Terminen mit Hausverwaltung und -besitzer sollen alte Baupläne und Dokumente ein-gesehen und aufbereitet werden. Eine Ausstellung wird die Ergebnisse der Projektarbeit zusammen-fassend dokumentieren. Diese soll später im Vereinshaus, und in anderen öffentlichen Gebäuden der Stadt Schwerin, Besuchern zugänglich gemacht werden.

02/10 Land und Leute e. V.
Kleine Stavenstr. 9-11
17207 Röbel
Was hast du gemacht, als du 17 warst?
Die Menschen, welche während der Zeit des Zweiten Weltkrieges so alt waren, wie die Zeitenspringer heute, sind bereits über 80 Jahre alt. Die Erinnerungen und Geschichten dieser Menschen wollen die Schülerinnen und Schüler erfragen und mit der Videokamera festhalten. Die Jugendlichen wollen sich so einen Zugang zur Erlebniswelt und dem Erfahrungsschatz der Zeitzeugen erschließen und auch für die folgenden Generationen erhalten. Die Jugendlichen hoffen, durch diese Gespräche viel für ihre persönliche Zukunft zu lernen und von den Erfahrungen der Zeitzeugen zu profitieren. Der als Projektdokumentation entstandene Dokumentarfilm soll im Rahmen der politischen und historischen Bildungsarbeit im Verein genutzt und anderen Interessierten unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

02/10 Ev. Jugend der Kirchgemeinde Kavelstorf
An der Kirche 3
18196 Kavelstorf
Wie war das ...? - Landwirtschaft heute und damals
Rund um Kavelstorf gibt es viele Wiesen und Felder und die Region ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Zeitenspringer wollen durch ihre Projektarbeit mehr über die geschichtlichen Hintergründe ihres Ortes, erfahren um sich so besser mit ihrer Heimat identifizieren zu können. Aber nicht nur die Identifikation soll gestärkt werden - den Jugendlichen sollen die Besonderheiten und die Einzigartigkeit ihres Lebensumfeldes nähergebracht werden. Das Projekt soll vermitteln, mit welchem Aufwand das tägliche Brot produziert wird und wie lange der Anbau von Feldfrüchten eigentlich dauert. Die Zeitenspringer werden Betriebe besuchen, Zeitzeugen befragen und die Ergebnisse ihrer Arbeit in einer Ausstellung zusammenfassen.

02/10 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Wirtschaftliche Entwicklung der Fischerei
Im Ort Heinrichswalde sind mehrere kleine Firmen ansässig. Die Fischerei ist einer der ältesten Betriebe. Die Zeitenspringer möchten nun die Entstehungsgeschichte der Fischerei erforschen und besonders die wirtschaftliche Seite genauer betrachten. Zusätzlich werden die Jugendlichen die Entwicklung der Umgebung des Galenbecker Sees erforschen und dokumentieren. Die Zeitenspringer werden Zeitzeugen befragen, in Archiven recherchieren, Fotos erstellen und die gesammelten Ergebnisse in einer Broschüre zusammenfassen. Die Projektergebnisse werden der Gemeinde für die Heimatchronik zur Verfügung gestellt.

02/10 Begegnungszentrum Zöblitz
Markt 23
09517 Zöblitz
Auf historischen Pfaden durch den Erzgebirgskreis
Im Rahmen der Kreisgebietsreform im Jahr 2009 wurde auch der Erzgebirgskreis neu gegründet. Dies brachte jede Menge strukturelle Veränderungen mit sich. Die Identifikation mit der Heimat liegt den Zeitenspringern aus Zöblitz besonders am Herzen und deswegen möchten sie die Besonderheiten ihrer Heimat erforschen und dokumentieren. Im Erzgebirgskreis gibt es viele Burgen, Schlösser, Kirchen, Museen, altes Handwerk, Erzgehbiergischen Traditionen und eine Menge interessanter Persönlichkeiten, welche die Geschichte der Region mitgeprägt haben. In Form eines selbst entwickelten und gestalteten Brettspiels wollen die Jugendlichen ihre Heimat vorstellen und die Menschen in ihrer Region und Gäste dazu einladen, den Erzgebirgskreis näher kennenzulernen.

02/10 AG Georgius-Agricola-Gymnasium Glauchau e.V.
Pestalozzistr. 85
08371 Glauchau
Das kleinste Museum Deutschlands
Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde in Glauchau eine Kaserne errichtet. Bis auf einen Eingangsbogen und ein Postenhäuschen wurde diese wegen Baufälligkeit nach dem Abzug des letzten Nutzers, der russischen Truppen, abgerissen. Die Zeitenspringer wollen nun die wechselvolle Geschichte der Kaserne erforschen. Aber nicht nur das: In den Resten der Kaserne soll ein kleines Museum für Militärgeschichte entstehen, welches die Zeitenspringer konzipieren und planen. Für die bauliche Instandsetzung und die Umsetzung des Projektes werden sich die Zeitenspringer Partner suchen. Die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse soll in der Schriftenreihe der AG Geschichte e.V. und im Rahmen von wechselnden Ausstellungen im neu zu errichtenden Museum erfolgen.

02/10 Oase e.V. Mittweida
Hainichener Str. 63
09648 Mittweida
Die Heimatvertriebenen Mittweidas
Heimatvertriebene, die zum Ende des Zweiten Weltkrieges in die Stadt kamen, sind ein Teil der Geschichte und der Bevölkerung von Mittweida. Leider ist die Historie der Heimatvertriebenen bislang nahezu unerforscht. Das möchten die Zeitenspringer nun ändern und sich auf die Spuren der Heimatvertriebenen begeben. In Zeitzeugengesprächen wollen die Jugendlichen erfahren, wie und wann die Flüchtlinge nach Mittweida kamen, wie sie in ihrer neuen Heimat empfangen wurden und wie sie sich ihr Leben entwickelt hat. Die Zeitenspringer werden die Interviews in Wort und Bild festhalten und die Projektergebnisse in Form von Texten, Plakaten und Fotos in ihrer Schule, auf einer Internetplattform und im Heimatmuseum öffentlich präsentieren.

02/10 Heimat- und Kulturverein "Süptitzer Höhen" e.V.
Trossiner Str. 6 A
04860 Süptitz
Entwicklung der Gemeinde Süptitz von 1750 bis zur Gegenwart
Süptitz ist eine Gemeinde am Rande der Dübener Heide. Ab dem Mittelalter bestimmten vor allem der Weinanbau und das Handwerk die Entwicklung der Ortschaft. Auch geschichtsträchtige Ereignis-se, wie die entscheidende Schlacht im Siebenjährigen Krieg oder die Begegnung russischer und a-merikanischer Truppen im Zweiten Weltkrieg fanden in der Region statt. Leider gibt es jedoch sehr wenige Informationen über das Entstehen und die dörfliche Entwicklung der Gemeinde Süptitz. Die Zeitenspringer möchten dies nun ändern und mit Unterstützung eines Ortschronisten die Entwicklungsgeschichte der Gemeinde in einer Broschüre festhalten. Diese soll zum 250. Jahrestag der Schlacht auf den Süptitzer Höhen im November 2010 vorgestellt werden.

02/10 Rackel e.V.
Rosenweg 12
02694 Malschwitz
Flucht und Zuflucht
Die sächsische Gemeinde Malschwitz besteht aus 4 Ortschaften und hat ca. 3.500 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Zeitenspringer werden in ihrem Projekt eine der ältesten Einwohnerinnen der Gemeinde Rackel als Zeitzeugin befragen und deren Leben dokumentieren. Als Dokumentationsform haben die Jugendlichen das Medium Film gewählt. Zusätzliche Dokumente und historisches Bild- und Filmmaterial werden die Jugendlichen in Archiven recherchieren. Als Partner für die Umsetzung wollen die Zeitenspringer Fernseh- und Tonstudios sowie verschiedene Archive gewinnen. Der fertige Film soll im Rahmen einer Veranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

02/10 Selbsthilfe Wohnprojekt Further Straße e.V.
Kinder- und Jugendclub Mikado
Sonnenstr. 24
09130 Chemnitz
Geschichte der Markuskirche
Die Markuskirche, deren Geschichte die Zeitenspringer erforschen möchten, befindet sich auf dem Chemnitzer Sonnenberg. Die Kirche mit ihren zwei Türmen ist einzigartig für die Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie kaum zerstört, verfiel jedoch zu DDR-Zeiten zusehends. Nach der Wende wurde die Kirche von einem Förderverein wieder hergerichtet. Die Zeitenspringer werden die Entstehungsgeschichte des Gotteshauses recherchieren und die Projektergebnisse in Bild und Text zu einem Buch zusammenfassen. Das Projekt soll den Jugendlichen ein Stück Geschichte ihres Stadtteils näher bringen und so die Identifikation mit ihrem Lebensumfeld stärken. Unterstützt werden die Zeitenspringer von verschiedenen Institutionen und Mitgliedern der Kirchgemeinde.

02/10 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Lützschena
Schlossweg 4
04159 Leipzig
Geschichten in Stein - Die Hainkirche zu Lützschena als Urkunde begreifen
Die Hainkirche im Leipziger Stadtteil Lützschena wird derzeit saniert. Bei den Bauarbeiten wurden interessante neue Erkenntnisse gewonnen, die nicht nur bei den Mitgliedern der Gemeinde, sondern auch bei den Zeitenspringern großes Interesse geweckt haben. Die Zeitenspringer möchten deshalb die Geschichte des Gotteshauses erforschen und festhalten. Im Besitz der Kirchgemeinde befinden sich viele historische Bücher, Reliquien und Aufzeichnungen, welche die Zeitenspringer für ihre Forschungsarbeit nutzen können. In Zeitzeugeninterviews sollen Gemeindemitglieder zur Geschichte des Gotteshauses befragt werden. Ein Filmteam wird die Projektarbeit begleiten und festhalten und die vorschriftlichten Ergebnisse werden in der Gemeindechronik festgehalten. Die gewonnenen Erkenntnisse wollen die Jugendlichen in Seminaren an interessierte Gemeindemitglieder weitergeben.

02/10 Station Junger Naturforscher und Techniker e.V.
Prof.-Wagenfeld-Ring 130
02943 Weißwasser
Grubenlöcher um Weißwasser
Früher war Weißwasser ein sorbisches Heidedorf. Durch die in der Region reichlich vorhandenen Rohstoffe wie Kohle, Quarzsand, Holz, Kies und Lehm entwickelte sich das Dorf zur Industriemetropole, die insbesondere durch die Glasproduktion bekannt wurde. Die ortsansässige Industrie bot vielen Menschen aus der Stadt und der Region Arbeitsplätze. Die Zeitenspringer möchten die industrielle Entwicklung ihrer Stadt näher beleuchten. Bei Zeitzeugengesprächen, Internetrecherchen und Betriebsbesichtigungen werden sie Informationen zusammentragen, welche später zu einer Projekt-Dokumentation, bestehend aus Schautafeln und einer Homepage zusammengefasst werden.

02/10 Jugend-, Kultur- und Umweltzentrum e.V.
Lichtstr. 1
04758 Oschatz
Kurzfilmworkshop “Jüdische Familien in Oschatz während des 2. WK”
Wie die Jugendlichen bereits im Stadtarchiv recherchieren konnten, gab es während der Zeit des Zweiten Weltkrieges fünf größere jüdische Familien in ihrem Heimatort. Die Zeitenspringer möchten nun die Geschichten der Familien näher beleuchten und herausfinden, was aus ihnen geworden ist. Durch den Projektpartner, das „Bündnis für Demokratie und Menschlichkeit“, welches sich im Herbst 2008 aufgrund der verstärkten NPD-Präsenz in der Region gegründet hat, wurden die Jugendlichen auf dieses Thema aufmerksam. Die Gruppe möchte mit ihrer Arbeit einen aktiven Beitrag zu Demokratie und Toleranz leisten und auch andere Jugendliche für dieses Thema sensibilisieren. Die Dokumentation in Form eines Filmbeitrages und einer Broschüre soll an Schulen verteilt werden.

02/10 Berufsbildende Förderschule/BVJ des BBW für Hör- und Sprachgeschädigte gGmbH
Markranstädter Str. 9
04229 Leipzig
Mars 9 - gestern und heute: Die Geschichte eines Hauses!
Die Schülerinnen und Schüler der berufsbildenden Förderschule für Hör- und Sprachgeschädigte in Leipzig sind im vergangenen Jahr in ihr frisch renoviertes Schulgebäude gezogen und haben tatkräftig beim Umzug geholfen. Die Schule befindet sich in einem traditionsreichen Industriegebiet im Stadtteil Plagwitz und ist über 100 Jahre alt. Früher war hier eine Spielzeugfabrik untergebracht. Die Zeitenspringer möchten nun die Historie des Gebäudes detailliert aufarbeiten und dokumentieren. Die Jugendlichen werden in Archiven recherchieren und Zeitzeugen befragen. Unterstützung erhalten sie dabei vom Ortschronisten und dem Heimatverein. Die Projektergebnisse werden in einer Ausstellung in der Mensa der Schule präsentiert.

02/10 Ca-Tee-Drale e.V. Görlitz
Christoph-Lüders-Str. 47
02826 Görlitz
Neuer Landkreis mit alter Klettertradition
Im Jahr 2008 gab es im Bundesland Sachsen eine Landkreisreform. Im Zuge dieser Reform entstand auch der neue Landkreis Görlitz. In der landschaftlich reizvollen Region gibt es viele schöne Klettergebiete. Auch bei den Jugendlichen ist dieser Outdoor-Sport sehr beliebt. Vor den Klettertouren stellt sich den Jugendlichen jedoch immer die Frage: „Wer hat die Route erstmals begangen und wie hat sich der Kletterer gesichert?“. Die Zeitenspringer möchten die Entwicklung des Klettersports in ihrer Region erforschen und ihre Projektergebnisse in einer Broschüre veröffentlichen. Zwar werden auch Touren in diesem „Kletterführer“ veröffentlicht, im Vordergrund sollen jedoch Hintergrundinformationen zu diesem spannenden Outdoor-Sport stehen.

02/10 Trägerverein Jugend-, Kultur- und
Vereinshaus Hanno e.V.
Hohe Str. 1
01796 Pirna
Pirna im 2. Weltkrieg
Die letzten Jahre des Zweiten Weltkrieges und das Kriegsende in Pirna wurden bisher kaum erforscht und dokumentiert. Das Thema „Zweiter Weltkrieg“ ist den Jugendlichen zwar aus dem Unterricht bekannt, allerdings haben die Zeitenspringer großes Interesse daran, die Auswirkungen des Krieges auf ihre Heimatstadt und deren Bevölkerung zu erforschen. Unterstützung erhalten die Jugendlichen dabei von einem Pirnaer Historiker. Die Zeitenspringer werden einen Interviewleitfaden erstellen und Zeitzeugen nach ihren persönlichen Erlebnissen und Erinnerungen befragen. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden die Jugendlichen in einem Theaterstück und einem Bilderbuch der Öffentlichkeit vorstellen. Das Buch soll zusätzlich im Unterricht und der außerschulischen Bildungsarbeit Verwendung finden.

02/10 Stadtverwaltung Hohnstein
Rathausstr. 10
01848 Hohnstein
Religion, im Winde verweht? Eine Fahne als Zeugnis gelebter Religion
Vor ein paar Jahren wurde auf dem Dachboden der ehemaligen Dorfschule ein ganz besonderer Fund gemacht: Eine 150 Jahre alte, selbst gemalte Fahne. Diese wurde im Jahr 1855 für einen großen Festumzug hergestellt. Anlass für den Umzug waren Feierlichkeiten zu „300 Jahre Augsburger Religionsfrieden“. Der Augsburger Religionsfrieden war ein Machtkampf um die Akzeptanz von unterschiedlichen Konfessionen. Unsere heutige Glaubensfreiheit wurde in den letzten Jahrhunderten hart erkämpft, dennoch scheint sie heutzutage selbstverständlich. Die Zeitenspringer möchten geschichtliche Hintergründe zur Religionsfreiheit recherchieren und der Frage nachgehen, ob bekennende junge Christen heute in ihren Altersgruppen anerkannt und akzeptiert oder werden und wie ihr Glaube in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

02/10 Romain-Rolland-Gymnasium Dresden
Boxberger Str. 1-3 (während Sanierung)
01099 Dresden
Revolution THEN (Teil II) - Zeitzeugen in Dresden zur Friedlichen Revolution
Bereits in den letzten Jahren beschäftigten sich die Zeitenspringer mit den Geschehnissen zur Wendezeit im Sommer 1989. In Dresden kam es ab dem 3. Okt. 1989 zu Ausschreitungen am Hauptbahnhof, als die Züge mit den Flüchtlingen aus der Prager Botschaft die Stadt passierten. Zu diesem und anderen historisch bedeutsamen Ereignissen 1989/1990 werden die Jugendlichen Zeitzeugen befragen. Geplant sind 5 – 7 Interviews, welche von den Jugendlichen anschließend zu einem selbst produzierten Radiobeitrag zusammengefasst werden sollen. Eine Audio-CD mit den Interviews soll über Bibliotheken der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und im Unterricht der Schule Verwendung finden.

02/10 Gemeinde Großrückerswalde, Kinder- und Jugendtreff
Marienberger Straße 108
09518 Großrückerswalde
Spiele aus Großmutters Zeit
In der Heimatregion der Zeitenspringer, dem Mittleren Erzgebirgskreis, gab es früher eine Vielzahl von Spielzeugproduzenten. Aber welche Produkte und Spiele waren in der Zeit von 1900 bis 1990 besonders beliebt bei den Kindern? Und wie haben sich die Spiele im Laufe der Zeit verändert und entwickelt? Um diese Fragen zu beantworten werden die Jugendlichen Zeitzeugen befragen und historisches Material sichten. Die Zeitenspringer konnten als Projektpartner bereits den Bürgermeister der Gemeinde Großrückerswalde, einen Ortschronisten und das Spielzeugmuseum Seiffen gewinnen. Neben der geplanten Dokumentation, einer Ausstellung, steht als Projektabschluss ein großer Spielesnachmittag mit Kindern der Gesamtschule und des Kindergartens auf dem Programm.

02/10 Grüne Schule grenzenlos e.V.
Hauptstr. 93
09619 Zethau
Vertriebenengeschichten
In Sachsen, insbesondere in den Grenzregionen, haben sich zum Ende des Zweiten Weltkrieges viele Heimatvertriebene aus östlichen Gebieten niedergelassen. Einige der Jugendlichen stammen selbst aus Familien mit Vertriebenen-Hintergrund und haben von ihren Großeltern schon einige interessante und bewegende Geschichten gehört. Die Jugendlichen haben jedoch festgestellt, dass sie selbst sehr wenig über dieses Thema wissen. In Zeitzeugeninterviews wollen die Schülerinnen und Schüler tiefer in die Geschichte ihrer Vorfahren eintauchen und deren Erinnerungen festhalten. Die Ergebnisse der Projektarbeit, ein Film und verschiedene Schautafeln, sollen öffentlich vorgestellt werden und somit jedem Einzelnen bei der Suche nach der eigenen Identität und der Geschichte seiner Heimat helfen.

02/10 Ev.-Luth. Gnadenkirchgemeinde Wahren
Rittergutsstraße 2
04159 Leipzig
Wahrens unvollkommenes Geläut
Für die Gnadenkirche im Leipziger Stadtteil Wahren sollen neue Glocken gegossen werden. Aus diesem Anlass möchten sich Zeitenspringer in ihrem Projekt damit auseinandersetzen, was die die verschiedenen Generationen im Stadtteil mit ihren Kirchenglocken und deren läuten verbinden.
Auch die Bedeutung der Kirchenglocken während des Zweiten Weltkrieges soll erforscht und doku-mentiert werden. Im Internet werden die Jugendlichen recherchieren, wie Glocken gegossen werden und im Pfarrarchiv der Gemeinde gibt es viele Dokumente, welche die Zeitenspringer sichten und für ihre Projektarbeit nutzen wollen. Unter dem Titel „Wahrens unvollkommenes Geläut“ soll ein ein Film entstehen. Dazu erscheint ein Begleitheft, welches im Stadtteil veröffentlicht wird.

02/10 Treberhilfe Dresden e.V.
Albertstr. 32
01097 Dresden
Wie und wann lebten Tiere in der Neustadt?
Der Abenteuerspielplatz „Panama“ liegt in Dresden Neustadt. „Panama“ ist jedoch kein normaler Abenteuerspielplatz, sondern etwas ganz Besonderes: Hier leben Ziegen, Schafe, Hühner, Pferde, Meerschweinchen und Kaninchen. Die Tiere werden täglich von den Kindern gefüttert und gepflegt.
Um den Kindern den natürlichen Lebensraum einiger Tiere näher zu bringen und zu erklären, werden verschiedene Exkursionen durchgeführt. Die Heranwachsenden sollen die Bedeutung der Tiere und den Unterschied zum heutigen „Freizeitobjekt“ erkennen und verstehen. Natürlich werden auf diesen Ausflügen Fotos und Interviews entstehen. Archivrecherchen sollen die eigenen Aufzeichnungen ergänzen. Die Ergebnisse werden in verschiedenen Medien aufbereitet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

02/10 Stadt Wittichenau
Markt 1
02997 Wittichenau
Wittichenau - gestern und heute
„Weißt du noch damals ...?“ - so beginnen viele Erzählungen unserer Eltern und Großeltern. Um Erinnerungen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, möchten die Zeitenspringer aus Wittichenau in Zeitzeugengesprächen mehr über die Geschichte und die Entwicklung ihres Heimatortes erfahren. Was hat sich im Laufe der 750-jährigen Geschichte des Ortes verändert? Ein besonderer Fokus soll dabei auf der Erforschung des Stadtlebens liegen. Ergänzende Informationen werden die Zeitenspringer in Archiven zusammentragen. Im nächsten Jahr findet im Nachbarort Kamenz der „Tag der Sachsen“ statt, auf dem eine Ausstellung mit den Projektergebnissen der Zeitenspringer zu sehen sein wird. Eine PowerPoint-Präsentation soll ebenfalls erstellt werden.

02/10 AGJF Sachsen e.V.
Neefestr. 82
09119 Chemnitz
WWW - Wissenswertes über die Wanderer-Werke
Im September 2010 findet in Chemnitz das „1. Chemnitzer Industriefest“ statt. Aus diesem Anlass möchten die Zeitenspringer einen besonders interessanten Zweig der Chemnitzer Industriegeschichte erforschen und dokumentieren. Die Wanderer-Werke waren einst eines der größten Unternehmen der sächsischen Industriestadt. Begonnen hat alles im Jahr 1885 mit einem Betrieb zur Reparatur und zum Verkauf von Fahrrädern. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Unternehmen zu einem der bedeutendsten Hersteller in der Automobilindustrie. Die Jugendlichen werden, ausgestattet mit Kameras und Aufnahmegeräten, Zeitzeugen zur Entwicklung des Unternehmens befragen und in Archiven recherchieren. Die Projektergebnisse werden auf dem Industriefest der Öffentlichkeit präsentiert und anschließend Museen zur Verfügung gestellt.

02/10 AGJF Sachsen e.V.
Neefestr. 82
09119 Chemnitz
Zerbrechliche! Geschichte(n)
n Freiberg existieren viele Industriebranchen, welche die Stadt wesentlich prägen. Eine davon ist die Porzellanindustrie. Seit dem Jahre 1904 wird in Freiberg Porzellan hergestellt. Die berühmten „Kah-la“-Werke errichteten hier eine Zweigstelle. Die Zeitenspringer wollen nun die Geschichte des Werkes erforschen und festhalten. Besonderes Augenmerk gilt dem ehemaligen Leiter der Fabrik, dem jüdischen Direktor Werner Hofmann, welcher das Werk während des Zweiten Weltkrieges leitete. Die Jugendlichen werden Zeitzeugen befragen, welche Auskunft über die Besten Zeiten des Unternehmens geben können und Fotomaterial zusammentragen. Auch eine Besichtigung des heutigen Porzellanwerkes ist geplant. Die Projektergebnisse werden in einer Broschüre zusammengefasst und dem Heimatmuseum zur Verfügung gestellt.

02/10 Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig
Löhrstr. 10
04105 Leipzig
Zukunft braucht Erinnerung
Etwa 80 Prozent der jüdischen Bevölkerung Leipzigs, ohne die es dort heute keine Jüdische Gemeinde mehr gäbe, stammen aus der ehemaligen Sowjetunion. Die Jugendlichen werden Zeitzeugen des Holocaust zu ihren Erinnerungen und Erlebnissen befragen, um diese für die nachfolgenden Generationen festzuhalten. Recherchen zu geschichtlichen Hintergründen und Fakten bilden den Ausgangspunkt der Forschungsarbeit. Im Anschluss daran werden die Jugendlichen einen Interview-leitfaden erstellen. Unterstützung bei der Umsetzung ihres Projektes erhalten die Zeitenspringer von einem Historiker, einem Filmregisseur, einem Kameramann und einer Journalistin. Die auf DVD fest-gehaltenen Zeitzeugeninterviews werden in der Schule vorgestellt und sollen Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

02/10 Verein Vorruhestand der Chemieregion e.V.
Roßmarkt 2
06217 Merseburg
1945 - wir sind dem Frieden begegnet
Geschichte persönlich erleben – das ist das Ziel der Jugendlichen, die im Rahmen von Zeitzeugengesprächen mehr über die Zeit des Zweiten Weltkrieges erfahren wollen. Dabei soll es nicht nur um den Umgang mit dem Nationalsozialismus gehen, sondern auch um die Erlebnisse, die in Zusammenhang mit dem Kriegsende stehen, das sich 2010 zum 65. Mal jährt. Die deutsche Perspektive wird durch die Erfahrungen ausländischer Zeitzeugen erweitert. Das Projekt hat zudem das Ziel, die individuellen Erfahrungen in Form von Broschüren und Gesprächsmitschnitten für die Nachwelt festzuhalten.

02/10 JFZ "Der Club"/ SONAB e.V.
Hafenstr. 8
39340 Haldensleben
30 Jahre Jugendhaus - Die Dokumentation
Das Haldenslebener Jugendhaus ist bereits seit drei Jahrzehnten der zentrale Treffpunkt für Jugendliche aus der Stadt und der Umgebung und trägt in hohem Maß zur Identifikation mit der Heimatstadt bei. Jugendliche Clubbesucher entwickelten nun die Idee, im Rahmen eines Dokumentarfilms die Geschichte des Jugendhauses zu erforschen. Der Film wird anhand von Zeitzeugeninterviews und Archivmaterial den Wandel der letzten 30 Jahre zeigen. Der fertige Film wird im Jugendhaus und im lokalen Fernsehprogramm präsentiert und wird auch auf DVD zu erwerben oder in der Bibliothek auszuleihen sein.

02/10 Friedenskreis Halle e.V.
Große Klausstr. 11
06108 Halle
Das Gestern im Heute - acting for democracy
Die Zeitenspringer aus Halle verknüpfen in ihrem Projekt regionale und internationale Geschichte. Die Jugendlichen aus Sachsen-Anhalt gehen zusammen mit jungen Menschen aus Brasilien, Argentinien und Spanien der Frage nach, wie das Leben von Menschen in verschiedenen Diktaturen aussah, welche Unterdrückungsmechanismen existierten und welche Formen des Widerstands es gab. Ausgehend von ihren Recherchen zum Nationalsozialismus und der DDR wollen sie Rückschlüsse auf die heutige Zeit und die Notwendigkeit von bürgerschaftlichem Engagement ziehen.

02/10 djo-Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.
Große Klausstraße 11
06108 Halle
Die Geschichte der Hörgeschädigtenpädagogik in Halle
Die Hörgeschädigtenpädagogik in Halle hat eine lange Tradition. Bereits im Jahr 1835 unterrichtete Albert Klotz Taubstumme und gründete später eine Taubstummenschule. Im Rahmen von Exkursionen, Workshops, einer Wanderausstellung sowie einem Theaterprojekt setzen sich die Zeitenspringer in ihrem Projekt mit der historischen Entwicklung der Hörgeschädigtenpädagogik in Halle und den technischen Fortschritten auseinander. Dieses Projekt dient auch dazu, dass junge, hörbehinderte Menschen in kreativer Weise etwas über sich selbst lernen. Die Ergebnisse des Projekts sollen öffentlich ausgestellt werden und aufzeigen, dass die Fortschritte in der Hörgeschädigtenwissenschaft auf einem langen Prozess beruhen und die Entwicklung neuer Technik und Methodik noch immer sehr wichtig ist.

02/10 Miteinander e.V.
Erich-Weinert-Str. 30
39104 Magdeburg
Die Geschichte des jüdischen Friedhofs in Wolmirstedt - Schüler auf Spurensuche
Die jüdische Gemeinde in Wolmirstedt wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts aufgelöst und bis heute ist das jüdische Leben in Wolmirstedt weitgehend unerforscht. Vom jüdischen Friedhof wurden alle Grabsteine entfernt, sodass er als solcher nicht mehr zu erkennen ist. Die Zeitenspringer wollen das nun ändern. Besuche im Stadtarchiv und dem Heimatmuseum sowie Gespräche mit BürgerInnen der Stadt sollen Aufschluss über die Geschichte des jüdischen Friedhofs geben. Das Ziel des Projekts ist es, den Friedhof als authentischen Ort wiederzubeleben und sich langfristig für die dortige Denkmalpflege zu engagieren.

02/10 Freikirche der Siebenten Tags Adventisten
Blücherstr. 15
39576 Stendal
Gegen das Vergessen - Kriegsgräberdenkmal Isenschnibbe
In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurden nahe der Stadt Gardelegen mehr als 1000 KZ-Häftlinge grausam ermordet. Die Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibber Feldscheune erinnert an das Geschehene, befindet sich aber in einem zunehmend schlechten Zustand. Die Zeitenspringer wollen sich zum Einen um die Pflege und Verschönerung der Gräber kümmern und zum Anderen über die grausamen Taten informieren, von denen insbesondere die jüngere Generation kaum etwas weiß. In Zusammenarbeit mit Presse, Politik und Jugendclubs sollen möglichst viele Jugendliche zur Unterstützung des Projekts aufgerufen werden, um gemeinsam ein Zeichen gegen des Vergessen und Wegschauen zu setzen.

02/10 Jugendverein "Roxy" e.V.
Wittener Str. 36 a
06766 Bitterfeld-Wolfen
Jugendkultur in der Stadt Bitterfeld-Wolfen
Wie sah Jugendkulturarbeit in der DDR aus? Gibt es im Vergleich zur heutigen Zeit relevante Veränderungen in der inhaltlichen Ausgestaltung? Diesen Fragen gehen die Zeitenspringer in ihrem Projekt zur regionalen Erforschung der Jugendkulturarbeit nach. In Zusammenarbeit mit mehreren Partnern, u. a. der Stadt Bitterfeld-Wolfen und regionalen Trägern von (Jugend) Kultureinrichtungen, sichten sie zunächst vorhandenes Material zur regionalen Jugendkulturarbeit. Bestehende Lücken in dem Themengebiet wollen die Jugendlichen im Rahmen von Gesprächen mit Zeitzeugen sowie ehemaligen und heutigen Aktiven in der Jugendkulturarbeit schließen.

02/10 Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V.
Magdeburger Str. 21
06112 Halle
Multikulturelles Zusammenleben in Halle - eine zeitgeschichtliche Untersuchung
Wie gestaltete sich das Zusammenleben mit Ausländern in der DDR? Die Zeitenspringer lassen zur Klärung dieser Frage Personen mit unterschiedlichen Perspektiven zu Wort kommen. So sollen u. a. der Ausländerbeauftragte der Stadt Halle und Mitglieder von Migrantenvereinen interviewt werden, aber auch Experten, die sich mit dem Umgang mit Fremdsein beschäftigen. Zudem werden Zeitzeugen, die in der DDR besondere Beziehungen zu Ausländern hatten oder in einem ausländergeprägtem Umfeld wohnten, befragt. Die Projektergebnisse sollen zum Nachdenken und Diskutieren über das multikulturelle Zusammenleben vor und nach der Wiedervereinigung in Halle anregen und einen Diskurs über Zukunftsperspektiven ermöglichen.

02/10 Freiwilligenagentur Magdeburg e.V.
Einsteinstr. 9
39104 Magdeburg
Reform im Blickpunkt - Ein Filmprojekt
Die Magdeburger Zeitenspringer wollen im Rahmen eines Filmprojektes mehr über die Geschichte ihres Stadtteils erfahren. Sie wollen sich nicht mit dem häufig schlechten Image des Plattenbaugebietes abfinden, sondern dazu beitragen, die verschiedenen Facetten ihres Viertels aufzuzeigen. Im Gespräch mit Personen, die dort bereits seit den 1970er Jahren leben, wollen sie mehr über die vollzogenen Wandlungsprozesse der letzten Jahrzehnte erfahren. Die Film-Dokumentation ermöglicht den Jugendlichen nicht nur eine neue Sicht auf ihre Wohnumgebung, sondern zeigt ihnen auch Orte erlebbarer und nachvollziehbarer Geschichte in ihrem Viertel auf.

02/10 Gedenkstätte Roter Ochse
Am Kirchtor 20 b
06108 Halle / Saale
Rundfunkverbrecher vor dem Sondergericht in Halle / Saale
Im September 1939 verbot die nationalsozialistische Regierung mittels der Verordnung über außerordentliche Rundfunkmaßnahmen, „Feindsender“ abzuhören, da sie bei ihrer Kriegsberichterstattung die Geschehnisse nicht im Sinne der deutschen Propaganda verklärten. Wer gegen das Gebot verstieß, musste mit hohen Gefängnis- oder Zuchthausstrafen rechnen. Die Zeitenspringer wollen Einzelschicksale dieser Menschen aufarbeiten und mehr über die „Rundfunkverbrecher“ in Halle herausfinden. Das Ziel ist es, eine Forschungslücke in der Geschichte des Nationalsozialismus zu schließen und die Projektergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Dazu wird eine Broschüre erstellt, die unter anderem für Bildungszwecke in der Gedenkstätte „Roter Ochse“ verwendet wird.

02/10 Seniorenvertretung der Landeshauptstadt Magdeburg e.V.
Dodendorfer Str. 114
39090 Magdeburg
Zeitzeugen-Börse
Wie war das denn damals? Diese Frage stellen sich junge Menschen zu ganz verschiedenen Themen. Die spannendsten Antworten und die Neugier, noch mehr erfahren zu wollen, ergeben sich häufig durch Gespräche mit Zeitzeugen. Die Zeitenspringer machen es sich daher zur Aufgabe, eine Zeitzeugenbörse einzurichten. Jugendliche bekommen im Rahmen verschiedener Veranstaltungen die Möglichkeit, in persönlichen Gesprächen mit älteren Generationen mehr über deren Vergangenheit zu erfahren. Um ihre Erlebnisse öffentlich zu machen und festzuhalten, werden die Veranstaltungen nicht nur im Lokalsender ausgestrahlt, sondern auch in einer Broschüre veröffentlicht.

02/10 Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt e.V.
Stresemannstr. 18/19
39104 Magdeburg
Zwangsarbeit kennt Orte und Gesichter - Erinnerung geht weiter
Das ehemalige Arbeits- und Erziehungslager in Zöschen ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte des Ortes. Nachdem im Bundesarchiv in Berlin ein Lagerinsassenausweis gefunden wurde, wollen die Zeitenspringer nun mehr über die bisher unbekannten Lagerinsassen und deren Nationalitäten erfahren. Für persönliche Berichte stehen den Jugendlichen Zeitzeugen aus den Niederlanden und der Ukraine zur Verfügung. Das Ziel des Projekts ist es, die Geschichte des Lagers und der Insassen transparent zu machen und die Bekanntheit des Lagers zu steigern. Die Projektergebnisse werden im Rahmen einer Ausstellung nicht nur im Heimatort der Jugendlichen, sondern auch in den Niederlanden und Polen präsentiert.

02/10 Alternative Jugend Unstrut Hainich (AJUH)
Wiebeckplatz 3
99947 Bad Langensalza
Bad Langensalza - Kriegsende und die darauf folgende Zeit
Was haben die Einwohner Bad Langensalzas während des Zweiten Weltkrieges erlebt? Konnten sie auch glückliche Momente und Hoffnung verspüren? Wie fühlten sie sich bei der Befreiung der Stadt durch die Alliierten? Im Rahmen ihres Projektes wollen die Zeitenspringer unter anderem diese Fragen klären und gegen das Vergessen und Verdrängen dieser Zeit angehen. Durch eigene Vorträge und die Erstellung einer Homepage wollen sie die regionale Geschichte auch in der Öffentlichkeit wieder aufleben lassen.

02/10 Geschichts- und Heimatverein Freienorla e.V.
Dorfstr. 81
07768 Freienorla
Der Fabrikstandort Ferienorla
Der Fabrikstandort Freienorla wird bereits seit ca. 300 Jahren als Produktionsstätte genutzt und bestimmt die Arbeits- und Lebenswelt der Bürger vor Ort entscheidend mit. Die Jugendlichen wollen sich in ihrem Projekt mit der Geschichte der Produktionsstätte beschäftigen und dabei auch erfahren, inwiefern ihre eigenen Familien eine direkte Verbindung zur Produktionsstätte aufweisen bzw. aufwiesen.

02/10 Jugendweihe Suhl & Umland e.V.
Kornbergstraße 7
98528 Suhl
Die Geschichte der Jugendweihe in Suhl und Umland - Teil 2
Das Vorjahresprojekt der Zeitenspringer weckte ihr Interesse, noch mehr über die Jugendweihe in Suhl und Umgebung erfahren zu wollen. In ihrem Folgeprojekt wollen die Jugendlichen nun herausfinden, welche sozialen Benachteiligungen die Jugendlichen in der ehemaligen DDR erfuhren, die nicht an der Jugendweihe teilnahmen. Das Projekt soll anhand der Erfahrungen von Zeitzeugen den Widerspruch zwischen der Jugendweihe als fortschrittlicher Tradition und ihrem Missbrauch durch Fanatismus und fehlende Toleranz aufzeigen.

02/10 KOMED e.V. / Radio F.R.E.I.
Gotthardtstr. 21
99084 Erfurt
Dokumentation von jüdischen Lebenswelten in Erfurt
Die Geschichte früherer jüdischer Einwohner Erfurts unmittelbar erfahrbar zu machen, ist das Ziel dieses Projekts. Die Zeitenspringer werden konkrete Lebensgeschichten einiger ehemaliger Einwohner jüdischen Glaubens aufarbeiten und anhand dieser das jüdische Leben in Erfurt vor und während des Nationalsozialismus darstellen. Die Ergebnisse sollen in Form eines AudioGuides und eines Onlinestadtplanes verarbeitet werden, die über das historische und gegenwärtige religiöse Leben in der Stadt informieren.

02/10 Jugendhilfe- und Förderverein e.V.
Bahnhofstr. 5
06567 Bad Frankenhausen
Erzählcafé - Zeitzeugen berichten
Vergessenes wieder in Erinnerung bringen – so lautet das Ziel des Erzählcafés der Zeitenspringer. Sie selbst sind erst nach 1989 geboren und haben keine eigenen Erinnerungen an die ehemalige DDR. Umso wichtiger ist es ihnen, mit Zeitzeugen über deren Erlebnisse zu sprechen. In den Ge-sprächen soll es neben persönlichen Erinnerungen auch um die Veränderung ihrer Heimatstadt, die Auslebung des Glaubens und Vereinsgründungen gehen. Um die Erinnerungen festzuhalten, wird ein Film über die Interviews entstehen.

02/10 JAKULT - Regionalteam für Jugendarbeit
Am Sportplatz 5a
07356 Bad Lobenstein
GeZeitentour - Ein historischer Stadtrundgang mit Geocaching
Stadtgeschichte für Jugendliche erlebbar und spannend zu gestalten – das ist das Ziel von „Gezeitentour“. Nachdem mithilfe des Geocoaching-Gerätes die Koordinaten der geschichtsträchtigsten Orte in und um Bad Lobenstein erfasst und zusammengestellt wurden, kann die Spurensuche beginnen. Der speziell entwickelte Stadtrundgang beantwortet viele Fragen zur Ortsgeschichte und kann von Schulen, Einheimischen und Touristen genutzt werden. Alle Koordinaten und Informationen sollen künftig auch über die Stadt-Homepage abrufbar sein. Die Geocoaching-Tour macht die Geschichte des Ortes erlebbar und soll insbesondere Jugendliche dazu motivieren, sich mit der eigenen Heimatgeschichte auseinander zusetzen.

02/10 Perspektiv e.V.
Kronenburggasse 13
99084 Erfurt
Hinter meiner Tür
Die Zeitenspringer wollen in Gesprächen mit in Erfurt lebenden Frauen verschiedener Generationen mehr über deren individuelle Lebensentwürfe und Wertvorstellungen erfahren. Dabei wird nicht nur eine Verbindung zwischen jungen und älteren Menschen hergestellt, sondern die Jugendlichen werden auch für andere Erfahrungshintergründe und Perspektiven sensibilisiert. Das Ziel des Projektes ist es, mehr Toleranz für andere Sichtweisen zu wecken und sich in vergleichender Perspektive mit den eigenen Vorstellungen und Handlungsspielräumen zu beschäftigen.

02/10 Diakonisches Werk Eichsfeld-Mühlhausen e.V.
August-Bebel-Str. 66
99974 Mühlhausen
Johann Carl Fuhlrott - der Entdecker des Neandertalers, ein Sohn unserer Stadt
Im Rahmen ihres Projektes begeben sich die Zeitenspringer auf die Suche nach Informationen zu Johann Carl Fuhlrott, der 1803 in ihrer Heimatstadt Leinefelde geboren wurde und auf den die Entdeckung des Neandertalers zurückgeht. Sie wollen dabei sowohl mehr über seine Person erfahren und dazu Gespräche mit seinen Nachfahren führen und sein Geburtshaus besichtigen, als auch seine Arbeit als Naturforscher beleuchten. Gemeinsam bauen sie zudem eine Neandertalerfigur in Originalgröße nach und erstellen eine Dokumentationswand zum Leben und Wirken Fuhlrotts.

02/10 Offener Hörfunkkanal Eisenach e.V. Wartburg-Radio 96,5
Georgenstr. 43
99817 Eisenach
Jüdisches Leben in Eisenachs Straßen
Die Zeitenspringer beschäftigen sich in ihrem Projekt mit dem Leben jüdischer Menschen in Eisenach. Dabei wollen sie vordergründig erfahren, welchen Stand jüdische Bürger in der Region hatten und wie Juden und Nicht-Juden im Nationalsozialismus auf die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung reagierten. Darüber hinaus wollen die Jugendlichen die Konsequenzen der Judenverfolgung für die Stadt Eisenach untersuchen. Im Rahmen des Projektes soll anhand der Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung der Juden verdeutlicht werden, welch einen hohen Stellenwert Toleranz im Umgang mit anderen Menschen, Kulturen, Religionen und Sichtweisen hat.

02/10 Ev. Jugend Sonneberg
Kirchstr. 20
96515 Sonneberg
Jugendliche auf den Spuren des Holocaust
Wie lebten die evangelischen Christen der Stadt Sonneberg in der ehemaligen DDR? Dieser Frage wollen die Zeitenspringer in ihrem Projekt nachgehen und dabei unter anderem herausfinden, ob die Christen, die knapp 20% der Stadtbevölkerung ausmachten, ihren Glauben frei ausleben konnten bzw. welche Auswirkungen die Religion auf das Alltagsleben der Gläubigen hatte.

02/10 Bund Deutscher PfadfinderInnen, LV Thüringen e.V.
Werner-Seelenbinder-Str. 28a
07747 Jena
Jugendwerkhöfe
In Hummelshain, einem Ort unweit von Jena, gab es während der DDR-Zeit einen Jugendwerkhof, der zur Umerziehung von Jugendlichen diente. Die Zeitenspringer wollen nun mehr über die Ge-schichte des Jugendwerkhofes erfahren. In Zeitzeugengesprächen sollen nicht nur Jugendliche zu Wort kommen, die dort umerzogen werden sollten, sondern auch ehemalige Erzieher. Anhand der Erzählungen der Zeitzeugen wollen die Zeitenspringer vergleichen, was „Freiheit“ damals und heute bedeutet.

02/10 Music College Erfurt e.V.
Ringweg 8
99198 Erfurt-Büßleben
Kindheit und Jugend in Erfurt: 1919, 1949 & 1989
Die Handlungsmöglichkeiten, Interessen, Träume und Werte und von jungen Menschen sind eng mit der Zeit verbunden, in der sie aufwachsen. Die Zeitenspringer wollen sich auf eine Zeitreise in die Jahre 1919, 1949 und 1989 begeben und dabei herausfinden, wie sich die Lebenswelten der Jugendlichen in diesen Jahren in der Stadt Jena veränderten. Die Ergebnisse verarbeiten die Jugendlichen in Liedern, Texten und Dokumentationen und präsentieren sie im Rahmen einer Aufführung öffentlich.

02/10 Bund Deutscher PfadfinderInnen, LV Thüringen e.V.
Werner-Seelenbinder-Str. 28a
07747 Jena
Meine Vergangenheit verschwindet
Das Stadtbild Apoldas hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend verändert. Viele Gebäude wurden abgerissen und mit ihnen schwinden auch immer mehr Erinnerungsorte der Einwohner. Die Zeitenspringer wollen mehr darüber erfahren, warum so viele Gebäude abgerissen wurden und welche Geschichte in den Häusern steckte. Das Projekt stärkt nicht nur den Heimatbezug der Jugendlichen, sondern fördert auch das Zusammenkommen der Generationen im Rahmen von gemeinsamen Gesprächen über das alte und aktuelle Stadtbild.

02/10 Tanztheater Erfurt e.V.
Dalbergsweg 2a
99084 Erfurt
my roots
Welche Ereignisse geschahen in meinem Geburtsjahr? Diese Frage wollen sich die Zeitenspringer in Gesprächen mit älteren Personen beantworten. Dabei interessieren die Jugendlichen sowohl Erinnerungen an private Erlebnisse der Gesprächspartner, als auch bedeutende regionale, politische oder gesellschaftliche Ereignisse in ihrem Geburtsjahr. Das Projekt ermöglicht den Jugendlichen eine Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Biografie und fördert zudem das Interesse und Verständnis der Generationen füreinander.

02/10 Staatliches Berufsschulzentrum Sondershausen
Alexander-Puschkin-Promenade 22
99706 Sondershausen
Zeitsprünge: Die "Fami"-Schule
Der Ort Sondershausen gründete 1953 die einzige Ausbildungseinrichtung für den Bereich Bibliothek in der ehemaligen DDR. Die aktuellen Auszubildenden zu Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste („Famis“) wollen in ihrem Projekt die Anfänge und den Verlauf ihrer eigenen Ausbildung recherchieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Recherchen zur Chronik, zu Ausbildungsinhalten, Persönlichkeiten sowie zur Unterbringung der ehemaligen Azubis in Sondershausen.

02/10 Stadt Zella-Mehlis Kinder- und Jugendfreizeittreff
Rathausstr. 4
98544 Zella-Mehlis
Zwangsarbeit in der Waffenstadt Zella-Mehlis - Ein Zeitzeugenprojekt
In Zella-Mehlis befand sich während des Zweiten Weltkrieges das größte Zwangsarbeiterlager Süd-thüringens. Da das Lager im Rahmen der Stadtgeschichte bisher nicht ausreichend aufgearbeitet wurde, wollen die Zeitenspringer mit ihrem Projekt diese geschichtliche Lücke der Ortsgeschichte schließen. Da sich auf dem damaligen Gelände des Lagers mittlerweile eine Skateranlage befindet, die von vielen Jugendlichen der Stadt genutzt wird, erfolgt im Rahmen des Projekts auch eine Ausei-nandersetzung mit der Geschichte des beliebten Freizeitortes.

02/10 Jugendhilfeverein "Fähre" e.V.
Gleisdammstr. 3
96515 Sonneberg
Zwangsumsiedlungen auf dem Gebiet des ehemaligen Kreises Sonneberg
Die ehemalige Kreis Sonneberg war nach der Machtübernahme der SED in der damaligen DDR lange Jahre von Zwangsumsiedlungen im grenznahen Bereich zu Bayern betroffen. An die damaligen Dörfer erinnert heute nur noch wenig und die Schicksale der von den Zwangsumsiedlungen betroffenen Familien sind häufig ungeklärt. Die Zeitenspringer wollen diese Themen in Gesprächen mit Zeitzeugen aufarbeiten und sich dabei auch mit der Frage von Recht und Unrecht auseinandersetzen.

02/09 1. Berliner Skateboardverein e.V.
Revaler Str. 99
10245 Berlin
30 Jahre Skateboarding in Berlin
Skateboarding ist nicht nur Sport, sondern auch eine Subkultur, die bereits mehrere Genera-tionen auf unterschiedliche Weisen geprägt hat. Im 1. Berliner Skateboardverein e.V. haben sich Skater und Unterstützer aus verschiedensten Bereichen zusammengefunden. Die Ver-einsmitglieder arbeiten ehrenamtlich oder in Projekten. Sie beschäftigen sich schon seit langer Zeit mit den Themen Skateboarding, Musik und Jugendkulturen. Mit der Aufarbeitung der Geschichte "30 Jahre Skateboarding in Berlin" möchten die jugendlichen Skater im Dialog der Generationen mehr über die spannende Geschichte ihres Sportes lernen.
Darüber hinaus sollen die Jugendlichen animiert werden, sich aktiv in die Entwicklung ihres Vereins und ihres Kiezes einzubringen. Als Partner konnten die Zeitenspringer den Skate-boardfotografen Phil Boyd gewinnen, der eine der umfangreichsten Fotosammlungen der frühen Jahre der Berliner Skateboardszenen besitzt. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen in Form einer Film- und Fotoausstellung präsentiert werden.

02/09 FV Springfrosch e.V. der Turnvater Jahn Grundschule
John-Schehr-Str. 38
10407 Berlin
Als Graf Koks noch qualmte - Erkundungen nach dem einstigen Wahrzeichen Prenzelbergs
Der Thälmann-Park mit seinem Spielplatz, verschlungenen Grünanlagen samt Teich, Plane-tarium, Theater, Turn- und Schwimmhalle liegt nur einige hundert Meter von der Schule der Zeitenspringer entfernt. Die Jugendlichen besuchen den Park oft in ihrer Freizeit. In ihrem Projekt wollen sie nun die geschichtliche Entwicklung und Veränderungen ihres Kiezparkes vor Ort erkunden und dokumentieren. Auch die Geschichte der einst im Kiez gelegenen drei riesigen Gasometer die im Jahr 1984 gesprengt wurden, um dem neuen Wohngebiet "Thäl-mann-Park" Platz zu machen, soll erforscht werden. Denn da der Abriss des Industriedenk-mals entgegen massiver Proteste aus der Bevölkerung geschah, ist das Thema im Kiez noch immer präsent. Die Jugendlichen werden historisches Bildmaterial, Geschichten und Fakten zusammentragen sowie Anwohner und Fachleute aus dem Bezirk als Zeitzeugen befragen. Die geplante Ausstellung soll in der Schule und in einer nahe gelegenen Bibliothek präsen-tiert werden. Die Anwohner werden über eine Postkartenaktion zum Besuch der Exposition eingeladen.

02/09 Trainingsoffensive e.V.
Kulmer Str. 28
10783 Berlin
be berlin
Jugendliche mit Migrationshintergrund finden in der Musik oft ein Ausdrucksmittel zur Be-schreibung ihrer spezifischen Lebenssituation. Sie nehmen sich als anders wahr und be-schreiben ihre Lebenswelt in ihren Texten oftmals als Ghettos. Sie nutzen ihre Musik, spe-ziell Rap und HipHop als Protestform ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. HipHop und speziell Berliner Rap werden öffentlich sehr kontrovers diskutiert. Längst ist jedoch aus einer Subkultur Mainstream geworden. Ob Berliner Rap und speziell der Rap Schönerberger Jugendlicher tatsächlich ihre historischen Wurzeln in den USA haben, soll mit Jugendlichen Rappern gemeinsam erforscht und dokumentiert werden. Denn oft werden verschiedene Musikrichtungen ohne geschichtliches Wissen über Ursprünge und Herkunft dieser Musik verwendet. Geschichtliche Bezüge und der Bezug zum eigenen Wohnviertel soll in diesem Projekt begründet, hergestellt und erforscht werden. Die Ergebnisse werden im Kiez am 13.11.2009 auf dem Kinder- und Jugendtag in Form von Fotos, einer PowerPoint-Präsentation und eines musikalischen Auftrittes einer jugendlichen Rap-Gruppe vorgestellt.

02/09 Kulturhilfswerk e.V.
c/o Rudolf Freundorfer
Hauptstraße 28
13159 Berlin
Der Tag, an dem die Mauer in Blankenfelde fiel
Das Dörfchen Blankenfelde (Pankow) lag im Ostteil Berlins. Nur wenige Meter hinter dem Dorfende befand sich die Mauer und trennte Blankenfelde von Lübars im Westteil der Stadt. Vor dem Mauerbau gab es viele verwandschaftliche und freundschaftliche Beziehungen zwi-schen den Bewohnern. Zwei Dörfer, zwei Geschichten, ein Tag - der Tag an dem die Mauer fiel. Die Jugendlichen wollen Zeitzeugen befragen und auf diese Weise mehr über den Bau der Mauer und dessen Auswirkungen auf die beiden Orte erfahren. Was hat sich alles ver-ändert und welche Gefühle und Erwartungen hatten die Einwohner als die Mauer im Herbst 1989 fiel? Die Zeitenspringer möchten die Zeitzeugeninterviews aufzeichnen und zusätzlich Material zum Thema zusammentragen. Eine Videodokumentation soll die Projektergebnisse abschließend zusammenfassen. Das Video soll persönliche Geschichten von Blankenfelder und Lübarser Bürgerinnen und Bürgern enthalten. Die Jugendlichen haben eine öffentliche Präsentation und Ausstrahlung im Offenen Kanal Berlin geplant.

02/09 HEDWIG Stadtteilzentrum / Sozialdiakonische Arbeit V. GmbH
Hedwigstr. 10
13052 Berlin
Ecke Hedwigstraße ... wie alles begann
Die Zeitenspringer aus Lichtenberg-Hohenschönhausen möchten in ihrem Projekt ihr Le-bensumfeld und ihren Kiez erforschen. Wie entstand der Kiez in den 1980ern, was war vor-her dort und wer fand hier eine Wohnung und zog ein? Welche Rolle spielten die Kita und die Geschäfte? Viele Anwohner wohnen schon sehr lange im Kiez, fühlen sich hier wohl und verbinden viele positive Erinnerungen mit ihrem Lebensumfeld. Aber welche Erinnerungen sind das genau? Und wie hat sich der Kiez im Laufe der Zeit entwickelt? Das möchten die Jugendlichen in Zeitzeugeninterviews erfragen und aufschreiben. Das Projekt beginnt mit einem Zeitzeugen-Aufruf in der Zeitung und mit dem Zusammentragen von Material. Aus den Erinnerungen und Geschichten der Zeitzeugen und dem gesammelten Material soll eine Ausstellung in Form eines Nachbarschaftsalbums entstehen. Ziel der Zeitenspringer ist es, zu jeder Person oder Familie eine Albumseite zu gestalten. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt in Form einer Ausstellung, die während eines Geschichtscafés öffentlich präsentiert werden soll.

02/09 BA Neukölln, Region S/W
Jugendclub Feuerwache
Hannemannstr. 74
12347 Berlin
Ein Wort mit Zukunft - Feuerwache
Die Feuerwache in der Neuköllner Hannemannstraße ist das Zuhause des Jugendclubs. Das Gebäude wurde im vorherigen Jahrhundert erbaut. Bis Mitte des 20. Jahrhundert beherberg-te es tatsächlich eine Feuerwache, aber dann verlieren sich die Spuren, denn die Feuerwehr gab diesen Standort auf. Aber was befand sich danach in diesem Gebäude und wie wurde es genutzt? Und wie sah die Gegend um das Gebäude herum aus? Ging es dort schon im-mer so lebhaft zu wie heute? Viele Fragen, auf die die Zeitenspringer Antworten finden möchten. Wichtige Informationsquellen, um die Geschichte ihres Jugendclubs und ihres Kiezes zu erkunden werden Archive, alte Fotos, Presseartikel und Zeitzeugen sein. Die Er-gebnisse ihrer Projektarbeit möchten die Zeitenspringer zu einer Ausstellung zusammenfas-sen. Diese soll im Oktober 2009 für alle Bewohner des Kiezes im Jugendclub zu sehen sein.

02/09 Eastend - Berlin e.V.
Tangermünder Str. 127
12627 Berlin
Einfach Helle
Die Zeitenspringer wollen in ihrer Projektarbeit Orte in Berlin-Hellersdorf, welche von Kindern und Jugendlichen als wichtig und bedeutsam eingestuft werden, erkunden. Besonderer Wert soll hierbei auf den Ursprung und die geschichtliche Entwicklung dieser Orte gelegt werden. Eine Gegenüberstellung von Gestern zu Heute ist für die Zeitenspringer hierbei von großer Bedeutung. Die Jugendlichen werden mit der Arbeit an diesem Projekt die Möglichkeit erhal-ten, sich mit der Geschichte und dem Leben in ihrem Stadtteil auseinanderzusetzen, um sich mit ihrem Umfeld besser identifizieren zu können. Als Projektform wurde ein Videotagebuch gewählt. Hierbei sollen Interviews mit Bewohnern und Zeitzeugen eine zentrale Rolle spie-len. Das Projekt findet seinen Abschluss in der öffentlichen Vorführung des Videos in der JFE "Eastend". Anschließend wird das Video dem Quartiermanagement "Helle Promenade" zur Weiternutzung übergeben. Das Videotagebuch soll außerdem auf eine Videoplattform im Internet gestellt werden. Die Öffentlichkeit wird über Pressemitteilungen und Flyer über das Projekt informiert.

02/09 Amt für Ev. Jugendarbeit Berlin-Wilmersdorf
Münstersche Str. 7
10709 Berlin
Erinnern und nicht vergessen - Gedenken an den 9. November 1938
Jugendkulturen wurden und werden häufig als Opposition zum gesellschaftlichen Konsens empfunden. Die Zeitenspringer aus Charlottenburg-Wilmersdorf wollen in ihrem Zeiten-sprünge-Projekt ihre eigene Jugendkultur ergründen und mit den oppositionellen Jugendkul-turen während der Zeit des Zweiten Weltkrieges vergleichen. Es soll herausgefunden werden ob und wie Jugendliche während der Zeit des Nationalsozialismus in der Region bzw. in Ber-lin aktiv waren. In wie weit haben die Jugendlichen damals Position bezogen? Waren sie aktiv am Widerstand beteiligt? In Gedenken an die Reichspogromnacht vom 9. November 2009 wollen die Zeitenspringer das herausfinden. Die Ergebnisse der Spurensuche werden zu einer Theatercollage bestehend aus Schauspiel, Chorgesang, Musik und Multimediaprä-sentation zusammengefasst. Die Aufführung erfolgt in einer Kirche an zwei Abenden und ist speziell für Jugendliche aufgearbeitet.

02/09 Ev. Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf
Alt Mariendorf 39
12107 Berlin
Historische Spurensuche in Berlin-Mariendorf
Die Zeitenspringer haben großes Interesse an der jüngeren Vergangenheit ihres Ortsteils und möchten sich näher damit auseinandersetzen und sich deshalb auf Spurensuche bege-ben. Das facettenreiche Mariendorf regte die Jugendlichen dazu an, sich mit der Historie jüngerer und älterer Geschichte und Kultur ihres Wohnumfeldes auseinanderzusetzen. Die Zeitenspringer denken dabei vor allem an den alten Gasometer, das ehemalige Zwangsar-beiterlager an der Ringstraße, das alte Rathaus, die Schulen, verschiedene Kirchen, Fried-höfe und den alten Dorfkern. Erste Recherchen der Jugendlichen konzentrieren sich auf die bekannten Stadtarchive, Büchereien und Museen. Markante Orte sollen mittels Kamera und Interviews mit Zeitzeugen auf Video festgehalten werden. Die Dokumentation der Projekter-gebnisse erfolgt in Form eines audio-virtuellen Stadtrundganges. Die Ergebnisse werden im November 2009 im Rahmen einer eigenen Präsentation im Ortsteil Mariendorf und beim Ber-liner Jugendforum im Abgeordnetenhaus vorgestellt.

02/09 Paul-Singer-Verein e.V.
Petersburger Str. 92
10247 Berlin
Märchenbrunnen
Der Märchenbrunnen zählt zu den bekanntesten Denkmalen des Stadtbezirks Friedrichs-hain-Kreuzberg. Alle Zeitenspringer kennen den Märchenbrunnen - auch die verschiedenen am Brunnen dargestellten Märchen. Der Brunnen, im Volkspark Friedrichshain gelegen, ent-stand auf Veranlassung der Stadtverordnetenversammlung Berlin und wurde im Jahre 1913 eröffnet. Der Kaiser war gegen den Bau des Brunnens. Aber aus welchem Grund? Die Zei-tenspringer möchten sich in ihrer Projektarbeit auf die demokratiegeschichtliche Bedeutung des viel besuchten Denkmals konzentrieren, die bisher wenig beachtet wurde. Entstehungs-geschichte und Hintergründe der Entstehung des Denkmals wollen die Jugendlichen eben-falls erforschen. Die Zeitenspringer werden hierzu in Archiven recherchieren sowie Bild- und Textmaterial Zeitungen und Zeitschriften zusammen tragen.
Ziel des Projektes ist eine Ausstellung zur demokratiegeschichtlichen Bedeutung des Denk-mals. Eine Tafel, die den demokratiegeschichtlichen Charakter der Entstehungsgeschichte des Brunnens dokumentiert, soll der Bezirksverwaltung übergeben werden.

02/09 Zukunst e.V.
Edinburger Str. 55
13349 Berlin
Mein Leben im Wedding - Meine Gegend wo ich aufwachse!
Der Berliner Bezirk Wedding gehört neben Kreuzberg zu den Stadtteilen Berlins, in denen besonders viele Einwohner mit Migrationshintergrund leben. Auch die Gruppe der Zeiten-springer setzt sich aus Jugendlichen verschiedener Nationalitäten zusammen. Das Projekt zielt auf die Entdeckung des eigenen Bezirks, von geschichtsträchtigen Orten, Schulen oder geheimen Treffpunkten der Cliquen. Damit soll eine Identifikation mit dem eigenen Lebens-umfeld, ein respektvoller Umgang miteinander, neue Einblicke, und das knüpfen neuer Kon-takte erreicht werden. Die Zeitenspringer wollen erforschen: Was war oder ist das für ein Bezirk in dem sich meine Eltern niederließen und in dem ich aufwachse? Was hat meine Familie für Erfahrungen und Erinnerungen, was hat sich verändert, wie ist es heute und was können wir selbst verändern? Die Ergebnisse sollen in 1 – 2 Rap-Tracks mit dem Titel „Mein Leben im Wedding“ verarbeitet werden. Eine Fotogalerie und ein Video sollen die Projektar-beit der Jugendlichen zusätzlich dokumentieren.

02/09 Kreativhaus e.V.
Fischerinsel 3
10179 Berlin
Parallelwelten
Wie eine aktuelle Studie der Freien Universität Berlin belegt, wissen Jugendliche recht wenig über die deutsche Teilung und die Geschichte der DDR. Durch Erzählungen und unter-schiedliche Sichtweisen aus Elternhaus oder Schule existieren oft nur vage Vorstellungen vom Leben im einst geteilten Deutschland. Das KREATIVHAUS liegt in Berlin-Mitte, nahe der ehemaligen Grenze, welche die Stadt einst in Ost- und Westberlin teilte. Die Jugendli-chen werden jedoch auch heute, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, täglich mit den Spuren der Teilung konfrontiert, ohne sie deuten zu können. Mit einem Abenteuerspiel wollen die Zeitenspringer andere Jugendliche auf eine Zeitreise durch die Mitte Berlins schicken. Die Mitspielenden sollen so mit den BewohnerInnen des Stadtteils in Kontakt treten und über versteckte Hinweise und zu lösende Rätsel Informationen zur Geschichte des Mauerbaus, der DDR, West-Berlins und der Wiedervereinigung erhalten. An verschiedenen Orten werden kleine Schatzkisten versteckt. Jede der Kisten enthält eine Geschichte des Ortes sowie ei-nen Auftrag. Die Spieleaktionen werden mit der Videokamera dokumentiert und später auf dem Jugendgeschichtstag präsentiert.

02/09 Kiezbündnis Klausenerplatz e.V.
Seelingstr. 14
14059 Berlin
Vermisste Nachbarn
Im Wohnquartier am Klausenerplatz können noch vielfältige Spuren jüdischen Lebens ge-funden werden: Das Quartier war Wohnort vieler jüdischer Familien, das Kaufhaus Feidt am Klausenerplatz und die Engelhardt-Brauerei waren bedeutende Gewerbebetriebe im Besitz jüdischer Mitbürger. Die Jugendlichen möchten nun anhand des Schicksals einer oder zwei jüdischer Familien diesen verborgenen Teil der Stadtteilgeschichte in das öffentliche Be-wusstsein rücken. Das Thema soll im Kontext aktueller Diskussionen um Migration und fremdenfeindlicher Tendenzen behandelt werden. Momentan haben ca. 40% der Bevölke-rung, die im Quartier leben, einen Migrationshintergrund. Die Jugendlichen sollen wahrneh-men und erkennen, dass auch Migrantinnen und Migranten Teil der lokalen Geschichte sind und dass Fremdenfeindlichkeit zu Diskriminierung, Ausschluss und letztlich zur Vernichtung der Minderheit durch die Mehrheitsgesellschaft führen kann. Die Forschungsergebnisse, be-stehend aus Zeitzeugeninterviews Text- und Bildmaterial sollen aufbereitet und im Internet sowie in einer Print-Publikation veröffentlicht werden. Anschließend werden die Ergebnisse lokalen Jugend- und Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

02/09 Bildungswerk der LandesSchülerVertretung Berlin e.V.
Bernkasteler Str. 78 (im KuBiZ Raum 117)
13088 Berlin
Verraten und Verkauft. Auf den Spuren jüdischer Schicksale in unserem Kiez
Schulischer Geschichtsunterricht bedeutet für Jugendliche meist, geschichtliche Daten aus-wendig zu lernen. Für die Heranbildung Jugendlicher zu standhaften Charakteren gegen den Nationalsozialismus und anders Unrecht ist es jedoch wichtig, nicht Geschichte zu lernen, sondern aus der Geschichte zu lernen. Nur so kann es gelingen, politische, soziale und kul-turelle Prozesse zu verstehen. Durch die selbständige historische Forschungsarbeit der Ju-gendlichen im Projekt werden diese Prozesse deutlich und im Kontext der Geschichte reflek-tierbar. Indem sich die Jugendlichen gegen das Vergessen stellen und damit die Bedeutung des Alltagsrassismus vergegenwärtigen, erkennen und begreifen sie, wie wichtig couragier-tes Handeln gegen Diskrimierung und gesellschaftliches Engagement für Demokratie im täg-lichen Miteinander sind. Das Projekt läuft in Kooperation mit verschiedenen Berliner Schulen. Die Ausstellung, welche das Ergebnis der Projektarbeit dokumentiert, wird im Landesarchiv Berlin präsentiert. Zusätzlich ist geplant, die Ausstellung als Wanderausstellung an Schulen zu präsentieren.

02/09 Yekmal e.V.
Cuvrystr. 13/14
10997 Berlin
Zurückgehen oder bleiben - kurdische und türkische Entschlüsse im Jahr 1989
Die Kreuzberger Zeitenspringer, welche in diesem Projekt arbeiten, wurden in Deutschland geboren haben aber türkischen oder kurdischen Migrationshintergrund. Ihre Eltern oder Großeltern kamen vor vielen Jahren als Gastarbeiter in unser Land. Der Fall der Mauer brachte im Stadtviertel SO 36 eine charakteristische kulturelle Prägung mit sich. Viele nun arbeitslose Migranten wollten zunächst in die Türkei zurückzugehen. Doch besonders Fami-lien entschlossen sich, aufgrund der sozialen Integration ihrer Kinder, dafür zu bleiben.
Viele Migranten entschieden sich stattdessen für den Aufbau einer Existenz als Selbständige und gründeten Gewerbeunternehmen, die auch heute noch typisch für das Stadtviertel, in dem die Jugendlichen leben, sind. Die Zeitenspringer wollen in ihrem Projekt dokumentieren, was sich durch die Entscheidung zu Bleiben für die Zuwanderer seit dem Fall der Mauer ver-ändert hat, was sie erreicht haben und wie ihnen das gelingen konnte. Aus Zeitzeugenport-raits wird ein Dokumentarfilm entstehen, der im Kreuzberg Museum öffentlich präsentiert werden soll.

02/09 Premnitzer Jugendclub e.V.(Pre Ju)
Karl-Liebknecht-Str. 1
14727 Premnitz
20 Jahre Mauerfall - Premnitz im Wandel der Zeit
Nach dem Zusammenbruch der DDR hat sich in Premnitz besonders in der Stadtplanung und im Stadtbild vieles verändert. Für Jugendliche, die diesen Wandel nicht aktiv miterlebt haben, ist heute kaum nachvollziehbar, wie es in der Heimat früher ausgesehen hat. Grund genug, diesen Entwicklungsprozess nachzuzeichnen und mit Hilfe von Zeitzeugen nach Visionen, Wünschen, Ideen und Hindernisse zu suchen, die die Menschen bewegt und begleitet haben

02/09 Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V.
Dorfstr. 1
14513 Teltow
Arbeits- und Erziehungslager Fehrbellin
Gemeinsam mit einer Historikerin und einem Fotografen möchten diese Jugendlichen einen Ort erkunden, der zwar direkt neben dem eigenen Jugendzentrum liegt, aber im Alltag nicht präsent ist: Das Arbeits- und Erziehungslager in Fehrbellin. Im Zentrum der Projektarbeit steht die Frage nach dem Repressionssystem im Nationalsozialismus. Durch die Befragung von Zeitzeugen und die Aufarbeitung von Archiv- und Bildmaterial möchten die Jugendlichen erfahren, warum die Menschen hierhin gebracht wurden, welche Ausstrahlung das Lager auf die Stadt und Umgebung hatte und was Erziehung und Arbeit damals bedeutete und in wie die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen heute aussieht. Auf dem Gelände des ehemaligen Lagers soll dann eine Kurzzeitausstellung über die Geschichte des Ortes informieren.

02/09 Zinndorfer Bürgerverein e.V.
Akazienweg 2
15345 Rehfelde
Auf den Spuren der Lilie 2
Über drei Jahrhunderte prägten die Mönche und Nonnen des Zisterzienserordens mit ihrem landwirtschaftlichen, heilmedizinischen und bautechnischen Wissen die Kulturlandschaft Brandenburgs. Das Zeichen der Zisterzienser ist die weiße Lilie, die Blume der heiligen Maria, der Mutter Jesu. Als Wappenbild säumte diese Blume den Weg der Zisterzienser. Daran knüpfte die Kirchgemeinde an, als sie die durch ihre Dörfer führende Lilienstraße entdeckte. Gemeinsam mit dem Heimatverein Rehfelde entstand der Rehfelder Lilien-Rundweg und die Partnerschaft zur polnischen Stadt Zwierzyn. Die Zeitenspringer möchten ihre bereits aufgenommene Arbeit zur Erforschung der Geschichte und dem Leben in beiden Dörfern fortführen und zu einem interkulturellen Austausch beitragen.

02/09 Ev. Kirchengemeinden Mahlow und Glasow
Rathenaustr. 45
15831 Mahlow
Ausländerkrankenhaus (1942-1945)
Zwangsarbeit hat in Mahlow direkt vor der Haustür stattgefunden. Menschen, die aus allen Teilen Europas nach Berlin-Brandenburg verschleppt wurden, fanden im 1942 erbauten Barackenlager in Mahlow eine letzte Station. Tausende starben hier an den Folgen der Zwangsarbeit. Nichts erinnert heute an diesen Ort, ein Wald überdeckt letzte Spuren. Die Jugendlichen dieses Projektes möchten Zeitzeugen finden, die ihnen über das Lager erzählen und zum Gedenken an die zahlreichen Toten eine Liste mit ihren Namen erstellen. Mit Hilfe von Luftaufnahmen, Karten, Begehungen vor Ort und Zeitzeugenaufrufen in der Presse soll aus dem versteckten Kapitel der Geschichte ein öffentlicher Ort des Gedenkens werden. Am Ende soll eine Ausstellung mit Wandtafeln, Papierfahnen, Namenslisten und Vitrinen enstehen. Die Kommune überlegt, das Projekt mit der Aufstellung eines Gedenksteins und Hinweistafeln in und rund um Mahlow zu unterstützen.

02/09 Mikado e.V. Nauen
Ketziner Str. 1
14641 Nauen
Da funkt's bei uns - Geschichte des Funkamtes Nauen
In Nauen hat es fast 100 Jahre lang „gefunkt“. Pionier war Dr. Graf von Arco, der die Firma Telefunken nach Nauen holte. Die Schüler der nach ihm benannten Schule möchten erforschen, wann die heute noch sichtbaren Funkmaste des Funkamtes erbaut wurden, wie Funken eigentlich funktioniert und wie Nauen durch das Funken geprägt wurde. Aus dem gesammelten Wissen soll ein Funkkoffer entstehen, der spielerisch und unterhaltsam in der Schule und auf Festen Kindern und Jugendlichen Geschichte und Funktion des Funkens näher bringt.

02/09 impuls e.V.
Zuschka 25-26
03044 Cottbus
Das Außenlager Großkoschen des KZ Groß Rosen
Nur wenige Schritte entfernt von dem Ort, an dem sich die Jugendlichen dieses Projektes treffen, befindet sich das Gelände des ehemaligen Außenlagers Großkoschen. Bisher hat sich niemand im Ort die Mühe gemacht, die Geschichte dieses Lagers aufzuarbeiten. Das soll sich mit diesem Projekt ändern. Eine Dokumentations-DVD mit 3D Animationen, Zeitzeugeninterviews aus den 70er Jahren und Luftaufnahmen der US Air Force von 1945 soll Schulen und Archiven als Informationsmaterial dienen und dabei helfen, das Thema Nationalsozialismus besser in Bezug zur Regionalgeschichte zu stellen.

02/09 Gemeinde Schwielowsee, Jugendgemeinschaft Ferch
Potsdamer Platz 9
14548 Schwielowsee
Das verschwundene Pierre Samard Haus
2008 hat Ministerpräsident Matthias Platzeck die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich an einem Aktionstag mit dem demografischen Wandel zu beschäftigen. Mit dem Schwerpunkt "Im Dialog der Generationen" führte die Jugendgemeinschaft Ferch eine Gesprächsrunde über das "Pierre Samard Haus" durch. Die Jugendlichen erkannten, welchen bedeutenden Einfluss dieses Haus auf die Bewohner von Ferch hatte. Nun möchten sie die ganze Geschichte erforschen und herausfinden, wie sich das Haus genau vom einstigen Dorfkrug zum Kur- und Gästehaus entwickeln konnte. Die Projektarbeit soll in einer Powerpoint-Präsentation sowie einer begleitenden Broschüre dokumentiert werden. Mittelpunkt werden Interviews mit Zeitzeugen, Ortschronisten und Mitgliedern des Heimatvereins sein.

02/09 Verein für Heimatgeschichte der Stadt Müncheberg e.V.
Kleiststr. 4
15374 Müncheberg
Denkmal, denk mal nach! Müncheberger Grabgeschichten Teil 1
Wer waren die vielen Menschen, deren Namen die Gräber auf dem Friedhof zieren? Was haben sie gemacht, gelebt und für die Heimat geleistet? Bei Streifzügen durch die Natur und über Friedhöfe kamen bei den Jugendlichen dieses Projektes viele Fragen auf. Jetzt möchten sie Zeitzeugen befragen, Fotos machen und in Archiven nach Informationen suchen, um in einer Broschüre über die verstorbenen Seelen aus Müncheberg zu erzählen.

02/09 Stadt Falkenberg/Elster
Markt 3
04895 Falkenberg
Erbensuche
Die „Schapers Villa“ in Falkenberg hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Während der DDR wurde das Haus als Krankenhaus genutzt, ging später samt wertvollem Inventar in Privatbesitz und brannte schließlich in den 90er Jahren nieder. Zeitzeugenberichten zufolge sollen noch Bilder der Villa aus der Zeit vor dem Verkauf existieren. Das Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Bilder zu finden, mögliche Erben aufzuspüren und die Informationen für die vorhandene Ortschronik aufzuarbeiten.

02/09 Kath. Propsteipfarramt St. Maria Friedenskönigin
Adolph-Kolping-Str. 17
03046 Cottbus
Festschrift zum 75. Kirchweihjubiläum
Die Katholische Propsteigemeinde gehört als Kulturträger zur Geschichte der Stadt Cottbus. Anlässlich des 75. Kirchweihjubiläums möchten die Jugendlichen die Anfänge der Kirchen- und Gemeindegeschichte erforschen und historische Ereignisse ergründen, die die Kirche unmittelbar betroffen haben. Aus den Zeitzeugenbefragungen und Archiv-Materialien sollen eine Festschrift und ein Filmbeitrag entstehen, mit dem sich die Jugendlichen bei einem Filmfestival beteiligen möchten. Als Partner des Projektes konnten sie den Ordinariatsrat, einen Kaplan und die örtliche Caritas gewinnen.

02/09 Jugendbildungszentrum Blossin e.V.
Waldweg 10
15754 Blossin
Fontane, Christa Wolf und wir
Fontane erzählt eine schöne Geschichte vom Schloss und vom Gutsherren und seinem Schäfer auf Plössin, wie früher Blossin hieß. Diese Geschichte hat mit den Teilnehmenden insofern etwas zu tun, als dass sie von einer Kleinigkeit handelt, die in einem großen Konflikt endet, bei dem der Kurfürst mit 60.000 Mann vor der Burg eines Freundes des Gutsherren steht. Auch die Jugendlichen sind wegen einer kleinen Geschichte, die immer größer wurde, im Gutschloss Blossin, jetzt ein therapeutisches Zentrum, gelandet, zur Erziehung und Wiedereingliederung.
Die Geschichte vom Schlossherrn hat die Projektteilnehmer animiert, ihre Geschichte von Heute zu erzählen, als ein ähnliches Dokument, wie es Fontane hinterlassen hat. Eine weitere Anregung war für sie, dass Christa Wolf jedes Jahr einen Tag genau beschrieben hat. Auch ein geschichtliches Dokument, was viel über den Alltag und das Leben der DDR erzählt.
In diesem Sinne wollen sie einen Zeitensprung machen, als Dokumentation des Schlosses und des Lebens darin. Früher und heute. Mit Fotos und Tondokumenten.

02/09 Wettermuseum e.V.
Schulstr. 4
15848 Tauche
Geschichte mit allen Sinnen - 110 Jahre Lindenberg multimedial
Bereits zum dritten Mal nehmen diese Jugendlichen die Geschichte ihrer Heimat unter die Lupe. Nach zwei sehr spezifischen Themen, wagt sich die Projektgruppe in diesem Jahr an die große Chronik ihrer Stadt. Die letzte wurde 1990 erstellt. Seitdem ist viel passiert und auch von den Ereignissen der Vergangenheit hat die erste Ortschronik nur teilweise erzählt. Welche Personen kommen aus Lindenberg? War der Kaiser wirklich schon mal zu Gast? Welche Lücken hat die erste Chronik und wie können diese gefüllt werden? Mit einer multimedialen Präsentation möchten die Jugendlichen in die Vergangenheit von Lindenberg eintauchen und im Wettermuseum einen Ort finden, an dem sie ihre Tonaufnahmen, Bildschirm-Animationen und Texte vorstellen und vortragen können.

02/09 Prignitzer Kunsthandwerker e.V.
c/o Simone Anrend
Rathausstr. 37
19322 Wittenberge
Haus der vier Jahreszeiten


02/09 Oberschule "Am Wehlenteich" Lauchhammer
Naundorfer Str. 36
01979 Lauchhammer-Mitte
KunstgussGeburt - Luther in Amerika?
Ende 2008 erfuhren die Schüler der Oberschule im Kunstgussmuseum, dass in ihrer Heimat der erste große Kunstguss entstand. Lauchhammer ist dafür über alle Grenzen hinweg bekannt. Im 19. Jahrhundert entstanden dadurch sogar viele Arbeitsplätze in der Stadt. Als die Jugendlichen dann noch erfuhren, dass sieben Kunstgüsse von Luther heute in den USA stehen, stand für die Zeitenspringer schnell das Thema ihres dritten Geschichtsprojektes fest: Kunstguss in Lauchhammer – Luther in Amerika? Ihre Spurensuche möchten sie ganz am Anfang beginnen. Es soll recherchiert werden, wie Kunstguss funktioniert, wer die Technik nach Lauchhammer brachte und wo die sieben Luther-Güsse heute wirklich stehen.

02/09 Verein "Lebenswertes Lauchhammer" e.V.
Wilhelm-Pieck-Str. 31
01979 Lauchhammer
Kunstobjekte in der Neustadt 1 von Lauchhammer
Als in Lauchhammer die Großkokerei errichtet wurde, entstand auch das Wohngebiet Neustadt 1. Kunstobjekte zierten die Sandsteinsockel innerhalb der Höfe. Seit 1990 wird das Wohngebiet saniert, umgebaut, teilweise abgerissen. Neue Familien wohnen heute hier. Die Schülerinnen und Schüler kommen täglich an den Sockeln vorbei, wenn sie zur Schule gehen. Nun möchten sie erfahren, welche Menschen in den 50er Jahren hier lebten, wo die Kunstobjekte hinkamen und wie heute zu einer eigenen Lebensqualität zurückgefunden werden kann. In Kooperation mit dem Kunstgussmuseum soll versucht werden, ein Kunstobjekt zu rekonstruieren. Die Projektergebnisse stellen die Jugendlichen auf dem Kulturfest 2009 in Lauchhammer vor.

02/09 Schloss Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e.V.
Platz der Jugend 6
15374 Müncheberg
Küstrin - Kostrzyn
Jugendliche in der deutsch-polnischen Doppelstadt werden täglich mit der Grenze konfrontiert, die heute so unbedeutend ist, wie nie zuvor. Das Projekt, bestehend aus sechs deutschen und sechs polnischen Jugendlichen, beschäftigt sich mit dem Leben und den Menschen beidseits der Oder von 1989 bis heute. In zwei Phasen möchten sie mehr erfahren über die Entstehung des Stadtbildes und das kollektive Gedächtnis an die Wendezeit.

02/09 BBZ Bernau e.V.
Breitscheidstr. 41
16321 Bernau
Leben in der DDR
Die friedliche Revolution von 1989 liegt 20 Jahre zurück. Viele Menschen in Bernau haben die Zeit davor und die Zeit seitdem in Bernau verbracht, für viele hat sich das Leben seitdem stark verändert. Herauszufinden, was mal war und was heute ist, wie die Tage rund um den Mauerfall in Bernau abgelaufen sind, ist Ziel dieses Projektes. Das Ergebnis der Rückschau wird in einer kleinen Ausstellung präsentiert.

02/09 CPA Pfadfinder der Adventjugend Oberhavel
c/o Detlef Olschewski
Ahornstr. 83a
16727 Velten
Leben mit Hunger - Deutschland nach dem Krieg
In Oranienburg war schon nach dem zweiten Weltkrieg einer der Bahnhöfe, an denen die Berliner S-Bahn endete. In Scharen kamen die Menschen ins Umland der Großstadt, um Kartoffeln und andere Nahrungsmittel mitzunehmen um ihren Hunger zu stillen. Für die Jugendlichen von heute unvorstellbar. Deshalb möchten die Zeitenspringer Menschen aus dem Ort befragen und nachvollziehen, wer sich damals persönlich und kirchlich um die vielen Hungernden in Oranienburg kümmerte. Die Dokumentationsergebnisse sollen in eine Abschlussveranstaltung eingebunden werden, an der auch typisches Essen der Nachkriegszeit angeboten wird.

02/09 Autonomes Frauenzentrum Potsdam e.V. Mädchentreff Zimtzicken
Zeppelinstr. 189
14471 Potsdam
Mädchengeschichte hautnah
Was ist aus den vielen vietnamesischen Frauen geworden, die 1988 nach Potsdam gekommen sind, um hier zu arbeiten? Wie haben sie die Wende erlebt, wie leben sie heute, wie waren die Bedingungen in Vietnam und in der DDR? Vor dem Hintergrund zunehmender fremdenfeindlicher Übergriffe möchten die Mädchen dieses Projektes gemeinsam mit ihren vietnamesischen Freundinnen aus dem Mädchentreff Antworten auf diese Fragen finden und sie in einem Computerspiel aufgreifen. In Kooperation mit einer vietnamesischen Fotografin, einer Designerin und einer Archivarin möchten die Jugendlichen eine Handlung überlegen, über die man im Computerspiel spielerisch in die Vergangenheit der deutsch-vietnamesischen Beziehungen in Potsdam zur Zeit der Wende eintauchen kann.

02/09 Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH
Zu den Luchbergen 13
14641 Nauen
Sonnenallee in Nauen?
Nach der Wende zogen viele Menschen ins Havelland nach Nauen, Falkensee oder Brieselang. Mit unterschiedlichen Biografien, Erfahrungen und Erlebnissen haben sie die Region geprägt. Wie hat jeder einzelne die Wende erlebt und gesehen? Was denken die Menschen heute – 20 Jahre später über den Zusammenbruch der DDR und die Wiedervereinigung? Die Ergebnisse der Gespräche mit Zeitzeugen sollen im Rahmen des Sommertheaters Sonnenallee an mehreren Orten im Havelland vorgestellt werden.

02/09 MIKO e.V. (Menschen in Kooperation)
Friedrich-Ebert-Str. 9
15344 Strausberg
Spur der Steine
Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in Strausberg lassen auf eine jüdische Kultur in der Stadt schließen. Nachdem die Schüler der Lise-Meitner-Oberschule sich innerhalb einer Projektwoche bereits mit jüdischem Leben in Strausberg beschäftigt haben, möchten sie nun herausfinden, wie der Friedhof entstand, wie er umgestaltet wurde und wie mit jüdischem Leben und jüdischer Kultur nach 1945 und insbesondere in der DDR umgegangen wurde. Höhepunkt der Spurensuche soll die Zusammenarbeit mit Tauchern sein, die im Straussee nach Belegen suchen, um die seit Jahren Gerüchte kursieren. Eine Mappe soll das Projekt zusammenfassen und allen Interessierten zur Verfügung gestellt werden.

02/09 FV der Astrid-Lindgren-Grundschule
Platz des Gedenkens 1
15890 Eisenhüttenstadt
Spurensuche im Wohnkomplex I um die Grundschule Astrid Lindgren
Die Schülerinnen und Schüler dieses Projektes gestalten eine Ausstellung über die Stadt- und Baugeschichte ihres Wohnviertels und ihrer Schule. Dabei möchten sie herausfinden, unter welchen Umständen, mit welchen Wünschen, Hoffnungen und Zielen ihre Heimatstadt und Schule errichtet wurde. Am Ende soll ein Blick in die Zukunft stehen - wie wird sich der Wohnkomplex I in Eisenhüttenstadt weiterentwickeln? Auf der Internetseite www.spurensucheprojekt.de möchten die Jugendlichen ihre Ergebnisse in Form von Video und Audiobeiträgen, Texten, Bildern und Interviews präsentieren. Unterstützung bekommen sie dabei vom Center for Modern Education.

02/09 JWP MittenDrin e.V.
Schinkelstr. 15a
16816 Neuruppin
Umbrüche und Aufbrüche - Jugend in den 90ern
Das Jugendwohnprojekt Mittendrin in Neuruppin ist 1993 aus der Initiative Jugendlicher heraus entstanden. Bis heute ist es ein Ort des Miteinanders. Die Jugendlichen von heute möchten in ihrem Projekt recherchieren, wie die Jugendlichen in den 90ern die Zeit nach der Wende erlebt haben. Die Reise zurück in die jüngste Vergangenheit soll Aufschluss darüber geben, ob die Ängste und Hoffnungen der Jugendlichen von damals mit denen von heute übereinstimmen. Wie war die Zeit in Neuruppin und in ganz Brandenburg? In einem Dokumentarfilm möchten die Jugendlichen ihre Interviews mit ehemals Aktiven und die Besuche bei Jugendzentren in ganz Brandenburg festhalten.

02/09 "Die Brücke" e.V.
Schlüterstr. 46
14558 Nuthetal
Unsere Schule - gestern und heute
Bereits zum zweiten Mal beschäftigen sich die 15 Zeitenspringer aus Bergholz-Rehbrücke mit ihrer Schule. Was haben die eigenen Eltern, Großeltern, Nachbarn und Bekannten an dem Ort gelernt und erfahren, an dem auch sie heute auf das große Leben vorbereitet werden? Wie war der Schulalltag in der DDR- und Wendezeit? Die Jugendlichen möchten sich mit verschiedenen Zeitepochen beschäftigen und mit den Ergebnissen einen Austausch der Generationen über ihre Erlebnisse an der Schule ermöglichen. Dafür werden sie Ausstellungstafeln erstellen und die Schulchronik vervollständigen.

02/09 Stiftung SPI, Freizeitzentrum "Bergschlösschen"
Bergstr. 11
03130 Spremberg
Unsere Schule wächst wie ein Baum - wir werden 30
Wie kann man verhindern, dass eine Schule, die von der Schließung bedroht ist, bleiben kann? Indem man die Geschichte erforscht, die Bedeutung hervorhebt und Jugendliche laut sagen lässt, warum die Schule für sie ein wichtiger Lebensraum geworden ist. Genau das haben Schülerinnen und Schüler aus dem Wohngebiet Georgenberg in Spremberg vor. Anlässlich des 30-jährigen Schuljubiläums möchte das Projekt mit einem Plakatwettbewerb, einer Fotoausstellung und Zeitzeugeninterviews die Historie der Schule seit der DDR bis heute beleuchten und aufzeigen, was an dem beliebten Schulstandort alles entstanden ist.

02/09 SOS LÜBBENAUBRÜCKE (SchülerOrganisationStadtumbau Lübbenaubrücke)
Güterbahnhofstr. 57
03222 Lübbenau
Vom Bahnbetriebswerk zum Bürgerzentrum
Als das Bahnbetriebswerk in Lübbenau nach der Wende geschlossen wurde und der Verfall von Gebäude, Technik und Geschichte drohte, engagierten sich Bürger der Stadt und funktionierten das ehemalige Werk in ein multikulturelles Bürgerzentrum um. Es entstand eine neue Perspektive für ein Kapitel alte Kultur. Die Jugendlichen erforschen, wie die Menschen die Zeit von Diktatur, Umbruch, Wende und Neubeginn erlebt haben. Wie war das Arbeitsleben in dem Bahnbetriebswerk und wer gab den Anschub, aus dem denkmalgeschützten Gebäude etwas neues zu erschaffen? Die Reise zurück in die Vergangenheit wird die Jugendlichen bis ins Deutsche Historische Museum nach Berlin führen, wo sie erfahren werden, was Demokratie früher bedeutete und was all dies mit ihrer eigenen Gegenwart und Zukunft zu tun hat.

02/09 Märkischer Kulturbund Strausberg e.V.
August-Bebel-Str. 49
15344 Strausberg
Von der Wende zur Einheit - Zeitzeugen erzählen
Strausberg ist bekannt für seine Militärgeschichte. Erst hatte das DDR-Verteidigungsministerium hier seinen Sitz und heute ist die Bundeswehr der größte Arbeitgeber der Stadt. Nach der Wende tauschten viele ehemalige Generäle ihre Uniformen gegen die der Bundeswehr ein. Anlässlich des 20. Jahrestags der Wiedervereinigung möchte das Projekt herausfinden, wie die Menschen die Zeit zwischen Wende und Wiedervereinigung erlebt haben. Was ist aus denen geworden, die nicht zur Bundeswehr gewechselt sind? Wie war das Leben und die Arbeit nach dem DDR-Zusammenbruch? In einer Video-Reportage möchten die Jugendlichen möglichst viele Geschichten und Positionen einfangen.

02/09 Jugendclub Ketzin
des Jugendfördervereins Mikado e.V.
An der Stege 1
14669 Ketzin
Wie war das mit der Liebe?
Liebe, Gefühle und Sexualität werden heute öffentlich im Fernsehen und Internet thematisiert. Von der einstigen Tabuisierung ist nicht mehr viel zu spüren. Doch wie ist es, mit den eigenen Eltern, Großeltern und Bekannten über diese Werte und Bedürfnisse zu sprechen? Wie war die Lebensplanung damals und wie hat sie sich heute entwickelt? Welche Rolle spielte Homosexualität früher? Die Jugendlichen möchten eine Interviewreihe organisieren und einen Film sowie eine Serie in der Zeitung produzieren, anhand derer eine aktive Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen Generationen möglich werden kann.

02/09 DRK, KV Fläming-Spreewald e.V.
Neue Parkstr. 18
14943 Luckenwalde
Zwischen Spreewald und Märkischen Seen
In was für einer Umgebung leben wir eigentlich? Dieser Frage gehen Jugendliche aus Golßen nach, die für das Projekt ihre Augen öffnen für regionale Baudenkmäler, Naturgebiete und Tierarten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei beim Umweltschutz. Wie wurde das Biospärenreservat im Spreewald angelegt, welche Tierarten konnten gezüchtet werden, waren Natur und Menschen immer im Einklang miteinander? Für die Recherchen sprechen die Zeitenspringer mit Zeitzeugen, Firmeninhabern und Naturexperten. Die Ergebnisse werden in einer Mappe festgehalten.

02/09 Landesarbeitskreis Medien M.-V. e.V.
c/o Haus der Begegnung Schwerin
Perleberger Str. 22
19063 Schwerin
20 Jahre Friedliche Revolution in Deutschland - Ereignisse und Erlebnisse in der Region Nordwestmeck
Der Landkreis Nordwestmecklenburg reicht bis zur ehemaligen innerdeutschen Grenze. Nach dem Mauerfall gingen viele aus dem Osten in den Westen und einige aus dem Westen kamen in den Osten. Anliegen der Jugendlichen ist es, sowohl mit Eltern und Verwandten als auch mit den Zugezogenen die Tage und Wochen vor und rund um den Mauerfall aufzuarbeiten. Bilder, Texte und Filmaufnahmen sollen in einer Ausstellung zusammengefasst und öffentlich präsentiert werden.

02/09 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
49-89-2009
Im Rahmen dieses Projektes soll ein Dokumentationsheft entstehen, das sich mit den unterschiedlichen Episoden der Lokal- und Regionalgeschichte Uecker-Randows beschäftigt. Vor 60 Jahren wurden DDR und BRD gegründet, vor 20 Jahren fiel die Mauer. Was waren Höhe- und Tiefpunkte der deutsch-deutschen Geschichte in Ueckermünde? Wie haben die Menschen vor Ort diese Episoden der Vergangenheit erlebt? Auf diese und viele weitere Fragen möchten die Jugendlichen Antworten finden.

02/09 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bernitt
Lange Str. 54
18249 Bernitt
Alte neue Heimat Bernitt
Ein Drittel der Dorfbevölkerung in Bernitt besteht aus Flüchtlingen und Vertriebenen aus Schlesien, Ostpreußen und dem Sudetenland, die nach dem 2. Weltkrieg nach Bernitt kamen. Jugendliche der evangelischen Kirchgemeinde haben sich vorgenommen, mit den vielen älteren Dorfbewohnern ins Gespräch zu kommen und so etwas über die Zeit nach dem Krieg und den Neubeginn in Bernitt zu erfahren. Für die Gespräche erstellen die Jugendlichen Interviewböigen, die Ergebnisse möchten sie in Ton- und Filmdokumentationen festhalten.

02/09 Geschwister-Scholl-Gymnasium
Dr.-Winckler-Str. 1
18246 Bützow
Am Morgen nach der Revolution...
Die deutsche Revolution von 1989 bedeutete für viele Menschen und Städte eine radikale Veränderung. Dieses Projekt möchte wissen: Verschwanden alle Probleme mit der Nacht des Mauerfalls? Wurden die Hoffnungen auf Freiheit erfüllt? Was waren die größten Herausforderungen der Wiedervereinigung? Bützower Zeitzeugen werden aufgerufen, ihre persönlichen Geschichten und Erlebnisse zu erzählen. Die Ergebnisse werden in Form eines Filmbeitrages verarbeitet.

02/09 IN VIA - Katholische Mädchensozialarbeit Vorpommern e.V.
Friedländer Str. 44
17389 Anklam
Auf den Spuren jüdischen Lebens in Anklam
Anklam war die erste judenfreie Stadt Deutschlands. Wo heute die städtische Volks- und Raiffeisenbank ihren Sitz hat, stand einst das Kaufhaus des jüdischen Geschäftsmannes Goldstein. Zum Gedenken an den 70. Jahrestag der Reichspogromnacht werden die Jugendlichen Informationen über jüdisches Leben in Anklam zusammentragen und versuchen, zu rekonstruieren, was mit ihnen passiert ist. Ihr Projekt wird sie dabei auch nach Berlin zum Mahnmal der ermordeten Juden Deutschlands führen. Die gewonnenen Eindrücke und Gefühle möchten die Jugendlichen in Texten, Geschichten und Gedichten festhalten. Die fertige Ausstellung soll in der Volks- und Raiffeisenbank gezeigt werden.

02/09 Kulturlandschaft Tollensetal e.V.
Schmarsow 38
17129 Schmarsow
Aufbruch oder Verfall? - Dörfer im Tollensetal nach 1989
80% aller Arbeitsplätze in der Landwirtschaft fielen mit dem sozial-ökonomischem Umbruch des Mauerfalls in Mecklenburg-Vorpommern weg. Entlang des Tollenseetals sind attraktive Orte zum Leben im Einklang mit der Natur entstanden, Abwanderung und Weggang prägen die Dörfer und Städte jedoch zunehmend. Für die Jugendlichen dieses Projektes, die 1989 nicht bewusst erlebt haben, stellen sich viele Fragen. Sie möchten von Bürgern und Bekannten wissen: Wie hat sich die Lebensqualität seit der Wende verändert? Welche städtebaulichen und gesellschaftlichen Maßnahmen wurden getroffen? Wie sah der Alltag früher im Tollensetal aus? Am Ende erarbeiten die Jugendlichen eine Ausstellung.

02/09 Stiftung NEUE KULTUR / Projekt Prora
Choriner Straße 82
10119 Berlin
Begegnungen - deutsche Jugendliche treffen ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen
Im April findet auf Rügen im Dokumentationszentrum Prora eine Begegnungswoche mit ehemaligen Zwangsarbeitern aus Polen statt. Die Jugendlichen möchten diesen Anlass nutzen und mit den zahlreichen Zeitzeugen vor Ort über ihre Erlebnisse im Internierungslager Rügen sprechen. Die Ergebnisse der Gespräche sollen zu einem Hörfeature und einer kleinen Ausstellung verarbeitet werden. Die Jugendlichen beschäftigen sich bereits zum dritten Mal mit den unbekannten persönlichen Gesichtern und Geschichten im Nationalsozialismus.

02/09 Verein Dörfliche Begegnungsstätte e.V.
Am Wirtschaftshof 8
19300 Balow
Das Balower gesellschaftliche Leben in seiner Entwicklung
Balow ist seit Jahrzehnten ein aktives und lebendiges Dorf. Die anhaltende Abwanderung junger Menschen trifft Balow nur gering. 15 junge Menschen möchten sich nun mit den Aktivitäten, ehrenamtlichen Strukturen und Freizeitmöglichkeiten in ihrer Heimat beschäftigen. Sie möchten erfahren: Wie und wo engagierten sich die Menschen früher in Balow? Welche Traditionen gab es im Ort im 20. Jahrhundert? Welche kulturellen und sportlichen Angebote gab es hier schon immer? Die Jugendlichen möchten mit den Bürgern der Stadt darüber ins Gespräch kommen und dazu beitragen, offene Lücken in der Ortschronik zu schließen.

02/09 Schweriner Jugendring e.V.
Dr. Külz-Str. 3
19053 Schwerin
Das Leben und Wirken des Landesrabbiners Dr. William Wolff
Dass heute in Mecklenburg-Vorpommern ein ausgeprägtes jüdisches Gemeindeleben stattfindet, ist der Verdienst des Landesrabbiners Dr. William Wolff. Das war nicht immer so. Im Dritten Reich floh der Rabbiner nach England, kehrte nach dem Krieg zurück, als viele seiner Glaubensbrüder- und Schwestern den Nazis zum Opfer gefallen waren. Jugendliche des Schweriner Jugendrings möchten das Leben von William Wolff filmisch festhalten und ihn bei einigen seiner öffentlichen Aktionen für Toleranz und Demokratie begleiten.

02/09 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Das Rittergut Annenhof im Brennpunkt der Lübser Orts-Geschichte
Die Geschichte des Ritterguts in Lübs reicht bis ins Mittelalter zurück. Von Beginn an prägte es Leben und Arbeit der Menschen in der Region. Junge Menschen möchten sich nun mit der Geschichte des Annenhofs im zweitem Weltkrieg und während der DDR beschäftigen. Stimmen die Erzählungen über fürchterliche Ereignisse in den letzten Kriegstagen und einem verheerenden Massaker? Im Gemeindehaus werden die Ergebnisse in einer kleinen Ausstellung den Lübs´er Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.

02/09 LAG "Jungen-Männer-Väter" e.V.
Arsenalstr. 34
19053 Schwerin
DDR - ein Land ohne Homosexualität?
Ein homosexuelles Leben in der DDR zu führen, war nach der Gesetzesänderung 1986 zwar einfacher, aber nicht anerkannt. Ausreiseanträge Homosexueller wurden ab den 1980er Jahren vermehrt genehmigt. Für die Jugendlichen dieses Projektes stellt sich die Frage nach verdeckter Diskriminierung, Bespitzelung und Einschränkung homosexuell lebender Menschen. Wie offen und tolerant war die DDR diesbezüglich wirklich? Die Ergebnisse sollen in einer Ausstellung zusammengefasst und interessierten Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt werden.

02/09 Käthe-Kollwitz-Gymnasium
Heinrich-Tessenow-Str. 47
18146 Rostock
Der Herbst '89
Die Wende 1989 hat nicht nur in Berlin, sondern in allen größeren Städten stattgefunden. In Rostock gab es zahlreiche Aktivisten, Organisationen und Bürgerbewegungen, die durch Aktionen und Demonstrationen die friedliche Revolution auslösten. Jugendliche gehen auf die Suche nach den Menschen, die damals dabei waren und heute Geschichten erzählen können, die in der Schule nicht vermittelt werden. Aus den Zeitzeugen-Interviews wird ein Film zusammengeschnitten, der zu einer öffentlichen Diskussion über den Mauerfall und die Wende beitragen soll.

02/09 Stadtjugendring Wismar e.V.
Dankwartstr. 46
23966 Wismar
Die DDR - ein sozialistischer Staat ganz ohne rechtsradikale Tendenzen?
In der DDR herrschte ein scharfes Vorgehen gegenüber Alt-Nazis und rechtem Gedankengut. Dennoch kam es Ende der 80er Jahre in Mecklenburg-Vorpommern vermehrt zu rechtsradikalen Übergriffen. Die Jugendlichen möchten diesen bislang unerforschten Teil ihrer Regionalgeschichte rekonstruieren und Zeitzeugen nach den Tätern und Opfern befragen. Im Mittelpunkt des Projektes steht dabei auch die Frage nach der Wendezeit – lösten sich die rechten Strukturen auf oder halten sie sich bis heute? Eine Ausstellung wird die Projektergebnisse in Wismar und Umgebung präsentieren.

02/09 Volkssolidarität Bad Doberan, Heidetreff Gelbensande e.V.
Heidering 8a
18182 Gelbensande
Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie
2009 stehen die Bundestagswahlen an. Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie reicht bis ins Jahr 1848 zurück, als der 1. Mecklenburgische Landtag zusammentraf. Die Jugendlichen des Heidetreffs in Gelbensande begeben sich in diesem Projekt auf eine Reise zurück in die Geschichte der demokratischen und politischen Prozesse in der Region Rostocker Heide. Als Zeitzeugen jüngerer Vergangenheit stehen den Jugendlichen verschiedene Landtagsabgeordnete zur Verfügung. Entstehen soll eine Broschüre, die in Schulen und Einrichtungen verwendet werden kann.

02/09 Ev. Schule "Dr. E. Schwerin" Hagenow
Am Prahmer Berg 20
19230 Hagenow
Die Geschichte der Familie Davidson aus Hagenow
Die Familie Davidson hat in den 20er Jahren eine Käserei in Hagenow betrieben und war so zu Wohlstand gekommen. Nach der Enteignung durch die Nationalsozialisten wurde in dem Gebäude immer wieder eine Käserei eröffnet. Heute produziert Danone an diesem Ort seine „Fruchtzwerge“. Mittelpunkt des Projektes soll die Rekonstruktion des Lebens der Davidsons sein. Die Jugendlichen werden die ehemalige Villa der Familie genauso besichtigen wie die Danone-Fabrik. Sie werden Kontakt zur Tochter der Davidsons aufnehmen und gemeinsam mit einem Kameramann einen Film produzieren, der in der Alten Synagoge Hagenow der Öffentlichkeit zur vorgeführt wird.

02/09 Regionale Schule "Rudolf Harbig"
Schulstr. 13
18311 Ribnitz-Damgarten
Die ländliche Region & ihre sozialistischen Musterdörfer - Veränderungen nach '89


02/09 Gymnasium "John Brinckmann"
Am Wall 6
18273 Güstrow
Friedliche Revolution in Güstrow 1989 - Aufbegehren für Freiheit
Güstrow spielte als ehemalige Kreisstadt in der DDR eine wichtige Rolle. In den Tagen vor dem Mauerfall kamen die Menschen für Domansprachen und Demonstrationen zusammen und lehnten sich gegen den DDR-Staat auf. Die Jugendlichen dieses Projektes möchten nun herausfinden, welche Akteure und Initiativen in Güstrow wirkten und wie die friedliche Revolution in der Stadt zu spüren war. Mit Hilfe einer audio-visuellen Aufarbeitung möchten sich die Jugendlichen diesem Teil der Güstrower Lokalgeschichte annähern.

02/09 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Heinrichswalde im Wandel der Zeit
Mit der Wende sind viele Menschen aus Heinrichswalde weggezogen. Betriebe haben geschlossen, Schulen wurden zusammengelegt, die Gemeinschaft wurde kleiner. Das Projekt möchte recherchieren, wie sich der Ort nach 1990 entwickelt hat, wo Stärken und Schwächen liegen und welche Perspektiven sich für die Zukunft bieten. Am Ende soll eine Dokumentationsmappe mit Fotografien und Texten entstehen.

02/09 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Jüdische Geschichten in Ferdinandshof
In Ferdinandshof stehen heute noch Gebäude, die einst jüdischen Familien gehört haben. Über das Leben und die Schicksale der Familien ist kaum etwas bekannt. Die Jugendlichen möchten die vergessenen Geschichten der vergessenen Menschen aufarbeiten und an das jüdische Leben in Ferdinandshof erinnern. Im Brandstall von Ferdinandshof soll am Schluss eine Ausstellung stehen, die die Ergebnisse öffentlich präsentiert.

02/09 Verbund für Soziale Projekte gGmbH
Mecklenburgstr. 9
19053 Schwerin
Kaninchenwerder - vergessene Insel?
Seit 1850 wird die Insel Kaninchenwerder im Schweriner See als Freizeitort genutzt. Über die Geschichte der Insel wissen die Schweriner jedoch nur wenig. Grund genug für die Zeitenspringer, eine Reise zurück in die Vergangenheit der vergessenen Insel zu unternehmen. Zeitzeugen sollen helfen, Informationen über die Entstehung, die Nutzung und die Bewohner der Insel zusammenzutragen. Am Ende soll eine Ausstellung im Hauptgebäude der Insel über Kaninchenwerder informieren.

02/09 FV Jagdschloss Gelbensande e.V.
Am Schloss 1
18182 Gelbensande
Krankenhaus Gelbensande
Am 13. September 2009 ist der Tag der Opfer des Faschismus. Dann wird auch in Gelbensande der zahlreichen Seuchentoten, die im Krankenhaus Gelbensande eine oftmals letzte Station fanden, gedacht. In den vergangenen Jahren haben Schüler einige Dorf- und Schlossgeschichten aufgespürt, die Gelbensande bis heute prägen. Dazu zählt auch das ehemalige Jagdschloss, das von 1945 bis 1950 als Seuchenkrankenhaus diente. Anlässlich des Gedenktages im September möchten die Jugendlichen Gedenktafeln mit Biografien der in Gelbensande verstorbenen Kriegsopfer aufstellen. Dafür werden sie mit Archiv- und Quellenmaterial arbeiten und Zeitzeugen befragen.

02/09 Fleesenschule Malchow
Schulstr. 3
17213 Malchow
Munitionsfabrik Malchow
Diese Zeitenspringer erforschen die Geschichte der Munitionsfabrik in Malchow. Von 1938 bis 1945 prägte die Fabrik Ort und Menschen sehr. Tausende europäische Zwangsarbeiter und KZ Häftlinge aus Ravensbrück mussten unter unmenschlichen Bedingungen ihre Arbeit verrichten und das eigene Leben riskieren. Für das Projekt möchten die Jugendlichen die Gebäudereste der Fabrik erkunden und mit Zeitzeugen über diese bewegende Zeit sprechen. Ein Dokumentarfilm soll Schülern, Touristen und interessierten Bürgern die Vergangenheit der Munitionsfabrik näher bringen.

02/09 LAG Mädchen und junge Frauen e.V.
Arsenalstr. 34
19053 Schwerin
Neue Freiheit - weniger Selbständigkeit?
Die DDR galt mit seiner Gleichstellung von Mann und Frau als ein moderner Staat. Frauen bewältigten oftmals Familie und Beruf. Wie war das in der BRD? Und wie sehen junge Frauen heute die Vereinbarkeit von Job und Familie? Diese Jugendlichen möchten schwerpunktmäßig Frauen interviewen, die in der DDR bereits berufstätig waren bzw. nach der Wende nach Mecklenburg-Vorpommern kamen und dort ihr Leben neu sortierten. Die entstehende Ausstellung soll interessierten Organisationen zur Verfügung gestellt werden.

02/09 Kinder- und Jugendverein Rügen "Die Nordlichter" e.V.
Kurt-Barthel-Str. 2
18528 Bergen auf Rügen
Prora ist tot. Es lebe Prora.
Schon zwei Mal haben diese Zeitenspringer mit dem Projekt „Zeitzeugen“ die Geschichte Proras nachgeschrieben. In diesem Jahr werden die Jugendlichen sich mit der Gedenkstätte Prora beschäftigen, die teilweise in private Hand verkauft wurde. Um den Ort der Erinnerung vor der Schließung zu bewahren, soll ein Film entstehen, der die faschistische Vergangenheit Rügens dokumentiert und die Schattenseiten der Geschichte aufzeigt. Interviews mit Politikern, Bürgern und aktiven Historikern sollen dem Film dazu verhelfen, als Instrument gegen die Schließung der Dokumentationsstätte zu dienen.

02/09 Ostseegymnasium Rostock
Thomas-Morus-Str. 2
18106 Rostock
Rückblende auf die Schüler-Rock-Oper der 2. EOS Rostock von 1980
Das heutige Ostseegymnasium Rostock war bis zur Wende die 2. Erweiterte Oberschule.1980/81 führten an der Schule über 40 Schülerinnen und Schüler eine Rock-Oper über die Lebensumstände in einer Diktatur auf. Jetzt möchten Schüler des Ostseegymnasiums ergründen, was die Umstände und Beweggründe für die Aufführung waren und welche persönlichen Folgen die Inszenierung für die damals beteiligten Schüler hatte. Entstehen soll eine filmische Aufarbeitung und vielleicht sogar eine Neuinszenierung des Stückes.

02/09 Rostocker Freizeitzentrum e.V.
Kuphalstr. 77
18069 Rostock
Schulalltag jüdischer Kinder in der NS-Zeit
Die Gleichschaltung erreichte im Nationalsozialismus sogar die Schulen. Besonders für jüdische Kinder veränderte sich der Schulalltag damit von Tag zu Tag. Die Jugendlichen dieses Projektes erforschen das Schulleben in der NS-Zeit in der Hansestadt Rostock anhand von Text-, Foto- und Quellenmaterial. Aus den gewonnenen Geschichten über die persönlichen Schicksale jüdischer Kinder möchten sie einen thematischen Stadtrundgang entwickeln, der die Geschichte zurück in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger Rostocks holt.

02/09 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bad Doberan
Klosterstr. 2
18209 Bad Doberan
Stadtentwicklung Bad Doberan
Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums in Bad Doberan werden für dieses Projekt Film- und Bilddokumente aufspüren, die die Stadtgeschichte seit 1990 erzählen. Aus den vorhandenen Materialien und eigens erstellen Zeitzeugen-Interviews sowie aktuellen Fotos und Filmaufnahmen möchten die jungen Zeitenspringer einen Film erstellen, der der Stadt Bad Doberan als Material zur geschichtlichen Darstellung dienen kann.

02/09 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Stolpersteine
Vor und während der Zeit des Nationalsozialismus gab es in Ueckermünde eine jüdische Gemeinde mit einem ausgeprägten jüdischen Leben. Heute gibt es nicht mal mehr einen Gebetsraum. Der jüdische Friedhof erinnert an die Familien, die einst in Ueckermünde lebten. Diese Zeitenspringer möchten die Biografien jüdischer Familien aus Ueckermünde erforschen und sich mit dem Faschismus in ihrer Region auseinandersetzen. Die Pflege des jüdischen Friedhofes spielt dabei eine bedeutende Rolle.

02/09 Christophorusgymnasium - CJD Christophorusschule
Groß Schwaßer Weg 11
18057 Rostock
The Wall - East Side and West Side
1961 teilte die Mauer Ost von West, Menschen von ihren Familien. Viele Eltern und Großeltern der Projektteilnehmer haben die DDR von der einen Seite der Mauer aus erlebt. Heute leben viele wieder vereint in Mecklenburg-Vorpommern. Nun stellen die Jugendlichen den vielen Zeitzeugen Fragen nach Bau, Bedeutung und Fall der Mauer. Ihre Spurensuche führt sie dabei bis zur Eastside Gallery nach Berlin, bei der Mauer und Kunst ein großes Thema sein wird. Ein professionell gestalteter Film soll das Projekt dokumentieren.

02/09 LAG "Jungen-Männer-Väter" e.V.
Arsenalstr. 34
19053 Schwerin
Väter in der DDR
Männer und Frauen sollten sich in der DDR gleichsam um Arbeit, Familie, Haushalt und Kindererziehung kümmern. Doch wie war das im Alltag? War es Männern möglich, spontan und kurzfristig auf Kinder aufzupassen? Wurde bei der Einberufung zur Wehrpflicht auf Männer mit Kindern Rücksicht genommen? Wie waren die Rahmenbedingungen für junge Männer, die in der DDR Vater wurden? Das Projekt möchte all dies herausfinden und aus den Ergebnissen eine Präsentation erstellen, die der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

02/09 SJD - Die Falken, KV Schwerin
Pfaffenstr. 4
19055 Schwerin
Von widerlicher Beatmusik und Power from the Eastside - zur Geschichte von DT 64
Von 1986 bis 1981 sendete das Jugendradio DT64 in ganz Ostdeutschland. 1991, als das Radio geschlossen werden sollte, kam es in Schwerin zu großen Protesten, junge Menschen der Falken spielten dabei auch eine Rolle. Jugendliche, die sich heute bei den Falken engagieren, möchten diese Geschichte ergründen und nachvollziehen, was das Radio damals den Bürgern bedeutete, warum der Sender geschlossen wurde und was die Jugendlichen veranlasste, dagegen zu protestieren. Auf Wandtafeln möchten die Jugendlichen ihre Ergebnisse festhalten.

02/09 Regionale Schule Krakow am See
Dobbiner Chaussee 7
18292 Krakow am See
Wendezeit in Krakow am See
Zeitzeugen berichten immer wieder, dass es in Krakow am See viele Aktionen gegen das DDR-Regime gegeben hat. Man spricht von Demonstrationen, Kerzen in Fenstern, Runden Tischen. Was ist dran an diesen Geschichten? Wie haben die Menschen in Krakow die Wendezeit erlebt? Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule Krakow am See werden Zeitzeugen interviewen, in Archiven recherchieren und beim Museumsfest in Linstow ihre Ausstellung mit den gesammelten Ergebnissen präsentieren.

02/09 AWO KV Uecker-Randow e. V.
Bahnhofstr. 36a
17358 Torgelow
Wenn Mauern sprechen könnten? Geschichte historischer Gebäude
Der Jugendclub in Ferdinandshof befindet sich auf dem historischen Gelände eines ehemaligen Gutshofes. Auf dem Gelände gibt es zahlreiche geschichtsträchtige Gebäude: Ein ehemaliges Wohnhaus, eine alte Feuerwache und die bereits sanierten Gebäude, in denen sich heute ein betreutes Wohnheim befindet. Die Jugendlichen, die sich täglich mittendrin treffen, möchten in diesem Projekt erforschen, wie das ehemalige Remonteamt von Ferdinandshof entstanden ist, wann, wie lange und wie die Gebäude ursprünglich genutzt wurden und was sich an diesem Ort alles ereignet hat.

02/09 LAG Mädchen und junge Frauen e.V.
Arsenalstr. 34
19053 Schwerin
Zurück an den Herd?
Im Zweiten Weltkrieg wurde beinahe jeder gesunde Mann als Soldat einberufen. Zurück blieben viele junge Frauen, die sich selbständig um Familie und Haushalt kümmerten. Zusätzlich arbeiteten viele Frauen in eine der zahlreichen Fabriken. Junge Frauen möchten heute wissen, ob und zu welchen Konflikten es kam, als die Männer nach dem Krieg zurück kamen. Hat sich die Rollenverteilung bei den Paaren wieder traditionell zurück entwickelt oder war die im Krieg entstandene Frauenrolle mit ein Anschub für die geförderte Frauenemanzipation in der DDR? Eine Ausstellung soll zeigen, was sie Mädchen von heute über die jungen Frauen von früher erfahren haben.

02/09 Festivalfrequenz e.V.
c/o Antje Heinze
Schönfelder Straße 5
01099 Dresden
"Als das Wasser kam..."
Die Region rund um Weißwasser hat in den vergangenen drei Jahrzehnten unterschiedliche Wandlungsprozesse hinter sich: Aus Dörfern wurden Industrie-Standorte, aus Industrie-Standorten wurden Naherholungsgebiete und schließlich entstand der Bärwalder See. Eins hat die Region für ihre Bewohner immer bedeutet: Heimat. Das Projekt möchte ein Hörspiel produzieren, bei dem verschiedene Generationen von ihrem Bild der Heimat sprechen. Wie sind die Erinnerungen an Dörfer, die die Jugendlichen schon nicht mehr kennengelernt haben? Wie finden die Jugendlichen den See, der für die Senioren nur wenig bedeutet? Das Hörspiel soll auf dem Licht-Klang-Festival Naturale am Bärwalder See ausgestrahlt werden und auf www.festivalfrequenz.de als Podcast abrufbar sein.

02/09 Treff am Vorstau e.V.
Otto-Nagel-Str. 3
02625 Bautzen
Bäder in Bautzen
Bautzen hat eine lange Geschichte der Badekultur. Aus der Spreelache wurde ein modernes Freibad, aus einer Grünfläche wurde ein Stausee, Stadtbad und Schwimmhalle wichen Häusern und Wohngebieten. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die Rückschau auf die Veränderungen und Umgestaltungen von Schwimmmöglichkeiten in und rund um Bautzen. Die Ausstellung über die Projektergebnisse soll im Hallenbad, in der Stadtverwaltung und in vielen anderen öffentlichen Einrichtungen gezeigt werden.

02/09 Die Kassette e.V.i.G.
Demmeringstr. 23
04177 Leipzig
Das Mixtape als zeithistorisches Phänomen - Spurensuche in Leipzig
2008 wurde der Verein „Die Kassette“ gegründet. Menschen sind eingeladen, zu dem Verein zu kommen und ihre Audio-Kassetten von früher vorbeizubringen und zum Tausch zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam mit einer Gruppe Schülern sollen nun die Geschichten hinter den Kassetten gesammelt werden. Im Mittelpunkt des Projektes steht dabei die Frage nach Kontrolle und Zensur in der DDR. Wie kam man früher an West-Musik? Wie war es, als Trends entstanden und Musik getauscht wurde? Die Jugendlichen begeben sich auf eine Reise zurück in die Zeit der Jugendkultur der DDR. Am Ende soll ein Mixtape entstehen mit unterschiedlichen Musik-Titeln, Interview-Passagen und Hintergrundinformationen.

02/09 Grüne Schule grenzenlos e.V.
Hauptstr. 93
09619 Zethau
Das Sägewerk Mulda
Im Herzen des Erzgebirges steht das Sägewerk Mulda. Lange Zeit diente es als Arbeitgeber und Holzlieferant für die ganze Region. Heute befindet sich in der alten Sägemühle ein Museum. Die Projektteilnehmer möchten die handwerkliche Tradition der Holzverarbeitung im alten Sägewerk erlernen und die Geschichte des Werkes in einem selbst erfundenen, gefilmten und produzierten Film für die Nachwelt festhalten. Um ihr Wissen zu erlangen, werden sie mit Menschen sprechen, die heute ehrenamtlich im Museum arbeiten, deren Väter und Großväter jedoch noch Arbeiter in dem Werk gewesen waren.

02/09 Augen auf e.V. Oberlausitz
PF 1112
02751 Zittau
Der antifaschistische Widerstand in Löbau und Umgebung
Als Adolf Hitler im Oktober 1938 durch Löbau fuhr und bejubelt wurde, waren auch Widerständler der NSDAP unter den Bürgern. Bis heute weiß man über die Mutigen der Stadt kaum etwas. Mit diesem Projekt möchten die Zeitenspringer eine Lücke in der Lokalgeschichte Löbaus schließen und herausfinden, wer diese Menschen waren, wie aktiv sie waren und wie sie den Nationalsozialismus empfanden. Dafür werden Zeitzeugen und deren Angehörigen interviewt und Archivmaterialien aufgearbeitet. Am Ende soll eine Dokumentation entstehen, die den Schulen und Archiven Löbaus zur weiteren Benutzung zur Verfügung gestellt wird.

02/09 DRK KV Pirna e.V.
Badergasse 8
01796 Pirna
Der bewegten Geschichte eines Hauses auf der Spur
Das offene Kinder- und Jugendhaus in Heidenau hat seinen Sitz im traditionsreichen Faktotum-Gebäude. Vor dem 2. Weltkrieg fungierte das Haus als Volkstheater - zahlreiche Theaterstücke wurden hier aufgeführt. Nun möchten die Kinder und Jugendlichen, die heute selbst hier Theater spielen, erforschen, was das für Themen und Stücke waren, die auf der Bühne zu sehen waren und was die Menschen damals beschäftigte. Schautafeln sollen am Ende die Geschichte des Volkstheaters erzählen. Auf der Bühne möchten die Jugendlichen Teile der alten Stücke modern inszenieren und Alt und Jung zu einem gemeinsamen Austausch einladen.

02/09 Gemeinde Großrückerswalde, Kinder- und Jugendtreff
Marienberger Straße 108
09518 Großrückerswalde
Die Geschichte unseres alten Ritterguts in Großrückerswalde
In Großrückerswalde befindet sich ein ehemaliges Rittergut, das bis 2007 mühevoll rekonstruiert wurde. Heute ist eine Drogentherapieklinik für junge Menschen dort angesiedelt. Die Zeitenspringer möchten rekonstruieren, wann das Rittergut entstanden ist und wie es in den verschiedenen Epochen genutzt wurde. Dafür erlernen sie die Sütterlinschrift und recherchieren in Archiven der ganzen Region. Eine Ausstellung soll die Spurensuche festhalten und an verschiedenen Orten präsentiert werden.

02/09 Alter Gasometer e.V.
Kleine Biergasse 3
08056 Zwickau
Die Wende in Zwickau
In diesem Projekt wird eine Gruppe Jugendlicher eine historische Reise zurück in das Jahr 1989 unternehmen. Sie möchten Geschichten aufspüren, die in keinem Geschichtsbuch stehen. Vor der Kamera sollen Zeitzeugen über ihre Erlebnisse rund um den Mauerfall in Zwickau erzählen. Parallel dazu möchten die Jugendlichen Original-Filmmaterial ausfindig machen und so einen Dokumentarfilm erstellen, der im Rahmen der Veranstaltungsreihe „20 Jahre friedliche Revolution in der DDR“ präsentiert werden soll.

02/09 AGJF Sachsen e.V.
Neefestr. 82
09119 Chemnitz
Filmkids auf den Spuren des Freiberger Bergbaus
Bergbaudenkmäler, Schaubergwerke und Schächte erinnern in Freiberg heute noch an den Bergbau als Wirtschaftszweig in der Vergangenheit. Im kulturellen Gedächtnis der Bürger und im Stadtbild von Freiberg spielt der Bergbau noch eine wichtige Rolle, junge Menschen wissen kaum etwas darüber. Eine Schülergruppe möchte das ändern und mehrere Kurzfilme drehen, die sich mit Entstehung, Wirtschaft und Niedergang des Bergbaus beschäftigen. An Universitäten, Schulen und in kulturellen Einrichtungen sollen die Filme junge Menschen für das Thema sensibilisieren und diesen Teil der Freiberger Vergangenheit visuell wiederbeleben.

02/09 Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Briesnitz
Alte Meißner Landstr. 30-32
01157 Dresden
Friedrich Böttcher
Friedrich Böttcher hat als Lehrer und Chronist in Dresden-Briesnitz gewirkt. Die Schule, auf die diese Jugendlichen gehen, wurde von ihm lange Zeit dokumentiert. Bereits zum dritten Mal beschäftigen sich diese Schüler nun mit Personen und Lehrern, die in der jüngsten Vergangenheit Lehrer an ihrer heutigen Schule waren. Entstehen soll eine Ausstellung, die den Nachlass des Lehrers zeigt und Aufschlüsse über die Lokalgeschichte von Briesnitz in den 20er bis 60er Jahren gibt.

02/09 Station Junger Naturforscher und Techniker e.V.
Prof.-Wagenfeld-Ring 130
02943 Weißwasser
Geschichte der Oberlausitzschanze Sagar
Die Lausitzschanze wurde 1953 errichtet und galt lange als nördlichste Skischanze Sachsens. Sie gehört, genau wie der Eishockeysport in Weißwasser, zu den Höhepunkten der regionalen Sportgeschichte. In der Region besteht großes Interesse daran, die Geschichte der Schanze in Modellen, Bildern und Texten festzuhalten – für die Zeitenspringer der Station junger Naturforscher und Techniker eine tolle Herausforderung. Gemeinsam mit dem Handwerker- und Gewerbemuseum Sagar möchten sie dieser Aufgabe nachgehen und die Geschichte der Skischanze nacherzählen.

02/09 Internationales Kinder- und Jugendparlament "Neiße"
Hochwaldstr. 21 b
02763 Zittau
Grenzgeschichte(n)
Für dieses Projekt kommen Jugendliche vom Internationalen Kinder- und Jugendparlament aus Deutschland, Polen und Tschechien zusammen um gemeinsam Grenzerfahrungen und Grenzgeschichten aufzuspüren, die der Erarbeitung eines „Wanderwegs der Versöhnung“ dienen sollen. Bewohner aller Regionen werden dafür befragt und eingeladen, mit ihrem Wissen wertvolle Informationen zusammenzutragen, aus denen dann Schautafeln für den Wanderweg entstehen sollen.

02/09 Verein "Zukunft gestalten - ohne zu vergessen" e.V.
Str. der Glasmacher 6-8
02943 Weißwasser
Joseph Tudyka "Gerechter unter den Völkern"
Es war Joseph Tudyka aus Weißwasser, der 1945 die Jüdin Edith Sonneberg-Müller vor dem Todesmarsch rettete und in einem gut ausgesuchten Versteck vor noch schlimmeren Folgen des Nationalsozialismus beschützte. 2007 wurde er von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem dafür mit dem Preis „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet. In einem Filmprojekt möchten die Jugendlichen dieses Projektes nun erfahren und rekonstruieren, was es mit dem Lager „Bärenhütte“ in Weißwasser auf sich hatte, wie viele Menschen in die Todesmärsche geschickt wurden und wie Joseph Tudyka die Jüdin Edith Sonneberg-Müller über einen längeren Zeitraum verstecken konnte. Der Film soll Schulen, Vereinen und der Gedenkstätte in Israel zur Verfügung gestellt werden.

02/09 Freizeitzentrum Falkenstein
Willy-Rudert-Platz
08223 Falkenstein
Mundart im Vogtland
Die drei vogtländischen Dichter Friedrich Barthel, Willy Rudert und Erich Thiel hatten nicht nur das Dichten in Mundart gemeinsam. Alle drei wurden in Falkenstein geboren und an alle drei erinnern die Todestage 2009. Die Zeitenspringer dieses Projektes möchten erforschen, wer die Dichter waren und wie sie lebten. Entstehen soll ein Mundart-Wörterquiz für Kinder, eine Dokumentation für den Gebrauch im Schulunterricht und eine Präsentation für die Veranstaltungen anlässlich der Todestage in Falkenstein.

02/09 IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit Dresden-Meißen e.V.
Robert-Matzke-Str. 23
01127 Dresden
Pieschenreise auf LUCY-Weise
Viele Orte in Dresden-Pieschen deuten noch heute auf die Spuren der Vergangenheit hin. Da sind Erinnerungen an das „Desinfektionsbad für Obdachlose“, die „Kinderbewahranstalt von katholischen Schwestern“ oder die „Knaben- und Mägdleinschule“. Ein Stadtteil für sozial Schwache – diesen Ruf hat Pieschen bis heute nicht verloren. Junge Frauen vom Mädchentreff LUCY möchten die Geschichte ihres Stadtteils entdecken und aus den Ergebnissen ein Spiel entwickeln, bei dem der Ausgang der Geschichte völlig offen ist, da die Spieler die Geschichte beeinflussen können. Als Brettspiel für Veranstaltungen, und Computerspiel für Schulen soll so die Vergangenheit Pieschens für alle erleb- und veränderbar werden.

02/09 Romain-Rolland-Gymnasium Dresden
Boxberger Str. 1-3 (während Sanierung)
01099 Dresden
Revolution THEN! - Ein Schülerprojekt zur friedlichen Revolution in Dresden
„NOW“ rufen und schreiben junge Menschen heute in Zeitungen, Blogs und Sendungen, wenn sie die Welt verändern möchten. „THEN“ – 1989 - fand sich in Dresden die „Gruppe der 20“ zusammen, die einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen verhandeln konnte. Es folgte die Revolution von 1989. Diese Schülerinnen und Schüler befragen Dresdner Zeitzeugen, die ganz nah dran waren und die die Demonstrationen miterlebt haben. Aus den Zeitzeugen-Interviews werden die Jugendlichen gemeinsam mit dem Medienzentrum Dresden eine Doppel-CD erstellen, die allen interessierten Schulen, Museen und Archiven zur Verfügung gestellt wird.

02/09 Buchkinder Leipzig e.V.
Hans-Poeche-Str. 2
04103 Leipzig
Sagenhaftes Lindenau / Lützner 39
Der Stadtteil Lindenau / Plagwitz im Westen Leipzigs hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Etliche unsanierte Häuser stehen heute leer – die Eigentümer finden keine Nutzer. Neben kreativen Künstlern und Vereinen hat sich nun die NPD in der Lützner Straße eingenistet. Grund für diese Kinder und Jugendlichen zurückzublicken in die Zeit von 1900 bis 1945. Dafür möchten sie Informationen sammeln, eigene Geschichten über die Vergangenheit schreiben und sie in selbst geschriebenen und gebundenen Büchern veröffentlichen. Mit den Projektergebnissen nehmen sie an der „Aktion für Courage, Toleranz und Demokratie“ teil.

02/09 AGJF Sachsen e.V.
Neefestr. 82
09119 Chemnitz
SchülerInnen entdecken die Geschichte des Leipziger Bahnhofs
n Leipzig befindet sich Europas zweitgrößter Kopfbahnhof. Er ist Drehscheibe des mitteldeutschen Nah- und Fernverkehrs. Die Jugendlichen dieser Projektgruppe kennen den Bahnhof – aber nur aus der Gegenwart. Sie möchten im Bahnhof eine Foto- und Hörcollagen-Ausstellung zeigen, in der die Geschichte des Bahnhofes in der DDR nacherzählt wird. Welche Rolle spielte der Bahnhof für die Bürger? Wie sahen die Uniformen des Zugpersonals aus? Welche Strecken waren besonders beliebt? Welche Schilder haben sich bei den Menschen am meisten eingeprägt? Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, werden die Jugendlichen Zeitzeugen interviewen und bei Vereinen und Firmen nach Informationen suchen.

02/09 Deutsch-Russisches Kulturinstitut e.V.
Zittauer Str. 29
01099 Dresden
Sowjetische Armee in Dresden 1945 bis 1992 - Spuren, Mythen, Geschichten
Über 45 Jahre lang war die sowjetische Armee in Dresden stationiert. Denkmäler, Mahnmale und Friedhöfe weisen gegenwärtig auf das Wirken der Truppen in der Stadt hin. Bis heute halten sich unzählige Mythen über das Leben der Soldaten in Dresden. Die Jugendlichen werden herausfinden, wie die Truppen in die Stadt kamen, wie sie im alltäglichen Zusammenleben agierten und wie sie schließlich nach dem Mauerfall aus Dresden abgezogen wurden. Eine Filmdokumentation soll Spuren, Mythen und Geschichten nacherzählen und dauerhaft festhalten.

02/09 Gesellschaft für Naturbildung e.V.
Oberfrohnaer Str. 35
09117 Chemnitz
Wege erkunden - Geschichte erfahren
Woher haben die Straßen ihren Namen? Dieser Fragen gehen Jugendliche aus Chemnitz-Reichenbrand in ihrem Projekt nach. Durch Interviews mit älteren Bürgern und Recherchen in verschiedenen Archiven möchten sie herausfinden, wie die Straßen in ihrem Stadtteil benannt wurden, wo die Ursprünge der Namen liegen und welche Bedeutung manche Straßen früher hatten. Die Ergebnisse werden als Zusatztafeln an den Straßenschildern angebracht und als Postwurfsendung allen Haushalten zur Verfügung gestellt.

02/09 Chemnitzer Filmwerkstatt e.V.
Zwickauer Str. 425
09117 Chemnitz
Wie war das damals, als ...?
Gemeinsam mit der Chemnitzer Filmwerkstatt möchten Schülerinnen und Schüler des Carl-von-Bach-Gymnasiums Kaffee, Kuchen und viele „offene Ohren“ in ein betreutes Wohnheim für Senioren bringen. Mit der Kamera werden sie Geschichten einfangen, die für die Zukunft festgehalten werden sollen. Mit vorbereiteten Fragebögen möchten die Schüler erfahren, was die Senioren, als sie im gleichen Alter wie die Jugendlichen waren, früher gedacht, getan und erlebt haben. Die gesammelten Alltagsgeschichten sollen auf DVD Museen und Schulen angeboten werden und den Angehörigen der Zeitzeugen als Geschenk überreicht werden.

02/09 Kulturkreis Neukirchen e.V.
August-Bebel-Str. 2
09221 Neukirchen
ZusammenGewachsen
Was hat der Mauerfall für den eigenen Heimatort bedeutet? Dieser Frage gehen 45 Jugendliche aus Neukirchen nach. Im Mittelpunkt der Projektarbeit steht die Betrachtung der industriellen und gesellschaftlichen Entwicklung des Ortes. Dafür blicken die Jugendlichen zurück auf 20 Jahre deutsch-deutsche Geschichte und sammeln an Filmnachmittagen ihr Wissen an. Am Ende möchten sie mit einer Wanderausstellung über die Wendezeit in verschiedenen Einrichtungen Neukirchens die Bürgerinnen und Bürger informieren.

02/09 FV "Dr.-Margarete-Blank" e.V.
Permoserstr. 15
04318 Leipzig
Zwangsarbeit in Leipzig - eine Spurensuche
Leipzig war im 2. Weltkrieg ein Zentrum für Waffen- und Flugzeugbau. Zwangsarbeiter aus ganz Europa arbeiteten hier unter unmenschlichen Bedingungen. Jetzt möchten Schüler der Lene-Voigt-Schule dem ehemaligen ukrainischen Zwangsarbeiter Alfred Schrayer mit Hilfe eines Hörspiels porträtieren und mehr über die Hintergründe der Zwangsarbeit in Leipzig erfahren. Das Radio-Feature soll im Internet abrufbar sein und verschiedenen Lokal-Radiosendern zur Verfügung gestellt werden.

02/09 Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V.
Magdeburger Str. 21
06112 Halle
1989/1990 - ein Zeitensprung in Halle
In diesem Projekt soll lokalbezogen der Frage nachgegangen werden, wie einzelne Zeitzeugen die Zeit von August 1989 bis zum Oktober 1990 erlebt haben. In Halle kam es wie in vielen Städten der DDR zu Diskussionen, Kundgebungen und einschneidenden Veränderungen im gesellschaftlichen, aber vor allem auch persönlichen Leben. Die Jahre 1989 und 1990 sind für die heute 14 bis 16jährigen Zeitenspringer Geschichte. Über die damaligen Ereignisse wissen sie nur aus verschiedenen Medien. Im Projekt sollen den Jugendlichen Wege aufgezeigt werden, die Komplexität der Ereignisse zu erfassen und zu begreifen. Dabei soll vor allem auch der persönliche Bereich der Jungen und Mädchen einbezogen werden und der Frage nachgegangen werden: Wie spiegelt sich dieser "Zeitensprung" in der Familie und im Bekanntenkreis wider? Mit Archivrecherchen und dem anschauen von Spiel- und Dokumentarfilmen werden sie sich dem Thema nähern. Anschließend werden Zeitzeugen zum Thema befragt. Die als Ergebnisdokumentation geplante Ausstellung soll während einer Projektwoche an der Schule vorgestellt und anschließend dem Stadtmuseum Halle zur Verfügung gestellt werden.

02/09 FAA Bildungsgesellschaft mbH Südost, Standort Halle
Zum Heizkraftwerk 10
06112 Halle
Die Bedeutung des Salzes für die Entstehung der Stadt Halle
Die Entwicklung der Stadt Halle wurde entscheidend von den Salzvorkommen und deren Verarbeitung wirtschaftlich geprägt. Noch heute gibt es ein Salinemuseum und das alljähliche Salzfest. Das Projekttema wurde von den Jugendlichen selbst gewählt. Resultierend aus dem letzten Zeitensprünge-Projekt, an dem die Jugendlichen teilgenommen haben, entwickelte sich ein hohes Geschichtsinteresse für ihre Heimatstadt. Deshalb wollen sie sich auch in diesem Jahr wieder auf Spurensuche begeben. Erster Anlaufpunkt für die Projektarbeit wird das Salinemuseum sein. Hier möchten sich die Jugenlichen einen geeigneten Ausgangspunkt schaffen, um ihr Projekt zeitlich und inhaltlich gliedern zu können. Als Zeitzeugen wollen die Jugendlichen ‘Halloren’ finden und befragen. Das sind Menschen, die bei offiziellen Anlässen noch die typischen Uniformen der Salzwirker tragen. Im Stadtarchiv sollen weitere Informationen zusammen getragen werden. Aus dem gesammelten Material, wie Zeitzeugeninterviews und Fotos, sollen eine PowerPoint-Präsentation und eine Fotoausstellung entstehen und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

02/09 DRK KV Wanzleben e.V., Kinder- u. Jugendzentrum "Tenne"
Lindenpromenade 14
39164 Wanzleben
Die Geschichte des Jugendrotkreuzes im DRK-Kreisverband Wanzleben e.V.
Ob Schulsanitätsdienst, Kampagnen-Arbeit, Streitschlichtung oder Ferienfreizeit: Das Jugendrotkreuz (JRK) setzt sich als anerkannter Träger des DRK seit vielen Jahren für andere Menschen ein. Durch seine Erziehungs- und Bildungsarbeit führt das JRK in seinen Ortsvereinen junge Menschen an das Ideengut des Roten Kreuzes heran und trägt zur Verwirklichung seiner Aufgaben bei. Die Zeitenspringer des DRK Wanzleben möchten sich deshalb intensiver mit der Geschichte des Jungendrotkreuzes in ihrem Ort auseinandersetzen. Denn: Um Entwicklungsprozesse nachvollziehen zu können und auch weiterhin Kinder und Jugendliche für soziales Engagement zu begeistern ist es wichtig, sich auch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Archiv- und Internetrecherchen bilden den Ausgangspunkt für die Projektarbeit. Interviews mit ehamaligen und aktiven Mitgliedern sollen zusätzlich Aufschluss über die Arbeit des Verbandes, und dessen Entwicklung bringen.
Die Arbeitsergebnisse werden in Form einer Ausstellung dokumentiert. Diese soll auf Stadt- und Vereinsfesten in Wanzleben und den umliegenden Orten sowie auf dem Weltrotkreuztag und an regionalen Schulen präsentiert werden.

02/09 Gosecker Sonnenobservatorium e.V.
Burgstr. 53/ Schloss Goseck
06667 Goseck
Die Gosecker Schlossgeschichte um 1945
Aufbauend auf die Arbeitsergebnisse der vergangenen Jahre möchten die Jugendlichen vom Gosecker Sonnenobervatorium e.V. ihre Zeitzeugenbefragung und Grabungstätigkeit auch im Jahr 2009 fortsetzen. Die Zeitenspringer erhielten eine große öffentliche Resonanz auf ihre bisherige Projektarbeit und die daraus entstandenen Projektergebnisse. Die beiden ersten Dokumentationen, zwei Regionalgeschichtshefte, trugen zur Illustration persönlicher Schicksale während der Zeit der Flucht und Vertreibung um 1945, aber auch der Schulgeschichte zwischen den beiden Weltkriegen bei. Die Jugendlichen werden an die Forschungsarbeit der letzten Jahre anknüpfen: Sie werden Zeit-zeugen befragen, weiter recherchieren und auch an Grabungen am Innenhof des Schlosses teilneh-men. Die vorhandenen Materialien bieten den Jugendlichen die Möglichkeit weitere regionale Veröffentlichungen zu erstellen, die von den Gosecker Bewohnern bereits mit Spannung erwartet werden. Teilergebnisse des Projektes werden vorab in Form eines öffentlichen Vortrags vorgestellt.

02/09 Ev. Kirchspiel Halberstadt / Jugendarbeit
Poetengang 6
38820 Halberstadt
Die politischen Wendeereignisse 1989 in Halberstadt
Eine regionale Aufarbeitung von historischen Gegebenheiten und politschen Ereignissen der DDR-Zeit - und vor allem zur Wendezeit - in und um Halberstadt ist das Ziel der Zeitenspringer aus Halberstadt. Die Jugendlichen haben sich freiwillig am Entwurf der Projektidee beteiligt und die thematischen Bezüge selbst ausgewählt. Eigenständige Recherchen zu den damaligen Ereignissen bringen die Jugendlichen in direkte Beziehung zu Zeitzeugen und beleuchten dabei auch ihr eigenes familiäres Umfeld. Grundlage für die Projektarbeit bildet die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit ihren eigenen Einstellungen und Vorkenntnissen zur DDR Geschichte. Zusätzlich sollen durch die Jugendlichen verschiedene Dokumente zum Verständnis der geschichtlichen Zusammenhänge Halberstadts aufgearbeitet werden. Hierzu stehen Recherchen in städtischen Einrichtungen, Bibliotheken und Museen auf dem Programm. Projektziel ist eine Ausstellung mit Bild- und Textmaterial die im Gymnasium Martineum und im Rahmen verschiedener Events anlässlich des 20. Jahrestages der politischen Wende in Halberstadt gezeigt werden soll.

02/09 Saale Delta e.V.
Rothenburger Str. 6
06198 Dobis Stadt Wettin
Dobiser Menschen und Häuser und ihre Geschichte(n)
An der Geschichte von Häusern und deren BewohnerInnen im eigenen Heimatort lassen sich politische Umbrüche und auch persönliche Geschichte(n) nachvollziehen. Krieg, Vertreibung, Enteignung, Wegzug und Verfall in der DDR sowie die Neubelebung des Dorfkerns nach der Wende durch Zuzug junger Familien lassen Geschichte am konkreten Lebensort erfahrbar werden. Die Jugendlichen wollen Zeitzeugen über ihre Kindheit und Schulzeit befragen und deren Geschichten in Beziehung zu ihrer eigenen Lebenswelt darstellen. Durch das Fragen und Erzählen entstehen Beziehungen, die die alten und neuen BewohnerInnen des Dorfes - Jugendliche, Erwachsene und Senioren - einander vertrauter machen. So soll die Beschäftigung mit der Geschichte ihres Heimatortes zu einer besseren Verwurzelung der Jugendlichen in ihrem eigenen Dorf beitragen. Aus Fotos und Geschichten wollen die Zeitenspringer eine Ausstellung und eine CD zusammenstellen Die Projektergebnisse werden im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung präsentiert und es wird zu einem Gesprächskreis eingeladen.

02/09 Caritasverband für das Dekanat Magdeburg e.V.
Jugend- und Sozialzentrum "Mutter Teresa"
Am Charlottentor 31
39114 Magdeburg
Erlebnisse aus der Wendezeit
Im Dialog der Generationen wollen die Zeitenspringer die Geschehnisse in Magdeburg zur Wendezeit erforschen. Die Jugendlichen lernen auf diese Weise ein bedeutsames Stück der Lebenswelt ihrer Eltern und Großeltern kennen und erhalten Gelegenheit, ihre heutigen Lebensumstände mit der historisch einmaligen Wende in direkten Zusammenhang zu bringen. Die Zeitenspringer werden sich dem Thema zuerst mit umfangreichen Internet- und Archivrecherchen nähern und Informationen zusammen tragen. Gemeinsam mit Zeitzeugen werden die Zeitenspringer geschichtsträchtige Orte in ihrer Stadt besuchen, die zur Zeit der Wende eine wichtige Rolle spielten. Anschließend werden Interviews mit Zeitzeugen geführt und aufgezeichnet. Die Ergebnisse der Spurensuche werden von den Jugendlichen zu Kurzgeschichten zusammengefasst. Aus Bildmaterial und Geschichten soll als Ergebnis der Projektdokumentation eine Ausstellung aus ca. 15 – 20 Schautafeln entstehen. Diese soll Schulen, gemeinnützigen Vereinen und anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Sie soll über die Geschehnisse zur Wendezeit in Magdeburg aufklären, informieren und daran erinnern.

02/09 Gesellschaft für historische Alltagsgeschichte e.V.
Oberengengasse 10
38855 Wernigerode
Es klappert die Mühle....
In und um Wernigerode gab es seit dem12. Jahrhundert schätzungsweise 25 Mühlen. Die Zeitenspringer wollen sich nun auf Spurensuche nach diesen Zeitzeugnissen begeben und dabei eine Übersicht über Mühlen, ihre Arbeitsform und der Entwicklungsgeschichte erarbeiten.
Im Vorfeld werden umfangreiche Archivrecherchen stehen, welche die Zeitenspringer im Umgang mit historischen Quellen vertraut machen sollen. Die Jugendlichen werden durch ihre Forschungsarbeit Einblicke in historische Hintergründe zur Entwicklungsgeschichte ihrer Heimat erhalten. Diese Lokalgeschichtsforschung ergänzt den allgemeinen Heimat- und Geschichtsunterricht und schafft zudem einen persönlicheren Bezug der Jugendlichen zu ihrer Heimatstadt. Aber damit nicht genug: Durch das eigene Herstellen und Basteln von 3 bis 5 Mühlenmodellen, welche in bzw. um Wernigerode gestanden haben sollen, erhalten die Zeitenspringer Gelegenheit, ihre persönlichen Fähigkeiten zu erkennen und auszubauen. Die ansprechende Dokumentationsmappe, welche die Projektarbeit und die Ergebnisse dokumentieren soll, wird im Unterricht der Schule Verwendung finden.

02/09 Diakonisches Werk Jerichower Land e.V.
Grünstr. 1b
39288 Burg
Es waren die schönsten Jahre meines Lebens...
Unter diesem Titel werden die Zeitenspringer die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Burg zur DDR-Zeit unter die Lupe nehmen. Wie sah Kinder- und Jugendarbeit damals aus, was wurde darunter verstanden – und welche Strukturen und Einrichtungen gab es? Um dies herauszufinden werden die Jugendlichen zuerst Archivrecherchen durchführen und Material zusammen tragen. Anschließend sollen Zeitzeugen zum Thema befragt werden. Im persönlichen Gespräch sollen Weltansichten, Träume, Werte, Lieblingsaktivitäten und Interessen erfragt, ausgetauscht und reflektiert werden. Zu Dokumentationszwecken werden Portraits der Zeitzeugen und digitale Aufnahmen der Interviews angefertigt. Eine Ausstellung, die später auch in Kinder- und Jugendeinrichtungen zu sehen sein soll, wird die Projektergebnisse zusammenfassen. Zur Eröffnung der Ausstellung wird eine Gesprächsrunde zwischen Jugendlichen und Zeitzeugen organisiert und Lokale Presse sowie Stadtkanal sollen eingeladen werden, um über die Veranstaltung zu berichten. Die Zeitenspringer wollen außerdem versuchen, eine renommierte Persönlichkeit der Stadt als Schirmherr für ihr Projekt zu gewinnen.

02/09 PFLUG e.V.
Schlossstr. 6
06886 Lutherstadt Wittenberg
Geschichtswerkstatt Kindheit und Jugend in der SBZ und DDR
Im Gegensatz zu anderen Themenfeldern im Geschichtsunterricht ist die DDR unmittelbar zurückliegende, greifbare Zeitgeschichte, die einen wichtigen Teil im Leben der Eltern und Großeltern der Schüler einnimmt. Jedoch haben die Jugendlichen oft selbst keinen Bezug zur Teilung von Deutschland in BRD und DDR. Die Geschichtswerkstatt möchte jungen Menschen historisches Wissen anhand von konkreten Alltagserfahrungen vermitteln, die an ihre eigene Lebenswelt anknüpfen. Hier wird Geschichte für die Jugendlichen greifbar: Zeitzeugenberichte, Dokumente und Fotos aus der Lutherstadt dienen als Ausgangspunkt um Schule, Freizeit und Familienleben zwischen 1945 und 1989 zu betrachten. Die Jugendlichen werden sich intensiv mit Zusammenhängen und geschichtlichen Besonderheiten sowie gesellschaftlichen Bedingungen früher und heute auseinanderzusetzen und in authentische Alltagssituationen versetzt werden. Sie etnwerfen in der Geschichtswerkstatt Lehrmaterialien als Ergänzung zum bestehenden Unterrichtsmaterial, die auch noch im Nachhinein Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zur Verfügung stehen.

02/09 DRK KV Wanzleben e.V., Kinder- u. Jugendzentrum "Tenne"
Lindenpromenade 14
39164 Wanzleben
Gestern-Heute-Morgen - Stadtgeschichte im Wandel der Zeiten
Wie hat sich die Heimatgemeinde der Zeitenspringer in den letzten 25 Jahren gesellschaftlich verän-dert – und wie sind die Erwartungen der EinwohnerInnen an die Zukunft? Das letzte Stadtjubiläum im Jahr 1984 bildet den Rahmen, an Hand dessen der gesellschaftliche Wandel der vergangenen 25 Jahre abgebildet werden soll. In Videointerviews wollen die Jugendlichen Zeitzeugen verschiedener Altersgruppen zum Wandel in ihrer Gemeinde befragen. Durch die Erfahrungen und Erlebnisse der InterviewparterInnen soll bei den Jugendlichen die lokale und regionale Identität gestärkt und persönliche Vorstellungen und Ziele formuliert werden, die eine erweiterte Reflektionen nach sich ziehen. Im Rückblich auf die Vergangenheit sollen mit den Erfahrungen aus der Gegenwart individuelle Prognosen für die Zukunft formuliert werden. In der generationsübergreifenden Ausei-nandersetzung mit Geschichtserfahrungen und Zukunftserwartungen bestimmen die Jugendlichen ihren Platz in der Gegenwart und formulieren Lebensziele und Erwartungen an die Zukunft. Das ge-sammelte Film- Foto- und Textmaterial soll u.a. zu einer Fotoreportage und zu einer Wanderausstel-lung aufbereitet werden.

02/09 Goethe-Sekundarschule Ilsenburg
Am Tiergarten 22
38871 Ilsenburg
Jüdische Schicksale in der Stadt Ilsenburg
Schon seit dem Jahr 2004 erforschen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft “Geschichte” die Schicksale ehemaliger jüdischer BürgerInnen Ilsenburgs.
Im Jahr 2009 steht das Leben von Bernhard Langnas, einem jüdischer Einwohner der Stadt bis 1938, im Fokus der Forschungsarbeit. Durch Kontakte zu den Nachkommen der Familie Langnas sind den Zeitenspringern bereits Unterlagen und Materialien zur Verfügung gestellt worden. Diese sollen nun bearbeitet werden, um die begonnene Dokumentationsreihe fortsetzen zu können. Die Befragung der Zeitzeugen und die filmische Dokumentation erhält in diesem Projekt einen besonders hohen Stellenwert: Die Aneignung von historisch bedeutsamen Wissen erfolgt durch den persönlichen Kontakt mit Zeitzeugen, und durch die Verarbeitung des Filmmaterials werden technische Kenntnisse erworben. Als Kooperationspartner konnten u.a. die Gedenkstätte "Veckenstedter Weg" in Wernigerode, die “Moses Mendelsohn Akademie Halberstadt” und der "Offene Kanal" Wernigerode gewonnen werden. Im Zuge der Forschungsarbeiten soll ein "Stolperstein" vor dem ehemaligen Wohnhaus von Bernhard Langnas verlegt werden. Die Zeitenspringer werden hierzu die notwendigen die Vorarbeiten leisten.

02/09 IB Freier Träger der Jugend-, Sozial- u. Bildungsarbeit e.V.
Jugendmigrationsdienst
Walther-Rathenau-Str. 30
39106 Magdeburg
Unsere Vorfahren - deutsche Auswanderer
Der größte Teil der zugewanderten Bevölkerung in Magdeburg ist die Gruppe der Spätaussiedler. Die Spätaussiedler werden von der einheimischen Bevölkerung oft nur als “Russen” wahrgenommen. Den Zeitenspringern ist es ein Anliegen, mit ihrer Projektarbeit, über die Geschichte und Geschichten(n) der Spätaussiedler aufzuklären und zu informieren. Es soll auch ein Bezug zur heutigen Realität in Deutschland hergestellt werden: Viele Deutsche verlassen ihr Land und wandern aus – auch junge Spätaussiedler gehen in ihr Herkunftsland zurück. Warum ist das so? Die Gruppe, die vorwiegend aus Spätaussiedlern besteht wird Familienangehörige und andere Spätaussiedler befragen, Fotomaterial sichten und in Archiven recherchieren. Ziel ist, einen Dokumentarfilm und eine Ausstellung anzufertigen, die in der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen. Diese Präsentations-Veranstaltung soll wiederholt und später auch in anderen Schulen, Vereinen und Verbänden zu sehen sein.

02/09 ShalomHaus Tangermünde e. V.
Grete-Minde-Str. 1
39590 Tangermünde
Wie erlebten die Tangermünder die DDR-Zeit und die Zeit der Wende?
Die Jugendlichen möchten mit ihrer Projektarbeit ein Stück Heimatgeschichte ihres Heimatortes aufarbeiten und dafür sorgen, dass dieser Teil unserer Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Auf Anregung der Leiterin des Stadtarchives in Tangermünde möchten die Jugendlichen nun die jüngere Geschichte ihres Ortes zur DDR- und Wendezeit aufarbeiten. Material bekommen die Zeitenspringer vom Stadtarchiv Tangermünde zur Verfügung gestellt, von der Leiterin des Archives erhalten die Jugendlichen persönliche Unterstützung. Die Zeitenspringer haben bereits begonnen, über die Presse die Tangermünder Bürger auf ihr Projekt aufmerksam zu machen und die um Mithilfe gebeten.
Zum Glück finden sich zu diesem Thema noch viele Zeitzeugen, die den Jugendlichen im persönlichen Gespräch viel Wissenswertes über diese Zeit und die Entwicklung ihres Heimatortes vermitteln können. Im Ergebnis sollen unterhaltsame Alltagsgesichten mit vielen Fotos entstehen und dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt werden.

02/09 Museum Weißenfels Schloss Neu-Augustusburg
Zeitzer Str. 4
06667 Weißenfels
Wie geschah die Wende? Schüler begeben sich auf Spurensuche.
Im Jahr 2009 Jahr wird der 20. Jahrestag zum Fall der Mauer begangen. Die heutige Schülergeneration hat diese wichtige und einschneidende Zeitepoche in der Geschichte Deutschlands nicht miterlebt. Das Interesse an dem Ereignis ist jedoch groß, denn auch die Lebenswelt der Jugendlichen wird noch heute durch diese wichtigen Ereignisse von damals beeinflusst. Die Eltern, Großeltern und Verwandten der Zeitenspringer haben die Wende miterlebt und können den Zeitenspringern wichtige Informationen über dise historisch bedeutsame Zeit vermitteln. Was geschah damals genau? Und wie haben die Menschen persönlich diese Zeit erlebt? Was hat sich verändert? Durch das Befragen von Zeitzeugen erfragen die Schüler, wie die "Friedliche Revolution" in ihrem Heimatort (Weißenfels) verlief. Die Projekt-Ergebnisse sollen in die Ausstellung "20 Jahre Friedliche Revolution in Weißenfels" eingebunden, sowie im örtlichen Museum und im Rathaus präsentiert werden.

02/09 Seniorenvertretung der Landeshauptstadt Magdeburg e.V.
Dodendorfer Str. 114
39090 Magdeburg
Wie war es in der DDR
Mit Hilfe von Zeitzeugen-Befragungen wollen die Jugendlichen in diesem Projekt herausfinden, wie das Leben zu Zeiten der DDR war. Von besonderem Interesse für die Jugendlichen sind die hierbei die gesellschaftlichen Verhältnisse und deren Auswirkungen auf persönliche Schicksale während der DDR-Zeit. Das Projekt ist ein zeitlicher Anschluss an das Projekt "Schule in der NS-Zeit" aus dem Jahr 2007 und soll den Jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Geschichte der jüngsten Vergangenheit von Zeitzeugen authentisch vermitteln. Im Fokus stehen dabei folgende Schwerpunktbereiche: Sozialistische Planwirtschaft, Arbeitsalltag, Frauen, Schule und Erziehung, Jugendorganisationen, Jugendkultur/-protest und Staatssicherheit. Auf einen Aufruf der Zeitenspringer haben sich bereits über 70 Zeitzeugen gemeldet, die mit den Jugendlichen über ihre Erfahrugnen sprechen möchten. Die Präsentation der Projektergebnisse, bestehend aus PowerPoint-Präsentation und Facharbeiten, findet in der Stadtteilbibliothek FloraPark unter Teilnahme von geladenen Gästen statt.

02/09 Verein Vorruhestand der Chemieregion e.V.
Roßmarkt 2
06217 Merseburg
Wir waren noch nicht fertig! - Erinnerung braucht neue (Handlungs)orte
Das ehemalige Zwangsarbeitslager Flughafen Schafstädt ist in der Region völlig unbekannt. Als Außenstelle des Lagers Zöschen wurde es von Ende 1944 bis 1945 betrieben und hatte für die Inhaftierten unmenschlichste Arbeits- und Lebensbedingungen. Mit der Erforschung der Geschichte des Lagers soll der Ort aus dem Vergessen geholt werden. Die Zeitenspringer wollen mit ihrer Arbeit erreichen, dass lokale und regionale Erinnerung als Teil der europäischen Erinnerungskultur gestalt